Philip Oberhaidinger
Dossier

Die österreichischen Printmedien und ihre Eigentümer

Foto: Philipp Oberhaidinger - CC BY-NC 2.0

Die Eigentümer-Struktur der Druck-Medien in Österreich zeigt vor allem eines: Raiffeisen, die katholische Kirche und einige wenige Familien besitzen den Großteil der hierzulande konsumierten Produkte.

Wieweit Eigentümer und deren Interessen den Inhalt von Medien mit bestimmen, bleibt an dieser Stelle offen. Es empfiehlt sich dazu die Lektüre Noam Chomskys „Die Konsensfabrik – Die politische Ökonomie der Massenmedien“.

Printmedien in Österreich

Die Raiffeisen-Medien

Raiffeisen ist die Hausbank der ÖVP,  zwischen Raiffeisen und ÖVP gibt es nicht wenige Job-Wechsel. Und der Raiffeisen-Konzern ist auch ein gut vernetzter und starker Player am österreichischen Zeitungs-Markt. Er besitzt über 50 Prozent der Tageszeitung „Kurier“ und über diese gemeinsam mit der „Kronen-Zeitung“ und dem deutschen Zeitungs-Konzern „Funke Medien“ (Ehemals WAZ) den „Media-Print Verlag“, seines Zeichens der größte österreichische Zeitungs- und Zeitschriftenverlag.

Über Magazine sind wiederrum die Familie Fellner (Medien-Gruppe Österreich) und die Raiffeisen verbunden. Beiden halten Anteile an der „Verlagsgruppe News“, die mit ihren Zeitschriften „Profil“, „Trend“, „Format“ und „News“ den österreichischen Magazin-Markt beherrscht. Doch der Raiffeisen-Konzern ist nicht nur mit den Fellners und der Krone verbunden, sondern auch mit der katholischen Kirche.
Eine Liste aller Zeitungen und Zeitschriften-Titel mit Raiffeisen-Beteiligung findet ihr auf Fisch+Fleisch – „Das größte österreichische Medienhaus – Raiffeisen?“.

Organigramm der Medien der Raiffeisen (Medien Österreich)

Die Kirche und ihre Medienbeteiligungen

Die Bank mit dem Giebelkreuz und die Kirche haben sich nämlich beide in ein niederösterreichisches Leitmedium eingekauft – die „Niederösterreichischen Nachrichten “. Die NÖN hat in Niederösterreich eine Reichweite von 34,2 % und gehört zu 80 % dem Bistum und der Diözese St. Pölten. Die übrigen 20 % hält die Raiffeisenbank NÖ-Wien.

Das waren aber längst nicht alle Medienbeteiligungen der Kirche. Der Styria-Verlag ist zu 98,33 % im Eigentum der Katholischer Medien Verein Privatstiftung und ist der größte Regionalmedien-Konzern Österreichs. Die Kirche besitzt über diesen Verlag unter anderem Anteile an der online Plattform „willhaben.at“, die Tagezeitung „die Presse“, das Frauenmagazin „Wienerin“ und die „Kleine Zeitung“. Letztere ist mit etwa 45 % Reichweite in Kärnten und der Steiermark besonders einflussreich.

Der Standard

Neben der Tageszeitung „die Presse“ gilt der Standard als Qualitätszeitung. Dieser befindet sich zu 85,6 % im Besitz der Bronner Familien-Privatstiftung. Die restlichen Anteile halten Gründer und Herausgeber Oscar Bronner (12,6 %) und einzelne Mitarbeiter der Tageszeitung (1,8 %).

Wiener Zeitung

Eine dritte Qualitätszeitung, allerdings eine mit geringer Reichweite ist die Wiener Zeitung. Sie wurde 1703 gegründet und ist damit die älteste noch erscheinende Tageszeitung der Welt. Sie befindet sich zu 100 % im Eigentum der Republik Österreich. Der Staat ist es auch, der einen Vorschlag für einen Chefredakteur einbringt. Dieser gilt als bestellt, wenn sich die Redaktionsversammlung nicht mit zwei Drittel gegen den Kandidaten ausspricht.

Falter

Eine dem Standard ähnliche Leserstruktur hat die Wochenzeitung „Falter“. Der Falter gehört großteils Sigmar Schlager und dem Chefredakteur und Herausgeber Armin Thurnher. Die beiden halten über Stiftungen 74,98 % an der Wochenzeitung. Die übrigen Anteile besitzen Hannes Pflaum und Hans-Michel Piech zu je 12,51 %.

Boulevard fest in Hand von Dichands und Fellners

Österreichs Boulevard-Zeitungen befinden sich nahezu vollständig in der Hand von 2 Familien. Zuerst wäre da natürlich die Familie Dichand, sie besitzen gleich die zwei größten Tageszeitungen Österreichs: „Krone“ und „Heute“ – Heute-Herausgeberin Eva Dichand ist die Frau des Krone-Herausgebers Christoph Dichand.

Die zweite Medien-Familie, die genannt werden muss, sind die Fellner-Brüder Wolfgang und Helmut. Sie besitzen gemeinsam die „Mediengruppe Österreich“ und damit, neben der Gratis-Zeitung Österreich unter anderem, auch die online Portale „wetter.at“ und „oe24.at“.

Moser Holding mit Verbindung zur Raiffeisen

Im Westen Österreichs sind vor allem die „Vorarlberger-Nachrichten“ und die „Tiroler-Tageszeitung“ von Bedeutung. Die TT weist in Tirol gemeinsam mit ihrer gratis Version über 50 % Reichweite auf und steht im Besitz der Moser-Holding.
Moser-Medien besitzt auch die „Oberösterreichische Rundschau“. Die Zeitschrift ist gratis und geht wöchentlich an alle Haushalte und gilt als sehr ÖVP-linientreu. Dem entsprechend war die Raiffeisen Landesbank Oberösterreich zwischen 2009 und 2013 mit knapp 15 % an der Moser Holding beteiligt.

Russmedia – Familienclan mit guten Kontakten zur ÖVP

Noch bessere Reichweiten-Werte weisen die „Vorarlberger-Nachrichten“ (53,4 % in Vbg.) auf. Diese steht im Besitz von Russmedia, der Privatstiftung der Familie Russ. Die Familie hat ausgezeichnete Kontakte zur ÖVP. So war bis Jänner 2018 die Schwester des Verlegers Eugen Russ, Gabriele Nußbaumer, Vize-Landtagspräsidentin für die Volkspartei.1

Das Red Bull Medienhaus von Didi Mateschitz

„Red Bull Media House“ ist eine Tochtergesellschaft der Red Bull GmbH. Das Unternehmen besitzt den TV-Sender ServusTV. Immerhin hat der Sender – laut Wikipedia – im Jahr 2017 einen Marktanteil von 2% in Österreich.

Zusätzlich werden folgende Zeitschriften von Red Bull Media House herausgegegen:

– The Red Bulletin (0,923 Mio. Leser)
– Servus (Verbreitete Auflage: 143.526 Exemplare)
– Terra Mater Magazin (0,133 Mio. Leser)
– Bergwelten (Verbreitete Auflage 95.947 Exemplare)
– Speed Week

(Zahlen: Wikipedia)

Zusätzlich wurde von Mateschitz eine Privatstiftung mit dem Namen “Quo Vadis Veritas” eingerichtet. Diese gründete das Unternehmen “Quo Vadis Veritas Redaktions GmbH (QVV)”, welches das Online Magazin “Addendum” herausbringt. Addendum macht auch eine wöchentliche TV-Sendung mit dem Namen “Im Kontext”. Diese wird bei ServusTV ausgestrahlt.

Außerdem produziert QVV auch die ServusTV-Talksendung “Talk im Hangar-7”. 2

RMA Regionalmedien Austria

Regional-Medien Austria (RMA)

Laut eigener Homepage produziert die RMA österreichweit 127 lokale Zeitungen wie bz-Wiener Bezirkszeitung, Bezirksblätter Burgenland, Niederösterreich, Salzburg und Tirol, meine WOCHE Kärnten und Steiermark, Bezirksrundschau Oberösterreich, Regionalzeitungen Vorarlberg, acht Zeitungen der Kärntner Regionalmedien und den Grazer. Dazu kommen digitale Angebote wie meinbezirk.at, grazer.at usw.
Die RMA nennt sich selbst „österreichweit die Nummer 1 am Zeitungsmarkt. Wir sind der größte mediale Nahversorger und erreichen mehr als 3,696 Mio. Leserinnen und Leser“ (Zahlen aus 2017).

Heute

Die Mehrheit am HEUTE-Verlag halten die Stiftungen Periodika und Pluto mit insgesamt 74,5 Prozent. Im Sommer 2016 übernahm die Schweizer Mediengruppe Tamedia AG 25,5 Prozent der Geschäftsanteile der HEUTE-Herausgeberin Ultimate Media GmbH (AHVV Verlags GmbH).

Oberösterreichische Nachrichten

Eigentümer der OÖN sind die Nachfolger der Druckerei-Dynastie Wimmer. Rudolf Andreas Cuturi, Mitglied der Familie, ist aktuell Herausgeber. Er besitzt mit seinen 5 Söhnen und seiner Frau Daniela auch über verschiedene Stiftungskonstruktionen 100 % der Wimmer Holding. In deren Besitz sind wiederum die OÖN und die gratis Wochenzeitung Tips. Beide sind Leitmedien in Oberösterreich mit beachtlichen Reichweitenzahlen. Die Oberösterreichischen Nachrichten werden von 27,3 % und die Tips gar von 65,6 % der Bevölkerung im Land ob der Enns gelesen.

Salzburger Nachrichten

Medieninhaber ist die in Familienbesitz befindliche Salzburger Nachrichten Verlagsgesellschaft m.b.H. & Co. KG, deren Eigentümer Herausgeber Max Dasch und die auch im Verlag tätige Trude Kaindl-Hönig sind.

APA

Eine der Hauptinformationsquellen für die oben genannten Zeitungen ist die Austria Presse Agentur (APA). Sie ist die nationale Nachrichtenagentur Österreichs. Sie ist genossenschaftlich organisiert. Genossenschafter sind 12 österreichische Tageszeitungen (alle großen bis auf Heute und Kronen-Zeitung) und der ORF. Wobei Letzterer die meisten Anteile, nämlich 46,5 %, hält. Als Nachrichtenagentur veröffentlicht sie vorgefertigte Meldungen, die von vielen Medien direkt übernommen werden. Damit beeinflusst sie die Berichterstattung wesentlich mit. Wie unter anderem Nachrichtenagenturen die Berichterstattung beeinflussen, hat Noam Chomsky in seinem Propagandamodell dargestellt.

Tageszeitungen in Österreich

 Reichweite in ProzentLeser
Der Standard5,3389.000
Die Presse4296.000
Heute (GRATIS)13,3980.000
Kronen Zeitung30,52.245.000
Kurier7,6559.000
Österreich (GRATIS)7,8576.000
Kleine Zeitung gesamt11,6853.000
Kleine Zeitung (Graz)7,9585.000
Kleine Zeitung (Klgft.)3,6268.000
OÖN-OÖ Nachrichten4,8355.000
SN-Salzburger Nachrichten3,4254.000
TT-Tiroler Tageszeitung3,7271.000
Kombi TT/TT Kompakt (KAUF/GRATIS)3,8283.000
Neue Vbg. Tageszeitung0,540.000
VN-Vbg. Nachrichten2,2160.000
TOP Vorarlberg2,4176.000

Tageszeitungen am Wochenende

 Reichweite in ProzentLeser
Der Standard (Samstag)6,4468.000
Die Presse (Sonntag)4,6342.000
Kronen Zeitung (Sonntag)38,12.805.000
Kurier (Sonntag)9,5699.000
Österreich (Sonntag)7,5555.000
Kleine Zeitung gesamt (Sonntag)12884.000
Kleine Zeitung (Graz) (Sonntag)8,3614.000
Kleine Zeitung (Klgft.) (Sonntag)3,7270.000
OÖN-OÖ Nachrichten (Samstag)5,7421.000
SN-Salzburger Nachrichten (Samstag)4,1299.000
TT-Tiroler Tageszeitung (Sonntag)4291.000
Neue Vbg. Tageszeitung ("Neue am Sonntag")173.000
VN-Vbg. Nachrichten (Samstag)2,4175.000
Kollaborativer Journalismus
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  1. User-Kommentar von Sandra B.
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28 Kommentare

28 Kommentare

  1. danilu

    16. Mai 2018 um 15:57

    Würde den Artikel womöglich sprengen, aber als zweiter Teil wäre interessant, woher das Budget der Medien stammt.
    Einerseits wer an die Stiftungen spendet, andererseits wer Inserate kauft.

    • Gerald Demmel

      6. Juni 2018 um 18:24

      Das Thema Medien & Geld sollten wir definitiv noch behandeln. Aber es ist schwierig da zu Zahlen zu kommen.

      Angenommen wird zB, dass eine Zeitung etwa 90 % ihrer Einnahmen aus den Inseraten macht. Aber das ist auch von Blatt zu Blatt recht verschieden.

  2. pjotr

    15. Mai 2018 um 12:21

    Interessant wäre in dem Zusammenhang noch das Netzwerk rechtsextremer „Alternativmedien“ im Dunstkreis der FPÖ – unzensuriert, Wochenblick, Info direkt und co. Wer die genau finanziert würde mich sehr interessieren.

  3. Andreas Sterrer-Böhm

    15. Mai 2018 um 10:18

    Was hat die APA in der Raiffeisen-Grafik zu suchen? Die APA ist eine Genossenschaft (keine GmbH) und mitnichten im 100%-Besitz des Kurier, wie die Grafik es zeigt. Tut mir leid, aber das ist echt schwach recherchiert…
    Hier dazu mehr: https://www.apa.at/Site/APA-Gruppe/About.de.html

  4. harald matschiner

    20. April 2018 um 06:59

    Die Medien, ein Kartell, wenn man hinter die Kulissen blickt, und die Finanzflüsse berücksichtigt – genauso wie auf den Börsen – die Besitzer der Medien sind untereinander verschachtelt ….
    und bei denen gilt der Spruch:
    „Keine Krähe hackt der anderen das Auge aus.“
    i hab deswegen mal einen Artikel geschrieben –
    Der wa(h)re Journalismus – https://wirkandidieren.wordpress.com/2010/05/07/der-wahre-journalismus/

    derzeit beschäftige ich, wir uns mit dem Fall Österreich, einer der größten Korruptions- und Kriminalfälle der 2. demokratischen Republik Österreich – Daten und Fakten dazu auf der unten angeführten webseite
    aja, nu was,
    es gibt juristisch, wie auch realistisch, praktisch einen Unterschied zwischen Eigentümer und Besitzer,
    Eigentümer einer Sache, Dinges, kann nur der werden, der alles erschaffen hat, und der hat sein Eigentum, soviel ich weiß, nicht aufgegeben,
    sondern er hat es den Menschen, der Menschheit im Besitz gegeben:
    „Heißt ja auch, …., nehmt die Erde in Besitz ….“,
    das heißt, dass ist die Auffordung um die Erde gerecht zu verwalten, und nicht die Aufforderung die Erde auszubeuten, zu zerstören.
    Denkt mal ALLE darüber nach,
    und nu was, dt. Sprache, die Sprache der Dichter und Denker, im Wort „reGIERung“ steckt das Wort „GIER“, und i sag immer:
    „GIER frißt Hirn“, nach den mir, uns vorliegenden Daten, Fakten und Zahlen, bewahrheitet sich das ….

    Gott zum Grusse
    harald matschiner
    Sprecher des Bundes, BBS
    http://menschen21.wordpress.com

  5. Und die Eigentümer? Bitte auch ’ne Liste!

    4. Februar 2018 um 14:09

    Beispiel: Kleine Zeitung, Wirtschaftsblatt, Die Presse, Antenne (Radio-Sender) … gehören der Diözese Graz-Seckau.

    Das ist erst interessant!

  6. columbush

    3. Januar 2018 um 08:29

    Salzbg. Nachrichten und OÖN wären auch noch schön.
    btw.:
    Im Sommer 2016 übernahm die Schweizer Mediengruppe Tamedia AG 25,5 Prozent der Geschäftsanteile der HEUTE-Herausgeberin Ultimate Media GmbH (AHVV Verlags GmbH). Die Mehrheit am HEUTE-Verlag halten die Stiftungen Periodika und Pluto mit zusammen 74,5 Prozent.

    • Gerald Demmel

      Gerald Demmel

      6. Januar 2018 um 16:26

      Werde ich am Montag einarbeiten – Danke!

  7. Fusel

    14. Dezember 2017 um 09:43

    Die Medien von Didi Mateschitz fehlen noch.

    Red Bull Media House ist eine Tochtergesellschaft der Red Bull GmbH. Das Unternehmen besitzt den TV-Sender ServusTV. Immerhin hatder Sender – laut Wikipedia – einen Marktanteil von 2% in Österreich.

    Zusätzlich werden folgende Zeitschriften von Red Bull Media House herausgegegen:

    – The Red Bulletin (0,923 Mio. Leser)
    – Servus (Verbreitete Auflage: 143.526 Exemplare)
    – Terra Mater Magazin (0,133 Mio. Leser)
    – Bergwelten (Verbreitete Auflage 95.947 Exemplare)
    – Speed Week

    (Zahlen wieder von Wikipedia)

    Zusätzlich wurde von Mateschitz eine Privatstiftung mit dem Namen „Quo Vadis Veritas“ eingerichtet. Diese gründete das Unternehmen „Quo Vadis Veritas Redaktions GmbH (QVV)“, welches das Online Magazin „Addendum“ herausbringt. Addendum macht auch eine wöchentliche TV-Sendung mit dem Namen „Im Kontext“. Diese wird bei ServusTV ausgestrahlt.

    Außerdem produziert QVV auch die ServusTV-Talksendung „Talk im Hangar-7“

  8. Fusel

    11. Dezember 2017 um 11:40

    Ein ehemaliger Chefredakteur eines Styria Produkts über den Einfluss der Kirche:

    „Ich war Chefredakteur des regionalen Magazins „Kärntner Monat“, das sich im Besitz des Medienkonzerns Styria befand. Katholischer Pressverein also. Kircheneinfluss, frage nicht. An dieser Stelle ein wichtiger Hinweis: Man kann in der Styria vieles machen. Aber wenn man für sich eine Karriere eingeplant hat, sollte man bei gewissen Fragen rund um religiöse Werte nicht allzu meinungsautark sein.“

    Quelle: https://herrkofler.wordpress.com/2014/03/12/herr-kofler-geht-samenspenden/

  9. lala

    4. Dezember 2017 um 21:24

    Bitte auch vor der eigenen Türe kehren. Das Echo Mediemhaus ist auch zu erwähnen…. LG lala

  10. Rainer Möller

    13. Oktober 2017 um 08:38

    Die SPÖ war mal die Partei des städtischen Proletariats und der jüdischen Oberschicht. Jetzt ist sie nur noch die Partei der städtischen Oberschichten. Und die geben nu mal kein Geld aus, um ländliche Lokalzeitungen zu lesen. Darum sind sie für die ländlichen Lokalzeitungen auch irrelevant.

  11. Rainer Möller

    13. Oktober 2017 um 08:31

    Osterreich ist traditionell „versäult“, und damit konnten Rot und Schwarz ganz gut leben. Und jetzt schwächelt die rote Seite am Zeitungsmarkt? Naja, sind wahrscheinlich die roten Leser schneller zu Fernsehen und Internet übergelaufen.
    Oder sollten die roten Einrichtungen wirklich kein Geld mehr haben,um ihre Propaganda zu finanzieren? Während die Kirche immer noch jede Menge zahlende Mitglieder hat? Skandal! Gerechtigkeitslücke! Der Staat muss zugunsten der armen Roten eingreifen!

  12. nurso

    7. Oktober 2017 um 09:36

    Falter: Siegmar Schlager, nicht Sigmar

  13. Derrick

    6. Oktober 2017 um 19:56

    Ich finde den „Leopold-Kunschak-Preis“ interessant:

    „Der Leopold-Kunschak-Preis wird seit 1965 jährlich für herausragende Arbeiten auf dem Gebiet der Geistes-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften von der ÖVP vergeben. Weiters werden Anerkennungspreise verliehen.“

    Auch Journalisten bekommen einen Preis. Ich glaub man hat nicht alles richtig gemacht, wenn man von der Regierungspartei einen Preis für seine journalistische Arbeit bekommt.

    Übersicht der Preisträger findet man hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Leopold-Kunschak-Preis

  14. Bernhard Lassy

    5. Oktober 2017 um 14:26

    Ich hatte vor wenigen Wochen auch zufällig das Thema behandelt.

    https://www.fischundfleisch.com/lassy/das-groesste-oesterreichische-medienhaus-raiffeisen-38324

  15. hubert demuth

    4. Oktober 2017 um 08:01

    Nicht zu vergessen die OÖ Nachrichten der Familie Cuturi! Die hat auch eine gewaltige Reichweite und scheint ebenfalls mehr der ÖVP und FPÖ nahe zu stehen.
    Ist m. E. auch extrem neoliberal!
    Da hat man den Eindruck, wo nur möglich, wird die SP vorgeführt.

    • Hoflehner

      4. Oktober 2017 um 14:58

      Ich lese seit 40 Jahren ab und zu die OÖN und das liest sich täglich wie die ÖVP-Parteizeitung.

      Passend dazu war der von 1967 bis 1992 eingesetzte Chefredakteur Hermann Polz mit dem ÖVP-Landeshauptmann Josef Ratzenböck (LH von 1977 bis 1995) verschwägert.

  16. Daniel

    3. Oktober 2017 um 21:50

    Die Frage ist auch ob die Besitzer der Medien Einfluss auf die redaktionellen Texte nehmen. Laut Vice hat die „Wienerin“, welche im Besitz der Styria Media Group und somit der katholischen Kirche ist, kommentarlos einen Artikel zum Thema Abtreibung gelöscht und durch ein Statement der konservativen „Aktion Leben“ ersetzt.

    https://www.vice.com/de_at/article/ne77xq/warum-loscht-die-wienerin-einen-artikel-zum-thema-abtreibung

    Ich kann mir jedoch nicht vorstellen, dass das oft vorkommt.

    • Sebastian

      12. Oktober 2017 um 01:07

      Eigentümer geben die Blattlinie vor und nehmen schon über die Auswahl der Redakteure Einfluss auf die Berichterstattung. Bei der direkten Einflussnahme gibt es verschiedene Typen. Fellner diktiert z.B. jeden Punkt und Beistrich. Bei anderen Medien ist der Spielraum sicher größer. Von allen wird aber klarer Weise das gepusht, was sich verkauft, also in erster Linie Bedrohungsszenarien und Blut und Beuschel, daneben süße Tiere und Titten. Ich glaube aber schon, dass die Fixierung auf Kriminalität und Migration als Hauptprobleme unserer Gesellschaft von den wahren Problemen der Ungleichheit, der Vermögenskonzentration und des Einflusses des Geldes auf die Politik ablenken soll. Entweder diese Großkonzerne und Multimillionäre präsentieren Schuldige für unsere Probleme, oder sie werden bald selbst als Problem entlarvt.

  17. Sandra B.

    3. Oktober 2017 um 19:22

    Zu Russmedia: Gabriele Nußbaumer (geborene Gabriele Russ) ist die Schwester von Eugen Russ und sitzt für die ÖVP im Vorarlberger Landtag und ist dort Vizepräsidentin des Landtags.

    Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Eugen_Russ

    • Topfen

      4. Oktober 2017 um 17:06

      Was man Russmedia aber schon lassen muss ist, dass sie es geschafft haben, sich nicht von der Krone verdrängen zu lassen. Laut Wikipedia hat Dichand 1987 Claus Pándi nach Vorarlberg geschickt um die Krone dort zu stärken. Hat nicht geklappt. Es soll laut Wikipedia der „einzig bekannte Fehlschlag“ in Pándis Karriere gewesen sein…

      • Sandra B.

        4. Oktober 2017 um 17:58

        Claus Pándi will der österreichische Kai Diekmann sein, aber Kai Diekmann ist von Pándi nicht ganz überzeugt. Das schreibt Diekmann auf Twitter:

        „Ist das der Claus Pándi, der vor Jahren unbedingt einen Job bei mir haben wollte ( und ihn nicht bekommen hat)? “

        https://twitter.com/KaiDiekmann/status/913373106915434496

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