Philip Oberhaidinger
Medien in Österreich

Die österreichischen Zeitungen und Magazine und ihre Eigentümer

Foto: Philipp Oberhaidinger - CC BY-NC 2.0

Die Eigentümer-Struktur der Druck-Medien in Österreich zeigt vor allem eines: Raiffeisen, die katholische Kirche und einige wenige Familien besitzen den Großteil der hierzulande konsumierten Produkte.

Wieweit Eigentümer und deren Interessen den Inhalt von Medien mit bestimmen, bleibt an dieser Stelle offen. Es empfiehlt sich dazu die Lektüre Noam Chomskys „Die Konsensfabrik – Die politische Ökonomie der Massenmedien“.

Die Raiffeisen-Medien und ihre Verbindungen

Raiffeisen ist die Hausbank der ÖVP,  zwischen Raiffeisen und ÖVP gibt es nicht wenige Job-Wechsel. Und der Raiffeisen-Konzern ist auch ein gut vernetzter und starker Player am österreichischen Zeitungs-Markt. Er besitzt über 50 Prozent der Tageszeitung „Kurier“.Die restlichen 50 Prozent besitzt die „WAZ Ausland Holding GmbH“. Diese gehört wiederum zur Hälfte dem deutschen Zeitungs-Konzern „Funke Medien“. Die andere Hälfte gehört der SIGNA Gruppe und damit dem österreichischen Milliardär Rene Benko. Dieser gehört zum „inneren Kreis“ von Kanzler Sebastian Kurz und berät ihn beispielsweise in Wirtschaftsfragen.

Durch den Mediaprint verlag mit Kronen-Zeitung verbunden

Die „WAZ Ausland Holding GmbH“, und damit die SIGNA und Rene Benko, haltet aber auch 49,44 Prozent an der „Kronen-Zeitung“. Die restlichen Anteile an Österreichs reichweitenstärkster Zeitung haltet Christoph Dichand. Die Kronen Zeitung und der Kurier besitzen wiederum je zur Hälfte den „Media-Print Verlag“, seines Zeichens der größte österreichische Zeitungs- und Zeitschriftenverlag.

Über Magazine mit den Fellners verbunden

Über Magazine sind wiederrum die Familie Fellner (Medien-Gruppe Österreich) und die Raiffeisen verbunden. Beiden halten Anteile an der „Verlagsgruppe News“, die mit ihren Zeitschriften „Profil“, „Trend“, „Format“ und „News“ den österreichischen Magazin-Markt beherrscht. Doch der Raiffeisen-Konzern ist nicht nur mit den Fellners und der Krone verbunden, sondern auch mit der katholischen Kirche.
Eine Liste aller Zeitungen und Zeitschriften-Titel mit Raiffeisen-Beteiligung findet ihr auf Fisch+Fleisch – „Das größte österreichische Medienhaus – Raiffeisen?“.

Organigramm der Medien der Raiffeisen (Medien Österreich)

Die Kirche und ihre Medienbeteiligungen

Die Bank mit dem Giebelkreuz und die Kirche haben sich nämlich beide in ein niederösterreichisches Leitmedium eingekauft – die „Niederösterreichischen Nachrichten “. Die NÖN hat in Niederösterreich eine Reichweite von 34,2 % und gehört zu 80 % dem Bistum und der Diözese St. Pölten. Die übrigen 20 % hält die Raiffeisenbank NÖ-Wien.

Das waren aber längst nicht alle Medienbeteiligungen der Kirche. Der Styria-Verlag ist zu 98,33 % im Eigentum der Katholischer Medien Verein Privatstiftung und ist der größte Regionalmedien-Konzern Österreichs. Die Kirche besitzt über diesen Verlag unter anderem Anteile an der online Plattform „willhaben.at“, die Tagezeitung „die Presse“, das Frauenmagazin „Wienerin“ und die „Kleine Zeitung“. Letztere ist mit etwa 45 % Reichweite in Kärnten und der Steiermark besonders einflussreich.

Der Standard

Neben der Tageszeitung „die Presse“ gilt der Standard als Qualitätszeitung. Dieser befindet sich zu 85,6 % im Besitz der Bronner Familien-Privatstiftung. Die restlichen Anteile halten Gründer und Herausgeber Oscar Bronner (12,6 %) und einzelne Mitarbeiter der Tageszeitung (1,8 %).

Wiener Zeitung

Eine dritte Qualitätszeitung, allerdings eine mit geringer Reichweite ist die Wiener Zeitung. Sie wurde 1703 gegründet und ist damit die älteste noch erscheinende Tageszeitung der Welt. Sie befindet sich zu 100 % im Eigentum der Republik Österreich. Der Staat ist es auch, der einen Vorschlag für einen Chefredakteur einbringt. Dieser gilt als bestellt, wenn sich die Redaktionsversammlung nicht mit zwei Drittel gegen den Kandidaten ausspricht.

Falter

Eine dem Standard ähnliche Leserstruktur hat die Wochenzeitung „Falter“. Der Falter gehört großteils Sigmar Schlager und dem Chefredakteur und Herausgeber Armin Thurnher. Die beiden halten über Stiftungen 74,98 % an der Wochenzeitung. Die übrigen Anteile besitzen Hannes Pflaum und Hans-Michel Piech zu je 12,51 %.

Boulevard fest in Hand von Dichands und Fellners

Österreichs Boulevard-Zeitungen befinden sich nahezu vollständig in der Hand von 2 Familien. Zuerst wäre da natürlich die Familie Dichand, sie besitzen gleich die zwei größten Tageszeitungen Österreichs: „Krone“ und „Heute“ – Heute-Herausgeberin Eva Dichand ist die Frau des Krone-Herausgebers Christoph Dichand.

Die zweite Medien-Familie, die genannt werden muss, sind die Fellner-Brüder Wolfgang und Helmut. Sie besitzen gemeinsam die „Mediengruppe Österreich“ und damit, neben der Gratis-Zeitung Österreich unter anderem, auch die online Portale „wetter.at“ und „oe24.at“.

Moser Holding mit Verbindung zur Raiffeisen

Im Westen Österreichs ist neben den „Vorarlberger-Nachrichten“ vor allem die „Tiroler-Tageszeitung“ von Bedeutung. Die TT weist in Tirol gemeinsam mit ihrer gratis Version über 50 % Reichweite auf und steht im Besitz der Moser-Holding.

Moser-Medien ist 50 % Eigentümer der Regional-Medien Austria (RMA) und besitzt auch die „Oberösterreichische Rundschau“. Die Zeitschrift ist gratis und geht wöchentlich an alle Haushalte und gilt als sehr ÖVP-linientreu. Dem entsprechend war die Raiffeisen Landesbank Oberösterreich zwischen 2009 und 2013 mit knapp 15 % an der Moser Holding beteiligt.

Russmedia – Familienclan mit guten Kontakten zur ÖVP

Noch bessere Reichweiten-Werte weisen die „Vorarlberger-Nachrichten“ (53,4 % in Vbg.) auf. Diese steht im Besitz von Russmedia, der Privatstiftung der Familie Russ. Die Familie hat ausgezeichnete Kontakte zur ÖVP. So war bis Jänner 2018 die Schwester des Verlegers Eugen Russ, Gabriele Nußbaumer, Vize-Landtagspräsidentin für die Volkspartei.1

Seit 1999 besitzt Russmedia auch die Neue Vorarlberger Tageszeitung, die die Inhalte des Österreich-Teils von der Kleinen Zeitung bezieht.

Das Red Bull Medienhaus von Didi Mateschitz

„Red Bull Media House“ ist eine Tochtergesellschaft der Red Bull GmbH. Das Unternehmen besitzt den TV-Sender ServusTV. Immerhin hat der Sender – laut Wikipedia – im Jahr 2017 einen Marktanteil von 2% in Österreich.

Zusätzlich werden folgende Zeitschriften von Red Bull Media House herausgegegen:

– The Red Bulletin (0,923 Mio. Leser)
– Servus (Verbreitete Auflage: 143.526 Exemplare)
– Terra Mater Magazin (0,133 Mio. Leser)
– Bergwelten (Verbreitete Auflage 95.947 Exemplare)
– Speed Week

(Zahlen: Wikipedia)

Zusätzlich wurde von Mateschitz eine Privatstiftung mit dem Namen “Quo Vadis Veritas” eingerichtet. Diese gründete das Unternehmen “Quo Vadis Veritas Redaktions GmbH (QVV)”, welches das Online Magazin “Addendum” herausbringt. Addendum macht auch eine wöchentliche TV-Sendung mit dem Namen “Im Kontext”. Diese wird bei ServusTV ausgestrahlt.

Außerdem produziert QVV auch die ServusTV-Talksendung “Talk im Hangar-7”. 2

RMA Regionalmedien Austria

Regional-Medien Austria (RMA)

Die RMA-Gruppe wurde 2009 als 50:50 Joint Venture der Styria Media Group AG und der Moser Holding AG gegründet. Laut eigener Homepage produziert die RMA österreichweit 127 lokale Zeitungen wie bz-Wiener Bezirkszeitung, Bezirksblätter Burgenland, Niederösterreich, Salzburg und Tirol, meine WOCHE Kärnten und Steiermark, Bezirksrundschau Oberösterreich, Regionalzeitungen Vorarlberg, acht Zeitungen der Kärntner Regionalmedien und den Grazer. Dazu kommen digitale Angebote wie meinbezirk.at, grazer.at usw.
Die RMA nennt sich selbst „österreichweit die Nummer 1 am Zeitungsmarkt. Wir sind der größte mediale Nahversorger und erreichen mehr als 3,696 Mio. Leserinnen und Leser“ (Zahlen aus 2017).

Heute

Die Mehrheit am HEUTE-Verlag halten die Stiftungen Periodika und Pluto mit insgesamt 74,5 Prozent. Im Sommer 2016 übernahm die Schweizer Mediengruppe Tamedia AG 25,5 Prozent der Geschäftsanteile der HEUTE-Herausgeberin Ultimate Media GmbH (AHVV Verlags GmbH).

Oberösterreichische Nachrichten

Eigentümer der OÖN sind die Nachfolger der Druckerei-Dynastie Wimmer. Rudolf Andreas Cuturi, Mitglied der Familie, ist aktuell Herausgeber. Er besitzt mit seinen 5 Söhnen und seiner Frau Daniela auch über verschiedene Stiftungskonstruktionen 100 % der Wimmer Holding. In deren Besitz sind wiederum die OÖN und die gratis Wochenzeitung Tips. Beide sind Leitmedien in Oberösterreich mit beachtlichen Reichweitenzahlen. Die Oberösterreichischen Nachrichten werden von 27,3 % und die Tips gar von 65,6 % der Bevölkerung im Land ob der Enns gelesen.

Salzburger Nachrichten

Medieninhaber ist die in Familienbesitz befindliche Salzburger Nachrichten Verlagsgesellschaft m.b.H. & Co. KG, deren Eigentümer Herausgeber Max Dasch und die auch im Verlag tätige Trude Kaindl-Hönig sind.

APA

Eine der Hauptinformationsquellen für die oben genannten Zeitungen ist die Austria Presse Agentur (APA). Sie ist die nationale Nachrichtenagentur Österreichs. Sie ist genossenschaftlich organisiert. Genossenschafter sind 12 österreichische Tageszeitungen (alle großen bis auf Heute und Kronen-Zeitung) und der ORF. Wobei Letzterer die meisten Anteile, nämlich 46,5 %, hält. Als Nachrichtenagentur veröffentlicht sie vorgefertigte Meldungen, die von vielen Medien direkt übernommen werden. Damit beeinflusst sie die Berichterstattung wesentlich mit. Wie unter anderem Nachrichtenagenturen die Berichterstattung beeinflussen, hat Noam Chomsky in seinem Propagandamodell dargestellt.

Reichweite österreichischer Tageszeitungen von 2009 bis 2018

Druckauflage österreichischer Tageszeitungen von 2008 bis 2018

Tageszeitungen in Österreich

 Reichweite in ProzentLeser
Der Standard5,3389.000
Die Presse4296.000
Heute (GRATIS)13,3980.000
Kronen Zeitung30,52.245.000
Kurier7,6559.000
Österreich (GRATIS)7,8576.000
Kleine Zeitung gesamt11,6853.000
Kleine Zeitung (Graz)7,9585.000
Kleine Zeitung (Klgft.)3,6268.000
OÖN-OÖ Nachrichten4,8355.000
SN-Salzburger Nachrichten3,4254.000
TT-Tiroler Tageszeitung3,7271.000
Kombi TT/TT Kompakt (KAUF/GRATIS)3,8283.000
Neue Vbg. Tageszeitung0,540.000
VN-Vbg. Nachrichten2,2160.000
TOP Vorarlberg2,4176.000

Tageszeitungen am Wochenende

 Reichweite in ProzentLeser
Der Standard (Samstag)6,4468.000
Die Presse (Sonntag)4,6342.000
Kronen Zeitung (Sonntag)38,12.805.000
Kurier (Sonntag)9,5699.000
Österreich (Sonntag)7,5555.000
Kleine Zeitung gesamt (Sonntag)12884.000
Kleine Zeitung (Graz) (Sonntag)8,3614.000
Kleine Zeitung (Klgft.) (Sonntag)3,7270.000
OÖN-OÖ Nachrichten (Samstag)5,7421.000
SN-Salzburger Nachrichten (Samstag)4,1299.000
TT-Tiroler Tageszeitung (Sonntag)4291.000
Neue Vbg. Tageszeitung ("Neue am Sonntag")173.000
VN-Vbg. Nachrichten (Samstag)2,4175.000
Kollaborativer Journalismus
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  1. User-Kommentar von Sandra B.
  2. User-Kommentar von Fusel

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Die österreichischen Zeitungen und Magazine und ihre Eigentümer
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41 Kommentare

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danilu
danilu

Würde den Artikel womöglich sprengen, aber als zweiter Teil wäre interessant, woher das Budget der Medien stammt.
Einerseits wer an die Stiftungen spendet, andererseits wer Inserate kauft.

Gerald Demmel
Gerald Demmel

Das Thema Medien & Geld sollten wir definitiv noch behandeln. Aber es ist schwierig da zu Zahlen zu kommen.

Angenommen wird zB, dass eine Zeitung etwa 90 % ihrer Einnahmen aus den Inseraten macht. Aber das ist auch von Blatt zu Blatt recht verschieden.

Alfred Leser
Alfred Leser

Mir fehlt zu allen Medien ein Politbarometer (Inland/International), wo man leicht erkennen kann zB. , welche heimischen Zeitungen schreiben positive Artikel über Partei 1, aber keine negativen.
Leider gibt es keine Zeitung die neutral berichtet. Medien bestimmen Meinungen derer, welche sie lesen. Das brauche ich nicht weiter ausführen.
Ich denke viele, wie auch ich, wollen neutrale und faire Infos um sich selber ein Bild über eine Sache machen zu können.
Mit so einem Barometer, könnte jeder seine Zeitung lesen, die er auch verdient.

Ewald Eicher
Ewald Eicher

Warum ist die Übersichtskarte über die österreichischen Printmedien und ihre Eigentümern verschwunden?

Gerald Demmel
Gerald Demmel

Danke für den Hinweis, ist repariert.

Ewald Eicher
Ewald Eicher

Top. Danke 🙂
Ich dachte schon es wurde bewusst, entfernt.
P.S. Sicher hat sich hier seit der Veröffentlichung etwas getan. Ist angedacht den Artikel einmal zu aktualisieren?

Gerald Demmel
Gerald Demmel

Wurde schon einige Male aktualisiert. Signatur/Benno ist auch schon inkludiert. Wenn was fehlt, bitte gern auch per Mail an redaktion@kontrast.at

Andreas Sterrer-Böhm
Andreas Sterrer-Böhm

Was hat die APA in der Raiffeisen-Grafik zu suchen? Die APA ist eine Genossenschaft (keine GmbH) und mitnichten im 100%-Besitz des Kurier, wie die Grafik es zeigt. Tut mir leid, aber das ist echt schwach recherchiert…
Hier dazu mehr: https://www.apa.at/Site/APA-Gruppe/About.de.html

Robert Gordon
Robert Gordon

Wer lesen kann… 17,2%

Rainer Möller
Rainer Möller

Die SPÖ war mal die Partei des städtischen Proletariats und der jüdischen Oberschicht. Jetzt ist sie nur noch die Partei der städtischen Oberschichten. Und die geben nu mal kein Geld aus, um ländliche Lokalzeitungen zu lesen. Darum sind sie für die ländlichen Lokalzeitungen auch irrelevant.

Ewald Eicher
Ewald Eicher

Warum ist die Übersichtskarte der Printmedien und deren Eigentümer verschwunden?MMM hhgfff

Maier Johann
Maier Johann

Zur Frage:… interessant wer Geld in den Medien-Stiftungen steckt ?…
Ist es doch die legalste Möglichkeit sein Vermögen Steuerfrei zu parken und sich sein Gehalt, vom selbst ausgesuchten und ernannten Vorstandsrat, bestimmen zu lassen. Dafür müssen zwar Steuer zahlen, aber dafür können Millionen in der Stiftung parken.
Stimmt’s Herr Kontrollor.

harald matschiner
harald matschiner

Die Medien, ein Kartell, wenn man hinter die Kulissen blickt, und die Finanzflüsse berücksichtigt – genauso wie auf den Börsen – die Besitzer der Medien sind untereinander verschachtelt …. und bei denen gilt der Spruch: „Keine Krähe hackt der anderen das Auge aus.“ i hab deswegen mal einen Artikel geschrieben – Der wa(h)re Journalismus – https://wirkandidieren.wordpress.com/2010/05/07/der-wahre-journalismus/ derzeit beschäftige ich, wir uns mit dem Fall Österreich, einer der größten Korruptions- und Kriminalfälle der 2. demokratischen Republik Österreich – Daten und Fakten dazu auf der unten angeführten webseite aja, nu was, es gibt juristisch, wie auch realistisch, praktisch einen Unterschied zwischen Eigentümer… Weiterlesen »

Und die Eigentümer? Bitte auch ’ne Liste!
Und die Eigentümer? Bitte auch ’ne Liste!

Beispiel: Kleine Zeitung, Wirtschaftsblatt, Die Presse, Antenne (Radio-Sender) … gehören der Diözese Graz-Seckau.

Das ist erst interessant!

Fusel
Fusel

Die Medien von Didi Mateschitz fehlen noch. Red Bull Media House ist eine Tochtergesellschaft der Red Bull GmbH. Das Unternehmen besitzt den TV-Sender ServusTV. Immerhin hatder Sender – laut Wikipedia – einen Marktanteil von 2% in Österreich. Zusätzlich werden folgende Zeitschriften von Red Bull Media House herausgegegen: – The Red Bulletin (0,923 Mio. Leser) – Servus (Verbreitete Auflage: 143.526 Exemplare) – Terra Mater Magazin (0,133 Mio. Leser) – Bergwelten (Verbreitete Auflage 95.947 Exemplare) – Speed Week (Zahlen wieder von Wikipedia) Zusätzlich wurde von Mateschitz eine Privatstiftung mit dem Namen „Quo Vadis Veritas“ eingerichtet. Diese gründete das Unternehmen „Quo Vadis Veritas… Weiterlesen »

Fusel
Fusel

Jan Böhmermann hat die Arbeit von Mateschitz schön zusammengefasst: https://www.youtube.com/watch?v=qsf_hmBV5FQ

Fusel
Fusel

Ein ehemaliger Chefredakteur eines Styria Produkts über den Einfluss der Kirche:

„Ich war Chefredakteur des regionalen Magazins „Kärntner Monat“, das sich im Besitz des Medienkonzerns Styria befand. Katholischer Pressverein also. Kircheneinfluss, frage nicht. An dieser Stelle ein wichtiger Hinweis: Man kann in der Styria vieles machen. Aber wenn man für sich eine Karriere eingeplant hat, sollte man bei gewissen Fragen rund um religiöse Werte nicht allzu meinungsautark sein.“

Quelle: https://herrkofler.wordpress.com/2014/03/12/herr-kofler-geht-samenspenden/

nurso
nurso

Falter: Siegmar Schlager, nicht Sigmar

Bernhard Lassy
Bernhard Lassy

Ich hatte vor wenigen Wochen auch zufällig das Thema behandelt.

https://www.fischundfleisch.com/lassy/das-groesste-oesterreichische-medienhaus-raiffeisen-38324

hubert demuth
hubert demuth

Nicht zu vergessen die OÖ Nachrichten der Familie Cuturi! Die hat auch eine gewaltige Reichweite und scheint ebenfalls mehr der ÖVP und FPÖ nahe zu stehen.
Ist m. E. auch extrem neoliberal!
Da hat man den Eindruck, wo nur möglich, wird die SP vorgeführt.

Hoflehner
Hoflehner

Ich lese seit 40 Jahren ab und zu die OÖN und das liest sich täglich wie die ÖVP-Parteizeitung.

Passend dazu war der von 1967 bis 1992 eingesetzte Chefredakteur Hermann Polz mit dem ÖVP-Landeshauptmann Josef Ratzenböck (LH von 1977 bis 1995) verschwägert.

pjotr
pjotr

Interessant wäre in dem Zusammenhang noch das Netzwerk rechtsextremer „Alternativmedien“ im Dunstkreis der FPÖ – unzensuriert, Wochenblick, Info direkt und co. Wer die genau finanziert würde mich sehr interessieren.

gerald
gerald

Es gibt zum Thema hier einen Artikel:

https://kontrast.at/wie-fpoe-medien-ihre-leser-manipulieren/

Wir werden überlegen, diesen auszubauen.

Pjotr
Pjotr

Nicht zu vergessen kontrast.at

Da habt ihr eure Infos:
Da habt ihr eure Infos:
columbush
columbush

Salzbg. Nachrichten und OÖN wären auch noch schön.
btw.:
Im Sommer 2016 übernahm die Schweizer Mediengruppe Tamedia AG 25,5 Prozent der Geschäftsanteile der HEUTE-Herausgeberin Ultimate Media GmbH (AHVV Verlags GmbH). Die Mehrheit am HEUTE-Verlag halten die Stiftungen Periodika und Pluto mit zusammen 74,5 Prozent.

Gerald Demmel
Gerald Demmel

Werde ich am Montag einarbeiten – Danke!

Derrick
Derrick

Ich finde den „Leopold-Kunschak-Preis“ interessant:

„Der Leopold-Kunschak-Preis wird seit 1965 jährlich für herausragende Arbeiten auf dem Gebiet der Geistes-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften von der ÖVP vergeben. Weiters werden Anerkennungspreise verliehen.“

Auch Journalisten bekommen einen Preis. Ich glaub man hat nicht alles richtig gemacht, wenn man von der Regierungspartei einen Preis für seine journalistische Arbeit bekommt.

Übersicht der Preisträger findet man hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Leopold-Kunschak-Preis

Daniel
Daniel

Die Frage ist auch ob die Besitzer der Medien Einfluss auf die redaktionellen Texte nehmen. Laut Vice hat die „Wienerin“, welche im Besitz der Styria Media Group und somit der katholischen Kirche ist, kommentarlos einen Artikel zum Thema Abtreibung gelöscht und durch ein Statement der konservativen „Aktion Leben“ ersetzt.

https://www.vice.com/de_at/article/ne77xq/warum-loscht-die-wienerin-einen-artikel-zum-thema-abtreibung

Ich kann mir jedoch nicht vorstellen, dass das oft vorkommt.

Sebastian
Sebastian

Eigentümer geben die Blattlinie vor und nehmen schon über die Auswahl der Redakteure Einfluss auf die Berichterstattung. Bei der direkten Einflussnahme gibt es verschiedene Typen. Fellner diktiert z.B. jeden Punkt und Beistrich. Bei anderen Medien ist der Spielraum sicher größer. Von allen wird aber klarer Weise das gepusht, was sich verkauft, also in erster Linie Bedrohungsszenarien und Blut und Beuschel, daneben süße Tiere und Titten. Ich glaube aber schon, dass die Fixierung auf Kriminalität und Migration als Hauptprobleme unserer Gesellschaft von den wahren Problemen der Ungleichheit, der Vermögenskonzentration und des Einflusses des Geldes auf die Politik ablenken soll. Entweder diese… Weiterlesen »

Sandra B.
Sandra B.

Zu Russmedia: Gabriele Nußbaumer (geborene Gabriele Russ) ist die Schwester von Eugen Russ und sitzt für die ÖVP im Vorarlberger Landtag und ist dort Vizepräsidentin des Landtags.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Eugen_Russ

Topfen
Topfen

Was man Russmedia aber schon lassen muss ist, dass sie es geschafft haben, sich nicht von der Krone verdrängen zu lassen. Laut Wikipedia hat Dichand 1987 Claus Pándi nach Vorarlberg geschickt um die Krone dort zu stärken. Hat nicht geklappt. Es soll laut Wikipedia der „einzig bekannte Fehlschlag“ in Pándis Karriere gewesen sein…

Sandra B.
Sandra B.

Claus Pándi will der österreichische Kai Diekmann sein, aber Kai Diekmann ist von Pándi nicht ganz überzeugt. Das schreibt Diekmann auf Twitter:

„Ist das der Claus Pándi, der vor Jahren unbedingt einen Job bei mir haben wollte ( und ihn nicht bekommen hat)? “

https://twitter.com/KaiDiekmann/status/913373106915434496

Nicola
Nicola

Guten Abend an allen und an allen: Ich bin eine Person, die Gelddarlehen zu den Personen im Bedürfnis und zur Gesellschaft anbietet, die in einer Finanzkrise sind. Kontaktieren Sie es durch meine Mailadresse für all Ihre Anträge des 10.000€darlehens bis zu 7.000.000€. Sind also nicht unentschlossen, mich durch meine Mail zu kontaktieren: (nicolalegrand@hotmail.com)

Nicola
Nicola

Guten Tag an jedem. Ich bin Personen, der stelle anbiete der Bestimmung der Personen im Bedürfnis eines Darlehens von bereitem von Geld, und das fähig ist, in einer gut vernünftigen Frist zurückzuzahlen. Ich gewähre Darlehen zu einem Zinssatz von 3% auf jeden Antrag. Von 5000€ bis 7.000.000€ für jeden Antrag und an das Unternehmen im finanziellen Bedürfnis. Für mehr Information, hier meine Adresse mail:( nicolalegrand@hotmail.com )

Nicola
Nicola

Guten Tag an ganz an und an allen,
Mein Name ist Nicola LEGRAND, ich bin von französischer Nationalität, und ich mache Gelddarlehen überall in der Welt. Für alle Handelsgesellschaft, Privatperson, Kaufmann und im Bedürfnis eines hinaufgegangenen Gelddarlehens für Ihre Aktivitäten stelle ich sie eine Goldgelegenheit zur Verfügung. Ich biete Sie von 10.000€ bis zu 7.000.000€ auf 3% von Interessen mit einer Dauer der Rückzahlung Ihrer Wahl an. Hier mein Kontakt für mehr Information: nicolalegrand@hotmail.com

Nicola
Nicola

Guten Tag wie gehen Sie? Ich bin ein Mann, der ein Darlehen von 5.000€geld bis zu 7.000.000€ an allen Personen und im Unternehmen anbietet, die fähig ist, in einer vernünftigen Frist zurückzuzahlen. Für mehr Information diese Mail zu kontaktieren: nicolalegrand@hotmail.com

Nicola
Nicola

Angebot des Darlehens zwischen 10.000€ privatperson zu 7.000.000€ an allen Personen im Bedürfnis, und das fähig ist, in Fristen zurückzuzahlen vernünftig: nicolalegrand@hotmail.com

lala
lala

Bitte auch vor der eigenen Türe kehren. Das Echo Mediemhaus ist auch zu erwähnen…. LG lala

Gerald Demmel
Gerald Demmel

Freilich.
Aber erst, nachdem wir mal sämtliche Landwirtschafts-Medien aufgelistet haben wie die Bauernzeitung, die 9 Medien der Landwirtschaftskammer (https://www.lko.at/zeitungen-der-landwirtschaftskammer+2500+++1272), die Forstzeitung, Jägerzeitung, die Magazine der Wirtschaftskammer (http://wirtschaftskammer-zeitungen.at/zeitungen/), das Industriemagazin usw.

Rainer Möller
Rainer Möller

Osterreich ist traditionell „versäult“, und damit konnten Rot und Schwarz ganz gut leben. Und jetzt schwächelt die rote Seite am Zeitungsmarkt? Naja, sind wahrscheinlich die roten Leser schneller zu Fernsehen und Internet übergelaufen.
Oder sollten die roten Einrichtungen wirklich kein Geld mehr haben,um ihre Propaganda zu finanzieren? Während die Kirche immer noch jede Menge zahlende Mitglieder hat? Skandal! Gerechtigkeitslücke! Der Staat muss zugunsten der armen Roten eingreifen!

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