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Gratis Zugfahren für Kinder, Schüler:innen, Pensionist:innen und Menschen mit Behinderung in Kroatien

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Gratis Zug Kroatien, Bahnverkehr

Gratis Bahnfahren in Kroatien, Foto: Pexels, Vladimir Srajber

Anna Weisz Anna Weisz
in Good News, Internationales
Lesezeit:3 Minuten
17. Februar 2026
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Seit bald mehr als fünf Jahren setzt Kroatien verstärkt darauf, das Zugfahren für Kinder, Schüler:innen und ältere Menschen gratis zu machen. Das Angebot, das als befristetes Pilotprojekt begann, hat die Zahl der Fahrgäste stark steigen lassen. Jetzt hat die Regierung das Programm noch einmal ausgeweitet: Seit Jahresbeginn dürfen auch Menschen mit Behinderungen den öffentlichen Bahnverkehr gratis nutzen.

Heute nutzen zehn Mal mehr Schüler:innen die Öffis, als noch vor fünf Jahren

Ursprünglich startete das Gratis-Zugprogramm vor etwa fünf Jahren als Pilotprojekt und sollte nicht länger als 15 Monate dauern. Die kroatische Regierung führte im Herbst 2021 kostenlose Öffi-Fahrten für Schüler:innen ein. Ziel war es, abgelegene Gemeinden besser anzubinden und die Abwanderung aus kleinen Dörfern zu stoppen. Schüler:innen erhielten also Zugang zu all den öffentlichen Verkehrsmitteln, die sie für ihren Schulweg brauchten, ähnlich wie die Schülerfreifahrt in Österreich. Die Folge war beinahe eine Verzehnfachung der regelmäßigen Benutzerzahlen. Waren es im Jahr 2020 laut den kroatischen Nachrichtenportalen portal.hr und poravski.hr noch 7.000 Schüler:innen, die auf ihrem Schulweg typischerweise die Öffis nutzten, so liegt diese Zahl heute schon bei 60.000.

In den Jahren danach weitete die kroatische Regierung das Angebot auf immer mehr Bevölkerungsgruppen aus. So waren 2025 etwa 150.000 Pensionist:innen gratis mit dem Bahnnetz unterwegs. Studierende profitieren seit Jänner 2024 von Gratis-Zugfahrten und nutzen die Öffis vor allem zum Pendeln zwischen Wohnort und Universität. Seit 2026 dürfen jetzt auch Personen mit Behinderungen so oft gratis Bahnfahren, wie sie wollen. Die einzige Voraussetzung ist dabei ein nationaler oder europäischer Behindertenausweis.

Auch der Tourismus wird grüner: Die Züge zwischen Pula und Zagreb fahren wieder

Außerdem wurde die Zugverbindung zwischen Pula und Zagreb im Herbst 2025 nach drei Jahrzehnten Pause wieder in Betrieb genommen. Die neuen Züge sind Direktverbindungen, eine Fahrt dauert etwa sieben Stunden. Auch hier soll laut Željko Ukić, dem Chef der kroatischen Bahngesellschaft HŽ Passenger Transport, auf leichte Zugänglichkeit gesetzt werden:

„Wir müssen die Gewohnheit entwickeln, diese Strecke zu nutzen, und sie für die Bürger zugänglich machen, um Istrien mit dem Rest Kroatiens zu verbinden.” 

Darüber hinaus geht es auch um eine bessere Vernetzung mit den Nachbarländern. So soll etwa die Zusammenarbeit mit der slowenischen Bahn verstärkt werden, um in den nächsten Jahren mehr Zugverbindungen anbieten zu können.

“Ich bin überzeugt, dass die Zusammenarbeit mit meinen Kollegen von Slovenske železnice (der slowenischen Bahngesellschaft, Anm.) in Zukunft zur Einführung weiterer Züge auf verschiedenen Strecken führen wird“, sagt der kroatische Bahnchef Ukić.

Der Ausbau des Bahnverkehrs und die Wiederbelebung der Strecke Pula-Zagreb sind nicht nur ein Vorteil für die kroatische und slowenische Bevölkerung, sondern hat auch positive Effekte auf einen nachhaltigen Tourismus.

Dennoch ist die Bahn in Kroatien langsam und schlecht ausgebaut

Kroatiens Bahnnetz kämpft dennoch weiterhin mit einer Vielzahl an Problemen. Vor allem die Infrastruktur gilt als veraltet. Dazu kommt, dass sich die nationale Bahngesellschaft Kroatiens 2012 in vier Teile aufteilte. Laut Expert:innen wie Nikolina Rajković vom kroatischen Institut für politische Ökologie machte diese Teilung den Sektor anfälliger für weitere Liberalisierung und Privatisierung. Große internationale Anbieter könnten die nationalen Betriebe leichter unter Druck setzen. Die jahrezhntelange fehlende Modernisierung zeigt sich auch in der Schnelligkeit der Züge. Laut Rajković liegen die durchschnittlichen Geschwindigkeitsgrenzen nur bei etwa 40-60 km/h. Schnellzüge mit 140–160 km/h sind hingegen nur auf 4 Prozent der Strecken möglich.

Europas Städte im Stundentakt: Die EU baut bis 2040 das Netz für Schnellzüge massiv aus

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Erich Maria Remarque war ein deutscher Schriftsteller, der mit seinem Antikriegsroman “Im Westen nichts Neues” bekannt wurde. Seine Bücher, die vor allem die Grausamkeiten des Krieges offenlegen, wurden im nationalsozialistischen Deutschland verboten. Seine pazifistischen Romane werden bis heute von Menschen weltweit begeistert gelesen und wurden schon mehrfach verfilmt. Zitat: Ich dachte immer, jeder Mensch sei gegen den Krieg. Bis ich herausfand, dass es welche gibt, die dafür sind. Besonders die, die nicht hingehen müssen. Erich Maria Remarque

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