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Regierung schafft mit der „Aktion 55 plus“ neue Jobs für ältere Arbeitslose

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Mann arbeitet älter (Foto:Unsplash)

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Kontrast Redaktion Kontrast Redaktion
in Arbeit & Freizeit, Good News
Lesezeit:2 Minuten
9. Januar 2026
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Ältere Jobsuchende haben es am Arbeitsmarkt in Österreich besonders schwer. Trotz Ausbildung und jahrelanger Berufserfahrung sind ihre Chancen auf eine neue Stelle plötzlich niedrig, sobald sie ihren Job verlieren. Mit der „Aktion 55 plus“ will die Regierung jetzt genau diesen Jobsuchenden helfen, indem sie mit 50 Millionen Euro Arbeitsplätze schafft: kollektivvertraglich entlohnt und mit sinnvollen Tätigkeiten – auch im privaten Sektor.

Der Arbeitsmarkt hat sich in den vergangenen Jahren stark verändert. Technologischer Wandel, neue Anforderungen und verbreitete Vorurteile gegenüber älteren Beschäftigten erschweren vielen den Wiedereinstieg. Für Betroffene geht es dabei nicht nur um Einkommen, sondern auch um Identität und Anerkennung.

Gleichzeitig werden ältere Arbeitnehmer:innen allein zahlenmäßig immer wichtiger. Zwischen 2008 und 2025 stieg die Zahl der unselbständig Beschäftigten über 55 Jahre von rund 261.000 auf knapp 710.000 Personen an. Bis 2030 wird vor allem die Gruppe der 55- bis 59-Jährigen weiter zunehmen, danach steigt der Anteil der über 60-Jährigen deutlich.

Dennoch bleibt die Arbeitslosigkeit in dieser Altersgruppe überdurchschnittlich hoch. Für Dezember 2025 wird eine Quote von 9,2 Prozent geschätzt, während sie in der Gesamtbevölkerung bei 8,4 Prozent liegt. Auch der jüngste Anstieg fiel bei den über 55-Jährigen stärker aus als im Durchschnitt.

Arbeitsministerin Korinna Schumann (SPÖ) betont, dass Arbeit für viele Menschen mehr bedeute als finanzielle Absicherung. Gerade für ältere Arbeitslose sei ein Jobverlust besonders belastend. Viele wollen weiterarbeiten und ihre Erfahrung einbringen, scheitern jedoch an fehlenden Chancen.

Aktion 55 plus, Langzeitarbeitslose Österreich 2025

„Aktion 55 plus“ bringt 50 Millionen Euro für bis zu 6.000 neue Stellen

Mit der „Aktion 55 plus“ will die Regierung dieser Entwicklung entgegenwirken. Ziel ist, bis zu 6.000 Arbeitsplätze für Jobsuchende über 55 Jahre zu schaffen bzw. zu fördern. Die Stellen sollen kollektivvertraglich entlohnt sein und vor allem in Bereichen entstehen, die sozial oder ökologisch sinnvoll sind. Für 2026 sind dafür 50 Millionen Euro vorgesehen. Sollte es das Budget zulassen, gibt es dieses Geld ab 2027 jährlich.

Ein Schwerpunkt liegt auf sozialökonomischen Betrieben und gemeinnützigen Projekten. Rund 60 Prozent der geförderten Jobs sollen dort entstehen. Weitere 40 Prozent sind über Eingliederungsbeihilfen im privaten Bereich geplant. Diese Beihilfen unterstützen Unternehmen durch Zuschüsse zu Lohn- und Lohnnebenkosten.

Ausgenommen sind unter anderem das Arbeitsmarktservice selbst, der Bund sowie politische Parteien.

Jobs werden bis zu 12 Monate gefördert

Die Aktion kombiniert mehrere arbeitsmarktpolitische Instrumente. In sozialökonomischen Betrieben ist eine längere Förderdauer von bis zu zwölf Monaten vorgesehen, verbunden mit einer höheren Förderintensität. Ziel ist ein rascher Einstieg und eine möglichst nachhaltige Beschäftigung.

Ergänzend setzt das Programm auf individuelle Betreuung, Beratung und ein angepasstes Matching zwischen Arbeitssuchenden und Betrieben. Bei den Eingliederungsbeihilfen richtet sich Höhe und Dauer der Förderung nach dem jeweiligen Bedarf.

Die SPÖ hat schon 2017 eine ähnliche Initiative, die „Aktion 20.000“, eingeführt. Schwarz-Blau hat diese aber 2018 wieder abgeschafft.

Eine Jobgarantie kostet uns weniger als Langzeitarbeitslose im Stich zu lassen

Parlament Das Thema "Arbeitsmarkt" im Parlament

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2 Comments
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Michael Gruber
Michael Gruber
19. Januar 2026 14:19

Die SPÖ trägt Mitverantwortung für diese miserable Entwicklung. Insbesondere Menschen über 55 Jahre haben es häufig schwer, eine neue Beschäftigung zu finden. Durch das Verbot geringfügiger Beschäftigung entfällt für viele Betroffene zudem eine wichtige Möglichkeit, ihr Einkommen aufzubessern und den Lebensunterhalt zu sichern. Diese Maßnahme stellt für diese Personengruppe eine erhebliche zusätzliche Belastung dar. Eine Frechheit sondergleichen!

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Regina Schirlbauer
Regina Schirlbauer
10. Januar 2026 08:57

Ich bin 58, bin arbeitslos und finde keinen Job. Die Regelung nicht geringfügig beschäftigt dazuverdienen zu dürfen nimmt mir die Möglichkeit mich finanziell auf den Beinen zu halten. Die SPÖ will über 55jährige fördern lässt sie aber nicht geringfügig beschäftigt arbeiten gehen bis ein adäquater Job gefunden wird. Was will die SPÖ von den Menschen über 55? Wir sind zu erbärmlichen Bittstellern geworden.

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Erich Maria Remarque war ein deutscher Schriftsteller, der mit seinem Antikriegsroman “Im Westen nichts Neues” bekannt wurde. Seine Bücher, die vor allem die Grausamkeiten des Krieges offenlegen, wurden im nationalsozialistischen Deutschland verboten. Seine pazifistischen Romane werden bis heute von Menschen weltweit begeistert gelesen und wurden schon mehrfach verfilmt. Zitat: Ich dachte immer, jeder Mensch sei gegen den Krieg. Bis ich herausfand, dass es welche gibt, die dafür sind. Besonders die, die nicht hingehen müssen. Erich Maria Remarque

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