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Arbeitende Migrant:innen bekommen ihr erstes Denkmal in Österreich – es wird in Salzburg stehen

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Migranten bekommen erstes Denkmal in Österreich - in Salzburg. (Foto: Unsplash; KI; Montage)

Migranten bekommen erstes Denkmal in Österreich - in Salzburg. (Foto: Unsplash; KI; Montage)

Tarik Mete Tarik Mete
in Anders als gedacht, Good News, Migration & Asyl, Salzburg
Lesezeit:2 Minuten
24. April 2026
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Salzburg hat eine Entscheidung getroffen, die über die Stadtgrenzen hinaus Bedeutung hat: Erstmals in Österreich errichtet man ein Denkmal für arbeitende Migrantinnen und Migranten. Am Julius-Raab-Platz entsteht ein Ort, der sichtbar macht, was man lange übersehen hat – die Leistungen jener Menschen, die unsere Gesellschaft mit aufgebaut, mitgetragen und mit geprägt haben. Es ist nicht bloß Symbolpolitik. Man würdigt Migrant:innen in einer Zeit, in der über sie oft verkürzt, emotional oder problemorientiert spricht.

Vor allem in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts sind tausende sogenannte „Gastarbeiter:innen“ nach Österreich gekommen. Auch nach Salzburg. Sie haben dort gearbeitet, wo die Jobs hart waren, schlecht bezahlt und wenig anerkannt: auf Baustellen, in Fabriken, in der Reinigung, in der Pflege und in vielen anderen Bereichen.

Sie haben Straßen und Häuser gebaut, haben Betriebe am Laufen behalten und dazu beigetragen dass Salzburg und unser ganzes Land zu dem werden konnte, was es heute ist.

Zum Arbeiten gekommen, zum Leben geblieben

Diese Menschen haben natürlich nicht nur gearbeitet – sie haben sich ein neues Leben aufgebaut und dabei eine neue Heimat gefunden. Sie haben Familien gegründet, Kinder großgezogen und ihren gesellschaftlichen Beitrag geleistet.

Heute sind sie, ihre Kinder und Enkel längst Teil unserer Gesellschaft. Und dennoch fehlt es bis heute an einem sichtbaren Zeichen der Anerkennung.

Migrantinnen und Migranten sollen in unseren Geschichten und Erinnerungen vorkommen

Wer sich erinnert, übernimmt Verantwortung. Verantwortung dafür, wie Geschichte erzählt wird – und wer darin vorkommt. Arbeitsmigration ist kein Randthema der Geschichte, sondern zentral für das Verständnis unserer Gegenwart.

In Salzburg hat bereits rund ein Drittel der Bevölkerung Migrationshintergrund. Diese Menschen arbeiten in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen, in der Gastronomie, im Tourismus, in der Industrie, im Handel, in der IT und in der Forschung. Sie arbeiten selbstständig und unselbstständig in den unterschiedlichsten Bereichen und gründen Unternehmen, schaffen Arbeitsplätze und treiben Innovation voran.

Und trotzdem erleben viele von ihnen Ausgrenzung, werden benachteiligt und ihre Leistungen werden nicht anerkannt. Ein Denkmal allein wird diese Probleme nicht lösen – aber es kann ein starkes Zeichen setzen: für Respekt, für Sichtbarkeit und für eine positivere gesellschaftliche Wahrnehmung.

Ein Denkmal, das auch Danke sagt

Vor zwei Jahren habe ich die Initiative für dieses Denkmal gestartet und einen Antrag für die Errichtung im Gemeinderat eingebracht. Nun sind alle Vorbereitungen und Entscheidungen, trotz Gegenstimmen von FPÖ und ÖVP, mit breiter Mehrheit gefallen und das Projekt wird noch in diesem Jahr umgesetzt.

Das geplante Denkmal ist nicht nur ein Ort der Erinnerung – es ist auch ein Statement für die Zukunft.

Das Denkmal sagt: Salzburg erkennt an, dass Vielfalt Teil seiner Identität ist. Es sagt, diese Stadt gehört allen, die hier leben, arbeiten und ihren Beitrag leisten. Nicht abstrakt, nicht beiläufig – sondern sichtbar, dauerhaft und im Herzen unserer Stadt. Es ist Zeit, Danke zu sagen!

Tarik Mete ist Jurist und seit 2019 Gemeinderat für die SPÖ in Salzburg. Zuvor war er auch Abgeordneter im Salzburger Landtag. Er engagiert sich für Themen wie Integration, Vielfalt und politische Teilhabe von Menschen mit Migrationshintergrund und gründete dazu auch Initiativen und Programme.

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1 Kommentar
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lichtenberg
lichtenberg
11. Mai 2026 19:25

Denkmal für Migranten ? nur für arbeitende ! Was kommt dann ?
Ein Denkmal für Mütter? Eines für Schichtarbeiter ? Ein Denkmal für
verdiente Unternehmer ?

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