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Neue Umfrage: Österreicher wollen 4-Tage-Woche

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Keynesianismus einfach erklärt

Keynesianismus einfach erklärt// Photo by Jacek Dylag on Unsplash

Kontrast Redaktion Kontrast Redaktion
in 4-Tage-Woche
Lesezeit:2 Minuten
20. Juli 2020
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Eine neue Umfrage zeigt: Die Hälfte der Österreicherinnen und Österreicher findet, dass die von der SPÖ vorgeschlagene 4-Tage-Woche „eine gute Idee“ ist. Die ÖVP blockiert weiter.

Arbeit muss gerechter verteilt werden, fordert die SPÖ. Wer nur 4 Tage die Woche arbeitet, soll dennoch 95 Prozent des Vollzeitgehalts beziehen – ein Drittel soll das AMS übernehmen, die restlichen zwei Drittel werden zwischen dem Unternehmen und Angestellten aufgeteilt.

SPÖ-Vorsitzende Pamela Rendi-Wagner bei der Präsentation der 4-Tage-Woche.

„Damit werden Arbeitsplätze gesichert und geschaffen, von der Krise betroffene Betriebe unterstützt und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gefördert“, so SPÖ-Bundesparteivorsitzende Pamela Rendi-Wagner.

Alle außer ÖVP-Wählerschaft dafür

Die meisten Befragten spricht sich für das SPÖ-Modell einer staatlich geförderten 4-Tage-Woche aus. Das ergab eine Umfrage von Unique Research für die Tageszeitung „Heute“. Befragt wurden rund 800 Menschen. 46 Prozent der Befragten sind dafür, 45  Prozent dagegen, 9 Prozent unentschlossen. Den Schnitt senkt vor allem die ÖVP. Denn von allen Befragten waren nur die ÖVP-Wähler mehrheitlich gegen den Vorschlag. Bei den Wählern aller anderer Parteien ist die Zustimmung groß – besonders angesichts der sehr neuen Debatte.

Am begeistertsten sind mit 57 Prozent rote Wählerinnen und Wähler, dicht gefolgt von grünen (56 Prozent). Noch angetaner sind nur Neos mit 59 Prozent. Auch die FPÖ-Wählerschaft lässt sich von der Idee überzeugen: Es sind mehr dafür als dagegen.

Vor allem Berufstätige (55 Prozent) und Menschen unter 60 (56 Prozent) sind für die 4-Tage-Woche. Ältere, Pensionisten und auch Frauen sind hingegen zurückhaltender.

4-Tage-Woche Umfrage SPÖ Grün News FPÖ ÖVP
Umfrage zur 4-Tage-Woche. Quelle: Heute.

ÖVP blockiert weiter

Doch Harald Mahrer von der Wirtschaftskammer und Arbeitsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) blockieren weiter Verhandlungen zur 4-Tage-Woche. Das stößt auf Unverständnis beim Sozialpartner.

SPÖ-Sozialsprecher und Gewerkschafter Josef Muchitsch findet es „sozialpolitisch unverantwortlich“, bei anhaltender Rekordarbeitslosigkeit nicht über die Verteilung von Arbeitszeit auf mehr Menschen nachdenken zu wollen. Vor allem jetzt, da viele Menschen und Betriebe bereit dazu wären.

In zahlreichen Kollektivverträgen ist die 4-Tage-Woche seit Jahren Praxis. „Die Arbeitswelt verändert sich immer schneller und daher brauche es auch bei der Arbeitszeitfrage einen offenen und ehrlichen Dialog zwischen den Sozialpartnern“, fordert Muchtisch.

Die Nettokosten für die öffentliche Hand liegen bei einer Mio. Teilnehmern bei 1,14 Mrd. Euro – ein Bruchteil der 6 Mrd. Euro, die die Kurzarbeit kostet.

Parlament Das Thema "Arbeitszeitverkürzung" im Parlament

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2 Comments
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renate schippler
renate schippler
1. Januar 2021 13:08

4 Tage mit 10 Stunden Arbeit am Tag ist keine Gewinn
Arbeitszeitverkürzung schon

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rudolf
rudolf
23. Juli 2020 10:36

Liebe Genossen, wäre eine 30 Stundenwoche nicht besser! Da wären die Mitarbeiter besser dran, da diese mehr Ausgeruht und Modiviert sein werden.
Diese AZV wurde schon vor 45 Jahren, von der WKO miß gemacht und jetzt stehen die Betriebe , vor Corona, besser da, als vor 45 Jahren mit der 48 Stundenwoche!
Einen 17.-€ Netto-Stundenlohn, jetzt und nicht erst wann…., damit die Arbeitslosigkeit und die Armut verschwindet.
Wurde ja von der Partei gefordert, aber nicht ERKÄMPFT!! Und warum NICHT!!
Nur wer kämpft kann verleiren, wer NICHT kämpft, hat schon verloren!!
Freundschaft!!

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Erich Maria Remarque war ein deutscher Schriftsteller, der mit seinem Antikriegsroman “Im Westen nichts Neues” bekannt wurde. Seine Bücher, die vor allem die Grausamkeiten des Krieges offenlegen, wurden im nationalsozialistischen Deutschland verboten. Seine pazifistischen Romane werden bis heute von Menschen weltweit begeistert gelesen und wurden schon mehrfach verfilmt. Zitat: Ich dachte immer, jeder Mensch sei gegen den Krieg. Bis ich herausfand, dass es welche gibt, die dafür sind. Besonders die, die nicht hingehen müssen. Erich Maria Remarque

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