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Das Ibiza-Netzwerk der ÖVP – Sebastian Kurz steht in Zentrum

Das Ibiza-Netzwerk der ÖVP – Sebastian Kurz steht in Zentrum

Kontrast Redaktion Kontrast Redaktion
in Sebastian Kurz
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23. Juni 2020
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Seit der Veröffentlichung der Ibiza-Videos ist viel geschehen: Vermutete man anfangs die FPÖ, treten immer mehr Informationen zutage, die die ÖVP ins Zentrum der Skandale rücken. Ob bei der Casino-Affäre oder Novomatic-Spenden. Es sind immer enge Verbündete Sebastian Kurz, die in den Akten des Untersuchungsausschusses auftauchen. 

ÖVP-Skandalnetzwerk

Gernot Blümel, ÖVP-Kanzleramtsminister von Türkis-Blau

  • Casinos: Blümel war im Kontakt mit Novomatic-Neumann, Lögers Kabinettchef Thomas Schmid schrieb 2018 an Neumann: „Bitte auch Gernot Blümel sagen! Hast du das gestern nicht angesprochen?“
  • Privatkrankenanstalten-Finanzierungsfonds (Prikraf): Beitragszahler-Geld für FPÖ-Parteispender Grubmüller (Privatklinik Währing). Strache-SMS 2018: Die Lösung sei „so wie zwischen uns vereinbart, mit Herrn Kanzleramtsminister Gernot Blümel und Herrn Finanzminister Hartwig Löger abgestimmt“
  • Der Auftrag zum Schreddern von Festplatten aus dem Bundeskanzleramt kam 2019 aus dem Kabinett des damaligen Kanzleramtsministers Blümel

Hartwig Löger, ÖVP-Finanzminister von Türkis-Blau

  • Die WKStA führt Löger, Pröll, Schmid und Rothensteiner als Beschuldigte in Sachen Umsetzung des FPÖ/Novomatic-Postenschachers zulasten des Unternehmens
  • Löger hat laut Medienberichten Casinos-Aufsichtsratspräsident Rothensteiner mitgeteilt, dass aufgrund eines „Deals“ zwischen Novomatic und der FPÖ der FPÖ-Kandidat Sidlo zum Casinos-Vorstand ernannt werden solle. Auf beschlagnahmten Handys von Strache, Gudenus und Fuchs fand die WKStA WhatsApp-Daten, die das Zustandekommen des besagten „Deals“ nahelegen sollen

Thomas Schmid, Kurz-Vertrauter; BMF-Generalsekretär und Kabinettchef, seit 2019 ÖBIB-Vorstand

  • 2017 spendet ÖVP-Großspender Pierer 436.563 Euro für den Kurz-Wahlkampf, nach Enthüllungen über Pierer-Steuervermeidung leiert Kurz-Freund Stefan Steiner als ÖVP-Generalsekretär Schützenhilfe des BMF an –  Minister Schelling und Kabinettchef Thomas Schmid schlagen vor, Krainer als „Silberstein“ zu brandmarken (geschieht dann per ÖVP-Presseaussendung), BMF startet interne Ermittlungen mit hohem Aufwand
  • Chatnachrichten zeigen, dass die Bestellung des FPÖ-Manns Sidlo mit ÖVP-Verantwortlichen besprochen und mit ihnen abgesprochen wurde. Involviert waren: Aufsichtsrat Rothensteiner und Ex-ÖVP-Obmann Josef Pröll von Raiffeisen, Kurz-Vertrauensmann Thomas Schmid für die ÖBAG sowie Kurz-Finanzminister Hartwig Löger

Wolfgang Sobotka

  • erledigte für Kurz 2017 das Kaputtschießen der Großen Koalition und des damaligen ÖVP-Chefs Mitterlehner und wurde zum Dank Nationalratspräsident
  • Ehemaliger Innenminister
  • Ibiza-Untersuchungsausschussvorsitzender: Zweifel an überparteilicher Vorsitzführung
  • Sobotka traf in der Zeit der türkis-blauen Regierung mehrfach Novomatic-nahe Personen wie seinen ehemaligen Pressesprecher Bernhard Krumpel und Novomatic-Aufsichtsratsvorsitzendem Bernd Oswald, dessen Ehefrau in Sobotkas Büro gearbeitet hatte

Bernhard Krumpel

  • Novomatic-Chef Neumann beauftragte 2017 Novomatic-Pressesprecher Krumpel einen FPÖ-Termin zu organisieren, um Thema Casino-Lizenz in ÖVP-FPÖ-Regierungsverhandlungen einzubringen
  • Führte mit FPÖ-Tschank und FPÖ-Sidlo die Beratungsfirma Polimedia, die für die FPÖ Wien arbeitete
  • ÖVP Niederösterreich: ehemaliger Pressesprecher von Wolfgang Sobotka in Niederösterreich, ehemaliger stv. Kabinettchef von Ernst Strasser im BMI, ehemaliger Konzernsprecher der Hypo-Bank NÖ

ÖVP-Netzwerk Innenministerium

  • Kurz verfolgte 2019 ein politisches Ziel: das Innenministerium wieder in ÖVP-Hand zu bekommen
  • die Soko des BMI übermittelt der WKStA einen Aktenscan, bei dem ausgerechnet ein Kalendereintrag über ein Treffen der Casinos-Beschuldigten Rothensteiner (Raiffeisen) und Josef Pröll (ehem. ÖVP-Obmann) mit Sebastian Kurz unlesbar war
  • In der Soko ermittelt ein ÖVP-Mitglied mit Freundschaft zu Strache lasch in der „Schredder-Affäre“ und sichert Beweismittel nicht

Stefan Steiner, Kurz-Chefberater

  • als ÖVP-Generalsekretär veranlasst er 2017 bei Thomas Schmid Aktivitäten gegen Jan Krainer
  • Teil der „Sechserrunde“ von Türkis-Blau, in der am 28.9.2018 bei Kurz zu Hause das Thema Casinos zwischen ÖVP und FPÖ besprochen wird. Mit dabei: Kurz, Blümel, Steiner, Strache, Hofer, Kickl

Bettina Glatz-Kremsner, Generaldirektorin der Casinos Austria (bis April 2019 Finanzvorständin)

  • 2017-2019: ÖVP-Bundesparteiobmann-Stellvertreterin
  • im engsten Kurz-Kreis: mit Kurz, Köstinger, Blümel und Steiner in Steuerungsgruppe der ÖVP bei den Koalitionsverhandlungen mit der FPÖ 2017

Walter Rothensteiner, Generalanwalt des Österreichischen Raiffeisenverbandes, und Josef Pröll, Ex-ÖVP-Obmann

  • setzen für die türkis-blaue Koalitionsräson den FPÖ-Novomatic-Personalwunsch Sidlo im Casinos-Aufsichtsrat um
  • beide sind Beschuldigte, da der Verdacht besteht, dass sie mit der Sidlo-Bestellung strafrechtlich relevant zum Schaden des Unternehmen agiert haben sollen

Justiz-Sektionschef Christian Pilnacek

  • ÖVP-nahe, freundschaftlich verbunden mit Thomas Schmid
  • gewährt den Beschuldigten Rothensteiner und Pröll in seinem Büro im Justizministerium eine „Privataudienz“ und unterhält sich mit ihnen über ihr Verfahren
  • Pilnacek übte Druck auf die WKStA aus und wollte Öffentlichkeitsarbeit gegen sie betreiben. Kurz wetterte im Hintergrundgespräch gegen ein angeblich „rotes Netzwerk“ in der WKStA
Parlament Das Thema "Ibiza" im Parlament

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Michael Niavarani ist ein österreichischer Kabarettist, Schauspieler und Autor. Er ist bekannt für seine humorvollen Bühnenprogramme, Theaterstücke und Fernsehauftritte. Außerdem gründete er das Globe Wien, ein eigenes Theater, und prägt damit die heimische Kulturszene. Er gehört zu den lauten Stimmen aus der Kultur, wenn es darum geht, soziale Missstände zu kritisieren. Zitat: Die wichtigste Botschaft aus der Krise ist, dass der Markt nichts regelt. Also der würde das schon regeln, aber mit sehr vielen Toten. Der Markt ist nicht für die Menschen da. Er ist eigentlich für nix. Außer für große Investoren und Konzerne. Michael Niavarani
Michael Niavarani ist ein österreichischer Kabarettist, Schauspieler und Autor. Er ist bekannt für seine humorvollen Bühnenprogramme, Theaterstücke und Fernsehauftritte. Außerdem gründete er das Globe Wien, ein eigenes Theater, und prägt damit die heimische Kulturszene. Er gehört zu den lauten Stimmen aus der Kultur, wenn es darum geht, soziale Missstände zu kritisieren. Zitat: Die wichtigste Botschaft aus der Krise ist, dass der Markt nichts regelt. Also der würde das schon regeln, aber mit sehr vielen Toten. Der Markt ist nicht für die Menschen da. Er ist eigentlich für nix. Außer für große Investoren und Konzerne. Michael Niavarani

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Michael Niavarani ist ein österreichischer Kabarettist, Schauspieler und Autor. Er ist bekannt für seine humorvollen Bühnenprogramme, Theaterstücke und Fernsehauftritte. Außerdem gründete er das Globe Wien, ein eigenes Theater, und prägt damit die heimische Kulturszene. Er gehört zu den lauten Stimmen aus der Kultur, wenn es darum geht, soziale Missstände zu kritisieren. Zitat: Die wichtigste Botschaft aus der Krise ist, dass der Markt nichts regelt. Also der würde das schon regeln, aber mit sehr vielen Toten. Der Markt ist nicht für die Menschen da. Er ist eigentlich für nix. Außer für große Investoren und Konzerne. Michael Niavarani
Michael Niavarani ist ein österreichischer Kabarettist, Schauspieler und Autor. Er ist bekannt für seine humorvollen Bühnenprogramme, Theaterstücke und Fernsehauftritte. Außerdem gründete er das Globe Wien, ein eigenes Theater, und prägt damit die heimische Kulturszene. Er gehört zu den lauten Stimmen aus der Kultur, wenn es darum geht, soziale Missstände zu kritisieren. Zitat: Die wichtigste Botschaft aus der Krise ist, dass der Markt nichts regelt. Also der würde das schon regeln, aber mit sehr vielen Toten. Der Markt ist nicht für die Menschen da. Er ist eigentlich für nix. Außer für große Investoren und Konzerne. Michael Niavarani

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