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Wenn der Unterhalt für Kinder ausbleibt, bekommen Alleinerziehende jetzt sicher Geld

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Mutter mit Kind im Arm im Park. (Foto: Unsplash)

Mutter mit Kind im Arm im Park. (Foto: Unsplash)

Kontrast Redaktion Kontrast Redaktion
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1. Juni 2026
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Ab 1. Juli 2026 hilft ein Unterstützungsfonds Alleinerzieherinnen und Alleinerziehern, wenn sie für ihre Kinder weder Unterhalt, noch Unterhaltsvorschuss oder Waisenleistung erhalten. Der Fonds richtet sich an jene, bei denen bestehende Sicherungssysteme nicht greifen – etwa weil der andere Elternteil nicht zahlen kann oder nicht auffindbar ist. 

Alleinerziehend zu sein bedeutet ein deutlich höheres Armutsrisiko. 9 von 10 Alleinerziehende in Österreich sind Frauen.

Genau hier setzt der geplante Unterstützungsfonds für Alleinerziehende an. Die Bundesregierung will Familien – und damit in 90 Prozent der Fälle Frauen und ihren Kindern – helfen, wenn die Unterhaltszahlungen von Vätern ausbleiben oder keine Hinterbliebenen-Leistungen vorhanden sind.

Unterhalt-Fonds stellt pro Jahr 35 Mio. Euro gesamt bereit

Die Idee dahinter ist simpel: Wer Kinder alleine großziehen muss, soll auch dann abgesichert sein, wenn vereinbarte Unterhaltszahlungen vom Vater plötzlich ausbleiben oder der Partner verstorben ist.

Der Fonds soll ab 1. Juli 2026 in Kraft treten. Geplant sind jährlich 35 Millionen Euro. Aktuell gibt es rund 13.300 Kinder und junge Erwachsene in Alleinerziehenden-Haushalten ohne Unterhalt, Unterhaltsvorschuss oder Waisenpension.

Die FPÖ stimmte im Parlament gegen den Unterstützungsfonds für Alleinerzieherinnen (Grafik: Kontrast.at; Foto: Unsplash/Parlamentsdirektion)
 

Ziel: Mehr Sicherheit und weniger Existenzängste für Alleinerzieherinnen

Betroffene erhalten monatlich pro Kind – für das kein Unterhalt oder Unterhaltsvorschuss geleistet wird – 50 Prozent des sogenannten Halbwaisen-Richtsatzes 12 Mal pro Jahr ausbezahlt. Das sind monatlich aktuell 240 Euro.

Für die Gruppe der Alleinerziehenden mit Halbwaisen ohne Anspruch auf Halbwaisenpension wird die Leistung analog zu dieser 14 Mal ausbezahlt.

Für Gewaltbetroffene in akuten Krisensituationen gibt es zudem eine Einmalzahlung, die sogenannte „Starthilfe“, von bis zu 4.000 Euro. Anspruch hat, wer monatlich weniger als 2.768 Euro netto verdient.

Gleichzeitig zur Ausschüttung des Fonds hat die Regierung eine Zwei-Stufen-Evaluierung geplant. So will sie sichergehen, dass das Geld dort ankommt, wo es benötigt wird.

Mehr Platz und mehr Gemeinschaft: In Wien baut man Wohnungen speziell für Alleinerziehende

Parlament Das Thema "Alleinerziehende" im Parlament

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