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Wien stellt auf LED-Lampen um – und senkt damit Lichtverschmutzung auf den Straßen um 75%

Wien stellt auf LED-Lampen um – und senkt damit Lichtverschmutzung auf den Straßen um 75%

Foto: Pixabay/ Julius Silver

Kontrast Redaktion Kontrast Redaktion
in Good News, Umwelt & Klima, Wien
Lesezeit:2 Minuten
14. Januar 2026
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Die Lichtverschmutzung durch Straßenbeleuchtung ist in Wien in den letzten 10 Jahren um 75 Prozent zurückgegangen. Das zeigt eine aktuelle Studie des Vereins Kuffner-Sternwarte. Denn inzwischen ist ein Großteil der Straßenleuchten auf zielgerichtete LED-Lampen umgestellt. Das senkt nicht nur deutlich den Energieverbrauch, sondern erhöht auch die Verkehrssicherheit und wirkt sich positiv auf nachtaktive Tiere aus. Bis 2028 soll es in Wien nur noch LED-Leuchten geben.

Wien betreibt rund 133.000 Straßenleuchten, auf rund 2.800 Kilometer Straße. Das entspricht der Strecke einmal um ganz Österreich. Von allen Lampen sind inzwischen etwa 80 Prozent auf LED-Technik umgerüstet. Bis 2028 sollen es 100 Prozent sein. Und das zeigt Wirkung. Über einen Zeitraum von 10 Jahren hat der Verein Kuffner-Sternwarte mittels hochsensibler Sensoren auf Dächern und Türmen im Stadtzentrum, am Stadtrand und im Umland die Helligkeit des Nachthimmels untersucht. Ihr Ergebnis: Seit 2015 ist die Lichtverschmutzung durch die Straßenbeleuchtung um rund 75 Prozent gesunken. Der Anteil der Straßenlampen an der gesamten Lichtverschmutzung fiel im selben Zeitraum von etwa acht Prozent auf unter zwei Prozent im Jahr 2025.

Gezielte LED-Beleuchtung in Wien schützt natürliche Ökosysteme

Die neuen LED-Leuchten lenken das Licht gezielt auf Straßen und Gehwege. Dadurch strahlen sie deutlich weniger Licht in den Nachthimmel ab. Laut der Stadt Wien wirkt sich das positiv auf Mensch und Tier aus, weil künstliches Licht natürliche Ökosysteme stört, die Artenvielfalt gefährdet und gesundheitliche Risiken darstellt. Besonders nachtaktive Tiere profitieren von der geringeren Lichtverschmutzung.

Umstellung spart umgerechnet Energiebedarf von 2.500 Haushalten ein

Die Umrüstung bringt auch klimapolitische Effekte. Die LED-Technik senkt den Energieverbrauch der Straßenbeleuchtung um rund 60 Prozent. Pro Jahr spart Wien dadurch etwa 1.000 Tonnen CO₂ ein. Diese Menge entspricht dem jährlichen Energiebedarf von rund 2.500 Haushalten. Zusätzlich verwendet die Stadt eigens entwickelte Standardleuchten, die Wartung und Austausch erleichtern.

„Da es am Markt keine Lösung gab, die den technischen und städtebaulichen Anforderungen einer Millionenstadt gerecht wurde, haben wir in der MA 33 diese Lösung eben selbst entwickelt – ein echtes Wiener Original. Diese Eigenentwicklung ermöglicht nicht nur eine höhere Effizienz in Wartung und Austausch, sondern steht auch für die Innovationskraft und Kompetenz unseres Teams”, sagt Andreas Terzer, Leiter der MA 33 – Wien leuchtet.

Mehr Sicherheit: Kreuzungen und Zebrastreifen stärker beleuchtet

Neben Umwelt- und Energieaspekten spielt die Sicherheit eine zentrale Rolle. Die neue Beleuchtung sorgt für eine gleichmäßigere Ausleuchtung. Entlang von Straßenzügen kommen einheitliche Lichtfarben zum Einsatz. Kreuzungen und Schutzwege beleuchtet die Stadt stärker als zuvor. Damit will Wien die Sicht verbessern und das Unfallrisiko senken.

Auch an der Lichtfarbe hat sich etwas geändert. Die neuen LED-Lampen beleuchten Geh- und Radwege sowie naturnahe Bereiche mit einer wärmeren Lichtfarbe (warmweiß mit 3.000), während die Straßen mit neutralweiß (4.000 Kelvin) erhellt werden. Letztere entspricht in etwa der Farbtemperatur des Mondlichts.

Die vollständige Studie „Licht über Wien VIII“ zu Wiens Beleuchtung mit LED-Lampen gibt es hier.

Wiens Lichttelefon'
Dir fällt fehlende und kaputte LED-Beleuchtung in Wien auf? Dann melde das direkt beim Lichttelefon (0800-33 80 33), per Mail  (lichttelefon@wien-info.at) oder hier, dem Online-Störungsmeldeformular.

Mehr Platz und mehr Gemeinschaft: In Wien baut man Wohnungen speziell für Alleinerziehende

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Karl Stojka wurde 1931 in Wampersdorf in Niederösterreich geboren – als Sohn einer Lovara-Roma-Familie. Er wuchs reisend auf, lebte mit seiner Familie in Zelten und Wagen, bis das NS-Regime diese Lebensweise brutal beendete. 1943 wurde Stojka mit seiner Familie deportiert. Er überlebte mehrere Konzentrationslager, darunter Auschwitz, Buchenwald und Flossenbürg. Viele seiner Angehörigen wurden ermordet. Nach dem Krieg kehrte er nach Wien zurück und versuchte, sich ein neues Leben aufzubauen – in einem Land, das die Verfolgung der Roma lange verdrängte. Erst Jahrzehnte später begann Stojka, über seine Erfahrungen zu sprechen. Er wurde zu einer wichtigen Stimme der Erinnerung: als Zeitzeuge, als Aktivist und als Künstler. In seinen Bildern verarbeitete er das Erlebte – eindringlich und farbgewaltig, oft schmerzhaft direkt. Gleichzeitig engagierte er sich für die Anerkennung der Roma und Sinti als Opfer des Nationalsozialismus in Österreich. Karl Stojka wurde so zu einer zentralen Figur der österreichischen Erinnerungskultur. Zitat: Nicht Hitler, Göring, Goebbels, Himmler und wie sie alle heißen, haben mich verschleppt und geschlagen. Nein, es war der Schuster, der Nachbar, der Milchmann. Sie haben eine Uniform bekommen, eine Binde und eine Haube - und dann waren sie die Herrenrasse. Karl Stojka

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Karl Stojka wurde 1931 in Wampersdorf in Niederösterreich geboren – als Sohn einer Lovara-Roma-Familie. Er wuchs reisend auf, lebte mit seiner Familie in Zelten und Wagen, bis das NS-Regime diese Lebensweise brutal beendete. 1943 wurde Stojka mit seiner Familie deportiert. Er überlebte mehrere Konzentrationslager, darunter Auschwitz, Buchenwald und Flossenbürg. Viele seiner Angehörigen wurden ermordet. Nach dem Krieg kehrte er nach Wien zurück und versuchte, sich ein neues Leben aufzubauen – in einem Land, das die Verfolgung der Roma lange verdrängte. Erst Jahrzehnte später begann Stojka, über seine Erfahrungen zu sprechen. Er wurde zu einer wichtigen Stimme der Erinnerung: als Zeitzeuge, als Aktivist und als Künstler. In seinen Bildern verarbeitete er das Erlebte – eindringlich und farbgewaltig, oft schmerzhaft direkt. Gleichzeitig engagierte er sich für die Anerkennung der Roma und Sinti als Opfer des Nationalsozialismus in Österreich. Karl Stojka wurde so zu einer zentralen Figur der österreichischen Erinnerungskultur. Zitat: Nicht Hitler, Göring, Goebbels, Himmler und wie sie alle heißen, haben mich verschleppt und geschlagen. Nein, es war der Schuster, der Nachbar, der Milchmann. Sie haben eine Uniform bekommen, eine Binde und eine Haube - und dann waren sie die Herrenrasse. Karl Stojka
Karl Stojka wurde 1931 in Wampersdorf in Niederösterreich geboren – als Sohn einer Lovara-Roma-Familie. Er wuchs reisend auf, lebte mit seiner Familie in Zelten und Wagen, bis das NS-Regime diese Lebensweise brutal beendete. 1943 wurde Stojka mit seiner Familie deportiert. Er überlebte mehrere Konzentrationslager, darunter Auschwitz, Buchenwald und Flossenbürg. Viele seiner Angehörigen wurden ermordet. Nach dem Krieg kehrte er nach Wien zurück und versuchte, sich ein neues Leben aufzubauen – in einem Land, das die Verfolgung der Roma lange verdrängte. Erst Jahrzehnte später begann Stojka, über seine Erfahrungen zu sprechen. Er wurde zu einer wichtigen Stimme der Erinnerung: als Zeitzeuge, als Aktivist und als Künstler. In seinen Bildern verarbeitete er das Erlebte – eindringlich und farbgewaltig, oft schmerzhaft direkt. Gleichzeitig engagierte er sich für die Anerkennung der Roma und Sinti als Opfer des Nationalsozialismus in Österreich. Karl Stojka wurde so zu einer zentralen Figur der österreichischen Erinnerungskultur. Zitat: Nicht Hitler, Göring, Goebbels, Himmler und wie sie alle heißen, haben mich verschleppt und geschlagen. Nein, es war der Schuster, der Nachbar, der Milchmann. Sie haben eine Uniform bekommen, eine Binde und eine Haube - und dann waren sie die Herrenrasse. Karl Stojka

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