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Der „Carrie-Bradshaw-Index“: Economist-Ranking listet Wien als Stadt, in der man für sein Geld gut wohnen kann

Wien

Foto: AI (ChatGPT & Nano Banana)

David Sowka David Sowka
in Good News, Wien
Lesezeit:2 Minuten
5. Februar 2026
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Allein zu wohnen ist in vielen europäischen Großstädten zum Luxus geworden. Wer ohne Partner:in oder Mitbewohner:in mieten will, stößt schnell an Grenzen, die weniger mit Geschmack als mit dem Kontostand zu tun haben. Genau diese Hürde macht der „Carrie-Bradshaw-Index“ sichtbar. Benannt ist er nach der Sex and the City-Figur Carrie Bradshaw, die in New York allein wohnte und damit zum popkulturellen Sinnbild für das Großstadt-Singleleben wurde. Die internationale Wochenzeitung The Economist nutzt diese Referenz, um zu zeigen, wie weit man mit einem durchschnittlichen Einkommen in Großstädten beim Wohnen kommt. Für Europa liegt nun erneut eine eigene Ausgabe des Rankings vor. Eine Stadt fällt dabei besonders positiv auf: Wien.

Der Index ist leicht nachzuvollziehen: Er nimmt die aktuellen Durchschnittsmieten für Einzimmerwohnungen, die Eurostat als Statistikdienst der Europäischen Kommission erfasst, und berechnet daraus das Jahreseinkommen, das nötig wäre, damit die Miete nicht mehr als 30 Prozent des Einkommens ausmacht. Diese 30-Prozent-Regel dient als Richtwert für Leistbarkeit.

Danach wird dieser Wert mit dem durchschnittlichen Einkommen in der jeweiligen Stadt verglichen, das vom ERI Economic Research Institute geschätzt wird. Aus dem Verhältnis ergibt sich der „Carrie Bradshaw-Score“: Werte über 1 gelten als leistbar, Werte darunter als unerschwinglich.

In Europa ist Wohnen oft unerschwinglich, Wien bleibt eine Ausnahme

Der Vergleich fällt klar aus: In den meisten untersuchten Städten reicht ein durchschnittliches Einkommen nicht aus, um eine durchschnittliche Einzimmerwohnung innerhalb der 30-Prozent-Grenze zu mieten. Die österreichische Hauptstadt hebt sich davon ab.

Wien zählt zu nur acht Städten, in denen der Index ein bezahlbares Verhältnis zwischen Einkommen und Miete ausweist. Wien liegt damit über der Schwelle von 1 und gehört zur Gruppe der als leistbar eingestuften Städte.

In Wien liegt das für den Index entscheidende Jahreseinkommen bei 50.000 Euro, damit eine durchschnittliche Einzimmerwohnung innerhalb der 30-Prozent-Regel bleibt. Das sind 3.897 Euro weniger als das tatsächliche durchschnittliche Einkommen. Wien zählt damit zu den wenigen europäischen Millionenstädten, die bei der Miet-Leistbarkeit im Vergleich gut abschneiden.

Zur leistbaren Gruppe zählen weiters in Deutschland auch Berlin und Bonn. Außerhalb Deutschlands werden Bern, Brüssel und Helsinki genannt, auch Lyon findet sich unter den besser platzierten Städten.

London und Genf: In diesen Städten ist Wohnen besonders teuer

Demgegenüber stehen Metropolen, in denen Mieten und Einkommen deutlich weiter auseinanderliegen. London ist das bekannteste Beispiel: Für eine durchschnittliche Einzimmerwohnung wäre ein Jahreseinkommen von 94.000 Euro nötig, um unter der 30-Prozent-Grenze zu bleiben. Der durchschnittliche Jahreslohn liegt um 30.201 Euro darunter. Rechnerisch entspräche das einer Mietbelastung von 44 Prozent.

Auch Genf zeigt, wie stark hohe Mieten ins Gewicht fallen. Dort wird im Vergleich ein erforderliches Jahreseinkommen von 102.000 Euro genannt. Die Einkommen liegen zwar ebenfalls hoch. Im Schnitt liegen sie aber um 12.917 Euro darunter. Trotzdem reicht es in der Rechnung nicht für ein leistbares Mietverhältnis.

Als weitere teure Städte werden Dublin, Prag und Stockholm genannt. Dort sind die Mieten in den vergangenen Jahren deutlich schneller gestiegen als die Einkommen.

Hier der ganze Städte-Vergleich des Economist-Rankings

Parlament Das Thema "Wien" im Parlament

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