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Bauernhof statt Altersheim: wenn Pensionist:innen und Kleinbauern zusammenleben

Bauernhofpension als Alternative zum Altersheim.

Julius Schiedat Julius Schiedat
in Gesundheit, Good News, Internationales
Lesezeit:4 Minuten
23. Oktober 2024
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Care- oder auch Greenfarming bietet Menschen in verschiedenen Lebenssituationen eine Alternative zu Pflegeeinrichtungen und eine Auszeit auf dem Bauernhof. Ob ältere Menschen, die Unterstützung im Alltag brauchen, oder junge Menschen, die Ruhe oder Abwechslung suchen: Hier finden alle ein Stück Natur, Gemeinschaft und Wertschätzung. Bereits in mehreren europäischen Ländern finden sich diese Einrichtungen.

Es gibt Lebensphasen, in denen man Hilfe und Gemeinschaft braucht. Gründe können erhöhtes Alter, Krankheit oder auch Einsamkeit sein. Die alltäglichsten Dinge, wie einkaufen gehen, Treppen steigen oder Essen kochen, werden dann zur Mammutaufgabe. Hilfe anzunehmen und nicht mit den Problemen allein zu sein, kann dann wichtiger werden. Pflegeeinrichtungen in österreichischen Städten sind jedoch oft an der Belastungsgrenze. Zudem kann es umso erholsamer sein, wenn die Hilfe dann auch noch in engem Kontakt mit Tieren und der Natur verbunden ist. Genau das bietet ein Verein in der Schweiz: Ein Betreuungsplatz auf dem Bauernhof. Carefarming heißt das Konzept. Carefarming kann eine Alternative zum Altersheim sein oder einfach ein Ort zur Neuorientierung.

 

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Von Obstplantagen bis zu Viehweiden – eine Alternative zu Pflegeeinrichtungen

Carefarming ermöglicht zum einen älteren Menschen eine Betreuung und Hilfe bei den täglichen To-dos, aber bietet auch jungen Menschen eine Auszeit. Diese Auszeit findet meistens auf Bauernhöfen statt, die sich weit weg vom gesellschaftlichen Trubel befinden. Innere Ruhe und die Verbundenheit zur Natur stehen hier im Vordergrund. Wertschätzung des Gegenübers sind genauso wichtig wie der rücksichtsvolle Umgang mit den Tieren. Gleichzeitig unterstützt Carefarming Menschen mit besonderen Bedürfnissen bei ihren Zielen im Leben und der Bewältigung des Alltags – auf den Höfen hilft man sich gegenseitig. Andrea wohnt auf dem Hof in der Schweiz. Sie leidet an Depressionen und findet auf dem Hof Hilfe und einen neuen Zugang zum Leben. Vor allem das Gefühl, täglich von den Tieren umgeben zu sein, erfüllt sie.

“Das ist ein sehr schönes Gefühl, so Geborgenheit. Sie geben einem so viel, die Tiere.”

carefarming Bauernhof Pension
Carefarming ist eine Möglichkeit, die Pension am Bauernhof zu verbringen. Foto: Niklas Larsson / unsplash

Carefarming: Die Bauernhof-Pension bietet ein vielfältiges Angebot

Die Tagesstrukturen auf den Höfen sorgen zum einen für Abwechslung, zum anderen aber auch für Routine. Mit kleinen Aufgaben können einige Menschen wieder ins Arbeitsleben eingegliedert werden, andere können sich so schrittweise aus der Arbeitswelt zurückziehen. Auf den Höfen gibt es täglich viele sinnvolle Aufgaben in den Scheunen, Ställen und Wohnhäusern – vor allem natürlich mit den Tieren. Aber auch Bildungsangebote für Schulen oder Menschen mit Lernschwächen werden von Carefarming organisiert. Der Verein finanziert sich durch Mitgliederbeiträge, Spenden, Erträgen aus eigenen Veranstaltungen sowie aus Mitteln der öffentlichen Hand. Der Hof bekommt für die Betreuung der Bewohner 100 Euro pro Tag von der Sozialversicherung. Diese Nebeneinkünfte sind auch nötig, denn allein von der Landwirtschaft lässt sich der Lebensunterhalt oft nicht bestreiten, wie Katrin Wyss erzählt.

“Der Hof ist zu klein, um davon zu leben, mit der Betreuung können wir uns über Wasser halten“, sagt die Landwirtin und Besitzerin eines Schweizer Hofs.

Diese Einrichtung ist ein Beispiel, wie Carefarming – oder die Pension am Bauernhof – funktionieren kann.

Mit pädagogischem Fokus – Carefarming in Österreich

Der Verein Carefaming ist mit seinem Konzept nicht allein: In mehreren europäischen Ländern können Menschen auf Bauernhöfen eine Auszeit nehmen. Während es in den Niederlanden bereits über 1000 solcher Einrichtungen gibt, sind es in Österreich mehrere hundert. Im österreichischen Angebot liegt der Fokus vor allem auf pädagogischen Aspekten. Von Garten- und Waldpädagogik über Erlebnispädagogik bis zur sozialen Landwirtschaft – die Bewohner:innen der Höfe lernen zum einen berufsspezifische Kompetenzen, wie beispielsweise Gärtnerei, zum anderen findet pädagogisches oder sogar therapeutisches Programm statt, die der allgemeinen Gesundheit der Menschen beitragen soll. Carefarming ist in Österreich ein wachsendes Feld, das durch den Verein „Green Care Österreich“ organisiert und gefördert wird. Sie helfen den landwirtschaftlichen Betrieben, soziale Dienstleistungen zusätzlich zur traditionellen Landwirtschaft zu entwickeln. Im Jahr 2020 waren über 100 Betriebe mit zertifizierten Green-Care-Dienstleistungen registriert, die sowohl Tagesprogramme als auch längerfristige Betreuungsangebote umfassen.

Ein Pfleger erzählt: Ein glückliches Leben im Alter müsste in unserer Welt drin sein

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Jean-Paul Sartre war ein französischer Philosoph, Schriftsteller und einer der wichtigsten Vertreter des Existentialismus. Seine Idee: Der Mensch ist zur Freiheit verurteilt – und damit selbst verantwortlich für sein Leben. Bekannt wurde er durch Werke wie Das Sein und das Nichts und den Roman Der Ekel. 1964 erhielt er den Literaturnobelpreis, den er jedoch ablehnte. Sartre mischte sich auch aktiv in politische Debatten seiner Zeit ein. Er kritisierte Kolonialismus, Kapitalismus und politische Machtstrukturen – und stellte sich etwa im Algerienkrieg klar gegen die französische Regierung. Auch die 68er-Bewegung unterstützte er und prägte so eine Generation, die konservative Politik radikal hinterfragte. Zitat: Ich kann meine Freiheit nicht zum Ziel nehmen, wenn ich nicht zugleich die Freiheit der anderen zum Ziel nehme. Jean-Paul Sartre

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Jean-Paul Sartre war ein französischer Philosoph, Schriftsteller und einer der wichtigsten Vertreter des Existentialismus. Seine Idee: Der Mensch ist zur Freiheit verurteilt – und damit selbst verantwortlich für sein Leben. Bekannt wurde er durch Werke wie Das Sein und das Nichts und den Roman Der Ekel. 1964 erhielt er den Literaturnobelpreis, den er jedoch ablehnte. Sartre mischte sich auch aktiv in politische Debatten seiner Zeit ein. Er kritisierte Kolonialismus, Kapitalismus und politische Machtstrukturen – und stellte sich etwa im Algerienkrieg klar gegen die französische Regierung. Auch die 68er-Bewegung unterstützte er und prägte so eine Generation, die konservative Politik radikal hinterfragte. Zitat: Ich kann meine Freiheit nicht zum Ziel nehmen, wenn ich nicht zugleich die Freiheit der anderen zum Ziel nehme. Jean-Paul Sartre
Jean-Paul Sartre war ein französischer Philosoph, Schriftsteller und einer der wichtigsten Vertreter des Existentialismus. Seine Idee: Der Mensch ist zur Freiheit verurteilt – und damit selbst verantwortlich für sein Leben. Bekannt wurde er durch Werke wie Das Sein und das Nichts und den Roman Der Ekel. 1964 erhielt er den Literaturnobelpreis, den er jedoch ablehnte. Sartre mischte sich auch aktiv in politische Debatten seiner Zeit ein. Er kritisierte Kolonialismus, Kapitalismus und politische Machtstrukturen – und stellte sich etwa im Algerienkrieg klar gegen die französische Regierung. Auch die 68er-Bewegung unterstützte er und prägte so eine Generation, die konservative Politik radikal hinterfragte. Zitat: Ich kann meine Freiheit nicht zum Ziel nehmen, wenn ich nicht zugleich die Freiheit der anderen zum Ziel nehme. Jean-Paul Sartre

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