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Novomatic bekam 2024 nochmal rund 14 Millionen Euro Corona-Förderungen

Admiral Sportwetten mit Magnus Brunner, Karl Nehammer und Werner Kogler

Foto: Martin Belam / Flickr & BKA

Lena Krainz Lena Krainz
in Verteilungsgerechtigkeit, Wirtschaft und Finanzen
Lesezeit:2 Minuten
25. Oktober 2024
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Der Glücksspiel-Konzern Novomatic profitierte besonders von den Corona-Förderungen der Regierung. Bereits während der Pandemie flossen 2,2 Mio. Euro an den Konzern. Jetzt wurde bekannt, dass Novomatic heuer nochmals rund 14 Millionen Euro Corona-Förderungen erhielt.

Der Sportwettenanbieter Admiral betreibt 2.200 Spielautomaten und mehr als 110 Sportbars und Wettlokale in Österreich. Das Unternehmen gehört zum Glücksspielkonzern Novomatic von Multimilliardär Johann Graf. Bereits während der Corona-Pandemie flossen 2,2 Millionen Euro Corona-Förderungen an Grafs Firmen Admiral Sportwetten, Admiral Casinos und HTM Hotel- und Tourismusmanagement. Alle drei werden laut Transparenzportal dem Wirtschaftszweig „Betrieb von Glücksspielautomaten“ bzw. dem „Wett-, Toto- und Lotteriewesen“ zugeordnet.

2024 flossen nochmal rund 14 Millionen Euro Corona-Förderungen an Admiral

Jetzt wurde bekannt, dass die drei Firmen heuer erneut rund 14 Millionen Euro Steuergeld erhalten haben – als nachträgliche Corona-Förderungen. Konkret flossen 5,9 Mio. Euro an die Admiral Casinos, 4,6 Mio. Euro an die Admiral Sportwetten und 3,4 Mio. Euro an die HTM Hotel und Tourismus Management. Zusammen mit den 2,2 Millionen, die bereits während der Pandemie ausbezahlt wurden, macht das insgesamt rund 16,2 Millionen Euro. Warum der Großteil davon erst jetzt ausbezahlt wurde, will das Finanzministerium nicht im Detail sagen und verweist auf den Datenschutz. Die SPÖ brachte deshalb eine parlamentarische Anfrage ein.

Für den Finanzexperten Jürgen Huber von der Universität Innsbruck ist diese späte Auszahlung in dieser Höhe nicht nachvollziehbar. Denn während man die milliardenschweren Förderungen während der Corona-Pandemie noch mit Gefahr in Verzug argumentierte, hätten wir jetzt „Jahre gehabt, nachzudenken, was man fördern will und was nicht“, sagt Huber im Ö1 Morgenjournal um 8 vom 24. Oktober 2024.

2023 machte Novomatic 274 Mio. Euro Gewinn

Huber kritisiert die hohen Förderungen an Novomatic auch deshalb, weil das Online-Glücksspiel während der Corona-Pandemie ihm zufolge einen Boom erlebte. Noch dazu waren die Förderungen nicht an Bedingungen geknüpft, wie etwa eine Standort- oder Beschäftigungsgarantie. Außerdem konnte man auch dann Corona-Hilfen beziehen, wenn das Unternehmen Gewinne machte.

Eigentlich hätten die Förderungen Insolvenzen verhindern und Jobs retten sollen. Doch eine Studie der Österreichischen Nationalbank zeigte bereits letztes Jahr, dass die meisten Unternehmen die Förderungen nutzten, um ihre Gewinne zu steigern.

Novomatic machte zwar im Jahr 2020 Verluste, konnte jedoch schon 2021 wieder Gewinne einfahren. 2022 war der Umsatz sogar höher als vor Corona. 2023 steigerte der Konzern seinen Gewinn nochmals um 86 Mio. auf insgesamt 274,2 Mio. Euro. Davon fließen jetzt satte 65 Mio. in Form von Dividenden an die Eigentümer. Den Löwenanteil, rund 50 Millionen Euro, kassiert Haupteigentümer Johann Graf.

Seilbahnen, Glücksspiel und Luftfahrt: Diese Unternehmen bekamen sogar 2024 noch Millionen Corona-Förderungen

Parlament Das Thema "Coronahilfen" im Parlament

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Willi Resetarits war ein beliebter österreichischer Musiker und Sänger. Bekannt wurde er vor allem durch die Kultfigur „Ostbahn-Kurti“, die er über Jahrzehnte hinweg verkörperte. Er verband Schmäh und Musik mit seinem Einsatz für soziale Gerechtigkeit. Zitat: Man muss etwas tun, sich zu Wort melden. Als Einzelner und im Verband. Man muss Präsenz zeigen. Man muss darüber hinaus nachdenken. Willi Resetarits

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