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16% der Jugendlichen plagen Suizidgedanken – aber es gibt längst zu wenige Therapieplätze!

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7. April 2021
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Ein-Jahres-Bilanz zu Corona: Wir können über 210 Millionen Euro für die Selbstinszenierung unseres Bundeskanzlers aufbringen, aber für die psychische Gesundheit unserer Kinder bleibt kein Budget.

Wenn Ihnen vor einem Jahr jemand erzählt hätte, es würde eine Zeit kommen, in der sich Teenager wie Kleinkinder darauf freuen würden, endlich wieder in die Schule gehen zu dürfen, hätten Sie es geglaubt? Oder, dass Schüler_innen mit einem traurigen Seufzen reagieren würden, wenn man sie dienstags in die nächste Homeschooling-Woche nach Hause entlässt?

Montag, Dienstag: Schule – Mittwoch, Donnerstag, Freitag, Samstag, Sonntag, Montag, Dienstag:

Allein im Zimmer vor dem Bildschirm, so sieht die Realität für etwa 750.000 Schüler_innen der Sekundarstufen in Österreich aus.

Wenn sie dann am nächsten Mittwoch zum Schichtwechsel wieder in die Schule kommen, sitzen sie mit leeren Blicken vor einem, geradezu wie Zombies. Wenn man fragt, wie es ihnen geht, seufzen sie laut auf. Schlafstörungen, Depressionen, Angstzustände… immer mehr Kinder und Jugendliche sind betroffen. Die Antwort der Krankenkassa: keine Therapieplätze seit November!

Egal, wie besorgniserregend die Diagnosen, wie akut die Fälle sind, verzweifelte Eltern werden mit monatelangen Wartelisten für ihre Kinder vertröstet und müssen hilflos zusehen, wie ihre Schützlinge immer tiefer in die Depression rutschen. Therapeuten und Dachverbände verweisen nur immer wieder darauf, dass es für Wien seit November keine Kassenplätze mehr gibt. Die Krankenkassa gibt sich unwissend. Dass gerade jetzt die psychotherapeutische Gesundheitsversorgung eine Rolle spielt, erscheint den Verantwortlichen wohl neu.

Dabei stehen wir vor der dritten Schulschließung für etwa 450.000 Schüler_innen und blicken auf ein 2020 zurück, das wohl niemand so leicht vergessen wird. Man kann es schon nicht mehr hören… Lockdown, Kurzarbeit, Rekordarbeitslosigkeit, Schulschließungen, die Angst um Angehörige und dazu auch noch ein Terroranschlag. Schon für Erwachsene ist das Ganze nur schwer zu verdauen, jetzt stellen Sie sich vor, Sie erleben das alles auch noch mitten in der Pubertät, können ihre Freunde nicht sehen, haben keinen geregelten Alltag mehr und sind regelrecht eingesperrt.

Kinder- und Jugendpsychiater warnen seit Monaten

Kinder- und Jugendpsychiater warnen seit Monaten, aber die alarmierenden Zahlen werden ignoriert. Laut der Studie der Donau-Krems-Universität vom Februar 2021 zeigen über 56% von 3.000 befragten Schüler_innen über 14 Jahren Symptome einer Depression. Etwa jede_r Zweite leidet an Ängsten, jede_r Vierte an Schlafstörungen und jede_n Sechste_n plagen Suizidgedanken.

Doch das ohnehin auch schon vor Corona so knappe Kontingent ist längst ausgeschöpft und wurde seit November 2020 nicht mehr aufgestockt. Und das inmitten einer Pandemie. Einer Pandemie, in der wir hingegen Milliarden für Unternehmenshilfen und hunderte Millionen für Sebastian Kurz’ Selbstinszenierung aufbringen können.

Dass der ÖVP die eigene PR wichtiger ist als die Gesundheit der Bevölkerung, nun, daran zweifelt spätestens seit der 200-Millionen-Obergrenze bei der Impfstoffbeschaffung niemand. Doch, dass unsere Kinder so im Stich gelassen werden, das können wir nicht einfach hinnehmen!

Unsere Jugend trägt diese Krise tapfer mit und leistet verantwortungsbewusst ihren Beitrag zum Schutz der älteren Bevölkerung. Reicht es nicht, dass wir ihnen einen verschmutzen, gerodeten, ausgebeuteten Planeten hinterlassen? Können wir im Gegenzug dafür nicht zumindest für ihre psychische Gesundheit Sorge tragen und gemeinsam fordern:

Stockt endlich die Krankenkassenplätze für die Psychotherapie von Kindern und Jugendlichen auf!

Kristina Mandić

 

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Reinhard
Reinhard
18. Januar 2022 14:35

Lassen Sie die Kinder und Jugendlichen einfach in Ruhe zur Schule gehen und reden Sie ihnen nicht ein, dass sie einen Beitrag zum Schutz der Älteren zu leisten hätten, dann benötigen sie keine Psychotherapie.
Sie kritisieren die Impfstoffbeschaffung? der Sie selbst zugestimmt haben?

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Jean-Paul Sartre war ein französischer Philosoph, Schriftsteller und einer der wichtigsten Vertreter des Existentialismus. Seine Idee: Der Mensch ist zur Freiheit verurteilt – und damit selbst verantwortlich für sein Leben. Bekannt wurde er durch Werke wie Das Sein und das Nichts und den Roman Der Ekel. 1964 erhielt er den Literaturnobelpreis, den er jedoch ablehnte. Sartre mischte sich auch aktiv in politische Debatten seiner Zeit ein. Er kritisierte Kolonialismus, Kapitalismus und politische Machtstrukturen – und stellte sich etwa im Algerienkrieg klar gegen die französische Regierung. Auch die 68er-Bewegung unterstützte er und prägte so eine Generation, die konservative Politik radikal hinterfragte. Zitat: Ich kann meine Freiheit nicht zum Ziel nehmen, wenn ich nicht zugleich die Freiheit der anderen zum Ziel nehme. Jean-Paul Sartre

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