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Labubus: Wenn sich Hype-Artikel gut verkaufen, ist die Wirtschaft in der Krise

Labubu Plüschtiere im Trend mitten in der Krise (Foto: Unsplash/Declan Sun)

Labubu Plüschtiere im Trend mitten in der Krise (Foto: Unsplash/Declan Sun)

Sabrina Strutzmann Sabrina Strutzmann
in Wirtschaft und Finanzen
Lesezeit:4 Minuten
10. September 2025
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Der Hype ist schon fast wieder vorbei und trotzdem haben viele noch nie von ihnen gehört: Labubus, kleine Plüschmonster aus China, hängen seit einigen Monaten als Schlüsselanhänger an den Rucksäcken und Handtaschen. Was die Monchichis für Babyboomer und Nici-Anhänger für Millennials waren, sind Labubus für die Generation Z. Nur in teuer. Ab 70 Euro ist man dabei, aber warum ist man bereit, so viel auszugeben? Weil wir uns in Krisenzeiten zumindest kleine Luxusartikel kaufen. Denn andere Statussymbole – eine teure Uhr, ein großes Auto, ein Haus – gehen sich finanziell nicht aus. Man zeigt, dass man für nicht Notwendiges Geld ausgeben und trendy sein kann, aber ohne finanziell ins Straucheln zu kommen.

Von der Corona-Pandemie, über den Ukraine-Krieg bis hin zur Trump-Präsidentschaft: Die letzten Jahre waren alles andere als ruhig. Auch in Österreich belastet die Teuerung bei Lebensmitteln und Energie die Menschen. Trotzdem lässt sich gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten immer wieder ein Phänomen beobachten: Viele scheinen sich gerade dann kleine Luxusgüter zu leisten – und das, obwohl oft das Geld knapp ist.

Trotz einer angespannten finanziellen Situation, Trend-Produkte zu kaufen, nennt man Coping-Mechanismus. Darunter versteht man eine Bewältigungsstrategie, bei der belastende Situationen durch Konsum erleichtert werden sollen.

Dabei zeigen diese kleinen Luxus-Trends noch etwas anderes, nämlich dass große Investitionen, wie Urlaube oder ein Eigenheim, für die meisten gar nicht mehr leistbar sind.

Brandaktuell sind es eben Labubus – schelmisch grinsende Plüschtiere, die massenhaft auch bei uns auf Schul- und Handtaschen zu sehen sind.

Generation Krise? Die Jungen sehen pessimistisch in die Zukunft

Immer mehr Menschen scheinen mit der krisengebeutelten Welt überfordert zu sein. Österreich befindet sich seit Anfang 2022 in der längsten Wirtschaftskrise seit dem Zweiten Weltkrieg.

Laut der Ö3-Jugendstudie 2025 blickt die junge Generation mit gemischten Gefühlen in die Zukunft. Bei der Studie wurden 16- bis 25-Jährige zu unterschiedlichen Themen befragt. Der Blick auf die Wirtschaft: pessimistisch. 81 Prozent sehen dringenden Handlungsbedarf.

Ein Zeichen für Rezession: Steigt der Verkauf von Trend-Artikeln, läuft es wirtschaftlich tatsächlich schlecht

Dass es der Wirtschaft schlecht geht, macht vor allem jungen Menschen Angst. 57 Prozent der Generation Z fürchten sich vor dem Gedanken, sich die eigene Wohnung bald nicht mehr leisten zu können. Aber wie passen Existenzängste mit übermäßigem Konsum zusammen?

Große Anschaffungen sind in Krisenzeiten für viele nicht denkbar, der Traum vom Eigenheim wird unrealistischer. Trotzdem sehnen sich viele nach einer Belohnung und dem Gefühl vom Dazugehören. Hier kommen Trends wie die Labubu-Stofftiere ins Spiel: Sie mögen irrsinnig erscheinen, sind aber trotzdem noch leistbar.

Solche Trends gelten laut dem Wirtschaftsmagazin Surplus als „Recession-Indicators“. Geht es der Wirtschaft schlecht, dann steigt der Verkauf von noch leistbaren Luxusartikeln.

 

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„Dazugehören“ mit kleinen Luxusartikeln

Trends wie Labubus tauchen plötzlich auf, erleben einen Hype, verschwinden kurze Zeit später still und heimlich – und werden vom nächsten sinnlosen Trend abgelöst. Auf TikTok findet man über 2,5 Millionen Beiträge über das bis zu 120 Euro teure Plüsch-Monster: Darunter z.B. „Unboxing“-Interviews, in denen Content Creator:innen die Monster aus ihren Verpackungen holen.

Die Nachfrage ist groß – nach dem Original und auch der Fake-Version “Lafufu”. Viele Videos und Reels zeigen den Labubu an Handtaschen baumeln oder angeschnallt am Beifahrersitz im Porsche mitfahren. Aber es gibt auch jene Influencer:innen, die in ihren Videos zeigen, dass viele Menschen mit den Labubus vor allem eines wollen – Teil eines kulturellen Phänomens sein.

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Karl Stojka wurde 1931 in Wampersdorf in Niederösterreich geboren – als Sohn einer Lovara-Roma-Familie. Er wuchs reisend auf, lebte mit seiner Familie in Zelten und Wagen, bis das NS-Regime diese Lebensweise brutal beendete. 1943 wurde Stojka mit seiner Familie deportiert. Er überlebte mehrere Konzentrationslager, darunter Auschwitz, Buchenwald und Flossenbürg. Viele seiner Angehörigen wurden ermordet. Nach dem Krieg kehrte er nach Wien zurück und versuchte, sich ein neues Leben aufzubauen – in einem Land, das die Verfolgung der Roma lange verdrängte. Erst Jahrzehnte später begann Stojka, über seine Erfahrungen zu sprechen. Er wurde zu einer wichtigen Stimme der Erinnerung: als Zeitzeuge, als Aktivist und als Künstler. In seinen Bildern verarbeitete er das Erlebte – eindringlich und farbgewaltig, oft schmerzhaft direkt. Gleichzeitig engagierte er sich für die Anerkennung der Roma und Sinti als Opfer des Nationalsozialismus in Österreich. Karl Stojka wurde so zu einer zentralen Figur der österreichischen Erinnerungskultur. Zitat: Nicht Hitler, Göring, Goebbels, Himmler und wie sie alle heißen, haben mich verschleppt und geschlagen. Nein, es war der Schuster, der Nachbar, der Milchmann. Sie haben eine Uniform bekommen, eine Binde und eine Haube - und dann waren sie die Herrenrasse. Karl Stojka
Karl Stojka wurde 1931 in Wampersdorf in Niederösterreich geboren – als Sohn einer Lovara-Roma-Familie. Er wuchs reisend auf, lebte mit seiner Familie in Zelten und Wagen, bis das NS-Regime diese Lebensweise brutal beendete. 1943 wurde Stojka mit seiner Familie deportiert. Er überlebte mehrere Konzentrationslager, darunter Auschwitz, Buchenwald und Flossenbürg. Viele seiner Angehörigen wurden ermordet. Nach dem Krieg kehrte er nach Wien zurück und versuchte, sich ein neues Leben aufzubauen – in einem Land, das die Verfolgung der Roma lange verdrängte. Erst Jahrzehnte später begann Stojka, über seine Erfahrungen zu sprechen. Er wurde zu einer wichtigen Stimme der Erinnerung: als Zeitzeuge, als Aktivist und als Künstler. In seinen Bildern verarbeitete er das Erlebte – eindringlich und farbgewaltig, oft schmerzhaft direkt. Gleichzeitig engagierte er sich für die Anerkennung der Roma und Sinti als Opfer des Nationalsozialismus in Österreich. Karl Stojka wurde so zu einer zentralen Figur der österreichischen Erinnerungskultur. Zitat: Nicht Hitler, Göring, Goebbels, Himmler und wie sie alle heißen, haben mich verschleppt und geschlagen. Nein, es war der Schuster, der Nachbar, der Milchmann. Sie haben eine Uniform bekommen, eine Binde und eine Haube - und dann waren sie die Herrenrasse. Karl Stojka

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Karl Stojka wurde 1931 in Wampersdorf in Niederösterreich geboren – als Sohn einer Lovara-Roma-Familie. Er wuchs reisend auf, lebte mit seiner Familie in Zelten und Wagen, bis das NS-Regime diese Lebensweise brutal beendete. 1943 wurde Stojka mit seiner Familie deportiert. Er überlebte mehrere Konzentrationslager, darunter Auschwitz, Buchenwald und Flossenbürg. Viele seiner Angehörigen wurden ermordet. Nach dem Krieg kehrte er nach Wien zurück und versuchte, sich ein neues Leben aufzubauen – in einem Land, das die Verfolgung der Roma lange verdrängte. Erst Jahrzehnte später begann Stojka, über seine Erfahrungen zu sprechen. Er wurde zu einer wichtigen Stimme der Erinnerung: als Zeitzeuge, als Aktivist und als Künstler. In seinen Bildern verarbeitete er das Erlebte – eindringlich und farbgewaltig, oft schmerzhaft direkt. Gleichzeitig engagierte er sich für die Anerkennung der Roma und Sinti als Opfer des Nationalsozialismus in Österreich. Karl Stojka wurde so zu einer zentralen Figur der österreichischen Erinnerungskultur. Zitat: Nicht Hitler, Göring, Goebbels, Himmler und wie sie alle heißen, haben mich verschleppt und geschlagen. Nein, es war der Schuster, der Nachbar, der Milchmann. Sie haben eine Uniform bekommen, eine Binde und eine Haube - und dann waren sie die Herrenrasse. Karl Stojka
Karl Stojka wurde 1931 in Wampersdorf in Niederösterreich geboren – als Sohn einer Lovara-Roma-Familie. Er wuchs reisend auf, lebte mit seiner Familie in Zelten und Wagen, bis das NS-Regime diese Lebensweise brutal beendete. 1943 wurde Stojka mit seiner Familie deportiert. Er überlebte mehrere Konzentrationslager, darunter Auschwitz, Buchenwald und Flossenbürg. Viele seiner Angehörigen wurden ermordet. Nach dem Krieg kehrte er nach Wien zurück und versuchte, sich ein neues Leben aufzubauen – in einem Land, das die Verfolgung der Roma lange verdrängte. Erst Jahrzehnte später begann Stojka, über seine Erfahrungen zu sprechen. Er wurde zu einer wichtigen Stimme der Erinnerung: als Zeitzeuge, als Aktivist und als Künstler. In seinen Bildern verarbeitete er das Erlebte – eindringlich und farbgewaltig, oft schmerzhaft direkt. Gleichzeitig engagierte er sich für die Anerkennung der Roma und Sinti als Opfer des Nationalsozialismus in Österreich. Karl Stojka wurde so zu einer zentralen Figur der österreichischen Erinnerungskultur. Zitat: Nicht Hitler, Göring, Goebbels, Himmler und wie sie alle heißen, haben mich verschleppt und geschlagen. Nein, es war der Schuster, der Nachbar, der Milchmann. Sie haben eine Uniform bekommen, eine Binde und eine Haube - und dann waren sie die Herrenrasse. Karl Stojka

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