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Samsung-Familie zahlt über 11 Milliarden Dollar Erbschaftssteuer – und sieht es als ihre „Bürger-Pflicht“

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Samsung Erbe Südkorea Erbschaftssteuer

Südkorea, erbschaftssteuer

Thomas Hackl Thomas Hackl
in Internationales
Lesezeit:4 Minuten
23. Februar 2024
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Die Erb:innen des Technologie-Imperiums Samsung zahlen für ihr Erbe einen der höchsten Steuerbeträge der Geschichte. Südkorea hat nämlich mit 50 Prozent eine der höchsten Erbschaftssteuern der Welt. Von den 23 Milliarden Dollar (umgerechnet etwa 20 Milliarden Euro), die sie erben, gehen 11,5 Milliarden Dollar (10 Milliarden Euro) an den Staat. Die Samsung-Dynastie sieht das Bezahlen der Steuer aber als „ihre Pflicht und Verantwortung als Bürger“.

 

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Der Patriarch des Samsung-Imperiums Lee Kun-hee ist verstorben. Er hat das Unternehmen von einem Produzenten für billige Fernseher zu einem weltweit führenden Technologie-Konzern transformiert. Sein Imperium, bestehend aus Samsung und Tochterfirmen, Immobilien und einer gigantischen Kunstsammlung, wird jetzt auf seine Witwe und seine drei Kinder aufgeteilt. Dieses einzigartige Erbe kommt aber nicht ohne Bedingungen.

Südkorea hat mit 50 Prozent die zweithöchste Erbschaftssteuer der Welt (Foto: unsplash)

10 Milliarden Euro Erbschaftsteuer

Südkorea hat mit 50 Prozent die zweithöchste Erbschaftssteuer der Welt. Nur in Japan müssen Erb:innen mit 55 Prozent noch höhere Steuern zahlen. Für die Erb:innen von Samsung ergibt das einen Betrag von rund 10 Milliarden Euro, eine der höchsten Steuerbeträge, die je auf eine Erbschaft bezahlt werden mussten.

Die Lee-Familie wettert jedoch nicht gegen diesen hohen Betrag, sondern sieht es als ihre Verantwortung gegenüber den Menschen Südkoreas, ihre gerechten Steuern zu zahlen.

„Es ist unsere Verantwortung und Pflicht, als Bürgerinnen und Bürger alle unsere Steuern zu bezahlen“, erklärt die Lee-Familie.

Zahlung mit Raten über mehrere Jahre

Die Samsung-Erb:innen müssen die Steuer jedoch nicht auf einen Schlag zahlen, sondern können sie über mehrere Jahre abzahlen. Zum Begleichen der Steuer setzt die Familie verschiedene Strategien ein. So nutzen sie etwa Spenden an gemeinnützige Organisationen, um den Steuerbetrag zu senken. Ihre gigantische Kunstsammlung mit Werken von Größen wie Picasso und Monet spenden sie an öffentliche Museen. Millionenbeträge fließen außerdem in die Forschung und das Gesundheitssystem.

Samsung Erbe
Die Erb:innen des Samsung-Imperiums sehen das Zahlen der Erbschaftssteuer als ihre Pflicht als Bürger:innen Südkoreas (Foto: unsplash)

Den Großteil der Summe begleicht die Lee-Familie mit dem Verkauf von Anteilen an Samsung und ihren Tochterfirmen sowie der Aufnahme von Krediten, die später durch die Gewinne des Konzerns beglichen werden sollen.

Erbschaftssteuern gibt es in den meisten Industriestaaten

Eine Erbschaftssteuer gibt es in den meisten Industriestaaten. Neben Japan und Südkorea (50 Prozent) haben etwa auch Länder wie die USA und Großbritannien (je 40 Prozent) hohe Erbschaftssteuern. Auch in Deutschland (30 Prozent) und der Schweiz (7 Prozent) wird Erben besteuert. Der Durchschnitt der Erbschaftssteuer in den Industrienationen der OECD liegt bei 15 Prozent. In den meisten dieser Länder gelten diese Steuersätze aber nur für besonders hohe Erbschaften. Kleine Beträge werden meistens nicht besteuert.

In Österreich gibt es keine Erbschaftssteuer, obwohl 70 Prozent der Bevölkerung eine solche Steuer wollen. Blockiert wird das seit Jahrzehnten von der ÖVP, die dafür sorgt, dass die Reichsten keinen gerechten Beitrag zur Gesellschaft leisten müssen.

SPÖ für Steuer auf Millionenerbschaften

Die SPÖ fordert auch für Österreich eine Erbschaftssteuer für Reiche. Die Steuer soll ab einem Vermögen von 1 Million Euro anfallen. Nicht mitgerechnet wird hier das eigene Heim, das ausgenommen ist. Die Steuer startet mit einem Steuersatz von 25 Prozent und steigt dann an bis zu einem Satz von 50 Prozent bei einem Erbe von über 50 Millionen. Betroffen wären von so einer Steuer nur die reichten 2 Prozent der Menschen in Österreich.

Parlament Das Thema "Erbschaftssteuer" im Parlament

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3 Comments
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Andy Schi
Andy Schi
14. Mai 2026 12:59

Alle die Steuer verlangen sollen auswandern dort wo sie glauben es geht ihnen gut.
Außerdem wieviel haben wir mit soviel Geld 25 oder 30 alle 30 Jahre kommt das zu tragen. Nein die Linken wollen wahrscheinlich dann später ab 250.000€ schon Steuer Einführen das die Masse erwischt.

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Jürgen S.
Jürgen S.
17. November 2025 14:04

In Deutschland undenkbar Lobbisten sei dank und die Schere zwischen Arm und Reich geht weiter auseinander…
Noch besser wäre es wenn Aktien an Angestellte verteilt um dies wird auf die Steuer teilweise angerechnet …. Win Win Win

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Antworten
alisud
alisud
26. Februar 2024 20:25

ich finde das ein Tolle sache wenn das so gefällt der soll doch Österreich verlassen und nach Südkorea auswandern

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