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Wer mit seiner Photovoltaikanlage am Dach mehr Strom erzeugt, als er selbst braucht, kann diesen Überschuss seit Oktober deutlich einfacher weitergeben. Das neue Elektrizitätswirtschaftsgesetz (ElWG) ermöglicht jetzt sogenannte Peer-to-Peer-Verträge: Damit lässt sich selbst erzeugter Strom direkt seiner Familie, seinen Freund:innen oder Nachbar:innen verkaufen oder schenken. Bei den Wiener Netzen kann man sich dazu anmelden.
Wer eine Photovoltaikanlage am Dach hat, kennt das: An sonnigen Tagen produziert sie oft mehr Strom, als man selbst verbrauchen kann. Will man diesen Strom mit Freunden oder Bekannten teilen, musste man bisher in vielen Fällen eine Energiegemeinschaft mit eigener Organisation oder eigenem Verein gründen. Jetzt können sich aber einfach zwei oder mehrere Personen vertraglich zusammenschließen und ihren selbst erzeugten erneuerbaren Strom miteinander teilen. Den Preis können die Beteiligten selbst vertraglich festlegen, der Strom kann also auch verschenkt werden. Es fallen lediglich Abgaben und Netzentgelte für die Nutzung des Stromnetzes an. Wenn der Strom in unmittelbarer Nähe geteilt wird, sollen diese Kosten entsprechend sinken.
„Strom vom eigenen Dach soll man künftig genauso einfach teilen können wie Lebensmittel aus dem eigenen Garten – direkt und unkompliziert“, sagt SPÖ-Energiesprecher Alois Schroll.
Die normalen Stromlieferverträge bleiben für diese Personen bestehen: Wenn gerade nicht genug gemeinsamer Solarstrom vorhanden ist, kommt der restliche Strom weiterhin vom bisherigen Anbieter.

Ab April 2027 in ganz Österreich
Seit dem 5. Oktober können Menschen ihren Solarstrom zunächst nur dann direkt miteinander teilen, wenn ihre Stromzähler im Gebiet desselben Netzbetreibers liegen. Hier kann man sich dazu anmelden.
Im Frühling 2027 soll das auch über mehrere Netzgebiete hinweg und damit österreichweit möglich werden.
Bisher verkauft ein Haushalt seinen Strom-Überschuss meistens an einen Energieversorger und andere Haushalte kaufen ihren Strom wiederum bei einem Energieversorger. Mit Peer-to-Peer können Produzent:innen ihren Strom dagegen direkt mit anderen Menschen teilen oder an sie verkaufen. Sie werden selbst zu kleinen Stromanbieter:innen. Der Strom dient damit nicht mehr ausschließlich der Einspeisung ins Netz, sondern wird zu handelbarer Energie. Bernd Vogl, Geschäftsführer des Klima- und Energiefonds, erwartet sich dadurch eine grundlegende Änderung am Strommarkt:
„Der Peer-to-Peer-Handel bringt einen Paradigmenwechsel, der die Marktstruktur langfristig verändern wird.“
Solarstrom kann auch zur Spende werden
Wie viel Potenzial im Teilen steckt, zeigen bestehende Energiegemeinschaften schon heute. Die Initiative Robin Powerhood verteilt gespendeten Solarstrom an Menschen mit geringem Einkommen. Im Sommer 2026 wurden laut ORF österreichweit Rekordmengen gespendet. Allein im Juli entsprach die Stromspende ungefähr dem Jahresverbrauch von 60 Haushalten.
Auch über Solar Solidar von der Volkshilfe können Privatpersonen und Unternehmen überschüssigen Strom aus ihrer Photovoltaikanlage an ärmere Haushalte weitergeben. Fabian nutzt das Angebot bereits:
„Solar Solidar macht für mich Sinn, weil ich mit dem sowieso vorhandenen Überschuss meiner PV-Anlage ganz einfach anderen Menschen helfen kann.“
Auch die Halleiner Franziskanerinnen stellen überschüssigen Strom ihrer PV-Anlage Haushalten mit geringem Einkommen zur Verfügung. Maria-Gabriela Unterluggauer von der Ordensgemeinschaft sagt über diese Möglichkeit:
„Das finde ich eine geniale Idee.“
Preisdeckel in Krisenzeiten, Sozialtarif beim Strom: So will Regierung die Energiepreise senken
Der Artikel erschien am 16. September 2026 und wurde am 6. Oktober 2026 aufgrund der Anmelde-Möglichkeiten aktualisiert.
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Photovoltaik auf Dächern und versiegelten Fläche ist okay, aber auf unseren schönen Wiesen und Äckern haben sie nichts zu suchen. Denn wenn es schon immer um „Unabhängigkeit“ und „regionale Erzeugung“ geht, sollte man auch bedenken: Je mehr große Solarparks wir haben, desto weniger heimische Lebensmittel können bei uns angebaut werden. .
wo ist der Hacken glaubt hier irgendwer das so etwas ohne einen Abgabe oder steuern geht, und jezt muss auch einmal geklärt werden das Windräder nur in den Ländern Direkt aufgestellt werden dürfen und nicht in anderen Bundesländer, wieviel Windräder gibt es schon in Wien
Netzgebühren gibt es ja weiterhin, weil man das Netz ja weiterhin nutzt. Aber wenn der Storm nix kostet, dann gibt es auch keine Mehrwertsteuer drauf.
Es ist der Haken, den sie meinen. Die Hacke spaltet Holz etc.