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Köstinger-Ministerium zahlt 60.000 Euro Steuergeld pro Jahr an Schweinefabrik mit katastrophaler Tierhaltung

Marco Pühringer Marco Pühringer
in Landwirtschaft
Lesezeit:2 Minuten
26. Juli 2021
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Eine Schweinefabrik in Niederösterreich steht wegen katastrophalen Haltungsbedingungen und großem Tierleid in der Kritik. Jetzt stellt sich heraus: Der Skandalbetrieb wurde fast zur Gänze mit Steuergeld aus dem Landwirtschaftsministerium finanziert. Ministerin Elisabeth Köstinger schweigt zur Causa. Außerdem ermöglicht Köstinger die grauenhafte Vollspaltenbodenhaltung noch bis ins Jahr 2032.

Schweine sind sehr soziale und intelligente Lebewesen, vergleichbar mit manchen Primaten. Artgerechte Haltung ist deshalb besonders wichtig. Sie benötigen Beschäftigungsmaterial und die Möglichkeit, miteinander zu interagieren. Doch in vielen Betrieben werden nicht einmal Mindestanforderungen erfüllt. Schweine werden in Käfigen gehalten, in denen sie sich nicht einmal umdrehen können – sie verletzen sich und andere Tiere aus Langeweile. Diese Praxis ist inzwischen illegal, kommt aber immer noch häufig vor. Weiterhin legal ist die Vollspaltenbodenhaltung.

Vollspaltenböden: Wenn Schweine ihr ganzes Leben kein Stroh sehen

Vollspaltenböden sind in Österreichs Landwirtschaft besonders beliebt: Betonplatten mit Spalten sorgen dafür, dass Urin und Kot abfließen und ersparen den Bauern so viel Arbeit. 60 Prozent aller österreichischen Schweine – das sind rund 1,5 Millionen Tiere – schläft so niemals auf Stroh, sondern ein Leben lang auf Beton. Und das, obwohl über 96 % der Österreicherinnen und Österreicher gegen diese Praxis sind.

Das Leben auf hartem Beton sorgt nicht nur für Tierleid, sondern auch für Krankheiten in der Schweinehaltung. 92 % der Schweine haben entzündete Gelenke. Die Todesrate ist 3 Mal so hoch wie bei Haltung mit Stroh. Die Augen sind durch den Ammoniakgestank gerötet, die Lungen entzündet. Vor Langeweile beißen sich die Schweine gegenseitig in die Schwänze.

Die Schweine werden auf engem Raum aggressiv und beißen sich gegenseitig an Ohren und Schwänzen.

ÖVP Landwirtschaftsministerium subventioniert diese Praxis auch noch mit Steuergeld

Ein derartiger Betrieb mit besonders schlechten Haltebedingungen wurde vom Verein gegen Tierfabriken besetzt. Die TierschützerInnen veröffentlichten ein Video, das das Ausmaß des Tierleides zeigt. Mittlerweile stellte sich heraus, dass besagter Betrieb nördlich von St. Pölten mit öffentlichen Mitteln mitfinanziert wurde. Das von ÖVP-Ministerin Köstinger geführte Landwirtschaftsministerium überweist besagtem Betrieb 60.000 Euro jährlich. Hinzu kommt eine Investitionsförderung, die der Eigentümer bei Errichtung der Tierfabrik erhalten hat.

Verbot von Vollspaltenböden trifft nicht einmal die Hälfte der Betriebe

Bei einem Pressetermin von den Tierschützern auf den Betrieb und die Subventionen angesprochen, schweigt Köstinger. Martin Balluch, Chef des Vereins gegen Tierfabriken, wurde wegen seinen zu lauten Fragen vorübergehend von der Polizei festgenommen. Köstinger ist sich bewusst, dass sie bei der Frage von Vollspaltenböden nichts zu gewinnen hat: Die Mehrheit der Österreicher und Österreicherinnen ist gegen diese Praxis.

Darum legte wohl Köstinger auch einen PR-Stunt hin: Sie kündigte ein Verbot der Vollspaltenböden an. Doch die Regelung ist mehr als nur schwammig: Das „Verbot“ gilt nur für AMA-zertifizierte Betriebe, das sind aber nur rund die Hälfte der österreichischen Schweinebauern. Und auch einige von diesen werden in Zukunft einfach ohne Gütesiegel weitermachen. Außerdem gilt das Verbot erst ab Ende 2032. 11 Jahre lang dürfen also alle Betriebe – mit und ohne AMA-Gütesiegel – weiterhin Tiere auf Vollspaltenböden halten. „Es braucht ein gesetzliches Verbot von Vollspaltenböden“, fordert Martin Balluch vom Verein gegen Tierfabriken.

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Barbara Katharina De
Barbara Katharina De
28. Juli 2021 23:53

Also was ist da looos!!!! WARUM ERST 2032!!!
ICH DENKE WIE SCHNELL MANCHE GESETZE BESCHLOSSEN WERDEN!!! TYPISCH POLITIK!!! FRAU KÖSTINGER MACHEN SIE WAS!!! KANN JA NICHT SEIN DAS SIE SOLCHEN BETRIEBEN „GELD GEBEN“
UNSERE STEUERGELDER
FÜR DIESES “ GELD MÜSSTEN DIE SCHWEINE ABER VIIIEEELLL STROH BEK

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Sophia
Sophia
28. Juli 2021 15:41

Tiere haben eine Seele, genau oder mindestens wie Menschen auch.
Sie haben Gefühle und einen eigenen Charakter.
Sie spüren Freude und Liebe, aber auch Angst, Schmerzen und Leid.
Wer sind Menschen, die sich ‚das Recht‘ nehmen anderen Lebewesen unermessliches Leid zuzufügen??!!

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Anita Kren
Anita Kren
28. Juli 2021 07:34

Alle Bauern….müssen am Boden liegen so wie die Schweine und einsperren die Bauern werden dan gemesstet und in das Protalste Land verschifft und dan protal ermordet… So wie sie es mit den Tieren.

Ds wäre die Gerechtigkeit für die Tiere.

Aber den Leuten Interessiert es nicht wie Tiere Leiden….

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franky
franky
27. Juli 2021 18:50

ja warum weil wir an allem vorbei wurscheln darum , warum gewinnen wir keine wahlen ,ja genau besser schweinebauern sponsern als via Western union
Abermilliarden ins Ausland was das ganze unser hobby den Arbeitern und abgestellten kostet

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