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Benko fordert weitere Staatshilfen – nach Kündigung von 7.500 Mitarbeitern

Thomas Hackl Thomas Hackl
in Verteilungsgerechtigkeit, Wirtschaft und Finanzen
Lesezeit:2 Minuten
30. November 2020
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Multi-Millionär René Benko hat einen Gutshof in der Steiermark um 30 Mio. Euro erworben. Der Kauf kommt überraschend, da Benko erst vor einem Monat 7.500 Mitarbeiter entlassen hat. Jetzt fordert er weitere Staatshilfen in Deutschland.

Der Multi-Millionär und Kurz-Vertraute René Benko hat sich in der Steiermark einen Gutshof um 30 Mio. Euro gekauft. Dabei hat er den Red-Bull-Gründer Dietrich Mateschitz überboten, der auch an dem Gut interessiert war. Dass Multi-Milliardäre gerne Immobilien kaufen und dabei auch miteinander konkurrieren, ist nicht überraschend. Wirklich brisant ist der Kauf wegen Tatsache, dass René Benko um Staatshilfen angesucht hat und erst im Oktober diesen Jahres 7.500 Mitarbeiter auf die Straße gesetzt hat. Für die Mitarbeiter hatte er kein Geld, für den neuen Gutshof aber schon.

benko kauft wald steiermark almgasthaus stüberlgut
René Benko ist ein enger Vertrauer von Sebastian Kurz.

Benko wollte Staatshilfen

Benko expandiert mit seinen Signa Firmen-Imperium seit Jahren. Die deutsche Karstadt Warenhauskette kaufte er 2014 auf. Genau diese machte ihm in der Corona-Krise Probleme. Deshalb forderte er im März 2020 Unterstützung vom deutschen Staat. Karstadt soll einen Kredit in dreistelliger Millionenhöhe aufnehmen. Das Risiko dafür soll zu 90 Prozent die Bundesrepublik Deutschland übernehmen – das Restrisiko sollen die Banken tragen.

Diesen Vorschlag macht das Unternehmen nicht ohne eine indirekte Drohung auszusprechen. Ein bei der Rettung beteiligter Manager sagt Medien gegenüber: Die Hilfe durch den Staat ist gerechtfertigt und auch ökonomisch sinnvoll. Durch eine Beschäftigungsgarantie von drei Jahren entstünden geringere Sozialkosten

    „als wenn jetzt 30.000 Leute auf der Straße stehen“.

200 Mio. Euro Dividende trotz Kündigungen

Die Staatshilfen des deutschen Staats kamen nicht, wie Benko sich das erhoffte. Deshalb kündigte der Immobilien-Milliardär 7.500 Mitarbeiter der Karstadt Gruppe im Juli 2020. In Österreich schickte Benkos Kiker-Leiner Gruppe die Mitarbeiter im Frühjahr sieben Wochen in Kurzarbeit. Das hielt den Multi-Millionär nicht davon ab, nur wenige Monate später mit seiner Firma Signa 200 Mio. Euro Dividende an Aktionäre auszuschütten. Benko selbst erhielt 100 Millionen – auf sein Vermögen von 5,2 Milliarden.

Einen Teil dieser Dividende nutzt René Benko jetzt, um den steirischen Gutshof um 30 Mio. Euro zu kaufen und dabei das Angebot von Dietrich Mateschitz zu überbieten. René Benko plante anscheinend schon länger, sein Firmen-Imperium durch land- und forstwirtschaftliche Flächen zu erweitern. Die Bevölkerung vor Ort dürfte sich nicht über den Milliardär in der Nachbarschaft freuen. Berichten Bauern und Anrainer von rücksichtslosen Luxus-Karossen und dem Gefühl, sich nicht mehr erwünscht zu fühlen.

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2 Comments
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Max Höller
Max Höller
30. November 2020 21:26

und dazu ein Foto aus dem Trentino in Südtirol, bitte!!!! ned euer Ernst?

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Eichner Stefan
Eichner Stefan
Reply to  Max Höller
1. Dezember 2020 07:11

„aus dem Trentino in Südtirol“ wo ist das ??

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Michael Niavarani ist ein österreichischer Kabarettist, Schauspieler und Autor. Er ist bekannt für seine humorvollen Bühnenprogramme, Theaterstücke und Fernsehauftritte. Außerdem gründete er das Globe Wien, ein eigenes Theater, und prägt damit die heimische Kulturszene. Er gehört zu den lauten Stimmen aus der Kultur, wenn es darum geht, soziale Missstände zu kritisieren. Zitat: Die wichtigste Botschaft aus der Krise ist, dass der Markt nichts regelt. Also der würde das schon regeln, aber mit sehr vielen Toten. Der Markt ist nicht für die Menschen da. Er ist eigentlich für nix. Außer für große Investoren und Konzerne. Michael Niavarani
Michael Niavarani ist ein österreichischer Kabarettist, Schauspieler und Autor. Er ist bekannt für seine humorvollen Bühnenprogramme, Theaterstücke und Fernsehauftritte. Außerdem gründete er das Globe Wien, ein eigenes Theater, und prägt damit die heimische Kulturszene. Er gehört zu den lauten Stimmen aus der Kultur, wenn es darum geht, soziale Missstände zu kritisieren. Zitat: Die wichtigste Botschaft aus der Krise ist, dass der Markt nichts regelt. Also der würde das schon regeln, aber mit sehr vielen Toten. Der Markt ist nicht für die Menschen da. Er ist eigentlich für nix. Außer für große Investoren und Konzerne. Michael Niavarani

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