Eine Milliarde Euro ist eine Zahl, die schwer zu begreifen ist. Neun Nullen, das sind viele, aber irgendwie auch ein mathematischer Nebel. Also wie viel ist eine Milliarde? Wir zeigen es dir – mit Nudeln.
In einem kleinen Experiment wird jede Nudel mit 10.000 Euro bewertet.
Drei Nudeln entsprechen damit ungefähr dem durchschnittlichen Nettojahreseinkommen in Österreich: rund 29.000 Euro.
Vier bis fünf Nudeln stehen für das Einkommen einer Ärztin.
Ein durchschnittliches Haus? Dafür braucht man 50 Nudeln.
Eine Million Euro passt noch auf einen tiefen Teller: 100 Nudeln. Das ist eine Summe, bei der die meisten Menschen vermutlich innehalten würden. Denn dann hat man so viel wie jemand, der bei Armin Assingers „Millionenshow“ gewinnt, also allerhand.
Wie sieht es nun aus, wenn noch drei kleine Nullen hinten dran kommen? Hier verändert sich alles.
Eine Milliarde Euro sind nicht einfach ein größerer Teller. Es ist ein ganzer Nudelberg. Doch wie groß ist der genau – bzw. wie viele Kilo Pasta sind das?
Wir nehmen nochmal an: Eine Nudel steht für 10.000 Euro. Eine Nudel, in unserem Fall eine Fusilli, wiegt im trockenen Zustand etwa ein Gramm.
Um 1.000.000.000 Euro darzustellen, braucht man also 100.000 Nudeln. In Gewicht entspricht das wiederum ziemlich genau 100 Kilogramm Fusilli.
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Ganz schön viel Pasta für noch mehr Zasta
Wo wir schon dabei sind, können wir mit unseren Nudeln auch noch viele andere Summen abbilden.
Der österreichische Bundespräsident verdient etwa 212.000 Euro netto im Jahr – ungefähr 20 Nudeln.
Der CEO der BAWAG, Anas Abuzaakouk, kam 2024 auf rund 5 Millionen Euro netto. Das wären etwa 500 Nudeln. Damit verdient er ungefähr 25-mal so viel wie der Bundespräsident und mehr als 220-mal so viel wie eine Person an der Supermarktkassa.
Doch selbst dieser Nudelberg wirkt klein im Vergleich zu den Summen, die manche Eigentümer großer Konzerne erhalten. Mark Mateschitz, Eigentümer von Red Bull, ließ sich 2023 rund 582 Millionen Euro auszahlen. Nach Kapitalertragssteuer bleiben davon etwa 422 Millionen Euro übrig – mehr als 42.000 Fusilli in dieser Rechnung.
Um diese Summe zu erreichen, müsste eine Person, die einen Lotto-Sechser gewinnt, fast vier Jahre lang ohne Unterbrechung zweimal pro Woche den Jackpot knacken. Der BAWAG-Chef müsste dafür rund 84 Jahre arbeiten, ein Bundespräsident fast 2.000 Jahre und ein Supermarktkassierer mehr als 18.000 Jahre.
Milliardär zu werden ist eine Frage der Familienzugehörigkeit
In Österreich gibt es rund 50 Milliardärinnen und Milliardäre. Viele dieser Vermögen werden über Generationen weitergegeben. Während die einen ihre Millionen zählen, rechnen andere mit drei Fusilli – dem Symbol für ein durchschnittliches Jahreseinkommen.
Das Problem ist: Wenn immer mehr Reichtum in den Händen einiger weniger landen, bleibt für alles andere weniger. Die Frage, die sich eine Gesellschaft stellen muss, ist also: Wie kann ein Teil solcher Vermögen zurück in die Gemeinschaft fließen, also in Schulen, Krankenhäuser, Infrastruktur und jene Dinge, die allen zugutekommen? Millionärssteuern wären hier eine Möglichkeit.
Hättest du genug Pasta, äh Zasta, um so Vermögenssteuer zu zahlen? Mit unserem Rechner findest du es heraus:
Bist du reich genug für eine Vermögenssteuer? Finde es mit diesem Rechner heraus!
(maximal 5 Antwortmöglichkeiten)

































