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Als erster Staat im Baltikum: Estland führt Ehe für Alle ein

Als erster Staat im Baltikum: Estland führt Ehe für Alle ein

Regenbogenfahne Pride Queer LGBTIQUnsplash

Foto: Unsplash/William Fonteneau

Kontrast Redaktion Kontrast Redaktion
in Good News, Nachrichten
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22. Juni 2023
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Seit 2014 können gleichgeschlechtliche Paare in Estland eingetragene Partnerschaften eingehen. Nun führt es als erster baltischer Staat die Ehe für alle ein. „Jeder Mensch sollte das Recht haben, den Menschen zu heiraten, den er liebt“, sagte Ministerpräsidentin Kaja Kallas. Das Parlament stimmte mit 55 zu 34 Stimmen für ein Gesetz, die Ehe für alle ab 2024 erlaubt.

Estland hat am 20. Juni 2023 die gleichgeschlechtliche Ehe legalisiert und ist damit das erste baltische Land, das gleichgeschlechtlichen Paaren das Recht auf eine Ehe zugesteht.

Mit 55 Stimmen dafür und 34 Stimmen dagegen überwand das estnische Parlament die Einwände rechter Parteien. „Ich bin stolz auf mein Land. Wir bauen eine Gesellschaft auf, in der die Rechte aller respektiert werden und in der die Menschen frei lieben können“, sagte die estnische Ministerpräsidentin Kaja Kallas. Das Gesetz wird 2024 in Kraft treten.

Dieser Schritt erfolgt nur zwei Monate nach dem Amtsantritt der liberalen Koalitionsregierung: Kallas und ihre Reformpartei regieren in Estland mit den Sozialdemokrat:innen und der zentristischen Partei Estlands. Im März nahm Kallas Gespräche mit den Koalitionsparteien auf, um auf die Einführung der gleichgeschlechtlichen Ehe zu drängen.

Die Akzeptanz der Gleichstellung der Ehe und von LGBTQ+ Menschen in Estland ist in den letzten Jahren gewachsen. Laut einer Umfrage des estnischen Menschenrechtszentrums befürworten 53 Prozent der Bevölkerung die Gleichstellung der Ehe. 2012 waren es noch 34 Prozent.

Seit 2014 gibt es die eingetragene Partnerschaft in Estland

2014 führte Estland mit dem Gesetz die Eingetragene Partnerschaft ein, die jedoch nicht die gleichen Adoptionsrechte und die Anerkennung als Elternteil garantieren, die mit der Ehe automatisch einhergehen.

„Jeder sollte das Recht haben, die Person zu heiraten, die er liebt und an die er sich binden möchte. Mit dieser Entscheidung gehören wir endlich zu den anderen nordischen Ländern sowie zu allen anderen demokratischen Ländern der Welt, in denen die Gleichstellung der Ehe gewährt wird“, sagt Kallas.

„Es ist eine Entscheidung, die niemandem etwas wegnimmt, aber vielen etwas Wichtiges gibt. Sie zeigt auch, dass unsere Gesellschaft fürsorglich und respektvoll miteinander umgeht. Ich bin stolz auf Estland“, fügte sie hinzu.

Parlament Das Thema "Ehe" im Parlament

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Karl Stojka wurde 1931 in Wampersdorf in Niederösterreich geboren – als Sohn einer Lovara-Roma-Familie. Er wuchs reisend auf, lebte mit seiner Familie in Zelten und Wagen, bis das NS-Regime diese Lebensweise brutal beendete. 1943 wurde Stojka mit seiner Familie deportiert. Er überlebte mehrere Konzentrationslager, darunter Auschwitz, Buchenwald und Flossenbürg. Viele seiner Angehörigen wurden ermordet. Nach dem Krieg kehrte er nach Wien zurück und versuchte, sich ein neues Leben aufzubauen – in einem Land, das die Verfolgung der Roma lange verdrängte. Erst Jahrzehnte später begann Stojka, über seine Erfahrungen zu sprechen. Er wurde zu einer wichtigen Stimme der Erinnerung: als Zeitzeuge, als Aktivist und als Künstler. In seinen Bildern verarbeitete er das Erlebte – eindringlich und farbgewaltig, oft schmerzhaft direkt. Gleichzeitig engagierte er sich für die Anerkennung der Roma und Sinti als Opfer des Nationalsozialismus in Österreich. Karl Stojka wurde so zu einer zentralen Figur der österreichischen Erinnerungskultur. Zitat: Nicht Hitler, Göring, Goebbels, Himmler und wie sie alle heißen, haben mich verschleppt und geschlagen. Nein, es war der Schuster, der Nachbar, der Milchmann. Sie haben eine Uniform bekommen, eine Binde und eine Haube - und dann waren sie die Herrenrasse. Karl Stojka
Karl Stojka wurde 1931 in Wampersdorf in Niederösterreich geboren – als Sohn einer Lovara-Roma-Familie. Er wuchs reisend auf, lebte mit seiner Familie in Zelten und Wagen, bis das NS-Regime diese Lebensweise brutal beendete. 1943 wurde Stojka mit seiner Familie deportiert. Er überlebte mehrere Konzentrationslager, darunter Auschwitz, Buchenwald und Flossenbürg. Viele seiner Angehörigen wurden ermordet. Nach dem Krieg kehrte er nach Wien zurück und versuchte, sich ein neues Leben aufzubauen – in einem Land, das die Verfolgung der Roma lange verdrängte. Erst Jahrzehnte später begann Stojka, über seine Erfahrungen zu sprechen. Er wurde zu einer wichtigen Stimme der Erinnerung: als Zeitzeuge, als Aktivist und als Künstler. In seinen Bildern verarbeitete er das Erlebte – eindringlich und farbgewaltig, oft schmerzhaft direkt. Gleichzeitig engagierte er sich für die Anerkennung der Roma und Sinti als Opfer des Nationalsozialismus in Österreich. Karl Stojka wurde so zu einer zentralen Figur der österreichischen Erinnerungskultur. Zitat: Nicht Hitler, Göring, Goebbels, Himmler und wie sie alle heißen, haben mich verschleppt und geschlagen. Nein, es war der Schuster, der Nachbar, der Milchmann. Sie haben eine Uniform bekommen, eine Binde und eine Haube - und dann waren sie die Herrenrasse. Karl Stojka

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Karl Stojka wurde 1931 in Wampersdorf in Niederösterreich geboren – als Sohn einer Lovara-Roma-Familie. Er wuchs reisend auf, lebte mit seiner Familie in Zelten und Wagen, bis das NS-Regime diese Lebensweise brutal beendete. 1943 wurde Stojka mit seiner Familie deportiert. Er überlebte mehrere Konzentrationslager, darunter Auschwitz, Buchenwald und Flossenbürg. Viele seiner Angehörigen wurden ermordet. Nach dem Krieg kehrte er nach Wien zurück und versuchte, sich ein neues Leben aufzubauen – in einem Land, das die Verfolgung der Roma lange verdrängte. Erst Jahrzehnte später begann Stojka, über seine Erfahrungen zu sprechen. Er wurde zu einer wichtigen Stimme der Erinnerung: als Zeitzeuge, als Aktivist und als Künstler. In seinen Bildern verarbeitete er das Erlebte – eindringlich und farbgewaltig, oft schmerzhaft direkt. Gleichzeitig engagierte er sich für die Anerkennung der Roma und Sinti als Opfer des Nationalsozialismus in Österreich. Karl Stojka wurde so zu einer zentralen Figur der österreichischen Erinnerungskultur. Zitat: Nicht Hitler, Göring, Goebbels, Himmler und wie sie alle heißen, haben mich verschleppt und geschlagen. Nein, es war der Schuster, der Nachbar, der Milchmann. Sie haben eine Uniform bekommen, eine Binde und eine Haube - und dann waren sie die Herrenrasse. Karl Stojka
Karl Stojka wurde 1931 in Wampersdorf in Niederösterreich geboren – als Sohn einer Lovara-Roma-Familie. Er wuchs reisend auf, lebte mit seiner Familie in Zelten und Wagen, bis das NS-Regime diese Lebensweise brutal beendete. 1943 wurde Stojka mit seiner Familie deportiert. Er überlebte mehrere Konzentrationslager, darunter Auschwitz, Buchenwald und Flossenbürg. Viele seiner Angehörigen wurden ermordet. Nach dem Krieg kehrte er nach Wien zurück und versuchte, sich ein neues Leben aufzubauen – in einem Land, das die Verfolgung der Roma lange verdrängte. Erst Jahrzehnte später begann Stojka, über seine Erfahrungen zu sprechen. Er wurde zu einer wichtigen Stimme der Erinnerung: als Zeitzeuge, als Aktivist und als Künstler. In seinen Bildern verarbeitete er das Erlebte – eindringlich und farbgewaltig, oft schmerzhaft direkt. Gleichzeitig engagierte er sich für die Anerkennung der Roma und Sinti als Opfer des Nationalsozialismus in Österreich. Karl Stojka wurde so zu einer zentralen Figur der österreichischen Erinnerungskultur. Zitat: Nicht Hitler, Göring, Goebbels, Himmler und wie sie alle heißen, haben mich verschleppt und geschlagen. Nein, es war der Schuster, der Nachbar, der Milchmann. Sie haben eine Uniform bekommen, eine Binde und eine Haube - und dann waren sie die Herrenrasse. Karl Stojka

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