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Wie höhere Löhne in Deutschland ganz Europa helfen könnten

Wie höhere Löhne in Deutschland ganz Europa helfen könnten

Marco Pühringer Marco Pühringer
in Europa, Wirtschaft und Finanzen
Lesezeit:2 Minuten
18. Dezember 2018
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Deutschland ist Exportweltmeister. 2017 erreichte unser Nachbar einen Exportüberschuss von 284 Milliarden Euro. Wir zeigen, was das mit Hartz 4 und schlechten Arbeitsbedingungen zu tun hat. Und warum darunter die Weltwirtschaft und die deutschen Beschäftigten leiden.

Deutschland hält seit Jahren die Löhne niedrig. Das Einkommen der Bevölkerung wächst schwächer als die Produktivität. Damit ignoriert Deutschland EU-Zielvorgaben, die ein harmonisches Wachstum beider Bereiche vorsehen. Schuld daran sind die Hartz 4 Reformen, befristete Arbeitsverträge und Leiharbeit. Unter den niedrigen Löhnen leiden aber nicht nur deutsche Beschäftigte, sondern mehrere Länder gleich mit. So der deutsche Nachbar Frankreich. Das Staatliche Institut für Konjunkturforschung in Frankreich hat berechnet, dass die deutsche Lohnpolitik alleine in Frankreich 400.000 Arbeitsplätze gekostet hat. Die ARD hat dazu eine Reportage veröffentlicht:

Lohn-Wettbewerb nach unten

Hartz 4 hat 20 Prozent der deutschen Beschäftigten in den Billiglohn-Sektor gedrängt. Das führte zu günstigen Preisen für deutsche Produkte, sie verkaufen sich auch im Ausland gut. Doch das Ganze hat eine Kehrseite: Die Käse-Nation Frankreich hat mehr Käse aus Deutschland importiert als dorthin exportiert. Insgesamt führt das deutsche Plus in der Leistungsbilanz zu negativen Werten anderer Staaten. Kurzum: Wenn einer viel mehr verkauft als einkauft – müssen andere das Gegenteil machen.

Merkel und andere haben in der Lohnentwicklung keinen Fehler gesehen. Sie verlangten von anderen Ländern, sich ein Beispiel an ihnen zu nehmen. Dass das aber nichts bringt, weiß der Ökonom Peter Bofinger:

„Wenn alle Euro-Staaten die Löhne senken, um wettbewerbsfähiger zu werden, dann ist das ein Nullsummen-Spiel, bei dem keiner gewinnt. Die pauschale Forderung deutscher Politiker nach „Reformen“ in den anderen Euro-Staaten führt in die Irre. Sollte Macron erfolgreich die Löhne in Frankreich drücken, dann verspreche ich Ihnen, dass bald Stimmen in Deutschland laut werden, die den Verlust unserer Wettbewerbsfähigkeit beklagen und Lohnzurückhaltung fordern.“

Schwacher Euro bringt deutschen Exportüberschuss

Die niedrigen deutschen Löhne und die damit einhergehenden hohen Exporte an andere EU Staaten schwächen die dortige Wirtschaft. Und damit den Euro. Von einem schwachen Euro profitiert wiederum Deutschland. Denn seine Produkte werden auf den Weltmärkten billiger.

Lösung: Höhere Löhne und Investitionen

Was wäre eine Lösung? Deutschland müsste seine Löhne deutlich erhöhen und gleichzeitig von seiner strengen Sparpolitik abrücken. Damit würden der Exportüberschuss zurückgehen, andere Länder hätten eine Chance ihre Wirtschaft wieder aufzubauen. Ohne die Gehälter in den Branchen des eigenen Landes zu drücken. Mit dem Abrücken von der schwarzen Null könnte in die Infrastruktur investiert werden. Dringend notwendige Infrastruktur-Projekte wie Autobahn-Sanierungen und der Breitband-Ausbau würden die Binnennachfrage ankurbeln und damit die zurückgehenden Exportquoten kompensieren. Das Ergebnis: höhere Löhne und bessere Infrastruktur in Deutschland und weniger Handelsdefizite und Arbeitslosigkeit für andere.

Parlament Das Thema "Reallöhne" im Parlament

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Karl Stojka wurde 1931 in Wampersdorf in Niederösterreich geboren – als Sohn einer Lovara-Roma-Familie. Er wuchs reisend auf, lebte mit seiner Familie in Zelten und Wagen, bis das NS-Regime diese Lebensweise brutal beendete. 1943 wurde Stojka mit seiner Familie deportiert. Er überlebte mehrere Konzentrationslager, darunter Auschwitz, Buchenwald und Flossenbürg. Viele seiner Angehörigen wurden ermordet. Nach dem Krieg kehrte er nach Wien zurück und versuchte, sich ein neues Leben aufzubauen – in einem Land, das die Verfolgung der Roma lange verdrängte. Erst Jahrzehnte später begann Stojka, über seine Erfahrungen zu sprechen. Er wurde zu einer wichtigen Stimme der Erinnerung: als Zeitzeuge, als Aktivist und als Künstler. In seinen Bildern verarbeitete er das Erlebte – eindringlich und farbgewaltig, oft schmerzhaft direkt. Gleichzeitig engagierte er sich für die Anerkennung der Roma und Sinti als Opfer des Nationalsozialismus in Österreich. Karl Stojka wurde so zu einer zentralen Figur der österreichischen Erinnerungskultur. Zitat: Nicht Hitler, Göring, Goebbels, Himmler und wie sie alle heißen, haben mich verschleppt und geschlagen. Nein, es war der Schuster, der Nachbar, der Milchmann. Sie haben eine Uniform bekommen, eine Binde und eine Haube - und dann waren sie die Herrenrasse. Karl Stojka
Karl Stojka wurde 1931 in Wampersdorf in Niederösterreich geboren – als Sohn einer Lovara-Roma-Familie. Er wuchs reisend auf, lebte mit seiner Familie in Zelten und Wagen, bis das NS-Regime diese Lebensweise brutal beendete. 1943 wurde Stojka mit seiner Familie deportiert. Er überlebte mehrere Konzentrationslager, darunter Auschwitz, Buchenwald und Flossenbürg. Viele seiner Angehörigen wurden ermordet. Nach dem Krieg kehrte er nach Wien zurück und versuchte, sich ein neues Leben aufzubauen – in einem Land, das die Verfolgung der Roma lange verdrängte. Erst Jahrzehnte später begann Stojka, über seine Erfahrungen zu sprechen. Er wurde zu einer wichtigen Stimme der Erinnerung: als Zeitzeuge, als Aktivist und als Künstler. In seinen Bildern verarbeitete er das Erlebte – eindringlich und farbgewaltig, oft schmerzhaft direkt. Gleichzeitig engagierte er sich für die Anerkennung der Roma und Sinti als Opfer des Nationalsozialismus in Österreich. Karl Stojka wurde so zu einer zentralen Figur der österreichischen Erinnerungskultur. Zitat: Nicht Hitler, Göring, Goebbels, Himmler und wie sie alle heißen, haben mich verschleppt und geschlagen. Nein, es war der Schuster, der Nachbar, der Milchmann. Sie haben eine Uniform bekommen, eine Binde und eine Haube - und dann waren sie die Herrenrasse. Karl Stojka

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Karl Stojka wurde 1931 in Wampersdorf in Niederösterreich geboren – als Sohn einer Lovara-Roma-Familie. Er wuchs reisend auf, lebte mit seiner Familie in Zelten und Wagen, bis das NS-Regime diese Lebensweise brutal beendete. 1943 wurde Stojka mit seiner Familie deportiert. Er überlebte mehrere Konzentrationslager, darunter Auschwitz, Buchenwald und Flossenbürg. Viele seiner Angehörigen wurden ermordet. Nach dem Krieg kehrte er nach Wien zurück und versuchte, sich ein neues Leben aufzubauen – in einem Land, das die Verfolgung der Roma lange verdrängte. Erst Jahrzehnte später begann Stojka, über seine Erfahrungen zu sprechen. Er wurde zu einer wichtigen Stimme der Erinnerung: als Zeitzeuge, als Aktivist und als Künstler. In seinen Bildern verarbeitete er das Erlebte – eindringlich und farbgewaltig, oft schmerzhaft direkt. Gleichzeitig engagierte er sich für die Anerkennung der Roma und Sinti als Opfer des Nationalsozialismus in Österreich. Karl Stojka wurde so zu einer zentralen Figur der österreichischen Erinnerungskultur. Zitat: Nicht Hitler, Göring, Goebbels, Himmler und wie sie alle heißen, haben mich verschleppt und geschlagen. Nein, es war der Schuster, der Nachbar, der Milchmann. Sie haben eine Uniform bekommen, eine Binde und eine Haube - und dann waren sie die Herrenrasse. Karl Stojka
Karl Stojka wurde 1931 in Wampersdorf in Niederösterreich geboren – als Sohn einer Lovara-Roma-Familie. Er wuchs reisend auf, lebte mit seiner Familie in Zelten und Wagen, bis das NS-Regime diese Lebensweise brutal beendete. 1943 wurde Stojka mit seiner Familie deportiert. Er überlebte mehrere Konzentrationslager, darunter Auschwitz, Buchenwald und Flossenbürg. Viele seiner Angehörigen wurden ermordet. Nach dem Krieg kehrte er nach Wien zurück und versuchte, sich ein neues Leben aufzubauen – in einem Land, das die Verfolgung der Roma lange verdrängte. Erst Jahrzehnte später begann Stojka, über seine Erfahrungen zu sprechen. Er wurde zu einer wichtigen Stimme der Erinnerung: als Zeitzeuge, als Aktivist und als Künstler. In seinen Bildern verarbeitete er das Erlebte – eindringlich und farbgewaltig, oft schmerzhaft direkt. Gleichzeitig engagierte er sich für die Anerkennung der Roma und Sinti als Opfer des Nationalsozialismus in Österreich. Karl Stojka wurde so zu einer zentralen Figur der österreichischen Erinnerungskultur. Zitat: Nicht Hitler, Göring, Goebbels, Himmler und wie sie alle heißen, haben mich verschleppt und geschlagen. Nein, es war der Schuster, der Nachbar, der Milchmann. Sie haben eine Uniform bekommen, eine Binde und eine Haube - und dann waren sie die Herrenrasse. Karl Stojka

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