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Frankreich zahlt für Umstieg von Auto auf E-Bike 4.000 Euro

Frankreich zahlt für Umstieg von Auto auf E-Bike 4.000 Euro

Lena Krainz Lena Krainz
in Umwelt & Klima
Lesezeit:2 Minuten
23. August 2022
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Um den massiven Autoverkehr in den Städten zu reduzieren, hat Frankreich eine besondere Investition beschlossen: Für jede Person, die ihr Auto gegen ein E-Bike eintauscht, gibt es 4.000 Euro aufs Konto, wie die Times berichtet. 

Durch dieses Programm sollen weniger Pkws mit Verbrennermotoren und hohem CO₂-Ausstoß durch die französischen Städte fahren. Das Angebot lag vergangenes Jahr noch bei 2.500 Euro und wurde jetzt erhöht, um mehr Menschen zum Umstieg zu motivieren. Denn Frankreich hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2024 neun – statt wie bisher nur drei – Prozent der Bevölkerung dazu zu bringen, vom Auto aufs Fahrrad umzusteigen.

Anspruch auf die volle Summe haben ärmere Haushalte. Aber auch wohlhabende Personen können sich den Umstieg zu einem geringeren Teil fördern lassen. Darüber hinaus gibt es Zuschüsse auch für normale Fahrräder ohne Elektro-Antrieb. Wenn man nicht ganz auf das Auto verzichten möchte, gibt es immerhin eine Förderung von bis zu 400 Euro – ebenfalls je nach Höhe des Einkommens.

Litauen: 1.000 Euro im Tausch E-Bike gegen altes Auto

Inspiriert war die Idee von einem Programm in Litauen aus dem Sommer 2020. Dort bekamen Personen bis zu 1.000 Euro für Elektrofahrräder, -Mopeds, Roller oder als Guthaben für öffentliche Verkehrsmittel – wenn sie ihr altes Auto abgeben. Da viele der alten Autos weniger als die Fördersumme wert sind, stiegen viele Litauer auf die umweltfreundlichere Transportart um. Denn durch den Wegfall von den Kosten für die Autoversicherung, Benzin und Parkplatzgebühren, war das für viele Menschen eine deutliche Kostenreduktion. Das Programm war so erfolgreich, dass nur nach wenigen Monaten der Fördertopf von 8 Millionen Euro aufgebraucht war und nochmals um 3 Millionen Euro aufgestockt wurde.

Mehr Platz für Fahrräder und E-Bikes statt für Autos – das ist das Ziel in europäischen Städten. (Foto: Unsplasz/Febiyan)

130 km neue Fahrradwege in Paris

Eine der wichtigsten Voraussetzungen, um Autofahrten mit dem Rad erledigen zu können, ist eine gute Rad-Infrastruktur. Aus diesem Grund will Frankreich neben der erhöhten Prämie 250 Millionen Euro investieren, um Paris fahrradfreundlicher zu machen. 130 neue Kilometer sollen in den nächsten fünf Jahren entstehen.

Belgien und Niederlande: Förderungen für Fahrrad-Pendler

Andere Länder fördern besonders, wenn man mit dem Rad in die Arbeit fährt und das Auto zuhause stehen lässt. So gibt es laut Light Electric Vehicle Association in Belgien für jeden Radkilometer in die Arbeit 25 Cent. In den letzten Jahren haben die Radler im Schnitt zwischen 74 und 92 Euro jährlich bekommen. Auch in den Niederlanden gibt es ähnliche Fördermodelle. In einer der Vorzeigeradstädte Amsterdam wurden darüber hinaus Straßen zu Fahrradwegen umgewidmet. Bis 2025 sollen 11.000 Parkplätze verschwinden, um noch mehr Platz für andere Nutzungsarten zu schaffen.

Parlament Das Thema "Radfahren" im Parlament

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Berta Cáceres war eine honduranische Umweltaktivistin und Vertreterin der indigenen Lenca. Sie kämpfte für den Schutz der Umwelt und die Rechte der indigenen Bevölkerung, besonders gegen große Infrastrukturprojekte wie den Agua Zarca Staudamm, der die Lebensgrundlage ihrer Gemeinschaft bedrohte. Cáceres wurde 2015 mit dem Goldman Environmental Prize ausgezeichnet – ein Zeichen für ihr großes Engagement. Sie wurde am Morgen des 3. März 2016 in ihrem Haus von mehreren Bewaffneten ermordet. Zitat: Wir haben keinen Ersatzplaneten. Wir haben nur diesen und wir müssen jetzt handeln. Berta Cáceres

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