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Neuer rechter Präsident in Kolumbien: De la Espriella setzt auf Militär, Megagefängnisse und Fracking

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Stichwahl in Kolumbien: Ivan Cepeda gegen De la Espriella

Stichwahl in Kolumbien: Ivan Cepeda gegen De la Espriella

Lorena Seelig Lorena Seelig
in Internationales, Nachrichten
Lesezeit:7 Minuten
17. Juni 2026
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In Kolumbien hat am 21. Juni 2026 eine Richtungswahl stattgefunden. Der Rechtspopulist Abelardo de la Espriella hat die Präsidentschaftswahl mit einer sehr knappen Mehrheit von 49,66 Prozent gewonnen. Der linke Konkurrent Iván Cepeda erhielt 48,7 Prozent der Stimmen. Die Differenz liegt bei etwas über 250.000 Stimmen. De la Espriella will mehr Militär, eine engere Anbindung an die USA, Megagefängnisse und den Ausbau von Öl-, Gas- und Frackingprojekten. Kritiker warnen dagegen vor Rückschritten bei Menschenrechten, Umweltschutz und demokratischen Errungenschaften. Die öffentliche Unterstützung durch Donald Trump verlieh der Wahl zusätzliche Brisanz.

Inhalt
Kolumbien hat sich für Rechtspopulist als Präsidenten entschieden
La Espirella: Ein rechter Außenseiter wurde plötzlich zum Favoriten
Petros Friedensversprechen hat die Gewalt nicht beendet
Warum Kolumbiens Sicherheitskrise den rechten Kandidaten stärkte
De la Espriella verspricht Sicherheit durch Militär – doch Kolumbien kennt die Folgen
De la Espriella will Öl, Gas und Fracking ausbauen – doch Umweltschützer:innen warnen vor den Folgen
Viele fürchten um Demokratie, Menschenrechte und soziale Errungenschaften
Das rechte Lager sammelt sich hinter De la Espriella
Die Nähe zu den USA weckt Erinnerungen an alte Abhängigkeiten
Trumps Einmischung machte die Stichwahl zur Frage der Souveränität

Kolumbien hat sich für Rechtspopulist als Präsidenten entschieden

Juana Ibáñez, die sich gemeinsam mit anderen Künstlern aus Cali zu Demonstrationen zusammengeschlossen hat, beschrieb die Stimmung im Land im Vorfeld der Wahl vom 21. Juni 2026 als „bittersüß“. Einerseits war sie zutiefst besorgt über die Möglichkeit eines Wahlsiegs De la Espriellas. Gleichzeitig erlebte sie eine Welle gesellschaftlicher Mobilisierung. „Selbst in einem von Angst und Polarisierung geprägten Klima entscheiden sich viele Kolumbianer*innen für den Aufbau einer Gemeinschaft, anstatt in Verzweiflung zu versinken“, sagte sie.

La Espirella: Ein rechter Außenseiter wurde plötzlich zum Favoriten

Doch wer ist Abelardo de la Espriella? Der Mann, der die letzten Jahre in Miami und Florenz gelebt hat und plötzlich als Präsidentschaftskandidat zurück in Kolumbien aufgetaucht ist. Er selbst nennt sich „der Tiger“ und wird von seiner Wählerschaft für sein entschlossenes und kompromissloses Auftreten, das Donald Trump und Nayib Bukele gleicht, gefeiert. Der in Bogotá geborene Strafverteidiger gründete im Juli 2025 die Bewegung „Defensores de la Patria“, was so viel bedeutet wie Verteidiger des Vaterlandes, und erreichte mittels Unterschriften seine unabhängige Kandidatur. Weniger als ein Jahr später feiert er seinen Sieg in der ersten Wahlrunde – und schlussendlich auch bei der Stichwahl am 21. Juni.

Petros Friedensversprechen hat die Gewalt nicht beendet

Gustavo Petro war es, der 2022 mit dem Bündnis „Historischer Pakt“ als erster linksgerichteter Präsident seit der Unabhängigkeit Kolumbiens in die Geschichte einging. Sein zentrales Regierungsprojekt: „Paz Total“ (Totaler Frieden). Petro versprach, mit allen bewaffneten Gruppen des Landes zu verhandeln, um die innere Sicherheit zu stärken und den jahrzehntelangen Konflikt einzudämmen. Gerade diese Gruppen prägen die Lage in Kolumbien maßgeblich: Durch die Kontrolle illegaler Wirtschaftszweige, die Destabilisierung staatlicher Strukturen und die Unterdrückung der Zivilbevölkerung tragen sie wesentlich zur anhaltenden Gewalt im Land bei. Zwar zeigten die von Petro angestrebten Verhandlungen anfangs Erfolge, jedoch konnte die Initiative die Gewalt im Land nicht eindämmen. Aus dem jährlichen Bericht des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) geht stattdessen hervor, dass die humanitäre Lage in Kolumbien im vergangenen Jahr den schwersten Stand seit einem Jahrzehnt erreicht hat.

Foto: Gustavo Petro
Gustavo Petro (rechts) bei einem Staatsbesuch in Argentinien 2022. Foto: Wiki Commons

Gustavo Petro (rechts) bei einem Staatsbesuch in Argentinien 2022. Foto: Wiki Commons

Warum Kolumbiens Sicherheitskrise den rechten Kandidaten stärkte

Dass die Gewalt in Kolumbien laut dem Institut für Wirtschaft und Frieden (IEP) ausgerechnet im Jahr vor der Präsidentschaftswahl um 47 Prozent zunahm, verleiht der Entwicklung zusätzliche politische Brisanz. Die Verschlechterung der Sicherheitslage spielt vor allem jenen Kräften in die Hände, die auf militärische Härte statt auf Verhandlungen setzen. Für Miguel García Sánchez, Politikwissenschaftler an der Universidad de los Andes in Bogotá und Experte für öffentliche Meinung und Friedensprozesse, ist die Eskalation jedoch vor allem das Ergebnis langfristiger Dynamiken: Nach dem Friedensabkommen, das die kolumbianische Regierung 2016 mit den Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia (FARC, Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens) schloss, hätten Dissidentengruppen und andere bewaffnete Akteure das entstandene Machtvakuum genutzt, um ihren Einfluss auszubauen.

Die Politik der „Paz Total“ habe einigen Gruppen zusätzliche Spielräume eröffnet, ihre territoriale Kontrolle zu festigen. Während viele Experten die Gewaltzunahme daher auf die Dynamiken bewaffneter Gruppen und die Schwierigkeiten der Friedensverhandlungen zurückführen, sieht Petro darin auch den Widerstand etablierter Machteliten gegen sein Reformprojekt. Wiederholt warf er diesen vor, den politischen Wandel in Kolumbien zu blockieren.

De la Espriella verspricht Sicherheit durch Militär – doch Kolumbien kennt die Folgen

Anstatt auf „Paz Total“ setzt nun der selbsternannte „Tiger“ auf militärische Härte: bekämpfen statt verhandeln. Das ist eines seiner Kernversprechen und findet vor allem Zuspruch bei den Wähler:innen, die von den bisherigen Ergebnissen der Friedensverhandlungen enttäuscht sind.

Sein Programm sieht verstärkte Militäroperationen gegen bewaffnete Gruppen, die Wiederaufnahme der Luftbesprühung von Kokafeldern sowie den Bau von Megagefängnissen nach salvadorianischem Vorbild vor. Kern seiner Sicherheitsstrategie ist zudem ein „Plan Colombia 2.0“, mit dem er die enge Zusammenarbeit mit den USA wiederbeleben und den Kampf gegen bewaffnete Gruppen und den Drogenhandel technologisch und militärisch ausbauen will. Doch kann ein solcher Kurs tatsächlich Frieden schaffen – oder droht er, alte Konfliktdynamiken neu zu entfachen?

Bereits in den 2000er-Jahren setzte Kolumbien im Rahmen des von den USA unterstützten „Plan Colombia“ auf eine umfassende Militarisierung. Vor allem unter Präsident Álvaro Uribe Vélez wurde die Bekämpfung der Guerillagruppen zur politischen Priorität. Zwar konnte der Staat die Guerillagruppen zurückdrängen, doch der Preis dafür war hoch. Die Amtszeit Uribes wurde von schweren Menschenrechtsverletzungen überschattet.

Im Zuge der sogenannten „Falsos-Positivos“-Affäre ermordeten Militärangehörige tausende Zivilisten und deklarierten sie anschließend als gefallene Guerillakämpfer, um Erfolge im Kampf gegen die Aufständischen vorzuweisen. Der Skandal gilt bis heute als eines der dunkelsten Kapitel der jüngeren kolumbianischen Geschichte und wirft die Frage auf, welche Folgen eine Politik haben kann, die Sicherheit vor allem durch militärische Gewalt herstellen will.

Foto: Militär Kolumbien
De la Espriella setzt auf militärische Härte. Foto: Wiki Commons

De la Espriella will Öl, Gas und Fracking ausbauen – doch Umweltschützer:innen warnen vor den Folgen

Auch in der Wirtschafts- und Energiepolitik kündigt De la Espriella einen deutlichen Kurswechsel an. Während Petro den Ausstieg aus fossilen Energieträgern vorantrieb, befürwortet der neu gewählte Präsident Fracking sowie neue Öl- und Gasprojekte, um Wirtschaftswachstum und Energiesicherheit zu fördern. Damit könnte erstmals kommerzielles Fracking in Kolumbien eingeführt werden – ein Vorhaben, das von Umweltverbänden wegen möglicher Schäden für die artenreiche Natur und die Wasserreserven des Landes kritisch gesehen wird.

Für die Kaffeebauern Catalina Quintero und Willington Rivera aus dem Departamento Risaralda ist Umweltschutz eines der zentralen Themen. Sie berichten von den spürbaren Folgen des Klimawandels auf ihre Ernten und sind wütend über die Vorhaben De la Espriellas. Statt dem Klimawandel gegenzusteuern, plane er „die grünen Zonen auszubeuten“, sagt Quintero. Ein Kurs, der für viele in der Kaffeeregion die ökologischen Folgen des Klimawandels nicht abmildert, sondern weiter verschärft.

Viele fürchten um Demokratie, Menschenrechte und soziale Errungenschaften

Zugenommen haben auch die Sorgen von Ibáñez. Sie befürchtet, das Land könnte nun genau das verlieren, was es sich mühsam und in vielen Fällen sogar blutig erkämpft hat. Vor allem sorgt sie sich um demokratische Institutionen, Menschenrechte sowie soziale Errungenschaften. Wenn De la Espriella von einer drastischen Verkleinerung des Staates, der Abschaffung von Ministerien und der Auflösung von Institutionen spricht, erkennt sie darin „kein Bekenntnis zu Effizienz, wie er es nennt, sondern die Bereitschaft zur Zerstörung“.

Für Politikwissenschaftler García ist diese Entwicklung kein isoliertes kolumbianisches Phänomen. Vielmehr füge sich das Land in einen regionalen Trend ein, in dem rechtspopulistische Akteure zunehmend an Einfluss gewinnen und dabei Fortschritte der Bürgerrechte rückgängig machen.

Das rechte Lager sammelt sich hinter De la Espriella

Im Wahlkampf selbst begann sich das konservative Lager hinter De la Espriella zu bündeln. Sowohl der ehemalige Präsident Uribe als auch seine politische Nachfolgerin Paloma Valencia haben sich nach deren Ausscheiden in der ersten Wahlrunde mit knapp 7 Prozent deutlich hinter seine Kandidatur gestellt.

Dass Valencia entgegen vieler Umfragen bereits in der ersten Runde scheiterte, deutet zugleich auf eine Verschiebung innerhalb des rechten Spektrums hin: Nicht die traditionelle Rechte prägte den Wahlkampf, sondern zunehmend radikalere politische Kräfte. Kolumbien steuerte so weniger auf einen klassischen Machtwechsel als auf eine hochgradig polarisierte Richtungsentscheidung zu.

Auch aus dem Ausland kommt Rückendeckung: So sprach Donald Trump dem De la Espriella auf seiner Plattform Truth Social seine „volle und uneingeschränkte Unterstützung“ aus. Dieser würde Wirtschaftswachstum fördern, Arbeitsplätze schaffen, den Handel stärken und zugleich illegale Einwanderung, Kriminalität und Drogenhandel bekämpfen, schrieb der US-Präsident. Während er dem konservativen Kandidaten die Wiederherstellung von „Recht und Ordnung“ zutraut, warnte er vor einer „radikalen marxistischen Linken“ und spielte damit auf den linken Gegenkandidaten Cepeda an. Er betonte, dass das Wahlergebnis richtungsweisend für die künftigen Beziehungen zwischen Kolumbien und den Vereinigten Staaten sei. De la Espriella begrüßte den Zuspruch aus Washington und kündigte an, die bilaterale Zusammenarbeit stärken zu wollen, schließlich seien Kolumbien und die Vereinigten Staaten „Schwesternationen“.

Karikatur: Donald Trump und Abelardo de la Espriella
„Der Pate und sein Kuscheltiger”. Donald Trump und Abelardo de la Espriella als selbsternannter „Tiger“. Karikatur von CESAR10N

Die Nähe zu den USA weckt Erinnerungen an alte Abhängigkeiten

Anders sieht das Ibáñez: Für sie blendet die Vorstellung von Kolumbien und den Vereinigten Staaten als „Schwesternationen“ die historischen Machtverhältnisse komplett aus. Von einer Beziehung auf Augenhöhe könne kaum die Rede sein. Vielmehr sei das Verhältnis seit Jahrzehnten von einem erheblichen politischen, wirtschaftlichen und militärischen Einfluss Washingtons auf die Länder Lateinamerikas geprägt.

Trumps Einmischung machte die Stichwahl zur Frage der Souveränität

Die öffentliche Unterstützung Trumps entfacht eine Debatte über ausländische Einflussnahme und die Gefährdung nationaler Souveränität. „Wenn ein Land in die Entscheidungen eines anderen Landes eingreift, stirbt die Freiheit“, schrieb Petro auf der Plattform X und rief die Bevölkerung dazu auf, in völliger Freiheit zu wählen und sich nicht zu „Sklaven oder Kolonien“ anderer Staaten zu machen. Auch García hält es für möglich, dass die öffentliche Rückendeckung Trumps die politische Meinungsbildung und das Wahlverhalten beeinflusst. „In Ländern wie unserem, in denen koloniale Denkmuster teilweise fortbestehen, könnte Trumps Unterstützung für De la Espriella von vielen als Bestätigung durch die Vereinigten Staaten wahrgenommen werden“, erklärt er.

Trumps öffentliche Einmischung in die Innenpolitik Kolumbiens kurz vor der entscheidenden Wahl ist dabei kein Einzelfall. Auch in anderen Ländern Lateinamerikas mischte sich Trump wiederholt in innenpolitische Debatten ein und stellte sich öffentlich hinter rechte und konservative Kandidaten – etwa in Argentinien, Chile, Honduras oder Brasilien.

Dabei ließ er mehrfach erkennen, dass ein Wahlsieg linker Kandidaten negative Auswirkungen auf die Beziehungen zu den Vereinigten Staaten haben könnte. Für Ibáñez ist die Unterstützung aus Washington daher Teil eines größeren politischen Projekts. Sie sieht darin den Versuch, „ein Netzwerk rechter Regierungen und politischer Bewegungen in ganz Amerika zu stärken“ und einen regionalen Block zu festigen, der sich an den geopolitischen und wirtschaftlichen Interessen der Vereinigten Staaten orientiert. Um die Interessen Kolumbiens gehe es dabei weniger.

Dieser Artikel ist auch in englischer Sprache auf thebetter.news verfügbar und kann frei vervielfältigt werden.

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Erich Maria Remarque war ein deutscher Schriftsteller, der mit seinem Antikriegsroman “Im Westen nichts Neues” bekannt wurde. Seine Bücher, die vor allem die Grausamkeiten des Krieges offenlegen, wurden im nationalsozialistischen Deutschland verboten. Seine pazifistischen Romane werden bis heute von Menschen weltweit begeistert gelesen und wurden schon mehrfach verfilmt. Zitat: Ich dachte immer, jeder Mensch sei gegen den Krieg. Bis ich herausfand, dass es welche gibt, die dafür sind. Besonders die, die nicht hingehen müssen. Erich Maria Remarque
Erich Maria Remarque war ein deutscher Schriftsteller, der mit seinem Antikriegsroman “Im Westen nichts Neues” bekannt wurde. Seine Bücher, die vor allem die Grausamkeiten des Krieges offenlegen, wurden im nationalsozialistischen Deutschland verboten. Seine pazifistischen Romane werden bis heute von Menschen weltweit begeistert gelesen und wurden schon mehrfach verfilmt. Zitat: Ich dachte immer, jeder Mensch sei gegen den Krieg. Bis ich herausfand, dass es welche gibt, die dafür sind. Besonders die, die nicht hingehen müssen. Erich Maria Remarque

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Demokratie

Demokratie bedeutet „Volksherrschaft“. In modernen Demokratien entscheidet die Bevölkerung meist nicht über jede Frage selbst, sondern wählt Vertreterinnen und Vertreter. Diese treffen politische Entscheidungen im Parlament oder in der Regierung. Wichtig sind freie und faire Wahlen, Grundrechte, Rechtsstaatlichkeit, Gewaltenteilung und der Schutz von Minderheiten. Auch Mehrheiten müssen sich an die Verfassung halten. In Österreich dürfen österreichische Staatsbürgerinnen und Staatsbürger ab 16 Jahren bei Nationalratswahlen wählen. Bei Wahlen entscheiden sie, welche Parteien und Personen sie im Parlament vertreten sollen. Das nennt man repräsentative Demokratie. Zu einer Demokratie gehört auch Meinungsfreiheit. Menschen dürfen ihre Meinung äußern und die Regierung kritisieren. Die Meinungsfreiheit hat aber Grenzen, zum Beispiel wenn jemand andere bedroht, gegen Gruppen hetzt oder nationalsozialistische Verbrechen leugnet oder verharmlost. In einer

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Menschenrechte

Menschenrechte sind Rechte, die jedem Mensch zustehen – aus dem alleinigen Grund, dass er oder sie ein Mensch ist. Menschenrechte gelten für jeden Menschen (Gleichheitsaspekt) und gelten überall auf der Welt. Es dürfen keine Unterschiede nach Hautfarbe, Geschlecht, Religion, Herkunft, politischer Überzeugung oder aus anderen Gründen gemacht werden. Alle Menschen haben die gleichen Rechte – die Menschenrechte sind daher Gleichheitsrechte und erlauben keine Diskriminierung. Sie werden auch als angeboren, unverletzlich, unveräußerlich und unabhängig von der Staatsangehörigkeit bezeichnet. Der Tag der Menschenrechte wird am 10. Dezember gefeiert. Es ist der Gedenktag zur Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, die am 10. Dezember 1948 durch die Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet wurde.

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