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Kontrast
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Teure Krankenkassen-Fusion: 1 Mrd. Euro Mehrkosten durch schwarz-blaue Reform

Kontrast Redaktion Kontrast Redaktion
in Gesundheit
Lesezeit:2 Minuten
16. Januar 2020
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1 Milliarde wollte Schwarz-Blau mit der Kassenreform einsparen – doch das Gegenteil ist der Fall. Die Österreichische Gesundheitskasse wird ab 2020 für die nächsten Jahre eine Milliarde Euro zusätzlich vom Steuerzahler brauchen, um ihre Kosten zu decken. 

Eigentlich scheint es ganz einfach zu sein. Die neun verschiedene Gebietskrankenkassen werden zu einer Kasse zusammengelegt. Dadurch sollten Kosten in der Verwaltung gespart werden. In der Realität schaut das jedoch ganz anders aus: Auf 400.000 Euro für ein Logo und 3,2 Millionen für den Außenauftritt folgen jetzt Mehrkosten von einer Milliarde Euro.

Krankenkassen neu 2020
Logo Neu: Dieser Grüne Kreis mit schwarzer Schrift hat den Krankenkassen 400.000 Euro gekostet. Es ist das Logo der ÖGK, die mit Anfang 2020 ihren Dienst beginnt.

Verwaltungsrat Huss: ÖGK braucht eine Milliarde extra

Der stellvertretende Obmann des Verwaltungsrats, des obersten ÖGK-Gremiums, Andreas Huss, erklärt, dass die Rechnung von Schwarz-Blau nicht aufgeht. Denn die ehemalige Kurz-Regierung hat angekündigt, dass die Kassenfusion eine Milliarde an Einsparungen bringen wird – von Anfang an. „Aber das Gegenteil ist der Fall, wir werden in den nächsten Jahren eine Milliarde Euro von der neuen Regierung brauchen, damit sich alles ausgeht“, sagt Huss, der am Mittwoch bei der ersten Sitzung ÖGK in Oberösterreich.

Krankenkassen neu 2020
Der stellvertretende Obmann des Verwaltungsrats, Andreas Huss, kritisiert die alte Regierung heftig. Anstatt eine Millarde zu sparen, brauchen die Krankenkassen ab 2020 für die erfolgreiche Fusion eine weitere Millarde.

Huss zufolge sind für die ÖGK in den nächsten drei Jahren Defizite von insgesamt rund 500 Millionen Euro prognostiziert. Dazu kommt etwa eine halbe Milliarde Euro, die benötigt wird, um alle Leistungen für die Versicherten bundesweit auf dem höchsten Niveau der Krankenkassen zu vereinheitlichen. Um dies zu finanzieren, braucht es eine Milliarde als Zuschuss von den Steuerzahlern.

Vermeintliches Einsparungs-Potenzial bei Krankenkassen

Mit der neuen Kassenstruktur sei er unglücklich, erklärt Huss – aber man müsse jetzt das Beste für die Versicherten rausholen. Besonders unzufrieden zeigt er sich bei der Behauptung, dass es Einsparungspotential in der Verwaltung gibt. Denn, die Verwaltung der Krankenkassen ist äußerst effizient. Ein kleines Beispiel: In Salzburger Gebietskrankenkasse betreuten rund 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 450.000 Versicherte. Um das einem Beispiel aus der privaten Krankenversicherung entgegenzustellen: Die UNIQA hat 5.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für 2,4 Millionen Kundinnen und Kunden. Das heißt: Bei der öffentlichen Krankenversicherung betreut ein Mitarbeiter 643 Menschen, bei privaten Anbietern kommt ein Mitarbeiter nur auf 480 Versicherte. Das sind etwa 25% weniger.

Die Verwaltung der Sozialversicherung ist sehr günstige – gerade im Vergleich zu privaten Krankenversicherungen.
Parlament Das Thema "ÖGK" im Parlament

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Matrix Berlin
Matrix Berlin
19. Februar 2021 23:10

was würde eine Rückabwicklung dieser sogenannten Krankenkassenfusion kosten ?

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Ernst Ranftl
Ernst Ranftl
18. Januar 2020 17:37

Das Gejammere, das schwarzblau diese Mehrkosten verursacht und schließlich auch für die Verstärkung der Zwei-drei… Klassenmedizin verantwortlich ist, ist für den Hugo und bringt gar nichts, denn es wird niemand was dagegen tun. Punkt.

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Gerd Kommar
Gerd Kommar
Reply to  Ernst Ranftl
19. Januar 2020 15:06

Am wenigsten hilfreich sind Menschen, die ständig davon reden, dass man nichts machen kann und dass es einfach so ist wie es ist. Ich spreche hier von totaler Unfähigkeit seinen Willen einsetzen zu wollen.

So kann nur ein Volk handeln, das durch absolute Faulheit, Trägheit wegen jahrzehntelangem Aufstieg vergessen hat, dass nur der Kampf die voran bringt, die sie für etwas einsetzen. Die sogenannten Eliten haben damit nie aufgehört, deshalb richtet sich deren Schwert gegen euch!

Die, die die Schuld tragen, sind die Bürger. Auch an Hitler sind die Wähler schuld gewesen!

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Korr.:
Korr.:
Reply to  Gerd Kommar
19. Januar 2020 15:08

… bringt, die sich für etwas einsetzen …

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Zum Logo:
Zum Logo:
17. Januar 2020 11:33

Ich habe schon von einer Summe jenseits der 800000 € gelesen – in öffentlichen Medien. Egal: Dieses Logo ist in wenigen Stunden herzustellen und darf laut Verband für Werbung nicht mehr als 3500 € kosten, würde die Entwicklung drei Tage überschreiten.

Aber was heißt das bezüglich weniger Stunden?

Genau: Was mit dem Dietrich Birnbacher-Skandal begonnen hat, wird munter weiter verbrochen. Ich möchte wissen, wie viele NR noch im Parlament verblieben, würde jeder in den Kerker geworfen, der nicht ehrlich ist. Diese vertürkisten Schwarzen wären wohl alle weg?

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Dieser Mann
Dieser Mann
17. Januar 2020 11:21

»Friedrich Merz (* 11. November 1955 in Brilon im Sauerland) ist ein deutscher Rechtsanwalt, Lobbyist und Politiker der CDU« (Quelle Wikipedia) spricht gerade am Erhard Gipfel in Weimar und fordert, dass auf jedem öffentlichen Gebäude, auf jeder Schule … eine 5G-Antenne stehen solle, weil ja schließlich im Schulhof auch alle Schüler mit Handy rumlaufen würden und dies zeige, das diese Strahlungen ohnehin keine Gefahr darstelle …

Entschuldigung, aber ich unterstelle solchen Menschen völlige Gleichgültigkeit über sämtliches Leben und die Tötung vieler, vieler Menschen, wie es auch die staatliche und private Tabakindustrie nicht schlimmer hat verbrechen können.

Indien ist sogar so klug, genau dies per Gesetz zu verbieten. Nur wir Deutschsprachler arbeiten den obergierigen Konzernen per Politik zu: https://www.youtube.com/watch?v=oLCOzpwuYE8&feature=youtu.be&t=316

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Korr.:
Korr.:
Reply to  Dieser Mann
17. Januar 2020 11:24

… und dies zeige, dass diese zusätzliche Strahlung ohnehin keine Gefahr darstelle …

Ich nenne solche Leute absolute Verbrecher: https://www.youtube.com/watch?v=oLCOzpwuYE8&feature=youtu.be&t=2911

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Berta Cáceres war eine honduranische Umweltaktivistin und Vertreterin der indigenen Lenca. Sie kämpfte für den Schutz der Umwelt und die Rechte der indigenen Bevölkerung, besonders gegen große Infrastrukturprojekte wie den Agua Zarca Staudamm, der die Lebensgrundlage ihrer Gemeinschaft bedrohte. Cáceres wurde 2015 mit dem Goldman Environmental Prize ausgezeichnet – ein Zeichen für ihr großes Engagement. Sie wurde am Morgen des 3. März 2016 in ihrem Haus von mehreren Bewaffneten ermordet. Zitat: Wir haben keinen Ersatzplaneten. Wir haben nur diesen und wir müssen jetzt handeln. Berta Cáceres

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