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Kontrast
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Deutschland verbietet Küken-Schreddern, Schwarz-Grün erlaubt weiterhin das Töten der Tiere

Kontrast Redaktion Kontrast Redaktion
in Landwirtschaft, Tierschutz
Lesezeit:2 Minuten
2. Oktober 2020
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In Deutschland kommt 2022 das Verbot gegen das Töten männlicher Küken. In Österreich dürfen sie weiterhin lebendig geschreddert werden. Die SPÖ hat vor der Sommerpause im Parlament ein Verbot eingebracht, ÖVP und Grüne haben aber nicht dafür gestimmt und so die Interessen der Agrar-Lobby geschützt. Die Grünen haben eine Gesetzesvorlage angekündigt, passiert ist aber nichts. Das Schreddern von lebendigen Tieren ist nach wie vor an der Tagesordnung.

Jedes Jahr werden tausende Küken lebendig geschreddert. Weibliche Küken kommen in die Eierproduktion, doch männliche Küken werden dafür nicht gebraucht. Sie werden lebendig geschreddert. Die SPÖ hat bei der letzten Nationalratssitzung einen Antrag eingebracht, der das Töten von männlichen Küken ab 2022 verbietet. Grüne und ÖVP haben jedoch nicht zugestimmt, der Antrag wurde somit abgelehnt.

Im Regierungsprogramm haben die Grünen allerdings das Schredder-Verbot verankert – „gegen den Widerstand des VP Bauernbunds“, wie Grünen-Abgeordneter Michel Reimon auf Facebook schreibt. Denn für Groß-Bauern ist das Schreddern die billigste Art, die Jungtiere loszuwerden. Grüne und ÖVP verhandeln laut Reimon schon im Juni darüber, ein Verbot sei bereits vor 2022 möglich.

Küken Schreddern Österreich
Das Schreddern von Küken ist in Österreich immer noch Praxis.

Deutschland verbietet Töten männliche Küken

Deutschland verbietet erst ab 2022 das Schreddern von Küken. Dann soll es eine Technik geben, die die Geschlechtserkennung noch im nicht ausgebrüteten Ei ermöglicht. Damit sollen männliche Küken gar nicht erst ausgebrütet werden und den Babytieren wird der Tod erspart. Die Gestzesänderung erfolgte nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts. 2019 hatte es beschlossen, dass das Schreddern verboten werden muss.

Um ausländische Brütereien, die die Methoden weiter anwenden, vom Markt zu bringen, wollen Deutschland und Frankreich auch das EU-Recht ändern. Denn durch den freien Warenverkehr könnten  weiterhin ungarische oder niederländische Eier in Österreichs Kühlregalen landen. „Nur EU-Recht kann dieses Dilemma auflösen“, ist sich der Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft sicher.

Umweltschutz-Organisationen fordern seit Jahren Ende des Schredderns von Küken

Umwelt-Organisationen wie Greenpeace oder der Verein gegen Tierfabriken fordern schon seit Jahren ein Ende des Schredderns von männlichen Küken. Bis jetzt konnten sie sich nicht durchsetzen, da besonders die ÖVP eng mit der Agrar-Lobby verbunden ist. Für Agrar-Konzerne sind die Jungtiere nur ein Kostenpunkt, der möglichst gering gehalten werden soll.

Ein Video von der Abstimmung im Nationalrat wurde auf Twitter veröffentlicht:

Das sagen die @Gruene_Austria zu:
❗️TIERSCHUTZ abgelehnt❗️#OeNR 18.6.20 pic.twitter.com/UZjJjHHe0v

— Klecksa (@Anpatzer) June 19, 2020

Parlament Das Thema "Tierquälerei" im Parlament

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Simone
Simone
19. Juni 2020 19:00

Das stimmt leider nicht wirklich. Die Grünen haben gegen diese Entschließungsanträge gestimmt (was nichts anderes ist als eine Aufforderung an die Regierung, aktiv zu werden), weil Anschober bereits vor Corona eine Expertenkommission ins Leben gerufen hat zum Thema Tierschutz. Dort steht das mWn auf der Agenda. Also, wieso stellt die SPÖ Anträge, obwohl sie weiß, dass das Thema bereits behandelt wird. Oppositionsgetöse? Sogar der Antragsteller, NRAbg. Keck anerkennt in seiner Rede, in der er die ersten drei Entschließungsanträge vorträgt, dass Anschober bereits diesen Runden Tisch einberufen hat und dieser Anfang Juli erstmals nach Corona wieder tagen wird.

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Askme
Askme
Reply to  Simone
15. Oktober 2020 14:39

Und was brachte die Expertenkommission? Wenig bis nichts. Bemerken sie etwas. Die einen Reden nur (was Zeit und Geld kostest) und die anderen bringe Lösungen uns setzten sie um. Dass das nicht die stärke der Grünen ist sieht man in sämtlichen Projekten welche eine grüne Handschrift tragen oder trugen. Und was Anschober derzeit mit der Covid Aktion aufführt kommentiere ich erst gar nicht, aber eben auch typisch Grün. Heute so, morgen so, übermorgen wieder anders.

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