Kinder sind sozialen Netzwerken häufig und über lange Zeiträume hinweg ausgesetzt. Immer mehr Studien belegen die spürbaren Auswirkungen auf Konzentration und psychisches Wohlbefinden. Die EU und Österreich planen deshalb u.a. klare Altersgrenzen für die Nutzung von Social-Media-Plattformen. Mit der aktuellen Kontrast-Umfrage wollen wir von den Leser:innen wissen, welche Plattformen unter so ein mögliches Verbot fallen sollten.
Plattformen wie Instagram, TikTok oder Snapchat sind für Kinder und Jugendliche längst Teil des Alltags. 97 Prozent der jungen Menschen sind täglich online, viele davon mehrere Stunden, manche sogar acht Stunden oder mehr pro Tag. Besonders TikTok sticht hervor: Bereits 10 Prozent der 6- bis 7-Jährigen nutzen die App, bei den 10- bis 11-Jährigen ist es rund die Hälfte, bei den 12- bis 13-Jährigen sogar mehr als zwei Drittel – obwohl die Plattform selbst ein Mindestalter von 13 Jahren vorgibt.
Negative Auswirkungen auf Wohlbefinden und Konzentration
Rund jedes vierte Kind zeigt bereits eine problematische Nutzung des Smartphones, mit spürbaren Auswirkungen auf Konzentration und psychisches Wohlbefinden. In Kurzvideos, Bildern und Kommentarspalten werden Kinder regelmäßig mit Gewalt, Mobbing, starren Rollenbildern oder extremen Inhalten konfrontiert. Algorithmen verstärken gezielt emotionale Reize, hinzu kommen Beiträge, die Selbstverletzung oder Essstörungen verharmlosen oder verherrlichen. Diese permanente Überforderung kann die geistige und seelische Entwicklung nachhaltig schädigen.
Studien belegen: Problematische Smartphone-Nutzung steht bei vielen Kindern in Zusammenhang mit Depressionen, Schlafstörungen, Konzentrationsproblemen und einem verzerrten Körperbild. Nicht selten leiden auch schulische Leistungen und soziale Beziehungen darunter.
Die EU und Österreich planen deshalb klare Altersgrenzen, technische Alterskontrollen und Verbote suchtfördernder Designs. Ziel ist ein Social-Media-Verbot, das den digitalen Raum kindgerechter macht. Das EU-Parlament fordert ein Mindestalter von 16 Jahren – davor soll es nur mit Zustimmung der Eltern möglich sein, einen Social-Media-Account zu erstellen. In Österreich wird das Medienministerium bis Sommer einen Gesetzesvorschlag präsentieren. Mehr dazu gibt es hier.
In Österreich wird aktuell ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche diskutiert. Welche Plattformen sollten deiner Meinung nach umfasst sein?
TikTok 10%, 10%
10%10%
1123 Stimmen - 10% aller Stimmen
X (vormals Twitter) 9%, 9%
9%9%
967 Stimmen - 9% aller Stimmen
Instagram/Threads 9%, 9%
9%9%
963 Stimmen - 9% aller Stimmen
Snapchat 8%, 8%
8%8%
905 Stimmen - 8% aller Stimmen
Facebook 8%, 8%
8%8%
865 Stimmen - 8% aller Stimmen
Telegram 7%, 7%
7%7%
810 Stimmen - 7% aller Stimmen
Roblox 6%, 6%
6%6%
671 Stimme - 6% aller Stimmen
Reddit 6%, 6%
6%6%
670 Stimmen - 6% aller Stimmen
AI-Chatbots (ChatGPT/Grok/Claude etc.) 6%, 6%
6%6%
669 Stimmen - 6% aller Stimmen
Twitch 6%, 6%
6%6%
656 Stimmen - 6% aller Stimmen
Discord 6%, 6%
6%6%
614 Stimmen - 6% aller Stimmen
Bluesky 6%, 6%
6%6%
607 Stimmen - 6% aller Stimmen
YouTube 5%, 5%
5%5%
521 Stimme - 5% aller Stimmen
Pinterest 4%, 4%
4%4%
484 Stimmen - 4% aller Stimmen
Weitere Messenger-Dienste (WhatsApp/Signal/iMessage etc.) 3%, 3%
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In Österreich wird aktuell ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche diskutiert. Welche Plattformen sollten deiner Meinung nach umfasst sein?
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Siegesmund Sturmgipf
8. Februar 2026 07:51
Wie bei der Vorratsdatenspeicherung: Kinderschutz als moralischer Generalschlüssel, um Überwachung politisch salonfähig zu machen. Ist die Infrastruktur erst da, kommt die Zweckausweitung zuverlässig hinterher, bis es für alle Dienste Standard ist. Anonymität und Pseudonymität werden dann nicht verboten, sondern praktisch unbenutzbar gemacht.
Heidrun Strasser
5. Februar 2026 19:21
Wenn ich mich in der U-Bahn umsehe, sehe ich Dreijährige, die über iPads wischen und Eltern, die am Smartphone kleben. Reglementiert doch bitte die Plattformen, nicht die Kinder, denen ihr das Werkzeug in die Hand gedrückt habt!
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Käthe Leichter war Sozialistin, Frauenrechtlerin und Wissenschaftlerin, die unter anderem das Frauen-Referat in der Wiener Arbeiterkammer begründete und zur Lage österreichischer Arbeiterinnen forschte. Zitat: Für die Frauen ist zu Hause nur Schichtwechsel. Käthe Leichter
Umfrage
In Österreich wird aktuell ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche diskutiert. Welche Plattformen sollten deiner Meinung nach umfasst sein?
Käthe Leichter war Sozialistin, Frauenrechtlerin und Wissenschaftlerin, die unter anderem das Frauen-Referat in der Wiener Arbeiterkammer begründete und zur Lage österreichischer Arbeiterinnen forschte. Zitat: Für die Frauen ist zu Hause nur Schichtwechsel. Käthe Leichter
Wie bei der Vorratsdatenspeicherung: Kinderschutz als moralischer Generalschlüssel, um Überwachung politisch salonfähig zu machen. Ist die Infrastruktur erst da, kommt die Zweckausweitung zuverlässig hinterher, bis es für alle Dienste Standard ist. Anonymität und Pseudonymität werden dann nicht verboten, sondern praktisch unbenutzbar gemacht.
Wenn ich mich in der U-Bahn umsehe, sehe ich Dreijährige, die über iPads wischen und Eltern, die am Smartphone kleben. Reglementiert doch bitte die Plattformen, nicht die Kinder, denen ihr das Werkzeug in die Hand gedrückt habt!