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„Love always wins“ – ÖFB Frauen outen sich auf Social Media

„Love always wins“ – ÖFB Frauen outen sich auf Social Media

Tatjana Gabrielli Tatjana Gabrielli
in Frauen & Gleichberechtigung, Sport
Lesezeit:2 Minuten
19. Dezember 2019
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Die österreichischen Nationalteam-Spielerinnen Viktoria Schnaderback und Sarah Puntigam posten kurz vor Weihnachten Fotos von sich mit ihren Partnerinnen auf Instagram. Die beiden ÖFB-Frauen teilen ihr Coming-Outing mit weihnachtlichen Christkindlmarkt-Kuss-Fotos mit der Welt.

„Love always wins“

Mit dem Titel „Liebe gewinnt immer“ postet die ÖFB-Kapitänin Viktoria Schnaderbeck ein Foto von sich und ihrer Freundin auf Social Media. Kurz darauf zieht ihre Teamkameradin Sarah Puntigam nach: Die Angreiferin stellt ebenfalls am Donnerstag ein Bild online, auf dem sie und ihre Freundin sich küssen.

Viktoria Schnaderbeck ist bei Arsenal unter Vertrag, Sarah Puntigam spielt derzeit bei Montpellier in Frankreich. Bisher hielten sich beide Profi-Fußballerinnen bedeckt, was ihr Privatleben angeht. Mit ihren Postings setzen sie ein Zeichen gegen Intoleranz und Homophobie.

Viktoria Schnaderbeck, Sarah Puntigam mit ÖFB-Frauen vor ihrem Outing

Lesben und Schwule im Fußball

Denn Homosexualität ist im Fußballl nach wie vor ein Tabu-Thema – auch bei den Frauen, obwohl viele Spielerinnen offen lesbisch sind. Doch der Fußball-Weltverband Fifa scheint keine klare Haltung gegen Homophobie oder Sexismus einnehmen zu können. Als 2011 bei der der Frauenfußball-WM die Trainerin des nigerianische Teams versicherte, alle lesbischen Spielerinnen aus ihrem Team seien verbannt worden, hüllte man sich in Schweigen. Und das, obwohl jegliches diskriminierendes Verhalten laut Satzung verboten ist. Der Grazer Oliver Egger war 2016 der erste Fußballer Österreichs, der sich geoutet hat. Die schwulenfeindliche Haltung insbesondere in der Fankurve, aber auch zwischen den Spielern macht ein Outing für schwule Fußballer immer noch schwer. 

Es wird besser! 

Doch es wird besser. Im Juni 2019 gründeten ÖFB und Bundesliga die erste Homophobie-Ombudsstelle, bei der Oliver Egger als Ombudsmann fungiert. Fußballspielerinnen aus der ganzen Welt gehen mutig voran. Bei der diesjährigen Fußball-WM der Frauen nahmen 51 geoutete Star-Spielerinnen teil. Stars wie US-Nationalspielerin und Fußball-Weltmeisterin Megan Rapinoe, die lautstark gegen Diskriminierung auftreten, zeigen, dass man nicht schweigen darf. Und auch unsere Fußball-Stars Viktoria Schnaderbeck und Sarah Puntigam machen mit ihren romantischen Postings Mut. 

Sie zeigen damit der Öffentlichkeit, ihren Kolleginnen und Fans: Es ist egal, wen du liebst. Sei du selbst. Du bist nicht allein. Wir stehen zusammen.

Teamkolleginnen und Fans freuen sich mit Schnaderbeck und Puntigam: es regnet Likes und Herzchen auf Instagram, die die beiden in ihrer Entscheidung, offen mit ihrer Liebe umzugehen, wohl bestärken .

Parlament Das Thema "Coming Out" im Parlament

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Martin Niemöller (1892–1984) war ein bekannter evangelischer Pfarrer in Deutschland. Anfangs unterstützte er den Aufstieg der Nationalsozialisten – wandte sich dann aber entschieden gegen ihre Einmischung in die Kirche. Er gehörte zu den Mitbegründern der Bekennenden Kirche, die sich der Kontrolle durch die Nazis widersetzte. Dafür wurde er 1937 verhaftet und verbrachte die letzten Jahre des Dritten Reichs in den Konzentrationslagern Sachsenhausen und Dachau. Die Erfahrungen dieser Zeit prägten ihn tief: Niemöller setzte sich nach 1945 für das Eingeständnis der deutschen Kollektivschuld ein und trug zum Stuttgarter Schuldbekenntnis bei. Zitat: Als die Nazis die Sozialdemokraten holten habe ich geschwiegen - ich war ja kein Sozialdemokrat. Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich geschwiegen - ich war ja kein Gewerkschafter. Als sie die Juden holten, habe ich geschwiegen - ich war ja kein Jude. Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der für mich sprechen konnte. Martin Niemöller

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Martin Niemöller (1892–1984) war ein bekannter evangelischer Pfarrer in Deutschland. Anfangs unterstützte er den Aufstieg der Nationalsozialisten – wandte sich dann aber entschieden gegen ihre Einmischung in die Kirche. Er gehörte zu den Mitbegründern der Bekennenden Kirche, die sich der Kontrolle durch die Nazis widersetzte. Dafür wurde er 1937 verhaftet und verbrachte die letzten Jahre des Dritten Reichs in den Konzentrationslagern Sachsenhausen und Dachau. Die Erfahrungen dieser Zeit prägten ihn tief: Niemöller setzte sich nach 1945 für das Eingeständnis der deutschen Kollektivschuld ein und trug zum Stuttgarter Schuldbekenntnis bei. Zitat: Als die Nazis die Sozialdemokraten holten habe ich geschwiegen - ich war ja kein Sozialdemokrat. Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich geschwiegen - ich war ja kein Gewerkschafter. Als sie die Juden holten, habe ich geschwiegen - ich war ja kein Jude. Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der für mich sprechen konnte. Martin Niemöller

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