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Steiermark: 300 Langzeitarbeitslose kümmern sich um Cororona-Regeln in Pflegeheimen

Alina Bachmayr-Heyda Alina Bachmayr-Heyda
in Politik, Steiermark
Lesezeit:2 Minuten
8. November 2020
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Die Soziallandesrätin setzt 300 Arbeitslose ein, um in Pflegeheimen die Besucher und Lieferdienste zu organisieren. So kann man die Corona-Regeln für Pflegeheime schnell umsetzen und den Bewohnern während des Lockdowns Besuche ermöglichen. Gleichzeitig finden 300 Menschen eine Arbeit in der Krise.

Binnen weniger Tage haben das Sozialressort des Landes Steiermark und das Arbeitsmarktservice Steiermark ein Beschäftigungsprojekt entwickelt, das Arbeitsuchende für die Besucher von Pflegeheimen einsetzt. Sie managen ab Dezember als Assistenzpersonal die Ein- und Ausgangskoordination von mehreren hundert Pflegeheimen.

Kontrollen für Ein- und Ausgang

steiermark setzt 300 arbeitslose in pflegeheim ein während corona
AMS-Chef Karl-Heinz Snobe und Sozialrätin Doris Kampus schaffen Beschäftigung für 300 Arbeitslose. Foto: Peter Drechsler

Mit der neuen Conora-Verordnung haben Einrichtungen im Pflege- und Sozialbereich die Auflage für ein strenges Besuchermanagement: Registrierung, Gesundheitschecks, Ausgaben von Mund-Nasen-Schutz, Information zu Hygienemaßnahmen, Begleitung in die Besucherzone.

Die Verordnung zur Eindämmung der Pandemie, die seit Dienstag gilt, führt in sozialen Einrichtungen und Heimen zu einem personellen Engpass. Deswegen stellt das Land Steiermark mit dem AMS ab Anfang Dezember 300 arbeitslose Menschen für die Kontrollen an. „Damit erhalten arbeitslose Menschen einen Job und das Stammpersonal in den Einrichtungen wird entlastet“, erläutert Soziallandesrätin Doris Kampus (SPÖ).

Ihr Sozialressort und das AMS Steiermark stellen 5,5 Mio. Euro zur Verfügung. Den Einrichtungen entstehen keine Personalkosten. Man rechnet damit, 300 arbeitslose Menschen so in Beschäftigung zu bringen. Die angehenden Mitarbeiter sollen nahe ihrem Wohnort eingesetzt werden.

Alte und langzeitige Arbeitslose eingesetzt

Das Arbeitsmarktservice Steiermark spricht für den Assistenzdienst gezielt arbeitslose Personen über 50 Jahre und Personen an, die schon über ein Jahr arbeitslos sind. Sie werden gezielt angesprochen und dann bei gemeinnützigen Beschäftigungsprojekten wie dem Pflegeheim-Einsatz für maximal sechs Monate angestellt. „Diese Beschäftigungsprojekte überlassen die Assistenzkräfte an die Einrichtungen des steirischen Pflege- und Sozialbereichs in Form einer gemeinnützigen Arbeitskräfteüberlassung“, erklärt Karl-Heinz Snobe, Geschäftsführer des AMS Steiermark. Die Assistenzkräfte werden auch nach dem Ende der Beschäftigung durch den Projektträger weiterbetreut.

Die Steiermark reagierte mit dem Projekt besonders schnell, betont Kampus. Geplant ist der Einsatz der Assistenzkräfte bis Mai 2021.

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Wolfgang Pucher war ein österreichischer Ordenspriester und Gründer der VinziWerke in Graz. Er setzte sich besonders für obdachlose und armutsbetroffene Menschen ein und schuf zahlreiche Einrichtungen, die ihnen Unterkunft, Essen und Unterstützung bieten. Mit großem persönlichem Einsatz machte er auf soziale Ungleichheit aufmerksam und forderte mehr Solidarität mit den Schwächsten. Seine Arbeit war geprägt von direkter Hilfe ohne große Bürokratie. Pucher wurde für sein Engagement vielfach ausgezeichnet und blieb bis zu seinem Tod eine wichtige Stimme für soziale Gerechtigkeit. Zitat: Als gut situierter Bürger hat man kein Recht, an der Not anderer vorüberzugehen. Wolfgang Pucher

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