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Von Wien nach Washington: So funktioniert das Netzwerk zwischen der FPÖ und Donald Trump

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Donald trump, herbert kickl, Harald Vilimsky

Eigene Montage/ Quelle: Parlamentsdirektion/Bubu Dujmic), Gage Skidmore, wikimedia Own work: Emil Goldberg

Kathrin Glösel Kathrin Glösel
in Rechtsextremismus
Lesezeit:5 Minuten
4. März 2026
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Donald Trump ist für die FPÖ ein Vorbild und Ideengeber. Bei Parteitreffen, Konferenzen und Spendengalas vernetzen sich FPÖ-Politiker:innen mit rechten Republikanern. Gemeinsam wüten sie gegen Migration, Klimaschutz und „Wokeness“. Die Verbindung reicht bis in die Parteispitze – von Vilimsky über Kickl bis Strache. Auch die Parteijugend knüpft Kontakte zur republikanischen Szene in New York. Der Schulterschluss über den Atlantik ist kein Zufall, sondern hat Strategie.

Inhalt
FPÖ-Jugend und Junge Republikaner arbeiten zusammen
Heinz-Christian Strache und Norbert Hofer bei Trump-Vereidigung 2017 dabei
Herbert Kickl gratuliert Donald Trump und feiert ihn als Vorbild
FPÖ-Trump-Verbindungen: Bewunderung für Russland, Law & Order – und autoritäre Männer
Frauen sollen mehr Kinder und zugleich weniger Kontrolle über ihre Körper bekommen
Queere Menschen als Feindbild unter dem Vorwand von Kinderschutz
Profite wichtiger als Klimaschutz
Trump und FPÖ: Selbst Teil der Elite, aber angeblich gegen „die da oben“

 

Seit über zehn Jahren pflegt die FPÖ mal engere, mal losere Kontakte zu den Republikanern. Diese laufen v.a. in der Person Harald Vilimsky zusammen. Er ist Chef der freiheitlichen Delegation im EU-Parlament und agiert als eine Art Botschafter der extremen Rechten in Europa.

Vilimsky war 2016 auf der Wahlparty von Donald Trump, ist regelmäßiger Gast der ultrarechten Conservative Political Action Conference (CPAC) und wohnt auch Spendengalas der republikanischen New Yorker Jugendorganisation NYYRC (The New York Young Republican Club) bei. Vilimsky ist sogar Mitglied des Clubs. Laut „Standard“ spielt dieser „eine wichtige Rolle bei Kampagnen, Wahlwerbung und beim Netzwerken“. Von Vilimsky ausgehend entstanden über die Jahre weitere Kontakte.

FPÖ Trump Verbindungen
Harald Vilimsky in Washington bei der CPAC Konferenz 2017. (Foto: Screenshot: Facebook)

FPÖ-Jugend und Junge Republikaner arbeiten zusammen

2022 wurde bekannt, dass die FPÖ-Jugendorganisation Ring Freiheitlicher Jugend (RFJ) mit dem republikanischen NYYRC zusammenarbeitete. Laut RFJ-Obmann Maximilian Krauss will man gemeinsam die westliche Kultur davor „schützen, sich anderen Werten zu unterwerfen“, illegale Migration beenden sowie künftige Lockdowns und eine „Impfpflicht“ verhindern.

Auch Marlene Svazek, Landeshauptfraustellvertreterin in Salzburg, war schon mehrmals mit Vilimsky in den USA. So zum Beispiel 2023 als sie bei einer Spendengala der Republikaner anwesend war, bei der man Geld für die Wiederkandidatur von Donald Trump gesammelt hat.

FPÖ Trump Verbindungen
Eine FPÖ-Delegation nimmt an der Wahlparty der Republikaner 2016 in New York teil. (v.l.n.r.: Georg Mayer, Marlene Svazek, Harald Vilimsky, Mario Kunasek, Maximilian Krauss; Foto: Facebook/9.11.2016, Screenshot)

Heinz-Christian Strache und Norbert Hofer bei Trump-Vereidigung 2017 dabei

Es geht aber noch weiter nach oben in der Parteihierarchie. Heinz-Christian Strache war 2016 zwar nicht auf Trumps Wahlparty, dafür verbrachte er eine ganze Woche vor der Wahl in den USA, um sich dort mit dem damaligen Trump-Berater Michael Flynn und republikanischen Kongressabgeordneten zu treffen.

Strache und Norbert Hofer, die beiden populärsten FPÖ-Politiker zu dieser Zeit, nahmen 2017 an der Inauguration Trumps teil. Herbert Kickl durfte sich heuer über eine Einladung freuen, schickte aber Susanne Fürst, da er sich in den (später platzenden) Koalitionsverhandlungen mit der ÖVP befand.

Herbert Kickl gratuliert Donald Trump und feiert ihn als Vorbild

FPÖ-Chef Herbert Kickl tritt ebenso öffentlich auf und bejubelt den US-amerikanischen Präsidenten. Am 6. November 2024 gratuliert er ihm auf Facebook zu seinem Wahlsieg und schreibt dazu: „In den USA stehen die Zeichen auf ‚frischen Wind‘, ’neue Wege‘ und Optimismus“. Gleich am nächsten Tag folgt ein Posting mit „Trump TOP, Ampel-Riegierung FLOP“. Einige Monate später lobt er, dass sich Trump „für eine Normalisierung“ einsetze und fragt dazu: „Das ist doch wunderbar, oder?“

Donald Trump und FPÖ Wahlerfolg Gratulation, Sujet
Die Verbindungen zwischen Donald Trump und FPÖ werden auch auf Social Media sichtbar.

FPÖ-Trump-Verbindungen: Bewunderung für Russland, Law & Order – und autoritäre Männer

FPÖ-PolitikerInnen bewundern Trump offen für seinen aggressiven Umgang mit Medien, betonen aber genauso inhaltliche Gemeinsamkeiten.

Maximilian Krauss vom RFJ lobt die strenge Law and Order-Politik, die Trumps späterer Anwalt Rudy Giuliani als New Yorker Bürgermeister berüchtigt gemacht hatte. Die FPÖ hat laut Kraus „einen ähnlichen Kurs wie viele Republikaner“.

Auch bei Geschlechterrollen ist man sich einig. Für Susanne Fürst ist Trump Vorbild, wenn es darum geht, Politik gegen Trans-Personen und gegen Gleichstellung zu machen: „Trump wird den ganzen woken Irrsinn beseitigen“.

Frauen sollen mehr Kinder und zugleich weniger Kontrolle über ihre Körper bekommen

Beim Thema Abtreibung ist man sich ebenfalls einig. Matt Schlapp, ein enger Vertrauter von Donald Trump und Leiter der Conservative Political Action Conference (CPAC), predigt, dass niedrige Geburtenraten von Einheimischen und Schwangerschaftsabbrüche zu einem Bevölkerungsrückgang führen. Beides muss man laut ihm also bekämpfen.

Das Thema der Geburtenraten ist in den letzten Jahren in der gesamten extremen Rechten zentral geworden. Verschwörungserzählungen wie die vom „Bevölkerungsaustausch“, die im deutschsprachigen Raum die rechtsextreme Identitäre Bewegung durch Aktionen verbreitete, werden seit Jahren auch von FPÖ-Spitzenpolitiker:innen geäußert wie Strache, Kickl oder Manfred Haimbuchner verbreitet.

Screenshots, X, Twitter, USA, Donald Trump, FPÖ, Herbert Kickl, Remigration, Vergleich
Die FPÖ unter Herbert Kickl übernimmt nicht nur die gleichen Wörter und Verschwörungserzählungen, sondern auch das Layout von Donald Trump.

Der RFJ hat eine ganze Website zu dem Thema eingerichtet und listet Zahlen zu Geburten mit und ohne Migrationshintergrund auf. Die Logik hinter dem rechten Angriff auf Abtreibungen: Wenn einheimische Frauen abtreiben bzw. weniger Kinder bekommen, gibt es immer weniger Österreicher und die politische Linke gewinnt politisch die Oberhand, weil diese angeblich von Migrant:innen gewählt wird.

Queere Menschen als Feindbild unter dem Vorwand von Kinderschutz

Während erfundene Begriffe wie „Remigration“ und „Bevölkerungsaustausch“ den Weg von Europa in die USA nahmen, gibt es umgekehrt auch rechte Diskurse, die von den USA nach Europa kommen: Wie Homosexuelle oder Transpersonen werden Drag Queens von Rechten als Bedrohung für Kinder dargestellt. Lesungen von Drag Queens für Kinder werden als Sexualisierung skandalisiert. Kinder würden „abnorme“ Sexualität aufgedrängt bekommen, die sie nicht verstehen. In den USA führte die Debatte sogar dazu, dass der Bundesstaat Tennessee als erster solche Lesungen verbot.

Die FPÖ griff die Debatte auf und forderte ebenfalls ein Verbot. Dominik Nepp, Obmann der FPÖ Wien, schimpft öffentlich über queere Menschen: „Es muss Schluss damit sein, Kindern und Jugendlichen zu propagieren, dass Transgender bzw. Geschlechtsumwandlungen etwas ganz Normales sind. Denn es gibt nur die biologischen Geschlechter Mann und Frau und sonst nichts.“ Die FPÖ-Agitation und Aktionen rechtsextremer AktivistInnen führten letztlich dazu, dass Lesungen unter Polizeischutz stattfinden mussten.

Profite wichtiger als Klimaschutz

Ähnliche Ansichten haben FPÖ und Trumps MAGA-Bewegung auch beim Thema Klimaschutz. Eine der ersten Maßnahmen von Donald Trump nach seinem Amtsantritt 2017 war, aus dem Pariser Klimaabkommen auszusteigen. 2025 wiederholte Trump dies an seinem ersten Tag im Amt, nachdem sein Vorgänger Joe Biden (Demokraten) den ersten Austritt noch rückgängig gemacht hatte.

Die FPÖ-Abgeordneten im EU-Parlament haben 2017 das Abkommen als „Kniefall vor der Atomlobby“ diskreditiert und die Jahresziele im EU-Parlament abgelehnt. Die FPÖ bezweifelt regelmäßig, dass es die Klimakrise überhaupt gibt bzw. dass sie menschengemacht ist. Beide agitieren gegen klimafreundliche Energieproduzenten wie Windkraft-Anlagen. Für Trump wie auch die FPÖ sind Klimaschutz bloß eine Einschränkung persönlicher Freiheit bzw. der Freiheit von Unternehmen – und deshalb abzulehnen.

fpö trump verbindungen
Donald Trump und Elon Musk während einer Pressekonferenz zur DOGE-Aktivität im Weißen Haus. (Official White House Photo by Daniel Torok)

Trump und FPÖ: Selbst Teil der Elite, aber angeblich gegen „die da oben“

Die FPÖ sucht die Nähe zu Trump, damit sein Charisma und seine Fähigkeit als Entertainer ein wenig auf sie abfallen. Aber auch, um Strategien und Erzählungen zu übernehmen, um den Kulturkampf weiter anzuheizen.

Donald Trump – wie auch Wladimir Putin in Russland und Viktor Orbán in Ungarn – ist für die FPÖ eine Ikone rechter Politik: Er steht für Härte nach innen und außen, für das Aufräumen mit einem alten und korrupten System – obwohl er und sein Umfeld seit Jahrzehnten Teil der amerikanischen Elite sind.

Der Artikel wurde am 16. Juli 2025 veröffentlicht und am 4. März 2026 aufgrund der Verbindungen zwischen FPÖ-Chef Herbert Kickl und Donald Trump aktualisiert.

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Peter
Peter
19. Juli 2025 21:37

Die Antwort kann nur sein, Aufklärung, Aufklärung und nochmals Aufklärung.
–
Unsere westliche, zivilisierte Kultur baut auf die Aufklärung auf, Christliche traditionellen Werte, die gab es nie und vertreten den Absolutismus.
–
Komplexe Themen und Lösung brauchen die Sichtweise vieler, Genderapartheit, damit wird die Wirtschaft und Industrie Österreichs in den Ruin getrieben und am Ende die ganze Nation. Wie so etwas am Ende aussieht, schöne Grüße vom Mai 1945, Österreich gescheitert, wirtschaftlich, industrielle, wissenschaftlich, kulturell, religiös, rechtsstaatlich, ein einziger zerbombter und zertrümmerter Scherbenhaufen.
–
Abtreibungsverbot und Frauen-Apartheit, damit wird die Demographie in Österreich an die Wand gefahren. Ungarn ist das beste Beispiel dafür, wie es auf den besten Weg ist sich selbst abzuschaffen.
–
Die Unterdrückung der sexuellen Entwicklung von Kindern und Jugendlichen ist ein Kindesmissbrauch deren Folgen für die Betroffenen genau so katastrophal ist wie Vergewaltigungen.
–
Umweltschutz, Klimakrise, vielleicht ist alles nur das Produkt linker Phantasieren. Das Problem ist nur, was wenn nicht? Das Ende ist dann eine humane Urkatastrophe die keiner Überleben wird. Auch jene die immer nur meinen das das alles nur Fake sei. Die Leugner spielen hier russisch Rollet mit der gesamten Menschheit!
–
Das mit dem Absolutismus, und Populismus, sie haben für alles immer ganz einfache und banale Lösungen, alles sekundäre und tertiäre ist Fremd und verhasst.
–
Ich nenne so etwas Hyperloop-Ideologie, es ist ganz einfach ein Röhre zu bauen die zu evakuieren und ein Geschoß herumfahren zu lassen. Die Problem fangen an mit Fluchtweg, Druckertauglichkeit, Ein und Ausschleusen der Geschosse. Der Hyperloop funktioniert, nur am Ende ist das so teuer, das es niemanden gibt der sich ein Ticket dafür leisten könnte. Siemens, Bombardiere, Airbus und Boing schwimmen alle auf der Nudelsuppe daher wenn es doch so einfach ist. Was passiert bei 1000 km/h und den kleinsten Fehler in der Röhre, viel mehr als Schrott bleibt nicht übrig, da ist ein Flug mit einer Pershing II noch allemal sicherer. Was etwa bei 500 km/h passiert, schöne Grüße vom Flug OS 434.

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Erich Maria Remarque war ein deutscher Schriftsteller, der mit seinem Antikriegsroman “Im Westen nichts Neues” bekannt wurde. Seine Bücher, die vor allem die Grausamkeiten des Krieges offenlegen, wurden im nationalsozialistischen Deutschland verboten. Seine pazifistischen Romane werden bis heute von Menschen weltweit begeistert gelesen und wurden schon mehrfach verfilmt. Zitat: Ich dachte immer, jeder Mensch sei gegen den Krieg. Bis ich herausfand, dass es welche gibt, die dafür sind. Besonders die, die nicht hingehen müssen. Erich Maria Remarque

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Zitate

Erich Maria Remarque war ein deutscher Schriftsteller, der mit seinem Antikriegsroman “Im Westen nichts Neues” bekannt wurde. Seine Bücher, die vor allem die Grausamkeiten des Krieges offenlegen, wurden im nationalsozialistischen Deutschland verboten. Seine pazifistischen Romane werden bis heute von Menschen weltweit begeistert gelesen und wurden schon mehrfach verfilmt. Zitat: Ich dachte immer, jeder Mensch sei gegen den Krieg. Bis ich herausfand, dass es welche gibt, die dafür sind. Besonders die, die nicht hingehen müssen. Erich Maria Remarque
Erich Maria Remarque war ein deutscher Schriftsteller, der mit seinem Antikriegsroman “Im Westen nichts Neues” bekannt wurde. Seine Bücher, die vor allem die Grausamkeiten des Krieges offenlegen, wurden im nationalsozialistischen Deutschland verboten. Seine pazifistischen Romane werden bis heute von Menschen weltweit begeistert gelesen und wurden schon mehrfach verfilmt. Zitat: Ich dachte immer, jeder Mensch sei gegen den Krieg. Bis ich herausfand, dass es welche gibt, die dafür sind. Besonders die, die nicht hingehen müssen. Erich Maria Remarque

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Herbert Kickl

Herbert Kickl ist ein rechtsextremer Politiker und seit 2021 Parteichef der FPÖ. Von 2017 bis 2019 war er Innenminister unter Sebastian Kurz. Als einziger Minister der Nachkriegsgeschichte Österreichs wurde er aus seinem Amt in Folge des Ibiza-Skandals entlassen. Kickl ist wiederholt durch rassistische und antisemitische Aussagen in Kritik geraten und ist in mehrere Korruptions-Skandale verwickelt.

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FPÖ

Die FPÖ gibt sich gerne als „soziale Heimatpartei“. Egal ob unter Jörg Haider, Heinz-Christian Strache oder jetzt Herbert Kickl. Sie tut so, als ob sie die Partei der “kleinen Leute” wäre. Doch egal, ob in Opposition oder Regierung: Die FPÖ vertritt gemeinsam mit der ÖVP Konzerne und Österreichs Reichste. Hier der Beweis!

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ÖVP

Die Österreichische Volkspartei (ÖVP) ist eine der traditionellen Großparteien Österreichs. Sie vertritt vor allem bürgerlich-konservative Werte. Traditionell gilt sie als Interessenvertreterin der Wirtschaft, der Bauern sowie der römisch-katholischen Kirche.

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