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70 TikTok-Stars fordern: 30 Dollar Stundenlohn und bessere Arbeitsbedingungen für Amazon-Angestellte!

70 TikTok-Stars fordern: 30 Dollar Stundenlohn und bessere Arbeitsbedingungen für Amazon-Angestellte!

Romana Greiner Romana Greiner
in Arbeit & Freizeit, Good News
Lesezeit:2 Minuten
22. August 2022
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Solidarität mit den Amazon-Beschäftigten auf TikTok: Über 70 junge und einflussreiche TikTok-Influencer:innen weigern sich auf ihren Social-Media-Kanälen, Werbung für Amazon zu machen. Und das so lange nicht, bis Amazon die Arbeitsbedingungen für Mitarbeitende drastisch verbessert und Gewerkschaften vom Online-Riesen nicht mehr aktiv bekämpft werden.

„People over Prime“ – also „Menschen über (Amazon) Prime stellen“ – so nennt sich die Kampagne, die über 70 kreative TikToker gemeinsam gestartet haben. Sie wollen den Online-Riesen Amazon zu besseren Arbeitsbedingungen für seine Angestellten drängen.

Viele junge „Influencer:innen“ haben sich in den vergangenen Jahren mit ihren Social Media-Kanälen ein eigenes „Business“ aufgebaut. Dort schalten sie neben kreativen Inhalten auch bezahlte Werbungen. Unter anderem auch für Produkte, die der Online-Händler Amazon vertreibt. Doch nun veröffentlichten über 70 Influencer:innen einen offenen Brief an Amazon, in dem sie das Unternehmen massiv kritisieren.

„Liebes Unternehmen Amazon.com,
Die schlechte Behandlung von Amazon gegenüber seinen Mitarbeiter:innen ist hinlänglich bekannt. Bestrebungen zur Gründung von Gewerkschaften werden bewusst vom Unternehmen bekämpft und unterbunden und wir als Gemeinschaft kreativer Tik-Tok-Influencer sind nicht bereit das noch länger zu tolerieren“, steht in dem offenen Brief.

Mehr Pausen, menschliche Arbeitsbedingungen und höhere Löhne gefordert

Das TikTok-Kollektiv, dem sich innerhalb von vier Tagen bereits 51 Millionen Menschen solidarisch angeschlossen haben, fordert von Amazon bessere Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Amazon. Konkret wollen sie einstündige Mittagspausen und zwei halbstündige Pausen auf den Arbeitstag verteilt. Außerdem fordern sie bessere Möglichkeiten für den Krankenstand (in den USA, wo Amazon unzählige Paketshops betreibt, ist bezahlter Krankenstand teilweise gar nicht möglich) sowie die Abschaffung der unmenschlichen Produktivitätsraten, nach denen Mitarbeitende bei Nicht-Erreichen entlassen werden.

https://twitter.com/genzforchange/status/1559597629624958976

Gewerkschaftsgründungen boomen

Darüber hinaus will das TikTok-Kollektiv, das sich „Gen-Z for Change“ nennt, dass Amazon sofort aufhört, seine Mitarbeitenden gegen gewerkschaftliche Organisationen aufzustacheln.
Im April diesen Jahres wurde in der 28-jährigen Firmengeschichte von Amazon in einem New-Yorker-Paketzentrum die erste Gewerkschaft gegründet – ein Durchbruch für die dortigen Amazon-Mitarbeiter:innen. Amazon ist bekannt dafür, seine Angestellten zu verpflichtenden „Anti-Gewerkschafts-Meetings“ zu schicken, wo über die vermeintlichen Nachteile von Gewerkschaften Stimmung gemacht wird.

Zusätzlich hat Amazon jenen Mitarbeitenden mit Rauswurf oder schlechterer Bezahlung gedroht, wenn sie sich für die Gründung einer Gewerkschaft einsetzen würden. Die über 70 TikToker wollen solche Praktiken nicht länger hinnehmen:

„Solange keine Veränderungen seitens Amazon passieren, werden wir Amazon davon abhalten, eine der größten Social Media Plattformen der Welt für Marketing-Zwecke zu nutzen“, schreiben die Influencer:innen.

Erst wenn die geforderten Punkte von Amazon eingehalten werden, will das TikTok-Kollektiv wieder ihre Social Media Kanäle für Werbung für Amazon zur Verfügung stellen.

Parlament Das Thema "Arbeitsbedingungen" im Parlament

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Wolfgang Pucher war ein österreichischer Ordenspriester und Gründer der VinziWerke in Graz. Er setzte sich besonders für obdachlose und armutsbetroffene Menschen ein und schuf zahlreiche Einrichtungen, die ihnen Unterkunft, Essen und Unterstützung bieten. Mit großem persönlichem Einsatz machte er auf soziale Ungleichheit aufmerksam und forderte mehr Solidarität mit den Schwächsten. Seine Arbeit war geprägt von direkter Hilfe ohne große Bürokratie. Pucher wurde für sein Engagement vielfach ausgezeichnet und blieb bis zu seinem Tod eine wichtige Stimme für soziale Gerechtigkeit. Zitat: Als gut situierter Bürger hat man kein Recht, an der Not anderer vorüberzugehen. Wolfgang Pucher
Wolfgang Pucher war ein österreichischer Ordenspriester und Gründer der VinziWerke in Graz. Er setzte sich besonders für obdachlose und armutsbetroffene Menschen ein und schuf zahlreiche Einrichtungen, die ihnen Unterkunft, Essen und Unterstützung bieten. Mit großem persönlichem Einsatz machte er auf soziale Ungleichheit aufmerksam und forderte mehr Solidarität mit den Schwächsten. Seine Arbeit war geprägt von direkter Hilfe ohne große Bürokratie. Pucher wurde für sein Engagement vielfach ausgezeichnet und blieb bis zu seinem Tod eine wichtige Stimme für soziale Gerechtigkeit. Zitat: Als gut situierter Bürger hat man kein Recht, an der Not anderer vorüberzugehen. Wolfgang Pucher

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