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Dänemark renaturiert 10 % der landwirtschaftlichen Flächen und pflanzt dafür eine Milliarde neue Bäume

Renaturierung in Dänemark

Quelle: unsplash// Artem Shuba

Sarah Hammerschmid Sarah Hammerschmid
in Europa, Good News
Lesezeit:3 Minuten
29. November 2024
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Mehr als die Hälfte der gesamten Fläche Dänemarks besteht aus landwirtschaftlicher Fläche. Jetzt will die Regierung 10 % davon wieder in natürliche Lebensräume umwandeln und die Landwirtschaft nachhaltiger gestalten. Frühere Ackerflächen sollen wieder zu Wäldern und Torfgebiete werden. Dafür pflanzt Dänemark in den nächsten zwei Jahrzehnten eine Milliarde Bäume. Bis 2030 sollen die Emissionen im Vergleich zu 1990 um 70 % sinken.

Als „die größte Veränderung der dänischen Landschaft seit über 100 Jahren“ bezeichnet die Regierung Dänemarks ihren Plan, landwirtschaftliche Nutzflächen zu renaturieren. Im November 2024 beschloss die sozialdemokratische Regierung, etwa 10 % dieser Flächen in Wälder, Moore und andere natürliche Lebensräume umzuwandeln. Das Vorhaben umfasst rund 250.000 Hektar für neue Wälder sowie 140.000 Hektar Tieflandböden. Diese Maßnahmen fördern die Biodiversität und senken die Emissionen – dadurch soll sich das Ökosystem wieder regenerieren können.

Renaturierung von Wäldern und Böden

Besonders Torfmoore und Wälder werden wiederhergestellt und zu natürlichen Kohlenstoffspeichern umfunktioniert. In der Vergangenheit holzte man Wälder ab und entwässerte Tieflandböden, um landwirtschaftliche Nutzung zu ermöglichen. Die Zerstörung von Böden setzt gespeicherten Kohlenstoff als CO₂ frei, was den Klimawandel zusätzlich beschleunigt.

Gesunde Böden sichern die Lebensgrundlage für Menschen, Tiere und Pflanzen. Sie enthalten unzählige Mikroorganismen, sind Filter für Schadstoffe und regulieren den Wasserhaushalt. In der jüngsten Vergangenheit haben dänische Bäuerinnen und Bauern bereits damit begonnen, Tieflandböden aus der Produktion zu nehmen, um so die Landwirtschaft klimafreundlich zu machen.

Neuausrichtung: Milch- und Fleischproduktion soll deutlich reduziert werden

Die geplante Renaturierung geht mit einer grundlegenden Neuausrichtung der dänischen Landwirtschaft einher. So soll es neue Richtlinien für Agrarsubventionen geben – um die landwirtschaftliche Produktion fairer, nachhaltiger und tierfreundlicher zu machen. Die Regierung plant, die Milch- und Fleischproduktion deutlich zu reduzieren. Eine Abgabe auf Methanemissionen aus der Tierhaltung sollte dazu führen, dass vor allem die klimaschädliche Fleischproduktion nachhaltiger wird. Auch der Einsatz von Stickstoffdünger soll künftig weiter reduziert werden.

„Dies scheint der erste ernsthafte Plan zu sein, dem jemand mit wirklicher Durchsetzungskraft zugestimmt hat, um die landwirtschaftlichen Emissionen zu reduzieren“, erklärt Tim Searchinger, leitender Wissenschaftler in Princeton und Senior Fellow am World Resources Institute.

70 % weniger Treibhausgas-Emissionen bis 2030

Mit diesen Maßnahmen möchte Dänemark seine Treibhausgasemissionen bis 2030 um 70 % gegenüber 1990 senken. Die Regierung sieht in der Entschleunigung der Landwirtschaft nicht nur einen Beitrag zum Klimaschutz – sondern auch eine Chance, den ökologischen und wirtschaftlichen Druck auf Landwirt:innen zu verringern. Dafür hat die sozialdemokratische Regierung 43 Milliarden Kronen (ca. 5,8 Milliarden Euro) eingeplant. Damit werden Bäuer:innen landwirtschaftliche Flächen abgekauft und anschließend renaturiert.

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joschuar
joschuar
29. November 2024 17:46

wir in Österreich haben genauso viel Landwirtschaft wie Dänemark aber 100 mal soviel Wald wie Dänemark, und unsere Landwirtschaft produziert sicher besser Lebensmittel als die mit dem Kunstfutter aus Übersee schreib keinen solchen Blödsinn

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Besonders bekannt ist ihr Engagement bei der UNO: Als UN-Sonderbotschafterin für Frauenrechte startete sie die Kampagne HeForShe, die sich für Gleichberechtigung einsetzt. Watson ist eine laute Stimme im Kampf für Geschlechtergleichheit. Zitat: Feminismus bedeutet Gleichheit: politisch, kulturell, sozial, wirtschaftlich. Das ist alles, so einfach ist das. Emma Watson

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