Hier können Sie die AI-generierte Audioversion dieses Artikels anhören.
In der Steiermark drohen Einschnitte bei Kindergärten und Geldleistungen für Eltern. Die FPÖ-geführte Landespolitik verschiebt die versprochene Verkleinerung der Kindergartengruppen und will stattdessen größere Gruppen künftig leichter zulassen. Auch bei Bewegungsräumen für Kinder will die Steiermark unter Mario Kunasek (FPÖ) sparen. Geht es nach der FPÖ, wird auch die Kinderbetreuungsbeihilfe eingestampft, die bisher Eltern von Kindergartenkindern zugutekam.
2024 beschloss die ÖVP-SPÖ-Landesregierung in der Steiermark einige Verbesserungen in der Kinderbildung. Ein zentraler Punkt war die geplante Verkleinerung der Kindergartengruppen. Der Plan: Bis 2029 sollte es gelingen, dass zwei Pädagog:innen sich um maximal 20 Kinder pro Gruppe kümmern können. Kleinere Gruppen bedeuten mehr Zeit für jedes Kind, weniger Belastung für das Personal und bessere pädagogische Arbeit im Alltag.
Auch die Leitungen der Einrichtungen hat man gestärkt. Sie haben ein Zeitkontingent bekommen, um sich um organisatorische und administrative Aufgaben kümmern zu können. Dazu kam eine Erhöhung der Gehälter. Das Land investierte dafür 40 Millionen Euro. Je nach Dienstjahren, Träger, Gehaltsschema und Tätigkeit erhielten die Beschäftigten im Kindergarten im Schnitt zwischen 250 Euro und 507 Euro brutto mehr pro Monat.
Unter FPÖ-Regierung wird nun gekürzt: vorerst keine kleineren Gruppen in Kindergärten
Die geplante Verkleinerung der Gruppen wurde nun unter der FPÖ ausgesetzt. Anders als ursprünglich angekündigt, bleiben die Gruppen auch im Kindergartenjahr 2026/27 bei maximal 22 Kindern. Erst im Jahr 2028/29 soll die Gruppengröße auf 21 Kinder reduziert werden. Das Ziel von 20 Kindern je Gruppe ist frühestens für 2031 vorgesehen.
Größere Gruppen ohne Genehmigung möglich
Außerdem plant die FPÖ, dass Überschreitungen der Gruppengröße künftig schneller möglich sind. Früher mussten solche Ausnahmen begründet und vom Land geprüft werden. Künftig sollen sie auch ohne Genehmigung erfolgen und Gruppengrößen von bis zu 27 Kindern ermöglichen.
Auch bei den räumlichen Standards gibt es Einschnitte. Anstatt für je drei Gruppen einen Bewegungsraum zu brauchen, soll dies mit der aktuellen Änderung erst für je vier Gruppen gelten. Somit muss es erst ab der fünften Gruppe einen weiteren Bewegungsraum geben. Schulturnsäle oder Sporthallen sollen mitbenützt werden können. Spielplatzflächen müssen nicht mehr direkt bei der Einrichtung liegen und können künftig auch kleiner ausfallen. Betroffene sehen den Plan kritisch:
„Kinder haben dadurch weniger Möglichkeit einen Platz zu finden, wo sie das tun können, was sie tun möchten. Gleichzeitig haben wir als Personal weniger Möglichkeiten mit der Kinderanzahl Sinnvolles zu machen in den Räumlichkeiten, die uns zur Verfügung stehen“, sagt Elementarpädagoge Michael Kammerer.
Kinderbetreuungsbeihilfe wird abgeschafft
Die FPÖ-geführte Steiermark will außerdem die Kinderbetreuungsbeihilfe des Landes abschaffen. Diese haben Eltern erhalten, deren Kinder regelmäßig eine Einrichtung wie einen Kindergarten besuchen, um die dafür anfallenden Kosten zu dämpfen. Aktuell beträgt diese bis zu 84,9 Euro pro Monat.
Auch die Beiträge zu den Ausbildungslehrgängen für Kinderbetreuer:innen sowie Tagesmütter und Tagesväter sollen gestrichen werden.
Gewerkschaft, Arbeiterkammer und SPÖ kritisieren Einsparung
„Eltern, Kinder und Pädagog:innen und Pädagogen haben darauf gehofft, dass die Landesregierung endlich für spürbare Entlastungen sorgt“, kritisiert SPÖ-Steiermark-Chef Max Lercher die geplanten Kürzungen bei Kindergärten und Eltern. „Trotz Begutachtungsverfahren wurde offenbar keine einzige Stellungnahme von Betroffenen, Trägern oder Expertinnen und Experten berücksichtigt.“
Mehr als 500 Stellungnahmen zeigen den Widerstand gegen die Änderungen, darunter die Arbeiterkammer, die Gewerkschaft, Fachleute sowie die Oppositionsparteien SPÖ, Grüne und Neos. Die Sozialpartner kritisieren darüber hinaus auch die fehlende Einbindung:
„In den letzten Jahren hatten wir Bildungslandesräte jeder Couleur und mit allen haben wir Lösungen gefunden“, sagt Beatrix Eiletz . Warum das diesmal mit FPÖ-Landesrat Stefan Hermann nicht gelungen ist, wisse sie nicht. „Vielleicht muss er es ja noch lernen.“
Gericht widerspricht FPÖ-Steiermark: Kinder haben Anspruch auf Diabetes-Betreuung im Kindergarten
(maximal 5 Antwortmöglichkeiten)




































So wird das nix mit noch mehr Pädagogen. Die Herausforderungen im Kindergarten mit immer mehr verhaltensauffälligen Kindern sind bereits jetzt grenzwertig. Dann werden wohl noch mehr Pädagogen das Handtuch werfen!
ich finde es ok wenn ausgaben seitig gespart wird und nicht die welche Arbeiten immer mehr belastet werden
Warum nicht einfach die Gehälter von den Politikern und Co. kürzen, um mehr Geld für das Land zu Gewinnen?
Warum nicht deren Comfort bremsen damit es den Bürgern Österreichs wieder gut geht?
Ich bin Österreicherin, ich bin hier geboren und aufgewachsen. Und ich muss sagen es ist traurig wie die Politik unser schönes Land gegen die Wand fährt und so gegen die eigene Bevölkerung schießt nur damit sie ihre Multi-Kulti-Rassen-Mischung zustande bringen.
Es wird nicht oder wenig im Interesse der Staatsbürger gehandelt!
Schade, war einmal ein so schönes Land und ich hatte ein sehr gutes Zukunftsgefühl für meine Kinder. Aber auch da wird man leider nur enttäuscht.
Was hat man von einer FPÖ Landesregierung erwartet?.
Vor Wahlen alles versprechen, gespart wird wie bei der ÖVP nur bei den finanziell Schwachen nur nicht bei sich selbst.
Im Kindergarten meines Enkels werden verzweifelt Pädagogen gesucht, nur will sich diesen Stress mit so vielen Kindern in der Gruppe niemand mehr antun
Es geht um unsere Zukunft mit der da gespielt wird . Ich selbst hab aufgrund einiger Dinge den Kindergarten verlassen U das wird immer ärger.
Es geht um maximale Ausbeutung der Menschen
Der größte Raubzug aller Zeiten