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AK-Wahlen: Sozialdemokratie gewinnt – Regierungsparteien verlieren

AK Wahlen 2024 Arbeiter, Arbeiterin, Fabrik, Arbeitnehmer:innen,

Thomas Hackl Thomas Hackl
in Politik
Lesezeit:2 Minuten
3. Mai 2024
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Die Fraktion der sozialdemokratischen Gewerkschafter (FSG) gewinnen trotz leichtem Minus die AK-Wahlen klar. In sieben von neun Bundesländern ist die Sozialdemokratie auf Platz 1, meistens mit einem gewaltigen Vorsprung auf den Zweitplatzierten. ÖVP und Grüne müssen in mehreren Bundesländern Verluste hinnehmen. Kontrast bringt die finalen AK-Wahl-Ergebnisse 2024.

Die Wahlen zur Arbeiterkammer sind entschieden und die Fraktion der sozialdemokratischen Gewerkschafter (FSG) ist der klare Sieger. Mit einem Gesamtergebnis von 57,14 Prozent liegt die Sozialdemokratie deutlich vor dem Zweitplatzierten, den konservativen Gewerkschaft:innen mit 16,56 Prozent. Knapp darauf folgt die FPÖ-Liste mit 12,27 Prozent. Trotz der hohen Umfragewerte der FPÖ können die Freiheitlichen kaum zulegen und verlieren sogar in Wien und Salzburg Stimmen. Die Grünen Listen erreichen nur 4,51 Prozent.

AK Wahl Ergebnisse 2024: Sozialdemokratie in 7 von 9 Bundesländern vorne

Mit Ausnahme von Vorarlberg und Tirol gewinnt die FSG jedes Bundesland, teilweise mit einem gewaltigen Vorsprung. So haben die sozialdemokratischen Gewerkschafter:innen etwa in Salzburg einen Vorsprung von 58 Prozent auf die zweitplatzierte ÖVP-Liste. In Salzburg und Niederösterreich konnten sie ihre absolute Mehrheit im Vergleich zu 2019 nochmal ausbauen. Auch in Vorarlberg gibt es für die FSG ein Plus. In Wien vereinen die Sozialdemokrat:innen trotz leichtem Minus mehr Stimmen, als alle anderen 15 Fraktionen zusammen. Das stärkste Ergebnis fährt die FSG Kärnten mit 69,3 Prozent ein. In Vorarlberg und Tirol landen ÖVP-Listen auf dem ersten Platz.

Starkes und steigendes Vertrauen in die AK

In kaum eine andere Institution haben die Österreicher:innen so viel Vertrauen wie in die Arbeiterkammer. Nur Volksanwaltschaft und Polizei liegen knapp vor der AK. Im letzten Jahr konnte die Arbeiterkammer einen enormen Vertrauenszuwachs verzeichnen. Das Gleiche gilt für den Gewerkschaftsbund (ÖGB). Ganz anders schaut das bei der Bundesregierung aus. Kaum einer Institution vertrauen die Menschen in Österreich weniger.

AK Wahl Ergebnisse 2024
Die Österreicher:innen haben ein starkes und steigendes Vertrauen in die Arbeiterkammer. Quelle: OGM/APA-Vertrauensindex

Wofür setzt sich die Arbeiterkammer ein?

Die Arbeiterkammer ist die gesetzliche Interessenvertretung aller Arbeitnehmer:innen in Österreich, unabhängig vom Reisepass. Sie berät kostenlos in Fragen zu Arbeitsrecht, Steuerrecht, Konsumentenschutz, Beruf & Familie, Bildung und Gesundheit am Arbeitsplatz.

Die Arbeiterkammer ist aber auch politisch aktiv und setzt sich für höhere Löhne, bessere Arbeitsbedingungen und faire Preise ein. Auch unterstützt die Arbeiterkammer die verschiedenen Gewerkschaften bei den Verhandlungen für den Kollektivvertrag. Die AK-Wahl-Ergebnisse 2024 zeigen erneut, dass die Beschäftigten weder der ÖVP noch der FPÖ zutrauen, sich für ihre Rechte einzusetzen.

Arbeiter und Angestellte haben nichts von der FPÖ! Eine Analyse der angeblichen „Politik für die kleinen Leute“

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Gerhard Pilz
Gerhard Pilz
1. August 2024 15:56

Warum sind die Löhne dann so niedrig? Warum tut die AK nur dann was für ihre Mitglieder wenns leicht geht? Die ziehen bei Sozialrechtssachen einfach den Schwanz ein, bei mir gehts ums überleben. Hauptsache der blade Muchitsch hat genug zum fressen.

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Karl Stojka wurde 1931 in Wampersdorf in Niederösterreich geboren – als Sohn einer Lovara-Roma-Familie. Er wuchs reisend auf, lebte mit seiner Familie in Zelten und Wagen, bis das NS-Regime diese Lebensweise brutal beendete. 1943 wurde Stojka mit seiner Familie deportiert. Er überlebte mehrere Konzentrationslager, darunter Auschwitz, Buchenwald und Flossenbürg. Viele seiner Angehörigen wurden ermordet. Nach dem Krieg kehrte er nach Wien zurück und versuchte, sich ein neues Leben aufzubauen – in einem Land, das die Verfolgung der Roma lange verdrängte. Erst Jahrzehnte später begann Stojka, über seine Erfahrungen zu sprechen. Er wurde zu einer wichtigen Stimme der Erinnerung: als Zeitzeuge, als Aktivist und als Künstler. In seinen Bildern verarbeitete er das Erlebte – eindringlich und farbgewaltig, oft schmerzhaft direkt. Gleichzeitig engagierte er sich für die Anerkennung der Roma und Sinti als Opfer des Nationalsozialismus in Österreich. Karl Stojka wurde so zu einer zentralen Figur der österreichischen Erinnerungskultur. Zitat: Nicht Hitler, Göring, Goebbels, Himmler und wie sie alle heißen, haben mich verschleppt und geschlagen. Nein, es war der Schuster, der Nachbar, der Milchmann. Sie haben eine Uniform bekommen, eine Binde und eine Haube - und dann waren sie die Herrenrasse. Karl Stojka
Karl Stojka wurde 1931 in Wampersdorf in Niederösterreich geboren – als Sohn einer Lovara-Roma-Familie. Er wuchs reisend auf, lebte mit seiner Familie in Zelten und Wagen, bis das NS-Regime diese Lebensweise brutal beendete. 1943 wurde Stojka mit seiner Familie deportiert. Er überlebte mehrere Konzentrationslager, darunter Auschwitz, Buchenwald und Flossenbürg. Viele seiner Angehörigen wurden ermordet. Nach dem Krieg kehrte er nach Wien zurück und versuchte, sich ein neues Leben aufzubauen – in einem Land, das die Verfolgung der Roma lange verdrängte. Erst Jahrzehnte später begann Stojka, über seine Erfahrungen zu sprechen. Er wurde zu einer wichtigen Stimme der Erinnerung: als Zeitzeuge, als Aktivist und als Künstler. In seinen Bildern verarbeitete er das Erlebte – eindringlich und farbgewaltig, oft schmerzhaft direkt. Gleichzeitig engagierte er sich für die Anerkennung der Roma und Sinti als Opfer des Nationalsozialismus in Österreich. Karl Stojka wurde so zu einer zentralen Figur der österreichischen Erinnerungskultur. Zitat: Nicht Hitler, Göring, Goebbels, Himmler und wie sie alle heißen, haben mich verschleppt und geschlagen. Nein, es war der Schuster, der Nachbar, der Milchmann. Sie haben eine Uniform bekommen, eine Binde und eine Haube - und dann waren sie die Herrenrasse. Karl Stojka

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Karl Stojka wurde 1931 in Wampersdorf in Niederösterreich geboren – als Sohn einer Lovara-Roma-Familie. Er wuchs reisend auf, lebte mit seiner Familie in Zelten und Wagen, bis das NS-Regime diese Lebensweise brutal beendete. 1943 wurde Stojka mit seiner Familie deportiert. Er überlebte mehrere Konzentrationslager, darunter Auschwitz, Buchenwald und Flossenbürg. Viele seiner Angehörigen wurden ermordet. Nach dem Krieg kehrte er nach Wien zurück und versuchte, sich ein neues Leben aufzubauen – in einem Land, das die Verfolgung der Roma lange verdrängte. Erst Jahrzehnte später begann Stojka, über seine Erfahrungen zu sprechen. Er wurde zu einer wichtigen Stimme der Erinnerung: als Zeitzeuge, als Aktivist und als Künstler. In seinen Bildern verarbeitete er das Erlebte – eindringlich und farbgewaltig, oft schmerzhaft direkt. Gleichzeitig engagierte er sich für die Anerkennung der Roma und Sinti als Opfer des Nationalsozialismus in Österreich. Karl Stojka wurde so zu einer zentralen Figur der österreichischen Erinnerungskultur. Zitat: Nicht Hitler, Göring, Goebbels, Himmler und wie sie alle heißen, haben mich verschleppt und geschlagen. Nein, es war der Schuster, der Nachbar, der Milchmann. Sie haben eine Uniform bekommen, eine Binde und eine Haube - und dann waren sie die Herrenrasse. Karl Stojka

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