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Bill Gates fordert weit höhere Steuern für Reiche

Bill Gates: Der freie Markt wird unseren Planeten nicht retten

Alina Bachmayr-Heyda Alina Bachmayr-Heyda
in Verteilungsgerechtigkeit
Lesezeit:2 Minuten
3. Januar 2020
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Ausgerechnet der zweitreichste Mann der Welt fordert in seinem Blog höhere Steuern für Vermögende wie ihn. Nur so könne der Staat wichtige Investitionen machen, die längst überfällig sind, schreibt der Microsoft-Gründer. Abgabe allein auf freiwilliger Basis lehnt er ab.

Bill Gates ist mit einem geschätzten Vermögen von 97,4 Milliarden Euro der zweitreichste Mensch der Welt, nur knapp geschlagen von Amazon-Gründer Jeff Bezos. Mit seiner Frau Belinda betreibt er die mit Abstand größte Privat-Stiftung der Welt, die Bill & Melinda Gates Foundation.

Und trotzdem sagt Gates: Freiwillige Wohltätigkeit reicht nicht aus, es braucht höhere Steuern für Reiche: „Sehr reiche Menschen haben ihr Geld oft in großen Wertanlagen, die sie über einen langen Zeitraum halten; und wenn diese Anlagen nicht verkauft werden, wird das Geld nie versteuert. Das macht keinen Sinn.“

Vermögen gleich versteuern wie Einkommen

Kapitalerträge sollen daher ähnlich besteuert werden wie ein durchschnittliches Einkommen. Dabei sollen in erster Linie „große Vermögen, die schon lange (etwa zehn Jahre) im Besitz von jemandem sind“, betroffen sein – so Bill Gates weiter.

Außerdem müsse die Erbschaftssteuer signifikant erhöht werden und auch Schlupflöcher im Steuersystem müssen geschlossen werden. Vor allem die geringe Besteuerung von Gewinnbeteiligungen ist ihm ein Dorn im Auge, denn sie macht für Fondsmanager einen Großteil des Einkommens aus. Donald Trump hatte versprochen, diesen Fehler im System zu beheben, sein Versprechen aber nicht eingehalten. Somit geben Top-Manager, die bis zu 20 Prozent der Kapitalgewinne als Bonus einstreifen, weniger Steuern an den Staat ab, als ihre einfachen Angestellten.

Bill Gates für Vermögen ssteuer
Der zweitreichste Mann der Welt Bill Gates will höhere Steuern für Vermögende.

USA: Land der Steuerfreiheit

Eine freiwillige Abgabe der Superreichen, wie sie in den USA öfter diskutiert wird, reicht laut Gates nicht aus.

„Es den Menschen zu überlassen, mehr zu zahlen, als die Regierung vorschreibt, ist keine ausbaufähig Lösung“, schreibt Gates. „Zusätzliche, freiwillige Abgaben werden niemals genug Geld für all das ergeben, was die Regierung tun muss.“

Im Angesicht der immer weiter auseinanderdriftenden Einkommensschere, fordert Gates nicht nur eine hohe Steuer auf Vermögenswerte. In den USA nehmen die Bundesstaaten einen großen Teil der Steuern autonom ein. Sein Heimatstaat Washington ist einer von sieben US-Staaten, die überhaupt keine Einkommenssteuer einheben. Das müsse sich ändern, so Bill Gates. Dabei muss man vor allem die hohen Einkommen zur Kasse bitten.

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Andreas Scheibner
Andreas Scheibner
4. Januar 2020 02:24

Recht hat Bill Gates

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Ewapan
Ewapan
3. Januar 2020 21:28

Die Reichen haben ihr Vermögen im wesentlichen dem kapitalistischen System zu verdanken und nicht ihrer Hände Arbeit. Man sollte, abhängig vom Vermögen, die Einkünfte aus Kapitalerträgen viel höher besteuern (90%).

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Michael Niavarani ist ein österreichischer Kabarettist, Schauspieler und Autor. Er ist bekannt für seine humorvollen Bühnenprogramme, Theaterstücke und Fernsehauftritte. Außerdem gründete er das Globe Wien, ein eigenes Theater, und prägt damit die heimische Kulturszene. Er gehört zu den lauten Stimmen aus der Kultur, wenn es darum geht, soziale Missstände zu kritisieren. Zitat: Die wichtigste Botschaft aus der Krise ist, dass der Markt nichts regelt. Also der würde das schon regeln, aber mit sehr vielen Toten. Der Markt ist nicht für die Menschen da. Er ist eigentlich für nix. Außer für große Investoren und Konzerne. Michael Niavarani

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Impressum: SPÖ-Klub - 1017 Wien - Telefon: +43 1 40110-3393 - e-mail: redaktion@kontrast.at

 
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