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Faktencheck zu Spitalsbesuchen von Ausländern: „Krone“ und FPÖ vergiften Stimmung mit irreführenden Zahlen

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Krone Artikel über "Spital Touristen" und Herbert Kickl von der FPÖ. (Foto: Screenshot Kronen Zeitung; Helmut Fohringer/APA/Picturedesk - eigene Montage)

Krone Artikel über "Spital Touristen" und Herbert Kickl von der FPÖ. (Foto: Screenshot Kronen Zeitung; Helmut Fohringer/APA/Picturedesk - eigene Montage)

Michael Thaler Michael Thaler
in Gesundheit, Migration & Asyl
Lesezeit:5 Minuten
27. Januar 2026
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Hier können Sie die AI-generierte Audioversion dieses Artikels anhören.

Vor wenigen Tagen veröffentlichte die Kronen Zeitung einen Artikel mit der Überschrift „Spitals-Touristen kosten Milliarden“. Thema waren Patient:innen ohne österreichische Staatsbürgerschaft. Grundlage des Berichts war eine parlamentarische Anfrage der FPÖ. Das größte Boulevardblatt des Landes machte daraus eine Titelgeschichte, die vor allem eines soll: aufregen. Die Rede ist von „OP-Wartezeiten bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag für heimische Patienten“. Gleichzeitig wird behauptet, „Flüchtlinge und Zuwanderer“ würden angeblich keinen Cent bezahlen und dennoch millionenfach behandelt – während andere warten müssten. Die FPÖ liefert das Thema, die Kronen Zeitung die Aufregergeschichte. Die FPÖ bekommt verwertbaren Content für ihre Kanäle, die Krone Klicks und Reichweite. Eine symbiotische Beziehung zwischen Partei und Boulevard.

Die „Krone“ jongliert mit Zahlen – ohne Kontext – und zeichnet verzerrtes Bild

Was steht im Artikel vom 25. Jänner? Die „Krone“ skandalisiert die Zahl von 22 Millionen stationären und ambulanten Behandlungen, die “Flüchtlinge und Zuwanderer” im Zeitraum von 2015 bis 2024 in Anspruch genommen haben. Aber: Ins Verhältnis gesetzt wird diese Zahl nicht.

Was man als Leser:in nämlich wissen muss, um das zu bewerten, wäre nämlich:

  • Wie viele Behandlungen gab es in diesem Zeitraum insgesamt (also von Menschen mit und ohne österreichischer Staatsbürgerschaft)?
  • Was muss ich über den Zeitraum wissen? 2015 und 2016 sind nämlich viele Menschen vor Krieg nach Österreich geflüchtet und brauchten nach Strapazen und Erschöpfung kurzfristig medizinische Hilfe.
  • Und: Um welche „Behandlungen“ geht es überhaupt? Sind das alles komplizierte Operationen oder zählt als „Behandlung“ auch schon ein Besuch in einem Erstversorgungszentrum?

Weil die „Krone“ es nicht tut, ordnen wir diese Zahlen ein und setzen sie ins Verhältnis. Denn ohne Kontext bleibt die Zahl von 22 Millionen Behandlungen irreführend. Also: 

Die Gesamtanzahl der medizinischen Leistungen (stationär und ambulant) betrug für die Jahre 2015 bis 2024 mehr als 800 Millionen. Die von der „Kronen Zeitung“ zitierten 22 Millionen machen also rund 2,75 % aller in diesem Zeitraum durchgeführten Behandlungen in Österreich aus.

Krone, ausländische Patienten, Faktencheck Spitalsbesuche, Grafik
Faktencheck zu den irreführenden Zahlen in der „Krone“ zu ausländischen Patienten.

Die im Artikel angeführten Nationalitäten (Afghanen, Pakistaner, “Afrikaner”, Syrer, Inder, Türken, Iraner, Ukrainer, Iraker) machen laut Statistik Austria 4,8 % der österreichischen Wohnbevölkerung aus.

Kurzum: Nicht-Österreicher:innen nehmen weniger medizinische Leistungen in Anspruch als Österreicher:innen. Eine Tatsache, die sowohl die „Kronen Zeitung“ als auch die FPÖ auslassen.

In der folgenden Grafik ist dargestellt, welche die größten Gruppen von „nicht-österreichischen“ Patient:innen sind. Was die Grafik zeigt, ist wenig überraschend: Jene Communities (Gruppen), die in Österreich einen größeren Anteil an der Bevölkerung haben (also Menschen aus Deutschland, der Türkei und Ex-Jugoslawien) scheinen auch als größere Gruppen von Patient:innen auf. Das bedeutet allerdings nicht, dass sie häufiger im Krankenhaus wären.

In dieser Grafik sieht man, woher die nicht-österreichischen Patient*innen vor allem stammen.
Herkunft nicht-österreichischer Patient:innen. Quelle: ScienceDirect

Fakt ist: „Nicht-Österreicher:innen“ zahlen sehr wohl ins Sozialsystem ein

Krone ausländische Patienten FPÖ
FPÖ-Chef Herbert Kickl nutzt seine Reichweite, um gegen Nationalitäten Stimmung zu machen. (Foto: Screenshot/ Facebook)

FPÖ-Chef Herbert Kickl entnimmt die Tabelle mit den Behandlungen (aufgesplittet auf Nationalitäten) aus der „Krone“ und verbreitet sie nochmal auf seinen Social Media-Kanälen.

Die „Krone“ behauptet zudem, Menschen ohne österreichische Staatsbürgerschaft würden „oft noch keinen Cent“ in das Sozialsystem einzahlen. Belege dafür liefert sie nicht. Weder finden sich Angaben zum Versicherungsstatus noch zu den Beitragszahlungen der genannten Drittstaatsangehörigen.

Tatsächlich ist vielmehr davon auszugehen, dass ein Großteil der betroffenen Ausländer:innen regulär Sozialversicherungsbeiträge leistet. Schon deshalb, weil fast die Hälfte der im Artikel angeführten Leistungen auf Menschen mit türkischer Migrationsgeschichte entfällt (rund 9,3 Millionen) – eine Gruppe, die großteils regulär in die Sozialversicherung einzahlt.

„Krone“ schreibt „Gratis-Schönheits-OPs“ herbei, die es nicht gibt

Auch bei den angeführten Zahlen zur „plastischen Chirurgie“ erzeugt die „Kronen Zeitung“ ein verzerrendes Bild. Von „Fettabsaugungen, Facelifting, Lippen- oder Nasenkorrektur“ ist die Rede, und zwar „auf Steuerzahlerkosten“. Was man wissen muss – und was nicht im Artikel erklärt wird – ist: Im Spitalsbereich umfasst plastische Chirurgie überwiegend rekonstruktive und medizinisch notwendige Behandlungen (etwa nach Unfällen, Verbrennungen oder Tumoroperationen).

Ästhetische Eingriffe ohne medizinische Notwendigkeit, also sogenannte „Schönheits-OPs“, werden vom öffentlichen Gesundheitssystem grundsätzlich nicht bezahlt und müssen von den Patient:innen selbst finanziert werden.

Die im Artikel erwähnten rund 1.100 angeblichen „Eingriffe“ bei Syrer:innen und Afghan:innen im Jahr 2024 beziehen sich nicht auf operative Eingriffe, sondern auf die Gesamtsumme aller Leistungen der Fachrichtung Plastische Chirurgie. Darunter fallen vor allem ambulante, diagnostische und therapeutische Behandlungen. Tatsächliche Operationen machen nur einen kleinen Teil davon aus. 

Menschen werden unabhängig von ihrer Herkunft medizinisch „ordentlich“ behandelt

Der Zugang zum österreichischen Gesundheitssystem ist gesetzlich klar geregelt: Asylwerbende haben Anspruch auf medizinisch notwendige Leistungen. Eine Unterscheidung danach, wem in einer gesundheitlichen Notlage geholfen wird und wem nicht, wäre verfassungsrechtlich wie auch europarechtlich problematisch. Sie würde zudem unser ethisches Grundverständnis davon, wie wir mit anderen Menschen umgehen, grundsätzlich infrage stellen.

„Ich glaube, niemand von uns will in einem Gesundheitssystem leben, wo unterschieden wird, wem in einer gesundheitlichen Notlage geholfen wird und wem nicht. Das wäre gesundheitspolitisch, sozialpolitisch und demokratiepolitisch höchst gefährlich. Eine moderne Gesundheitspolitik orientiert sich an medizinischer Notwendigkeit und Prävention“, bekräftigt Gesundheitsministerin Korinna Schumann (SPÖ).

Die medizinische Versorgung von Menschen mit Schutzstatus (also Asylwerber:innen, Asylberechtigte, subsidiär Schutzberechtigte und Vertriebene) im regulären Sozialversicherungssystem ist außerdem deutlich effizienter als der Aufbau eines eigenen Parallelsystems für diese Gruppen. Ein solches Parallelsystem würde erheblichen zusätzlichen Verwaltungsaufwand verursachen.

In der folgenden Grafik ist dargestellt, woher die meisten Patient:innen ohne österreichischer Staatsbürgerschaft stammen und wie lange sie medizinische Versorgung in Anspruch nehmen:

Grafik Patient:innen ohne österreichischer Staatsbürgerschaft
Entwicklung der Herkunft der Patient:innen pro Kopf (links) und nach Dauer des Aufenthalts (rechts). Quelle: ScienceDirect

Patient:innen werden gegeneinander ausgespielt – volle Spitäler haben andere Ursachen

Susanne Fürst FPÖ
Auch Susanne Fürst (FPÖ) verbreitet den Krone-Artikel und macht Stimmung gegen Migrant:innen. (Foto: Screenshot/ Facebook)

Wartezeiten und überlastete Krankenhäuser sind kein Ergebnis von Migration, sondern haben andere Ursachen: Personalmangel, fehlende Kassenstellen und eine alternde Gesellschaft. Missstände haben sich unter anderem durch eine missglückte Krankenkassenreform unter der ÖVP/FPÖ-Koalition noch verschärft.

Tatsache ist: Unser Gesundheitssystem ist auf Arbeitskräfte ohne österreichische Staatsbürgerschaft angewiesen. Über 132.000 Menschen ohne österreichischer Staatsbürgerschaft arbeiten im Gesundheits-, Sozial- und Pflegebereich. Viele Bundesländer werben gezielt ausländische Pflegekräfte an, ohne sie würde das System nicht funktionieren.

Parlament Das Thema "Gesundheitssystem" im Parlament

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21 Comments
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Otto
Otto
30. Januar 2026 07:42

Danke für diesen tollen Beitrag.
Was mir – und vermutlich auch vielen anderen, die hier mit argumentieren möchten – fehlt, ist ein Vergleich (vielleicht mit griffiger Grafik), wie viel Österreichische Staatsbürger im gleichen Zeitraum behandelt wurden. Denn das ist es, was dann am Stammtisch, den sozialen Medien etc wirklich diskutiert wird.

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Bernhard Jochum
Bernhard Jochum
29. Januar 2026 16:31

Nach so vielen Jahren in der Opposition möchte Herbertl und seine Kumpanen endlich mal ans Ruder kommen. Irgendwie verständlich.
Dazu sind den Blauen alle Mittel recht, auch die haltlosen Behauptungen und Lügen im10-er Pack ! Das ist dann eben schon weniger verständlich, sondern einfach nur mies !! Drum lasst uns dran arbeiten dass uns dieser miese Typ als Volkskanzler erspart bleibt.

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Walter
Walter
29. Januar 2026 13:00

Ich möchte euch bitte festnageln: woher stammt die Zahl 800 Mio? Sehr gut, wenns so ist, aber woher habt ihr die Zahl. Die Statistik Austria wird erst kurz darauf in einem anderen Zusammenhang zitiert. Hier wäre eine Quelle essentiell, um es ebenfals ernstnehmen zu können.

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Gerald Demmel
Gerald Demmel
Reply to  Walter
30. Januar 2026 12:22

Ist mittlerweile im Text verlinkt:
https://www.parlament.gv.at/aktuelles/pk/jahr_2026/pk0060

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Haribo
Haribo
29. Januar 2026 04:41

Ein herunterbrechen auf das Alter würde ein ganz anderes Bild zeigen, denn der Durchschnittliche Einheimische ist weit älter als der Durchschnittliche Zuwanderer, wenn man dann auch noch die höhere Anzahl an Kindern rechnet senkt das nocheinmal das Durchschnittsalter sowie die Menge derjenigen die einzahlen. Es wird doch unbestritten sein, dass ärztliche Behandlung im Alter weit häufiger vorkommt als bei den jungen. Ich kann mich zb nicht erinnern bis zu meinem 40. Lebensjahr auch nur einmal im Spital gewesen zu sein, ab 40 gings los und jetzt hab ich jährlich mehrere Besuche. Von Arbeitsunfällen rede ich mal gar nicht, die kommen nämlich nur bei den arbeitenden vor. Also wenn ihr schon eine Gegendarstellung macht dann ordentlich….

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Haribo
Haribo
29. Januar 2026 04:20

Interessant wären Quellenangaben eurerseits, nämlich nur zu behaupten es stimmt nicht und dann selbst keine Herkunft der Zahlen zu nennen ist auch keine Qualitätsjournalismus mMn. Woher die Zahlen der 800Mio Behandlungen in dem Zeitraum?

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Gerald Demmel
Gerald Demmel
Reply to  Haribo
30. Januar 2026 12:23

Bitteschön:
https://www.parlament.gv.at/aktuelles/pk/jahr_2026/pk0060

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Roland Edwin
Roland Edwin
Reply to  Gerald Demmel
3. Februar 2026 19:48

Lieber Herr Demmel, nur weil das in einer Anfragebeantwortung steht, muss es noch keine seriöse Quelle sein. Wo bleiben die Statistiken der Sozialversicherungen?

Zudem habt ihr auch keine seriösen Angaben dazu, welche der nicht-österreichischen Staatsbürger Vollzeit, Teilzeit oder arbeitslos bzw. Asylwerber sind oder von Mindestsicherung leben? Den Blick in das Jahrbuch Migration habt ihr offenbar unterlassen…

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Gerald Demmel
Gerald Demmel
Reply to  Roland Edwin
4. Februar 2026 16:00

Ja, wir nehmen an, dass die Zahlen aus dem Gesundheitsministerium stimmen.
Wenn Sie andere Informationen haben, schicken Sie uns diese gern an redaktion@kontrast.at

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adabei
adabei
28. Januar 2026 16:25

Krone und Kickl sind anscheinend wieder in ihrem Element vereint

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adabei
adabei
28. Januar 2026 16:09

deswegen lese ich die Krone nicht, denn sie nimmt es mit Wahrheiten nicht sehr genau

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aramo
aramo
28. Januar 2026 14:46

stimmt alles aber zuerst kommen die welche in das System einzahlen und dann die anderen ja und nicht umgekehrt ,was wollt ihr wollt ihr den Sozialstaat Österreich komplett kaputtmachen wenn ihr das so wollt werden in 5 Jahren nur mehr die ein Behandlung bekommen die viele geld dafür bezahlen und alle anderen nicht mehr wollt ihr das .Mann kann nur jemanden helfen wenn es einem selber gut geht

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Walter Rosifka
Walter Rosifka
Reply to  aramo
9. April 2026 15:51

ich kann das „zuerst ins System einzahlen“ schon nicht mehr hören; ich habe 18 Jahre lang (bis zu meinem ersten Job) nichts ins System eingezahlt und die Steuerzahler haben vieles für mich finanziert; und wenn ich nach meinem Studium ins Ausland ausgewandert wäre (wie es ja einige Österreicher machen – es gibt mehr als 600.000 Auslandsösterreicher, glaub ich), dann wäre ich den Steuerzahlern vornehmlich auf der Tasche gelegen und hätte nie etwas wesentliches ins System eingezahlt. Es ist doch wohl so, dass unser System prinzipiell die Bildung/Integration/Gesundheitsversorgung etc aller hier lebenden Menschen (auch der öst Staatsbürger) „vorfinanziert“ und diese Menschen erst danach (!) zu einem hohen Prozentsatz durch ihre Abgaben und Steuern (und vergesst mir dabei bitte nicht die Umsatzsteuer) auf ihre Arbeitsleistungen und ihren Konsum ins System einzahlen.

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Heli König
Heli König
27. Januar 2026 20:42

Das Einzige, was ich an eurem sehr guten Beitrag kritisieren muss, ist folgendes: AsylwerberInnen haben meines Erachtens kein Recht auf eine Behandlung, die von österreichischen Steuerzahlern finanziert wird. Das – und wenn es auch nur eine Teilsumme ausmacht – ist ein gänzlich falsches Grundverständnis und würde dem
Begriff Spitalstouristen tatsächlich eine Berechtigung geben.

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Philipp
Philipp
Reply to  Heli König
28. Januar 2026 11:46

Also wär dir lieber ein Flüchtling mit Lungenentzündung stirbt, als dass ihm geholfen wird, nur weil er keinen österreichischen Pass hat. Ganz höflich formuliert: Spinnst du?

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josef Zeindlhofer
josef Zeindlhofer
Reply to  Heli König
28. Januar 2026 14:37

Zuerst kommt immer der Mensch und dann seine Zugehörigkeit zu einer Staatsangehörigkeit .

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Stefan
Stefan
Reply to  Heli König
31. März 2026 15:34

Naja, so krass jetzt auch wieder nicht. Ich denke jeder Mensch der in Österreich ist, (legal oder illegal) dem sollte in Akutsituationen geholfen werden. Dass man Illegale abschieben sollte ist wieder eine andere Geschichte. Mit der Behandlung von chronischen Erkrankungen, Dauerbehandlungen, nicht akut notwendigen Behandlungen und dergleichen – darüber sollte diskutiert werden! Deshalb halte ich eine eigene Kasse für Nicht-Österreicher für die beste Lösung. Auch würden mich die Zahlen aus Wien in Gegenüberstellung mal interessieren…was da so abgeht sehe ich nämlich mit eigenen Augen (ich arbeite da, weiß wer meine Patienten sind, und auch was viele über uns und unser Sozialsystem denken). Gleichzeitig sollte man auch die 250 Führungskräfte(sic!) der ÖGK auf 20 bis max. 40 reduzieren – dann wüsste man raz-faz nicht mehr wohin mit dem ganzen Geld. Was halt auch Fakt ist, ist dass die Kassen bis 2015 ein gutes Plus angehäuft hatten, welches seit etwa 2 Jahren aufgebraucht ist. Und siehe da – seit 2 – 3 Jahren fährt die Kasse im Minus – und zwar jedes Jahr um zig. Mille mehr! Womit erklärt man sich die mehr werdenden Kürzungen ( Heilmassagen gestrichen, Krankentransporte gestrichen, beim Zahnarzt muß man inzwischen fast alles selber zahlen,…)- und zwar für ALLE Patienten in Österreich. Ich kenne dieses Blatt nicht, ist mir auch wurscht was genau der Autor, der sich wahrscheinlich lieber einen Finger abhacken würde, als zuzugeben dass uns die Migrationswelle seit 2015 überrollt und uns weiterhin überfordert – siehe Schulsystem, siehe Abbau im Sozialsystem, siehe misslingen der Integration, siehe Unterwürfigkeit der Religion und Nationalität,…

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Claudia Binder-Helnwein
Claudia Binder-Helnwein
Reply to  Stefan
15. Mai 2026 09:29

Lieber Stefan!

Wir haben alle im Artikel genannten Zahlen sorgfältig recherchiert und plädieren dafür, Politik mit Hirn und nicht mit Ängsten oder Emotionen zu machen. Die Forderung nach einer eigenen „Migrantenkasse“ ist ökonomisch unsinnig. Studien (zB Universität Bielefeld) zeigen eindeutig, dass andere Länder, die Parallelsysteme etabliert haben, deutlich höhere Kosten verzeichnen und die Bürokratie aufblähen. Ein funktionierendes Versicherungssystem basiert auf einem großen, soliden Risikopool. Diesen künstlich zu verkleinern und nach Herkunft zu fragmentieren, treibt die Verwaltungskosten in die Höhe und untergräbt die Solidarität, die das System erst finanzierbar macht. Solche Kleinst-Pools sind instabil, teuer und administrativ aufwendig. Außerdem, wer bewertet, welche Behandlung akut notwendig ist und welche nicht? Die Kosten bei Verschleppung von Erkrankungen bis sie akut sind, sind zumeist auch höher. Und wer ist dann die nächste Gruppe, die ausgesondert wird? Auch mitversicherte Personen zahlen ja beispielsweise nicht ins Versicherungssystem ein. Es gibt bereits erste Rufe, die Mitversicherung von Ehegatten zu hinterfragen.

Studien zeigen auch , dass Menschen mit Migrationshintergrund im Vergleich zu ihrem Anteil an der Bevölkerung geringere Gesundheitsausgaben verursachen. Dies u.a. deswegen, weil die migrantische Bevölkerung im Schnitt deutlich jünger ist. Außerdem wird bei einer volkswirtschaftlichen Bewertung von Migration als reinen Kostenfaktor die Realität der Versorgung in den Spitälern und anderen Gesundheitseinrichtungen übersehen: Ohne Beschäftigte mit Migrationshintergrund würde die Versorgung in allen Einrichtungen zusammenbrechen. Die Probleme in der Krankenversicherung haben viele Ursachen, von der Demographie bis zu den Nachwirkungen der Corona-Pandemie. Vor allem aber hat die Fusion der Krankenkassen nicht die angekündigte Patientenmilliarde gebracht, sondern im Gegenteil Kosten verursacht.

LG, Claudia

Backoffice
Redaktion Kontrast.at

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Marwin
Marwin
27. Januar 2026 18:38

Danke für die Richtigstellungen!

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adabei
adabei
Reply to  Marwin
28. Januar 2026 16:06

deswegen lese ich die Krone nicht, denn sie nimmt es mit Wahrheiten nicht sehr genau

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adabei
adabei
Reply to  adabei
28. Januar 2026 16:08

Entschuldigung, war falscher Beitrag

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Migranten bekommen erstes Denkmal in Österreich - in Salzburg. (Foto: Unsplash; KI; Montage)
Anders als gedacht

Arbeitende Migrant:innen bekommen ihr erstes Denkmal in Österreich – es wird in Salzburg stehen

24. April 2026

Umfrage

Was sind deiner Meinung nach hauptsächlich die Ursachen für die Inflation in Europa?
Ergebnisse

(maximal 5 Antwortmöglichkeiten)

  • Einige Konzerne haben die Krise genutzt, um Gewinne zu steigern 17%, 988 Stimmen
    988 Stimmen 17%
    988 Stimmen - 17% aller Stimmen
  • Die Kriegs-Politik von US-Präsident Trump 16%, 927 Stimmen
    927 Stimmen 16%
    927 Stimmen - 16% aller Stimmen
  • Die Handelspolitik der USA unter Trump 14%, 805 Stimmen
    805 Stimmen 14%
    805 Stimmen - 14% aller Stimmen
  • Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine 14%, 803 Stimmen
    803 Stimmen 14%
    803 Stimmen - 14% aller Stimmen
  • Die europäische Politik 9%, 509 Stimmen
    509 Stimmen 9%
    509 Stimmen - 9% aller Stimmen
  • Die nationale Politik 8%, 458 Stimmen
    458 Stimmen 8%
    458 Stimmen - 8% aller Stimmen
  • Die Folgen der Corona-Krise 8%, 456 Stimmen
    456 Stimmen 8%
    456 Stimmen - 8% aller Stimmen
  • Europas Sanktionen gegen Russland 7%, 436 Stimmen
    436 Stimmen 7%
    436 Stimmen - 7% aller Stimmen
  • Die Staaten drucken zu viel Geld bzw. geben zu viel Geld aus 5%, 310 Stimmen
    310 Stimmen 5%
    310 Stimmen - 5% aller Stimmen
  • Zu hohe internationale Zölle 4%, 210 Stimmen
    210 Stimmen 4%
    210 Stimmen - 4% aller Stimmen
Stimmen insgesamt: 5902
Wähler: 1610
13. Mai 2026
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    FPÖ kürzt in der Steiermark bei Kindergärten und streicht Unterstützung für Eltern
  • Haushalts-Einkommen-Rechner (Foto: Unsplash/KI-Montage)
    Haushaltseinkommen-Rechner: Wo steht Ihr Gehalt im Vergleich zu anderen Österreicher:innen?
  • Der Kühl-Kompass zeigt dir, wo du dich in der Nähe abkühlen kannst. (Bild: Getty images/Unsplash, Screenshot Kontrast.at, KI-Montage)
    Der "Kühl-Kompass" zeigt dir mit einem Klick Orte zum Abkühlen
  • Mutter mit Kind im Arm im Park. (Foto: Unsplash)
    Wenn der Unterhalt für Kinder ausbleibt, bekommen Alleinerziehende jetzt sicher Geld

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  • Herkunft als Schlagzeile: Tust du Gutes, gehörst du dazu – machst du etwas falsch, bist du ewiger „Ausländer“
Kowall
  • Beim Strom passiert die Energiewende schon: Die EU und China sind beim Erneuerbaren-Ausbau Vorreiter
Klassenkampf von oben
  • Politik für Reiche im Klassenzimmer: Die Agenda Austria hat den Wirtschafts-Unterricht unserer Kinder im Visier

Cartoons

  • Macht Herby Potter Österreich zur Kammer des Schreckens?

Zitate

Durch die Serie Baywatch hat es Pamela Anderson zu weltweiter Bekanntheit geschafft. Was vielen nicht bewuss ist: Anderson ist auch politische Aktivistin. Und in dieser Rolle nutzt sie ihre Bekanntheit, um sich für Themen einzusetzen, die ihr wichtig sind. Sie kämpft gegen soziale Ungerechtigkeiten und für Menschen- und Tierrechte. Zitat: Globale Probleme wie der Klimawandel lassen sich nicht mit alten Rezepten aus dem 20. Jahrhundert lösen. Wir brauchen einen Green New Deal auf beiden Seiten des Atlantiks. Pamela Anderson
Durch die Serie Baywatch hat es Pamela Anderson zu weltweiter Bekanntheit geschafft. Was vielen nicht bewuss ist: Anderson ist auch politische Aktivistin. Und in dieser Rolle nutzt sie ihre Bekanntheit, um sich für Themen einzusetzen, die ihr wichtig sind. Sie kämpft gegen soziale Ungerechtigkeiten und für Menschen- und Tierrechte. Zitat: Globale Probleme wie der Klimawandel lassen sich nicht mit alten Rezepten aus dem 20. Jahrhundert lösen. Wir brauchen einen Green New Deal auf beiden Seiten des Atlantiks. Pamela Anderson

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  • Die Kriegs-Politik von US-Präsident Trump 16%, 927 Stimmen
    927 Stimmen 16%
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  • Die Handelspolitik der USA unter Trump 14%, 805 Stimmen
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  • Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine 14%, 803 Stimmen
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  • Die europäische Politik 9%, 509 Stimmen
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  • Die nationale Politik 8%, 458 Stimmen
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  • Die Folgen der Corona-Krise 8%, 456 Stimmen
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  • Europas Sanktionen gegen Russland 7%, 436 Stimmen
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  • Die Staaten drucken zu viel Geld bzw. geben zu viel Geld aus 5%, 310 Stimmen
    310 Stimmen 5%
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  • Zu hohe internationale Zölle 4%, 210 Stimmen
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