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Von 405 auf 160 Euro: Oberösterreichs Landesregierung kürzt Eltern-Kind-Zuschuss

Thomas Stelzer und Manfred Haimbuchner: OÖ Landesregierung kürzt Eltern-Kind-Zuschuss. (Foto: Land OÖ/Peter Mayr; APA Picturedesk/ Werner Kerschbaummayr/fotokerschi; Unsplash/getty images; Montage)

Thomas Stelzer und Manfred Haimbuchner: OÖ Landesregierung kürzt Eltern-Kind-Zuschuss. (Foto: Land OÖ/Peter Mayr; APA Picturedesk/ Werner Kerschbaummayr/fotokerschi; Unsplash/getty images; Montage)

Kontrast Redaktion Kontrast Redaktion
in Gesundheit, Oberösterreich
Lesezeit:2 Minuten
17. Dezember 2025
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Die schwarz-blaue Landesregierung in Oberösterreich setzt ihren Sparkurs im Sozialbereich fort und kürzt die Unterstützung für junge Familien deutlich: Sie kürzt den Eltern-Kind-Zuschuss von 405 Euro auf 160 Euro zusammen. Ausgerechnet in wirtschaftlich angespannten Zeiten, in denen junge Eltern besonders auf Unterstützung angewiesen wären, kürzen ÖVP und FPÖ bei Familien.

Junge Familien stehen durch die anhaltende Teuerung bei Lebensmitteln und Energie unter Druck. Mit einer weiteren Kürzung im Sozialbereich verschärft die oberösterreichische Landesregierung aus ÖVP und FPÖ die bereits angespannte Situation zusätzlich: Denn bisher gab es in Oberösterreich einen Zuschuss für Eltern, wenn alle Untersuchungen und Impfungen gemäß Eltern-Kind-Pass gemacht wurden. Dieser wird nun reduziert: von dreimal 135 Euro – also insgesamt 405 Euro – auf einmalig 160 Euro. Diese Kürzung tritt ab 1. Jänner in Kraft.

Österreichweit gab es diesen Zuschuss nur in Oberösterreich. Wie die Oberösterreichischen Nachrichten berichteten, hat die ÖVP-FPÖ-Koalition die Kürzung bereits im November beschlossen, diese Entscheidung bisher aber nicht öffentlich kommuniziert. Den Zuschuss haben im letzten Jahr 7.653 Personen erhalten.

Während man bei Sozialausgaben spart, geben sich die Politiker:innen in Oberösterreich allerdings eine Gehaltserhöhung von 3,3 Prozent. Auch das ist österreichweit ein Einzelfall: In den meisten anderen Bundesländern gibt es im kommenden Jahr eine Nulllohnrunde für die Spitzenpolitik.

Familie auf Couch in Wohnung (Foto: Andrej Lisakov/Unsplash)
Die oberösterreichische Landesregierung kürzt den Zuschuss für Familien um knapp 60 Prozent. (Foto: Andrej Lisakov/Unsplash)

„Schwerwiegender Rückschritt für Familien, Gesundheitsprävention und Kinderschutz“

Ziel des Eltern-Kind-Zuschusses war es, dass die gesundheitliche Vorsorge für Kinder nicht an den finanziellen Möglichkeiten der Eltern scheitert. Zusätzlich sollten diese motiviert werden, alle Untersuchungen vollständig zu absolvieren – also dass medizinische Untersuchungen, Beratungen und Begleitungen für Kinder regelmäßig in Anspruch genommen werden. 

Die Kinderfreunde Oberösterreich sehen diese Kürzung als einen „schwerwiegenden Rückschritt für Familien, Gesundheitsprävention und den Kinderschutz“. Laut den Kinderfreunden treffen Einsparungen dieser Art immer diejenigen zuerst, die ohnehin weniger Geld haben. Zudem warnen sie: Spart die Landesregierung bei der Prävention, riskiert sie langfristig deutlich höhere Folgekosten.

„Diese Kürzung trifft Familien unmittelbar und gefährdet bewährte Präventionsstrukturen. Wir brauchen mehr Unterstützung für junge Eltern – nicht weniger. Es muss gewährleistet bleiben, dass alle Kinder die medizinische Versorgung und Begleitung erhalten, die sie benötigen, unabhängig von der finanziellen Situation ihrer Eltern“, betont Reinhold Medicus-Michetschläger, Geschäftsführer der Kinderfreunde OÖ.

Auch die SPÖ Oberösterreich lehnt die Kürzung des Eltern-Kind-Zuschusses ab. SPÖ-Sozialsprecherin Sabine Engleitner-Neu kritisiert:

„Eine Frauenlandesrätin [Christine Haberlander (ÖVP), Anm.], die solche Entscheidungen still und heimlich im Regierungssitzungssaal beschließt, anstatt offen darüber zu sprechen, wird ihrem Anspruch nicht gerecht“.

Weniger Geld für Schulkinder, Alleinerziehende und Heizkosten: So kürzt die FPÖ in den Bundesländern

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8 Comments
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Gabriele
Gabriele
18. Dezember 2025 17:14

Wenn es das „nur“ in Oberösterreich gab finde ich es in Ordnung, denn die Familien in den anderen Bundesländer bekommen diesbezüglich gar nichts. Solche Zuschüsse müssten eigentlich wenn, dann für alle !!!Bundesländer gleich sein!

13
-2
Antworten
Marion
Marion
Reply to  Gabriele
19. Dezember 2025 09:34

Ich hab es nicht, also darfst du es auch nicht haben. *MitFußaufstampf* Argumentation einer 5 jährigen

0
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Ortler3905
Ortler3905
18. Dezember 2025 12:56

Schwarz und Blau, die schlimmste aller Varianten !!!

18
-13
Antworten
Wiesinger Siegfried
Wiesinger Siegfried
18. Dezember 2025 11:53

Und da lächelt er auch noch, der liebe Herr Landeshaupmann. Und so,meiner Meinung nach, „dämlich“ (hat nichts mit Damen zu tun! ) grinsen wie sein Stellvertreter- das passt echt zusammen.

11
-9
Antworten
Domi
Domi
18. Dezember 2025 07:37

Und wieder mal wird am falschen Ort gespart eine Frechheit sowas !

23
-7
Antworten
Ibis
Ibis
Reply to  Domi
18. Dezember 2025 07:48

Es heißt immer : Alleinerziehend!
Ja, weil es da eben mehr zu holen gibt, als in einer Lebensgemeinschaft!

12
-15
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Maris
Maris
Reply to  Ibis
18. Dezember 2025 18:43

Ich finde es so schlimm wenn.man dort kürzt wo man es dringend braucht.Und wieder wird am falschen gespart.Man.soll bei denen anfangen die nie genug haben können.Nur noch schlimm.Den kleinen wird alles genommen.

9
-3
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Gertrude Preining
Gertrude Preining
Reply to  Maris
29. Dezember 2025 22:17

Ja,z.B. bei den Politikergehältern znd bei den Reichen

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Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, António Guterres, kritisiert in einer Videobotschaft die massiv gestiegenen globalen Militärausgaben. Diese belaufen sich mittlerweile auf 2,7 Billionen US-Dollar – das ist 13-mal so viel wie die weltweiten Ausgaben für Entwicklungszusammenarbeit. Die Vereinten Nationen verweisen dabei auf einen aktuellen Bericht: Weniger als vier Prozent der weltweiten Militärausgaben – rund 93 Milliarden Dollar pro Jahr – wären ausreichend, um den Welthunger bis 2030 zu beenden. Der Bericht zeigt auch die wirtschaftlichen Effekte unterschiedlicher Investitionen: Während eine Milliarde Dollar für Militär 11.200 Arbeitsplätze schafft, entstehen mit derselben Summe 26.700 Jobs im Bildungsbereich, 17.200 im Gesundheitswesen oder 16.800 im Bereich erneuerbare Energien. „Es ist offensichtlich, dass die Welt über die Ressourcen verfügt, um Leben zu verbessern, den Planeten zu schützen und eine Zukunft in Frieden und Gerechtigkeit zu sichern“, argumentiert Guterres. Sein Appell an politische Entscheidungsträger:innen für das Jahr 2026: „Entscheidet euch für Menschen und den Planeten – nicht für Schmerz.“ Zitat: Eine sicherere Welt beginnt damit, mehr Geld in den Kampf gegen Armut zu investieren anstatt in Kriege. Antonio Guterres
Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, António Guterres, kritisiert in einer Videobotschaft die massiv gestiegenen globalen Militärausgaben. Diese belaufen sich mittlerweile auf 2,7 Billionen US-Dollar – das ist 13-mal so viel wie die weltweiten Ausgaben für Entwicklungszusammenarbeit. Die Vereinten Nationen verweisen dabei auf einen aktuellen Bericht: Weniger als vier Prozent der weltweiten Militärausgaben – rund 93 Milliarden Dollar pro Jahr – wären ausreichend, um den Welthunger bis 2030 zu beenden. Der Bericht zeigt auch die wirtschaftlichen Effekte unterschiedlicher Investitionen: Während eine Milliarde Dollar für Militär 11.200 Arbeitsplätze schafft, entstehen mit derselben Summe 26.700 Jobs im Bildungsbereich, 17.200 im Gesundheitswesen oder 16.800 im Bereich erneuerbare Energien. „Es ist offensichtlich, dass die Welt über die Ressourcen verfügt, um Leben zu verbessern, den Planeten zu schützen und eine Zukunft in Frieden und Gerechtigkeit zu sichern“, argumentiert Guterres. Sein Appell an politische Entscheidungsträger:innen für das Jahr 2026: „Entscheidet euch für Menschen und den Planeten – nicht für Schmerz.“ Zitat: Eine sicherere Welt beginnt damit, mehr Geld in den Kampf gegen Armut zu investieren anstatt in Kriege. Antonio Guterres

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