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Der Aufstieg von Sarah McBride zur ersten Trans-Senatorin der USA

Sarah McBride / Twitter

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Gerald Demmel Gerald Demmel
in Frauen & Gleichberechtigung, Internationales
Lesezeit:3 Minuten
6. November 2020
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Die 30-Jährige Sarah McBride wurde mit einer Mehrheit von 73 Prozent der Stimmen ins Parlament des Bundesstaates Delaware gewählt. Die Transgender-Politikerin setzt sich für eine sozial gerechte Gesundheitspolitik, bezahlten Krankenstand und die Rechte queerer Menschen ein.

Nach ihrem großen Wahlerfolg veröffentlichte McBride auf Twitter eine Danksagung an alle Menschen, die sie gewählt haben.

„Ich hoffe, die heutige Nacht zeigt Trans-Kindern, dass unsere Demokratie auch für sie groß genug ist.“

I am so excited to build our future together. pic.twitter.com/j1tsI7Mkg3

— Sarah McBride (@SarahEMcBride) November 4, 2020

Wie der demokratische Kandidat Biden verlor McBride ihren Partner. 2014 verstarb der damals 28 Jahre alte Andrew Cray wenige Tage nach der Hochzeit mit der 24-jährigen Sara McBride. Cray arbeitete für eine gerechte und sichere Gesundheitsversorgung für Trans-Personen und wurde dafür vom Barack Obama zum „Champion of Change“ ernannt.

Die erste in vielen Positionen

McBride war unter der Obama-Administration eine der ersten transidenten Praktikantinnen und Praktikanten im Weißen Haus. Laut Washington Post beeinflusste sie mit ihrer Lebensgeschichte hochrangige Politiker und hat die Haltung der Demokraten für Trans-Rechte positiv beeinflusst.

2016 war McBride die erste Trans-Person, die in den USA auf einem nationalen Parteitag eine Rede hielt. Sie ist auch für die gemeinnützige LGBTQ-Organisation „Human Rights Campaign“ als Sprecherin tätig. Bei Trans-Personen stimmt das eigene Geschlecht nicht mit dem bei Geburt zugewiesenen überein.

Biden verfasste das Vorwort in McBrides Memoiren

McBrides Heimat Delaware ist auch Herkunfts-Bundesstaat von Joe Biden. Delaware liegt an der Ostküste der USA, in der Nähe von Washington, zwischen Maryland und New Jersey. McBride lebt in der 70.000-Einwohner-Stadt Wilmington. Biden und seine Familie unterstützten McBride auf ihrem politischen Weg.

2018 veröffentlichte die neue Senatorin ihre Memoiren „Tomorrow Will Be Different“. Joe Biden schrieb das Vorwort und sprach darin von der Bedeutung des Kampfs um Gleichstellung von transidenten Menschen.

„Es geht darum, die Seele Amerikas von den Zwängen der Bigotterie, des Hasses und der Angst zu befreien und die Herzen und Köpfe der Menschen für das zu öffnen, was uns alle zusammenhält. Und das ist es, was Sarahs Buch so mächtig macht“, schreibt Biden im Vorwort.

.@JoeBiden is a champion of equality. I’m honored he’s authored the foreword to my book, Tomorrow Will Be Different.

— Sarah McBride (@SarahEMcBride) October 4, 2017

McBride bedankt sich bei Joe Biden

Trump und seine Lügen über die Kosten von Trans-Personen im US-Militär

Ich gleichen Jahr ließ US-Präsident Donald Trump Trans-Menschen aus dem Militärdienst ausschließen. Er argumentierte auf Twitter mit den hohen medizinischen Kosten für deren Behandlung. Tatsächlich kostet diese dem US-Militär 8 Mio. Dollar jährlich. Das gesamte Budget für Gesundheit des US-Militärs beläuft sich auf 50 Mrd. Dollar. 2,2 Millionen kosteten dem Militär die Geschlechtsanpassungen im Jahr 2017. 41,6 Millionen kosteten im selben Jahr die Verschreibungen von Viagra, rechnet die BBC vor.

Noch mehr Erfolge für transidente Kandidaten

Neben McBride schrieben auch andere Trans-Personen Geschichte bei dieser US-Wahl. Taylor Small (26 Jahre alt) aus Vermont schaffte die Wahl ins Repräsentantenhaus. Stephanie Byers (57 Jahre) aus Kansas ist die erste indigene Transfrau, die jemals in eine bundesstaatliches Parlament gewählt wurde.

In Oklahoma gewann die 28-jährige Mauree Turner als erste nicht-binäre Kandidatin und Muslima einen Sitz in einer parlamentarischen Vertretung eines Bundesstaates.

Mondaire Jones und Ritchie Torres gewannen in New York ihre Sitze und sind die ersten schwarzen, offen lebenden Mitglieder der LGBTQ-Community, die je in den Kongress gewählt wurden.

 

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