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So hat Katie Bouman ein Foto vom Schwarzen Loch gemacht

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So hat Katie Bouman ein Foto vom Schwarzen Loch gemacht

Foto: Facebook-Profil Katie Bouman

Alina Bachmayr-Heyda Alina Bachmayr-Heyda
in Bildung & Wissenschaft, Innovation
Lesezeit:3 Minuten
11. April 2019
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Die Informatikerin Katie Bouman hat mit ihrem Team am MIT einen Algorithmus entwickelt, der ein Foto des Schwarzen Lochs in der M87 macht. Ein Durchbruch in der Wissenschaft.

Im Herzen von M87 befindet sich ein Punkt. Er entwickelt eine so starke Anziehungskraft, dass weder Materie noch Licht sich seiner Gravitation entziehen können. Dieser Punkt ist ein Schwarzes Loch.

Bisher war es unmöglich, dieses Schwarze Loch bildlich festzuhalten. Katie Bouman, eine 29-jährige Assistenzprofessorin am MIT (Massachusetts Institute of Technology), schaffte das Unmögliche: Mit ihrem Team gelang es ihr, eine Aufnahme des Schwarzen Loches zu erzeugen – und damit dessen Existenz ein für alle Mal zu belegen.

We are proud to be part of this revolutionary discovery.
The #RealBlackHole image is the result of the large scale collaboration Event Horizon Telescope, where EU-funded researchers have played a key role. #EUResearch #EHTBlackHole
Read more here → https://t.co/p57pVlU0nr pic.twitter.com/yQstgrItlo

— European Commission (@EU_Commission) 10. April 2019

Ein Foto von einer „Orange auf dem Mond“

Wie macht man ein Foto von etwas, das per Definition nicht sichtbar ist? Das Schwarze Loch bringt durch seine Anziehungskraft die umliegenden Sterne zum Rotieren. Dadurch, dass es alles Licht aufsaugt, wirft es einen Schatten auf die Sterne, die sich (von der Erde aus gesehen) auf seiner Rückseite befinden.

Eine weitere Schwierigkeit liegt in den Größenverhältnissen. Bouman selbst sagt, das Schwarze Loch zu fotografieren sei wie „ein Foto von einer Orange auf dem Mond“ zu machen – eine denkbar schwierige Aufgabe. Es gibt kein Teleskop, das groß genug ist, eine Aufnahme in dieser Entfernung mit der nötigen Auflösung zu machen. Würde man ein einziges Teleskop verwenden, so müsste dieses die Größe der Erde haben.

Bouman belegt Existenz von Schwarzen Löchern

Albert Einsteins Relativitätstheorie legte den Grundstein für die Annahme der Schwarzen Löcher. Allerdings konnten sie bisher nicht live beobachtet werden. Denn die wissenschaftlichen Instrumente fehlten. Bis zu Boumans Durchbruch existierten nur künstliche Darstellungen, wie ein Schwarzes Loch wahrscheinlich aussieht. Boumans Errungenschaft bedeutet also nicht nur einen technischen Durchbruch, sondern liefert den Beweis für ein Phänomen, das bisher nur in der Theorie und durch Berechnungen belegt werden konnte.

Schwarzes Loch: Wissenschaft bisher gescheitert

Seit über einem Jahrzehnt arbeiteten deswegen mehr als 200 WissenschafterInnen weltweit gemeinsam an dem Projekt, das sich Event Horizon Telescope Collaboration (EHT) nennt. Dabei wurden 8 Radio-Teleskope rund um die Welt verbunden und Millionen Gigabyte Daten gesammelt und zusammengesetzt. Bis vor kurzem wies diese Arbeit aber noch große Lücken auf.

Katie Bouman schafft den Durchbruch

Katie Bouman ist mittlerweile Assistenzprofessorin für Informatik und Mathematik. In der Schule hörte Bouman das erste Mal von dem Event Horizon Telescope und war Feuer und Flamme. Seit drei Jahren arbeitet Bouman, damals noch Informatik-Studentin am MIT, an einem Algorithmus, der Ordnung in die Unmengen an Daten bringen soll. Ergebnis ihres Teams ist nicht ein einzelner, sondern eine Vielzahl an Algorithmen. Sie sind nötig, um ein gesichertes Bild zu liefern. Das Ergebnis ist das erste Foto von einem Phänomen, das 55 Millionen Lichtjahre entfernt ist.

Left: MIT computer scientist Katie Bouman w/stacks of hard drives of black hole image data.

Right: MIT computer scientist Margaret Hamilton w/the code she wrote that helped put a man on the moon.

(image credit @floragraham)#EHTblackhole #BlackHoleDay #BlackHole pic.twitter.com/Iv5PIc8IYd

— MIT CSAIL (@MIT_CSAIL) 10. April 2019

Bouman besteht darauf, dass es sich dabei um eine Team-Leistung handelt:

„Keiner von uns hätte das allein machen können“, sagt sie in einem CNN-Interview. „Wir haben es dank vieler verschiedener Menschen aus vielen verschiedenen Bereichen geschafft.“

Wer jetzt auf den Geschmack gekommen ist, sollte sich dringend den unterhaltsamen TED-Talk anschauen, den Katie Bouman 2017 gegeben hat:

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1 Kommentar
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biersauer
biersauer
12. April 2019 17:54

Noch viel schwieriger ist die Vorstellung des Menschen , ein Bild vom so genannten „Gott“ zu machen , denn es gibt dieses Wesen gar nicht!
Das Sein ist ewig und daher nicht begreifbar oder vorstellbar.
Alle diese von Geschichtenerzählern erfundenen Geschichten von Gott sind reine Lügen und entstammen allesamt den Erfindern von Tausend und einer NACHT AUS DEM Jordantale zwischeen Jerusalem und Mekka und wurden zu dem Zweck erdacht, damit naive Menschen so zu blenden, dass sie benutzt werden können zum Vorteil dieser Geschichtenerfinder.
Zweifler werden einfach umgebracht oder mit dem Tode bedroht und somit gibt es niemand de dies kritisieren getraut.

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