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Überstunden machen unzufrieden – und bleiben oft unbezahlt

Überstunden machen unzufrieden – und bleiben oft unbezahlt

Kontrast Redaktion Kontrast Redaktion
in Arbeit & Freizeit, Politik
Lesezeit:2 Minuten
25. Juni 2018
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2 von 3 Beschäftigten leisten regelmäßig Überstunden. Das hat Folgen – wie der Arbeitsklima-Index der AK Oberösterreich zeigt: Überstunden senken die Lebensqualität. Wer lang arbeiten muss, ist unzufriedener im Job und im Privatleben.

Das SORA-Institut hat im Auftrag der Arbeiterkammer Oberösterreich 7.200 Menschen über ihre Arbeitszeit und ihre Lebenszufriedenheit befragt. Das Ergebnis: Je länger die Menschen arbeiten, desto erschöpfter und unzufriedener sind sie in ihrem Leben. 3 von 4 Beschäftigten, die mehr als 40 Stunden pro Woche arbeiten, wollen ihre Arbeitszeit reduzieren. Am häufigsten betrifft das Beschäftigte im Gesundheits- und Sozialbereich. Erschwerend kommt hinzu, dass Überstunden in 18 % der Fälle nicht vergolten werden – das entspricht fast jeder 5. Überstunde. In absoluten Zahlen unterschlagen Unternehmen Überstundenzahlungen oder Zeitausgleich in Wert von 1 Milliarde Euro pro Jahr.

Jedem Beschäftigten entgehen somit im Schnitt 9.800 Euro im Jahr.

Langer Arbeitstag – weniger Lebensqualität

Je länger gearbeitet wird, desto unzufriedener sind die Menschen. 1 von 4 Beschäftigten, die durchschnittliche 50 oder mehr Stunden arbeiten sind unzufrieden mit ihrer Lebensqualität.

Beschäftigte wollen weniger arbeiten

Mehr als Dreiviertel der Beschäftigten, die über 40 Stunden die Woche arbeiten, wünschen sich andere Arbeitszeiten. Von jenen, die unter 35 Stunden arbeiten, wünschen sich hingegen nur 11 % andere Arbeitszeiten.

Vor allem Frauen leiden unter zu langen Arbeitstagen

Besonders hart treffen lange Arbeitstage Frauen, unter anderem wegen schlechter Kinderbetreuungsangebote. In der Gruppe der Frauen mit Kindern unter 15 Jahren sind 58 % unzufrieden mit ihrer Arbeitszeit, wenn sie 50 oder mehr Stunden arbeiten müssen.

 

Zum Weiterlesen:

Ungesund, unerwünscht, unbezahlt: Zwei Drittel der österreichischen Beschäftigten müssen Überstunden machen (PDF der Arbeiterkammer Oberösterreich)

Parlament Das Thema "Arbeitszeit" im Parlament

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musashi
musashi
7. Juli 2018 10:37

ich kenne diese studie, die kommt aber aus dem Jahr 2016, da war doch die spö am zug?

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Sokrates
Sokrates
Reply to  musashi
13. Juli 2018 09:01

Es ist unerheblich wer da „am Zug“ war.
Tatsache ist, länger arbeiten zu „müssen“ weil es der Arbeitgeber befiehlt, und der Arbeitnehmer nichts dagegen sagen kann, ohne gekündigt zu werden, entspricht einer Ausbeutung. Dass diese ungewollte Mehrarbeit dann eventuell nicht einmal ausbezahlt wird, ist schon nur noch sekundär, weil der Zwang bereits einen signifikanten Angriff auf die Souveränität des Individuums darstellt, der zwangsläufig Unzufriedenheit erzeugt, weil er in die Gestaltung der eigenen Interessen eingreift.
Geld kann nicht jeden Unfug ausgleichen, den sich jeder Unternehmer in seinem kleinen Köpfchen ausdenkt…

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Umberto Eco war Schriftsteller, Philosoph und einer der bekanntesten Intellektuellen Europas. Weltberühmt wurde er 1980 mit seinem Roman „Der Name der Rose“. Der historische Krimi spielt in einem mittelalterlichen Kloster und verbindet Spannung mit klugen Fragen über Wissen, Macht und Wahrheit. Das Buch wurde ein internationaler Bestseller und erfolgreich verfilmt. Geboren 1932 in Italien, war Eco vor allem Professor für Semiotik – die Lehre von den Zeichen. Er untersuchte, wie Sprache, Medien und Popkultur Bedeutung erzeugen und wie leicht Öffentlichkeit manipuliert werden kann. Schon früh warnte er vor Propaganda und vereinfachenden Weltbildern. Eco schrieb nicht nur Romane, sondern auch Essays, in denen er verständlich und oft mit Humor komplexe Themen erklärte. Er mischte sich politisch ein und kritisierte Rechtspopulismus sowie Geschichtsvergessenheit. Zitat: Um tolerant zu sein, muss man die Grenzen dessen, was nicht tolerierbar ist, festlegen. Umberto Eco

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Impressum: SPÖ-Klub - 1017 Wien - Telefon: +43 1 40110-3393 - e-mail: redaktion@kontrast.at

 
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