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USA: 38 Mio Menschen unter der Armutsgrenze, 28 Mio nicht krankenversichert – Milliardäre um 434 Mrd. reicher!

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Keine AI: Hinter Amazon Supermarkt steckten in Wahrheit Inder

Keine AI: Hinter Amazon Supermarkt steckten in Wahrheit Inder

(c) Flickr/Steve Jurvetson

Mariella Edinger Mariella Edinger
in Internationales, Politik, Reichtum & Macht
Lesezeit:4 Minuten
27. Mai 2020
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Selbst Corona-Krise macht die Reichsten noch reicher: Das Vermögen von US-Milliardären steigt während dem amerikanischen Lockdown Mitte März bis Mitte Mai um 434 Mrd. Dollar. Die größten Gewinne verzeichneten Jeff Bezos (Amazon) und Mark Zuckerberg (Facebook).  Daneben leben 38 Millionen Menschen unter der nationalen Armutsgrenze, 28 Millionen Menschen sind nicht krankenversichert, 39 Millionen sind aktuell arbeitslos.

Die Corona-Krise sorgte weltweit für Umsatzeinbrüche, Arbeitslosigkeit und eine ungewisse Zukunft. Während auch in den USA Millionen Menschen durch den Covid-Ausbruch ihre Arbeit verloren  haben, konnten Onlineunternehmen hingegen profitieren. Die Schließung von Restaurants und Geschäften ist zu ihrem Vorteil. So legte der Börsenwert von Facebook seit Beginn der Beschränkungen Mitte März um 60% zu, jener von Amazon um 45%. Netflix legte um 46% zu und Apple um 31%.

US-Krisengewinner: Gold und Silber für Amazon und Facebook

Die größten Gewinner der Krise: Amazon-Chef Jeff Bezos wurde während des 2-monatigen Lockdowns um 34,6 Mrd. Dollar reicher, Facebook-Chef Mark Zuckerberg gewann 25 Mrd. Dollar dazu. Das sind Steigerungen von mehr als 30% für Bezos, und mehr als 46% für Zuckerberg, so der Bericht der Organisation Americans for Tax Fairness und dem Institute for Policy Studies. Der Bericht basiert auf Forbes-Daten für die mehr als 600 US-Milliardäre zur Zeit des US-Lockdowns von 18. März bis 19. Mai.

Bizarre Gegensätze: Mach Ungleiches noch ungleicher

US-Milliardäre Reichsten reicher Corona-Krise Ungleichheit USA Armut keine Versicherung
Bizarre Gegensätze: Obdachlose vor einem Luxusgeschäft in Los Angeles.

Immer reichere Millionäre stehen in den USA Ende Mai fast 39 Millionen Arbeitslosen gegenüber: Große technologieorientierte Unternehmen profitieren in der Krise massiv, während die globale Wirtschaft und die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit der schlimmsten Wirtschaftskrise der jüngsten Geschichte zu kämpfen haben.

Top 5 Milliardäre um 76 Mrd. Dollar reicher

Dem Bericht zufolge stieg das Nettovermögen der US-Milliardäre in den betrachteten zwei Monaten um 15%. Die größten Gewinne waren unter den Top 5 zu verzeichnen:  Die fünf Reichsten verzeichneten zusammen einen Vermögenszuwachs von 76 Mrd. Dollar. Die Rede ist von Jeff Bezos (Amazon), Bill Gates (Microsoft), Mark  Zuckerberg (Facebook), Warren Buffett (Investment-Unternehmen Berkshire Hathaway ) und Larry Ellison (Softwarekonzern Oracle).

Bezos Ex-Frau überholt Amazon-Chef  bei Vermögenszuwachs

Jeff Bezos‘ Ex-Frau MacKenzie Bezos legte übrigens um 12 Mrd. Dollar (33,6 %) stärker zu als der Amazon-Chef selbst: Denn sie erhielt bei ihrer Scheidung Amazon-Aktien. Sie bleibt mit insgesamt 48 Mrd. Dollar Vermögen die drittreichste Frau der Welt nach Walmart-Inhaberin Alice Walton und L’Oréal-Erbin Francoise Bettencourt-Meyers.

Superreiche immer reicher: Wo unser Geld verbrennt.

„Verlierer“ unter den Milliardären

Lediglich die Vermögen einiger US-Milliardäre im Reise-, Hotel- und Gaststättengewerbe oder im Einzelhandel sind geschrumpft. Ralph Lauren etwa sah sein Vermögen um 100 Millionen Dollar auf 5,6 Mrd. Dollar sinken, während der Hotelier John Pritzker sein Vermögen um 34 Millionen Dollar auf 2,56 Mrd. Dollar sinken sah.

Der Amerikaner erhält 1.200 Dollar Hilfe

Die immer reicheren Milliardäre stehen aber auch in den USA einer akuten Wirtschaftskrise gegenüber. Einerseits wurden neben dem massiven Vermögenzuwachs der Top 5, auch noch 16 neue Milliardäre gekürt – darunter etwa Rapper Kanye West. Andererseits haben aber fast 39 Millionen Amerikaner ihren Job verloren.

Neues Hilfspaket von US-Kongress letzte Woche: Demnach soll jeder erwachsene Amerikaner einen Scheck über 1.200 Dollar erhalten. Das ist der zweite derartige Scheck seit Beginn der Krise. Familien bekommen für jedes ihrer ersten drei Kinder ebenfalls dieselbe Summe. Die Grenze für die Unterstützung ist ein Jahreseinkommen von 99 Tausend Dollar.

Pandemie der Ungleichheit: Corona-Krise verschärft soziale Spaltung in den USA extrem

Die 1.200 Dollar Scheck pro Person sind zwar eine willkommene Hilfsleistung für die Bevölkerung, aber es ist für europäische Verhältnisse recht wenig, wenn man die Lebensrealität für die „normal“ verdienende Bevölkerung in Betracht zieht. In den USA gibt es etwa kaum Sozial- oder Gesundheitsleistungen. Jetzt, wo viele Menschen ihren Job verloren haben, stehen sie vor dem Nichts – es gibt so gut wie keine sozialstaatlichen Auffangnetze. 1.200 Dollar sind für viele Menschen nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

US-Milliardäre Reichsten reicher Corona-Krise Ungleichheit USA Armut keine Versicherung
USA: Land der Möglichkeiten oder der Ungleichheit?

Zudem ist die USA geprägt von extremer Ungleichheit: Die oberen 10% besitzen knapp 64% des Vermögens. Knapp 38 Millionen Menschen leben unter der nationalen Armutsgrenze. Zudem gibt es keine sozialstaatlichen Leistungen: Weder existiert eine allgemeine Krankenversicherung noch eine dauerhafte Grundsicherung für Arbeitslose. Die Corona-Krise verschärft diese Gegensätze massiv. Schon vor Ausbruch der Coronaviruskrise waren knapp 28 Millionen Menschen im Land nicht krankenversichert.

Krankheit bedeutet in den USA Armut

US-Milliardäre Reichsten reicher Corona-Krise Ungleichheit USA Armut keine Versicherung
Was für europäische Arbeitnehmer unvorstellbar erscheint ist in den USA Realität: (bezahlten) Krankenstand gibt es keinen, und (unbezahlbare) Arztrechnung führen in die Armut.

Nur alte und besonders arme US-Amerikaner sind über staatliche Gesundheitsprogramme abgesichert. Die meisten Beschäftigten beziehen ihre Krankenversicherung über ihren Arbeitgeber. Doch gerade im unteren Einkommensbereich zahlen Arbeitgeber oft nicht für den Versicherungsschutz, wie die ZEIT berichtete. Man kann sich zwar dank Obama-Care selbstversichern – das sei allerdings stark überteuert und gewährleiste trotzdem nur mangelhaften Schutz.

Noch immer denken weder Republikaner noch alle Demokraten ein umfassendes Krankenversicherungssystem an. Der Vorschlag Bernie Sanders, zumindest während der Corona-Krise einen Übergangsschutz einzuführen, wurde abgelehnt. In der Pandemie verlieren nun weitere Millionen US-Bürgerinnen und Bürger mit ihrem Arbeitsplatz auch ihren Versicherungsschutz, und das ist nicht nur für chronisch Kranke eine Katastrophe.

Parlament Das Thema "Vermögenssteuer" im Parlament
Dieser Artikel ist auch in englischer Sprache auf thebetter.news verfügbar und kann frei vervielfältigt werden.

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Amerikaner
Amerikaner
19. Juli 2024 17:26

machen oft Gutes, um die Interessen der Weißen durchzusetzen.

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Niklaus Ammann
Niklaus Ammann
13. Juni 2020 09:25

der übliche Verhältnisblödsinn
 

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Ingeborg Bachmann (1926–1973) war eine österreichische Schriftstellerin, die der deutschsprachigen Nachkriegsliteratur eine neue, scharfe Sprache gab. In ihrem Gedichtband „Die gestundete Zeit“ schrieb sie über Krieg, Schuld und das fragile Weiterleben nach 1945. Ihr Roman „Malina“ erzählt von Identität, Macht und den inneren Brüchen einer Frau. Bachmanns Werk wirkt bis heute, weil es persönliche Erfahrung und gesellschaftliche Gewalt eng miteinander verbindet. Zitat: Hätten wir das Wort, hätten wir die Sprache, wir bräuchten die Waffen nicht. Ingeborg Bachmann

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Ingeborg Bachmann (1926–1973) war eine österreichische Schriftstellerin, die der deutschsprachigen Nachkriegsliteratur eine neue, scharfe Sprache gab. In ihrem Gedichtband „Die gestundete Zeit“ schrieb sie über Krieg, Schuld und das fragile Weiterleben nach 1945. Ihr Roman „Malina“ erzählt von Identität, Macht und den inneren Brüchen einer Frau. Bachmanns Werk wirkt bis heute, weil es persönliche Erfahrung und gesellschaftliche Gewalt eng miteinander verbindet. Zitat: Hätten wir das Wort, hätten wir die Sprache, wir bräuchten die Waffen nicht. Ingeborg Bachmann

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