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Verhetzungsanzeige: FPÖ-Landesrat Waldhäusl beleidigt Schülerin rassistisch im TV

Screenshot/Puls4, Eigene Montage

Kontrast Redaktion Kontrast Redaktion
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2. Februar 2023
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Der niederösterreichische FPÖ-Landesrat Gottfried Waldhäusl äußerte sich bei „Pro und Contra“ gegenüber einer Schülerin besonders beleidigend: Wenn Sie und ihre Mitschüler:innen nicht hier wären, dann wäre „Wien noch Wien“, sagt er zu dem 16-jährigen Mädchen. Nach massiver Kritik an seiner Aussage, legt er am nächsten Tag noch nach. 

Eine Schülerin wollte vom niederösterreichischen FPÖ-Landesrat Gottfried Waldhäusl wissen, was er dazu sagt, dass ein Großteil ihrer Mitschüler:innen nicht in Wien leben und zur Schule gehen würde, wenn es nach Waldhäusl ginge – weil ihre Eltern nicht aus Österreich kommen. Waldhäusl antwortet der Schülerin: „Ja, dann wäre Wien noch Wien.“

Die Klasse sei sehr schockiert gewesen, berichtet der Lehrer der Klasse aus der Laaerbergschule im 10. Bezirk in Wien. Er wollte danach mit der Klasse noch das Gespräch mit dem FPÖ-Politiker suchen, doch der sei nach der TV-Aufnahme schnell weg gewesen. Die Schülerin hatte also keine Gelegenheit, mit Waldhäusl hinter der Kamera über dessen Aussage zu sprechen.

@kontrast.at

So niederträchtig können FPÖ-Politiker sein! #rassismus #fpö #waldhäusl #politik #österreich #puls4 #tv

♬ Originalton – Kontrast

Stattdessen legt Waldhäusl am Tag nach der Ausstrahlung in den Medien nach: „Ich stehe zu 100 Prozent zu dieser Aussage, denn die Wahrheit ist verträglich.“ Weiters äußerte er im Gespräch mit der APA die „Angst, dass meine Enkelkinder einmal unsere Heimat Österreich mit der Waffe verteidigen müssen“.

An all die Menschen mit Migrationshintergrund, welche die FPÖ wählen, weil sie denken, sie wären von deren Rassismus nicht betroffen: Du kannst eine weiße, voll integrierte, die Sprache perfekt beherrschende Gymnasiastin sein, und sie werden dich trotzdem hassen.#Waldhaeusl

— blauerelefant (@blauerelefant) February 1, 2023

Kritik von allen Seiten

Waldhäusls Partei hat bei der Landtagswahl in Niederösterreich am Sonntag Platz zwei und drei Sitze in der Landesregierung erreicht. Waldhäusl möchte Landesrat für Asyl und Tierschutz bleiben. Er ist seit 2018 im Amt.

Waldhäusls Puls4-Aussage hat in kurzer Zeit sehr viele Reaktionen ausgelöst – Politiker:innen und Wiener:innen, die das anders sehen, melden sich im Internet zu Wort. Der auf Fremden- und Asylrecht spezialisierte Rechtsanwalt Wilfried Embacher erstattet sogar eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Wien. Er sieht den Tatbestand der Verhetzung erfüllt – die Staatsanwaltschaft wird das überprüfen.

Kritik kam von der SPÖ, den Neos und den Grünen. Auch ÖVP-Verfassungsministerin Karoline Edtstadler (ÖVP) zeigte sich „fassungslos“. Waldhäusl meinte wiederum am Donnerstag, er „schäme“ sich für diese bürgerliche Ministerin.

Auf Twitter meldet sich AMS-Chef Johannes Kopf zu Wort. Er entgegnet der Unterstellung, dass Nicht-Österreicher:innen in Wien keinen wichtigen Beitrag leisten würden. Jeder Dritte, der in Wien arbeitet, hat nämlich eine ausländische Staatsangehörigkeit. Bei den Reinigungskräften oder in der Gastronomie ist es sogar die Mehrheit der Beschäftigten.

Sachinformation ist immer gut. Diesmal zur kuriosen Frage "Wien ohne ausländische Staatsangehörige"

1/3 aller Beschäftigten in Wien hat eine ausländische Staatsangehörigkeit. Die Branchenverteilung macht die Absurdität der Überlegung noch deutlicher. pic.twitter.com/8f1TxNw791

— Johannes Kopf (@JohannesKopf) February 1, 2023

Der Start-Up Gründer und Unternehmer Ali Mahlodji schickt Waldhäusl ein Foto von den „Lieblingswiener:innen“, also jungen Menschen mit Migrationshintergrund.

https://twitter.com/AliMahlodji/status/1620817674178809856?s=20&t=hTE7uiw0CShteXtW-v7iJA

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saloo
saloo
8. Februar 2023 17:11

Ja komisch ist nur das immer mehr Ausländer alte und neu zugezogenen, immer mehr die Fpö wählen , warum wohl sie haben alle Angst vor dem gewalttätigen zuzug neuer Migranten Viele von ihnen sind solche die ihre Alte Heimat lieben aber auch Hier in Österreich ihre neue heimat nicht von ihresgleichen besudeln lassen wollen

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Berta Cáceres war eine honduranische Umweltaktivistin und Vertreterin der indigenen Lenca. Sie kämpfte für den Schutz der Umwelt und die Rechte der indigenen Bevölkerung, besonders gegen große Infrastrukturprojekte wie den Agua Zarca Staudamm, der die Lebensgrundlage ihrer Gemeinschaft bedrohte. Cáceres wurde 2015 mit dem Goldman Environmental Prize ausgezeichnet – ein Zeichen für ihr großes Engagement. Sie wurde am Morgen des 3. März 2016 in ihrem Haus von mehreren Bewaffneten ermordet. Zitat: Wir haben keinen Ersatzplaneten. Wir haben nur diesen und wir müssen jetzt handeln. Berta Cáceres

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