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Kontrast-Umfrage: Krisengewinne von Konzernen, Trump und Putins Kriege sind die Inflationstreiber

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Lebensmittel einkaufen im Supermarkt. (Foto: Unsplash/Getty images)

Lebensmittel einkaufen im Supermarkt. (Foto: Unsplash/Getty images)

Kontrast Redaktion Kontrast Redaktion
in Umfragen
Lesezeit:6 Minuten
17. August 2026
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Krieg, Energiepreise, Sanktionen, internationale Konzerne oder politische Entscheidungen: Seit Jahren kämpfen viele europäische Länder mit hoher Inflation. Besonders stark spüren das viele Menschen bei Mieten, Lebensmitteln, Strom, Versicherungen oder im Alltagseinkauf. Doch worin seht ihr eigentlich die Hauptursachen für die Teuerung?

Die Inflation in Europa hat viele mögliche Ursachen, vom russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine über die Folgen der Corona-Krise bis hin zu internationalen Handelskonflikten oder steigenden Unternehmensgewinnen. Manche machen auch die Politik in Europa oder den einzelnen Staaten verantwortlich. Wir wollen wissen: Was ist deiner Meinung nach der wichtigste Grund für die anhaltende Teuerung?

Was sind deiner Meinung nach hauptsächlich die Ursachen für die Inflation in Europa?

Anteil der Benutzerstimmen (N = 2.277), in denen die jeweilige Antwort ausgewählt wurde

Wichtig: Mehrfachauswahl war möglich. Deshalb können sich die Prozentwerte auf mehr als 100 % summieren. Die 8.290 Antworten sind einzelne Auswahlvorgänge, nicht die Zahl der Teilnehmenden.
01
Einige Konzerne haben die Krise genutzt, um Gewinne zu steigern
60,3 %
1.372 Antworten
02
Die Kriegs-Politik von US-Präsident Trump
57,2 %
1.302 Antworten
03
Die Handelspolitik der USA unter Trump
49,5 %
1.126 Antworten
04
Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine
48,7 %
1.110 Antworten
05
Die europäische Politik
32,3 %
736 Antworten
06
Die nationale Politik
28,7 %
654 Antworten
07
Europas Sanktionen gegen Russland
27,8 %
633 Antworten
08
Die Folgen der Corona-Krise
27,6 %
629 Antworten
09
Die Staaten drucken zu viel Geld bzw. geben zu viel Geld aus
19,7 %
449 Antworten
10
Zu hohe internationale Zölle
12,3 %
279 Antworten
Quelle: Kontrast.at Online-Umfrage

Am häufigsten wurde die Antwort „Einige Konzerne haben die Krise genutzt, um Gewinne zu steigern“ gewählt: 60,3 Prozent stimmten ihr zu.

Auf Platz zwei folgt die Kriegspolitik von US-Präsident Donald Trump mit 57,2 Prozent. Auch seine Handelspolitik wird von fast der Hälfte der Befragten als Inflationstreiber gesehen. Ähnlich häufig wurde Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine genannt.

Die vier meistgenannten Antworten betreffen damit Konzernstrategien, internationale Konflikte und die Politik der USA.

Europäische Politik im Mittelfeld

Dahinter folgen politische Entscheidungen in Europa. Rund ein Drittel nennt die europäische Politik als Ursache, 28,7 Prozent die nationale Politik. Ähnlich häufig werden die Sanktionen gegen Russland und die Folgen der Corona-Krise verantwortlich gemacht.

Deutlich weniger Zustimmung erhält die Behauptung, die Staaten würden zu viel Geld drucken oder ausgeben. Nur knapp jeder Fünfte wählte diese Antwort. Zu hohe internationale Zölle landen mit 12,2 Prozent auf dem letzten Platz.

Die durchschnittlich 3,6 gewählten Antworten zeigen: Die meisten Befragten glauben nicht an eine einzelne Ursache. Für sie greifen Konzerninteressen, Kriege, Handelskonflikte und politische Entscheidungen ineinander.

 

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10 Comments
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Katharina Süssenbach
Katharina Süssenbach
18. Mai 2026 17:45

Bei den Antworten fehlt mir die Energie. Wir haben einen Anteil von 90% an erneuerbaren Strom. Der Preis ist aber dennoch hoch, weil er sich an die Merid Order anlehnt.
Das ist eines von mehreren Beispiele, bei dem wir die Abhängigkeit Europas sehen. Europa muss autarker werden.

4
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lichtenberg
lichtenberg
Reply to  Katharina Süssenbach
22. August 2026 20:47

Jetzt kommt das benötigte Erd-gas nicht mehr über die Pipeline, sondern als dreckiges Fracking-
gas mit dem Schiff über das Meer.
Folge : Preis explodiert. Und Sie reden von warmen Eislutschern

0
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Franz Pichler
Franz Pichler
17. Mai 2026 06:26

Meiner Meinung nach wird die Landwirtschaft in Europa viel zu viel gefördert,ich sehe das in Österreich diese Industrie Bauern haben riesengroße Höfe mindestens 3 Allrad-Traktor sämtliche Geräte, darum auch die vielen Traktoren, wenn ein Landwirt eine Selbstvermarktung betreibt sehe ich das positive, außerdem die Richtlinien bei Bio Betriebe sind teilweise nicht zu verstehen, wir kaufen was möglich ist bei den selbst-Vermarkter wenn’s geht Bio, ich kenne den Bauern und weiß ich bekomme gute Lebensmittel.

Die Energie ist viel zu teuer,man braucht für alles was produziert wird Energie, darum auch die hohe Inflation, die Überreichen und Großkonzerne zahlen viel zu wenig Steuern.

Windräder sollten viel mehr gebaut werden in Österreich, Martin Winkler OÖ ist der richtige Mann für solche Projekte, FPÖ und ÖVP kâmpfen gegen Umweltfreundliche Energie, außerdem sollten viele Batteriespeicher installiert werden.

1
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lichtenberg
lichtenberg
Reply to  Franz Pichler
22. August 2026 20:48

Die Energie ist so teuer, weil das Erdgas statt über die Pipeline [= böse] mit dem Tankschiff [=gut ]
kommt

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Andrea
Andrea
14. Mai 2026 11:58

Das gemeine Volk also Ich ubd Du
sind das Spielbrett des Wirtschaftsspieles
„DKT-Das kaufmännische Talent“
mit echten Menschen als Spielfiguren.

1
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Anatol
Anatol
14. Mai 2026 09:06

Inflation ist die Folge, wenn das Angebot langsamer wächst wie die bisherige (realisierbare) Nachfrage oder – umgekehrt – wenn das Angebot schneller sinkt wie die bisherige (realisierbare) Nachfrage.
Dann trifft relativ mehr Ausgabenbereitschaft auf weniger Güter mit der Folge, dass die Preise steigen.

Da aber Inflation nur ein Durchschnittswert ist, sagt der Inflationswert nur etwas über die akkumukierten Verschiebungen aus, nicht aber bei den einzelnen konkreten Gütern.
Seit dem Ausspruch Draghis „whatever it takes“ warnten Monetratisten vor einer Inflation, ohne dass diese kam. Das lagt aber nicht daran, dass es „diese“ Inflation nicht gab, sie wurde nur bei der Inflationsberechnung nicht gemesse. Denn das zusätzliche Geld landete nicht bei Nettokonsumenten, sondern Nettosparern, also nicht in der Güternachfrage, sondern der Sparproduktnachfrage. Diese Inflation hatte einen anderen Namen, vor ihr wurde nicht gewarnt, sondern sie wurde bejubelt: der Börsenboom.

Die jetzige Inflation hat einen anderen Grund, es sind die Kriege, die die weltweit zu Verfügung stehende Energie verknappen. Sie ist daher nicht Folge der Geldmengenpolitik (wie Monetaristen gerne behaupten), sondern der Güterverknappung, hier speziell der Energie. Weil wir aber Energie für alles benötigen – inklusive der Herstellung aller anderen Güter -, bedeutet das, dass alles teurer wird. Auch diese Teuerung kann zwei Ursachen haben: entweder, weil es zwar (noch) ausreichend Energie (Öl) gibt, z.B. weil die Lager noch voll sind, aber eben weniger nachkommt als verbraucht wird; dann stellt sich die Inflation nur in steigenden Preisen dar; oder es gibt schlicht nicht mehr ausreichend Energie; dann reduziert sich die Gesamtproduktion, angefangen bei den Produkten, deren Preise nicht beliebig nach oben geschraubt werden können, weil die Einkommen ihrer Nachfrager nicht ausreichen, um diese Nachfrage realisierbar zu machen. Dann ist die Inflation (zusätzlich) eine Folge der Güterverknappung.

Und hier muss die nationale Politik ansetzen: die Einkommen so zu gestalten, dass der Konsum der Massen- (sogenannter rigider) Güter konsumierbar bleibt, so dass die Energieeinsparungen bei den variablen Gütern erfolgen. Dies wirkt sich dann auch auf die Investitionen aus, die mittels der Politik in Richtung Grundversorgung gelenkt werden kann.

Für eine Begründung warum Infaltion auch eine Folge von Konzernem, die die Krise nutzen, ihre Gewinne zu steigern,ist, fehlt hier der Platz.

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Klaus
Klaus
Reply to  Anatol
16. Mai 2026 19:35

„Einige Konzerne haben die Krise genutzt, um Gewinne zu steigern“ fehlt am Platz? Warum? Das war ganz sicher so und verstärkt den Inflationstrend nochmals.

zB Geschäfte wie Bipa, die plötzlich die Preise für Billig-Lesebrillen von unter 10 auf über 20 Euro rauf gehoben haben.
Das haben doch viele Profitmaximierer als Chance gesehen. Das nicht zu sehen, ist naiv.

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Anatol
Anatol
Reply to  Klaus
18. Mai 2026 15:30

Der Platz fehlt, weil es pro Beitrag eine bestimmte Anzahl an Zeichen gibt und die war bei bei meinen Beitrag oben ausgereizt.
Das Thema ist auch komplexer, weil zwischen sogenannten rigiden Gütern, also denen, bei denen ich meine Bedarf nicht an meine Kaufmittel (Geld) anpassen kann (wie z.B. Essen etc.), weil ich einfach eine bestimmte Quantität unbedingt brauche, und flexiblen Gütern (wie z.B. Ausgaben für Hobbys oder Annehmlichkeiten), in denen ich meinen Bedarf anpassen kann.

Die Billig-Lesebrille kaufe ich dann eben nicht mehr, dann hat Bipa das Nachsehen. Kann es die Preise so gheben, so ist davon auszugehen, da ist was tatsächlich teurer geworden oder die haben eine Monopolstellung bzw. Absprache mit anderen (sozusagen ein Kartell). Wenn das dennoch weiter so gekauft wird, so ist es ein rigides Gut (die Menschen glauben es, haben zu müssen) oder die Einkommen sind entsprechend gestiegen.
Ob Lesebrillen solch eine rigides Gut sind, weiß ich nicht. Ich habe aber keine, weil ich sie nur ständig suchen müsste. Ich komme gut ohne Lesebrille aus.

Ein entscheidenes Gut, das alles limitiert, ist Energie, derzeit Öl und Gas.

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Tilmann Reuther
Tilmann Reuther
Reply to  Anatol
19. Mai 2026 10:44

Ja, so klar gesagt!

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Antworten
Dr. Eduard Gamler
Dr. Eduard Gamler
13. Mai 2026 21:53

Schlechte Energiepolitik, zu große Abhängigkeit von fossiler Energie, obwohl erneuerbare Energie/Windräder noch ausbaufähig wäre. Auch PV …

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Inflation

In einer Marktwirtschaft können sich die Preise von Waren und Dienstleistungen immer wieder ändern. Einige Produkte werden teurer, andere billiger. Steigen die Preise von vielen Produkten auf einmal, und damit das allgemeine Preisniveau, nennt man das Inflation. Von seinem Geld kann man sich dann weniger kaufen als vorher. Wie entsteht eine Inflation? Was ist die Inflationsrate? Was sind Deflation und Rezession?

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