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Jahn-Kuch über NichtraucherInnenschutz

Kontrast Redaktion Kontrast Redaktion
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21. November 2017
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Die FPÖ möchte den NichtraucherInnenschutz in der Gastronomie kippen. Wir haben Internistin Dr.in Daniela Jahn-Kuch dazu befragt. Die Expertin ist die Schwester von Kurt Kuch, früherer News-Chefreporter, der 2015 an Lungenkrebs verstorben ist. Kuch engagierte sich bis zu seinem Tod für die Initiative DON’T SMOKE.

Transkript

Einfach Jugendliche zu sensibilisieren für die Konsequenzen des Rauchens und das hat er wirklich bis zum Schluss durchgehalten, hat Unterschriften gesammelt. Es ist ihm nicht gut gegangen, aber das war es ihm wirklich wert. Er ist sicher auch mitverantwortlich, dass diese Gesetzesänderung gekommen ist.

Die FPÖ will das Rauchverbot in der Gastronomie kippen.

Es ist für mich absolut nicht nachvollziehbar, dass man diese Gesetzeslage die so überfällig ist, jetzt auch wieder kippen möchte. Allein schon aus gesundheitspolitischem Hintergrund, aber auch aus wirtschaftlichem. Also die Folgen des Rauchens kosten den österreichischen Steuerzahler, dem österreichischen Staat, jedes Jahr eine halbe Milliarde Euro.

Was kann der NichtraucherInnenschutz bringen?

In den letzten elf Jahren, betrachtet von 2006 bis 2017, haben wir europaweit einen Rückgang um 6% und in manchen Ländern, wie in Großbritannien wo schon länger ein absolutes Rauchverbot besteht, sogar um 16% in diesem Zeitraum. In der Dänemark um 13% und wenn man sich Österreich anschaut, leider nur 3%.

Zerstört das Rauchverbot in der Gastronomie Betriebe?

Man kann sich unsere unmittelbaren Nachbarn anschauen, z.B. Bayern. In Bayern ist es so, dass seit 2010, also seit 7 Jahren ein generelles Rauchverbot in der Gastronomie vorherrscht. Und damals, bevor das gekommen ist, haben die Wirte aufgeschrien und halt vermutet, dass die Gastronomie einbrechen würde. Dem war überhaupt nicht so. Sondern es gibt ein positives Plus in der Gastronomie, sowohl für die Speise- als auch Getränkegastronomie in Bayern.

Wie sind KellnerInnen betroffen?

Für den Passivraucher besteht ein deutlich höheres Risiko letztendlich für Herzkreislauferkrankungen und Krebserkrankungen. Und von den 6 Mio. Menschen, die jährlich an den Folgen des Rauchens sterben, sind 600.000 davon Passivraucher.

Rauchen erst ab 18. Was können wir vom Beschluss erwarten?

In einer Untersuchung, die herausgegeben wurde von der Meduni Graz vom Institut für Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung, also die schätzen auch, dass der Rückgang bis zu 30 % bei den 16- bis 18-Jährigen sein könnte.

Verbote und die persönliche Freiheit. Wie stehen Sie dazu?

Nichts macht unfreier, als eine chronische Erkrankung oder gar unheilbare Erkrankung und das ist letztlich wofür Rauchen steht.

 

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Karl Leitenbauer
Karl Leitenbauer
21. Dezember 2017 01:28

Rauchen fügt ihnen und den Menschen in ihrer Umgebung erheblichen Schaden zu. Rauchen….tödlich ….

§ 60 Abs 1 ASchG lautet wie folgt:
„Arbeitgeber haben dafür zu sorgen, dass Arbeitsvorgänge so vorbereitet, gestaltet und durchgeführt werden, dass einwirksamer Schutz des Lebens und der Gesundheit der Arbeitnehmer erreicht wird.“

Ein wirksamer Schutz des Lebens ist daher für alle ArbeitnehmerInnen uneingeschränkt zu gewährleisten, also für RaucherInnen und NichtraucherInnen jeden Alters!

Ein wirksamer Schutz des Lebens kann nicht erst einsetzen, wenn sich die Gefahr bereits realisiert hat. Daher ist es eine unabdingbare Voraussetzung, dass ein absolutes RAUCHVERBOT vorbeugend erlassen und eine ständige und lückenlose Überwachung durch geeignete Aufsichtspersonen Kontrolliert wird.

Der Inhaber eines Geschäftes muss ALLE GEFAHRENQUELLEN, die sich aus dem Geschäftsbetrieb ergeben, ausschalten!
Rechtssatz RS0016407 und RS0089193

Die beste und einzig wirksame Möglichkeit, ALLE Menschen wirksam vor Tabakrauch zu schützen, ist ein generelles. RAUCHVERBOT

Der Staat hat die Pflicht, das Leben ALLER Menschen aktiv zu schützen.

Die Gefährdung absolut geschützter Rechte, somit auch das Recht auf körperliche Unversehrtheit, ist grundsätzlich verboten.

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