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Schweizer Milliardär Conle ist Zürichs größter Immobilienbesitzer und finanziert mutmaßlich die AfD

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AfD-Spender und Milliardär Conle (Wikimedia Commons/Unsplash/KI-Collage)

AfD-Spender und Milliardär Conle (Wikimedia Commons/Unsplash/KI-Collage)

Sarah Hammerschmid Sarah Hammerschmid
in Europa, Internationales, Rechtsextremismus, Reichtum & Macht
Lesezeit:3 Minuten
23. März 2026
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Henning Conle hat mutmaßlich über den damaligen FPÖ-Funktionär Gerhard Dingler 2,35 Millionen Euro an die AfD gespendet – in Form von über 6.000 AfD-Wahlplakaten. Erst vor kurzem wurde durch eine Recherche bekannt, dass Conles Eigentum noch größer ist, als bisher angenommen. Der 81-jährige Milliardär gilt als Privatperson mit dem größten Grundbesitz in Zürich. Sein Eigentum reicht von der Schweiz über Deutschland bis nach Österreich: In Kärnten besitzt er große Ländereien und ein Schloss; Conle Junior betätigt sich aktiv im Kärntner Waffengeschäft. 

Conle nennt über 1.250 Wohnungen & Luxus-Immobilien mitten in Zürich sein Eigentum

Das Magazin „Tsüri.ch“ hat gemeinsam mit dem WAV-Recherchekollektiv aufgedeckt: Der öffentlich weitgehend unbekannte Immo-Tycoon und mutmaßliche AfD-Unterstützer Henning Conle nennt allein in Zürich über 1.250 Wohnungen, 164 Immobilien – darunter 135 Häuser mit Mietwohnungen und 18 Gewerbeimmobilien – sein Eigentum. Dazu zählen historische Gebäude mitten in der Zürcher Altstadt, die an Luxusgeschäfte vermietet sind, sowie Villen am Zürichberg. Allein damit verdient Conle als Vermieter ein monatliches Vermögen, das insgesamt auf rund 1,3 Milliarden Euro geschätzt wird. Auch in Deutschland nennt seine Familie viele Immobilien ihr Eigen. Auf ihrer Immobilien-Website schreibt die Conle Property Group: 

Wir bieten fast alles: vom Kiosk bis zum Gewerbepark, von kleinen Büros bis zu komplexen Verwaltungsgebäuden, von der kleinen Einzimmerwohnung bis zur Loftetage.

Dass Conle die AfD mutmaßlich unterstützt, ließe sich simpel erklären. Denn diese möchte die Grundsteuer auf Eigentum vollständig abschaffen. Davon würden vor allem Privateigentümer:innen und Immobilien-Unternehmen profitieren.

Immobilienimperium in Österreich: Conle besitzt große Landflächen & Schloss in Wolfsberg

Zu seinem Immobilienimperium in der Schweiz und in Deutschland kommen noch einige Besitztümer in Österreich dazu. Vor allem in Kärnten gehören dem Milliardär zahlreiche Grundflächen: Seit 2021 besitzt Conle rund 174 Hektar, die er dem Jesuitenorden in Wolfsberg abkaufte – um stolze 7,5 Millionen Euro. Auch in vielen anderen Regionen Österreichs hat er investiert. So kaufte er etwa das Forstamt Dreher im Ennstal, den viertgrößten Forstbetrieb des Landes. Medienberichten zufolge lag der Kaufpreis bei rund 120 Millionen Euro. Dazu kommen 1.400 Hektar in Eisenkappel im Bezirk Völkermarkt, die Conle im Jahr 2010 um rund 12,7 Millionen Euro erwarb.

Schloss Thürn in Wolfsberg (Foto: Wikimedia Commons/Johann Jaritz)
Schloss Thürn in Wolfsberg (Foto: Wikimedia Commons/Johann Jaritz)

Ende 2025 hat Conle über seine Barramundi AG das Schloss Thürn in Wolfsberg gekauft. Der Kaufpreis ist unbekannt. Jedenfalls handelt es sich um ein riesiges Anwesen mit großen Gärten, Weinterrassen und einem Schwimmteich. Die Anwaltskanzlei ließ unbeantwortet, wie das Schloss genutzt werden soll. Der Verkäufer des Schlosses ist der Immobilienunternehmer Herbert Waldner. Gegen ihn läuft – unabhängig vom Schlossverkauf – ein Verfahren der Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts auf Betrug.

Conle plant die nächste millionenschwere Investition in Kärnten

Familie Conle streckt aber die Hände nicht ausschließlich nach Wohnungen und Schlössern aus. Henning Conle Junior betreibt die Waffenproduktionsfirma WESPE in Ferlach im Rosental und ist an einem Waffenladen in Villach beteiligt. Gleichzeitig plant Conle Senior eine millionenschwere Investition im Kärntner Gmünd: Dort soll ab 2027 eine Wasserstoffanlage betrieben werden. Die Anlage soll mit Strom aus einem geplanten Wasserkraftwerk an der Lieser betrieben werden. In der Bevölkerung regt sich Widerstand – vor allem aufgrund der ökologischen Beeinträchtigung des Flusses, der Auswirkungen auf den Fischbestand, des Bodenverbrauches, des veränderten Ortsbildes und der Verkehrsbelastung.

Spendenaffäre: Ehemaliger FPÖ-Landesgeschäftsführer spendet über 2,3 Mio. € an AfD

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Heinrich Böll war einer der großen deutschen Schriftsteller der Nachkriegszeit – ein genauer Beobachter eines Landes, das nach 1945 moralisch, politisch und gesellschaftlich neu beginnen musste. In Romanen und Erzählungen wie "Billard um halb zehn", "Ansichten eines Clowns" oder "Die verlorene Ehre der Katharina Blum" schrieb er über Krieg, Schuld, katholische Enge, soziale Heuchelei und die Macht der Medien. 1972 erhielt er den Literaturnobelpreis – als Stimme einer Generation, die nicht vergessen wollte, was Deutschland gewesen war. Zitat: Es ist unsere Aufgabe, daran zu erinnern, dass der Mensch nicht nur existiert, um verwaltet zu werden. Heinrich Böll

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