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Heizölpreise um ein Drittel teurer: Immer mehr frieren zuhause

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Heizölpreise um ein Drittel teurer: Immer mehr frieren zuhause

Patricia Huber Patricia Huber
in Wohnen & Miete
Lesezeit:2 Minuten
10. Januar 2019
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In jeder 14. Wohnung in Österreich sitzt ein Mensch unter ein paar Decken und friert. 300.000 Haushalte leiden unter Energiearmut: Sie können ihre Wohnung nicht so heizen, dass es warm und gesund ist. Trotzdem geht ein großer Teil ihres Einkommens fürs Heizen drauf – da sie meist in alten Häusern mit schlechten Geräten leben. Jeder 5. von ihnen hat eine Ölheizung. Die Preise für Heizöl sind allein im letzten Jahr um 30 Prozent gestiegen. 

Im Winter ist das Leben teurer: Gemütlich zuhause sitzen, während es draußen friert, kostet Geld. Geld, das in vielen Haushalten selbstverständlich da ist. Im Durchschnitt gibt ein österreichischer Haushalt 4,6 Prozent seines Einkommens für Wohnenergie aus. Damit wird geheizt, geduscht, gekocht und beleuchtet. Bei wohlhabenderen Haushalten sind es gerademal 3,2 Prozent. Armen Haushalten dagegen kostet die Energieversorgung fast ein Viertel ihres Einkommens, nämlich 22,8 Prozent laut Statistik Austria.

„Energiearme geben beinahe jeden vierten Euro für Wohnenergie aus“, fasst Konrad Pesendorfer, Generaldirektor der Statistik Austria, das Ergebnis der Energie-Studie der Statistik Austria zusammen.

Jeder 4. Euro fürs Heizen und trotzdem frieren

Der Energieverbrauch ist in schlechten Wohnungen mit alten Geräten deutlich höher. Dazu kommt, dass arme Haushalte öfter mit Öl heizen als der Rest. Und der Preis für Heizöl ist explodiert: Um 30 Prozent sind die Kosten für Heizöl im letzten Jahr gestiegen.

Das trifft arme Haushalte doppelt: Sie brauchen mehr Öl, weil sie mit veralteten Heizanlagen heizen und müssen immer mehr für das Heizöl zahlen. Zum Vergleich: Das Heizen mit Gastherme ist im selben Zeitraum um mehr als 3 Prozent billiger geworden.

Viele Haushalte können sich das Heizen nicht mehr leisten, was zu vermehrten Abschaltungen führt. Wem in den Wintermonaten die Heizung abgedreht wird, dem drohen dramatische gesundheitliche Folgen.

Vom Landwirtschaftsministerium gibt es einen „Raus aus Öl-Bonus“, der den Umstieg von Ölheizungen auf umweltfreundliche Heizungen fördert. Allerdings nur für thermisch sanierte Häuser. Energiearme Haushalte kommen also nicht in den Genuss dieser Förderungen, weil sie meist in alten, schlecht gedämmten Häusern leben.

Niedriger Wasserstand im Rhein schlägt bei armen Haushalten ein

Hintergrund für den Preisantrieb bei Heizöl dürften Transportprobleme sein: Der niedrige Wasserstand im Rhein lässt die Transportkosten um mehrere Cent pro Liter Heizöl steigen – das schlägt bei den energiearmen Haushalten voll durch. Der Heizölpreis in Österreich hat sich völlig vom Weltmarkt entkoppelt.

Parlament Das Thema "Energiekosten" im Parlament

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2 Comments
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Cicero
Cicero
11. Januar 2019 08:53

S.g. Damen und Herren

Der Ölpreis hat sich im Jänner nach unten korrigiert. Nun sind Rohstoffpreise (wie Öl) volatil und schwanken, jedoch wäre es der Sache dienlich, auch den aktuellen Stand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung bekanntzugeben.

Die Preisdifferenz von rund 30% bezieht sich laut energyagency.at auf den Vergleichszeitraum Oktober 17 und Oktober 18. Das ist wohl grundsätzlich korrekt, verzerrt aber das Bild.

Derzeit liegt der Ölpreis bei rund 0,76 pro Liter, was sich natürlich wieder ändern kann.

Siehe: https://www.fastenergy.at/heizoel-charts_at.htm

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Margi
Margi
Reply to  Cicero
16. Januar 2019 20:40

Aber zum Einlagern trotz wartend auf günstigen Preis notwendig im Herbst Öl zu kaufen..ja sehr teuer..

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