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Kontrast
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Bundespräsident Van der Bellen ordnete detaillierte Akten-Exekution bei Blümel an

Gernot Blümel (Montage / Fotos: Parlamentsdirektion / Thomas Jantzen & BMF / Wilke)

Gernot Blümel (Montage / Fotos: Parlamentsdirektion / Thomas Jantzen & BMF / Wilke)

Kontrast Redaktion Kontrast Redaktion
in Ibiza-U-Ausschuss
Lesezeit:1 Minuten
23. Juni 2021
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Das VfGH-Erkenntnis zur Aktenlieferung des Finanzministeriums wird vom Wiener Straf-Landesgericht exekutiert. So fordert es eine „Exekutionsanordnung“, die Bundespräsident Alexander Van der Bellen am Donnerstag übermittelte. Eine per Zufallsgenerator ausgewählte Richterin muss den relevanten E-Mail-Verkehr sicherstellen, auswerten und dem Ibiza-U-Ausschuss bis 15. juli übergeben.

Österreichs Oppositions-Parteien hatten beklagt, dass Finanzminister Blümel dem U-Ausschuss noch immer relevante Akten zur Ibiza-Causa schuldet – trotz Entscheid des Verfassungsgerichtshofs und Exekutionsdrohung durch den Bundespräsidenten. Die Lieferung der Akten aus dem Finanzministerium sei unvollständig und zum Teil mangelhaft (weil nicht in elektronischer Form), beklagte die Opposition. Einsicht wurde etwa in die E-Mail-Postfächer von leitenden Mitarbeitern des Finanzministeriums verlangt, sowie in die Nachrichten zwischen Ministeriumsmitarbeitern mit dem ehemaligen ÖBAG-Chef Thomas Schmid und mit Ex-ÖVP-Finanzminister Hartwig Löger.

Nun wird die VfGH-Erkenntnis zur Aktenlieferung des Finanzministeriums vom Wiener Straf-Landesgericht exekutiert. Eine vom Zufallsgenerator ermittelte Haft- und Rechtsschutzrichterin wird in der Folge alle E-Mails sicherstellen und die relevanten Inhalte bis zum 15. Juli dem dem Ibiza-U-Ausschuss übergeben. So fordert es die Exekutionsanordnung, die Bundespräsident Alexander Van der Bellen am Donnerstag übermittelte.

Weil es einen derartigen Fall in der Geschichte der Republik noch nie gab und in der gerichtlichen Geschäftsordnung dafür auch kein Richter vorgesehen ist, wird eine Richterin per Zufallsgenerator bestimmt. Diese ist berechtigt „unter Wahrung der verfassungsgesetzlich gewährleisteten Rechte der Betroffenen allenfalls erforderliche Zwangsmittel einzusetzen“. Das inkludiert sowohl die Einsetzung von Organen des öffentlichen Sicherheitsdienstes als auch IT-Techniker oder Daten-Forensiker.

Blümel selbst hatte am Dienstag Abend in der Zeit im Bild 2 erklärt, dass der einen Einstellungsantrag des Exekutionsverfahrens beim Verfassungsgerichtshof gestellt hat. Er habe bereits alle relevanten Akten an den Untersuchungsausschuss geliefert.

Parlament Das Thema "Ibiza U-Ausschuss" im Parlament

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Karl Stojka wurde 1931 in Wampersdorf in Niederösterreich geboren – als Sohn einer Lovara-Roma-Familie. Er wuchs reisend auf, lebte mit seiner Familie in Zelten und Wagen, bis das NS-Regime diese Lebensweise brutal beendete. 1943 wurde Stojka mit seiner Familie deportiert. Er überlebte mehrere Konzentrationslager, darunter Auschwitz, Buchenwald und Flossenbürg. Viele seiner Angehörigen wurden ermordet. Nach dem Krieg kehrte er nach Wien zurück und versuchte, sich ein neues Leben aufzubauen – in einem Land, das die Verfolgung der Roma lange verdrängte. Erst Jahrzehnte später begann Stojka, über seine Erfahrungen zu sprechen. Er wurde zu einer wichtigen Stimme der Erinnerung: als Zeitzeuge, als Aktivist und als Künstler. In seinen Bildern verarbeitete er das Erlebte – eindringlich und farbgewaltig, oft schmerzhaft direkt. Gleichzeitig engagierte er sich für die Anerkennung der Roma und Sinti als Opfer des Nationalsozialismus in Österreich. Karl Stojka wurde so zu einer zentralen Figur der österreichischen Erinnerungskultur. Zitat: Nicht Hitler, Göring, Goebbels, Himmler und wie sie alle heißen, haben mich verschleppt und geschlagen. Nein, es war der Schuster, der Nachbar, der Milchmann. Sie haben eine Uniform bekommen, eine Binde und eine Haube - und dann waren sie die Herrenrasse. Karl Stojka

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Karl Stojka wurde 1931 in Wampersdorf in Niederösterreich geboren – als Sohn einer Lovara-Roma-Familie. Er wuchs reisend auf, lebte mit seiner Familie in Zelten und Wagen, bis das NS-Regime diese Lebensweise brutal beendete. 1943 wurde Stojka mit seiner Familie deportiert. Er überlebte mehrere Konzentrationslager, darunter Auschwitz, Buchenwald und Flossenbürg. Viele seiner Angehörigen wurden ermordet. Nach dem Krieg kehrte er nach Wien zurück und versuchte, sich ein neues Leben aufzubauen – in einem Land, das die Verfolgung der Roma lange verdrängte. Erst Jahrzehnte später begann Stojka, über seine Erfahrungen zu sprechen. Er wurde zu einer wichtigen Stimme der Erinnerung: als Zeitzeuge, als Aktivist und als Künstler. In seinen Bildern verarbeitete er das Erlebte – eindringlich und farbgewaltig, oft schmerzhaft direkt. Gleichzeitig engagierte er sich für die Anerkennung der Roma und Sinti als Opfer des Nationalsozialismus in Österreich. Karl Stojka wurde so zu einer zentralen Figur der österreichischen Erinnerungskultur. Zitat: Nicht Hitler, Göring, Goebbels, Himmler und wie sie alle heißen, haben mich verschleppt und geschlagen. Nein, es war der Schuster, der Nachbar, der Milchmann. Sie haben eine Uniform bekommen, eine Binde und eine Haube - und dann waren sie die Herrenrasse. Karl Stojka
Karl Stojka wurde 1931 in Wampersdorf in Niederösterreich geboren – als Sohn einer Lovara-Roma-Familie. Er wuchs reisend auf, lebte mit seiner Familie in Zelten und Wagen, bis das NS-Regime diese Lebensweise brutal beendete. 1943 wurde Stojka mit seiner Familie deportiert. Er überlebte mehrere Konzentrationslager, darunter Auschwitz, Buchenwald und Flossenbürg. Viele seiner Angehörigen wurden ermordet. Nach dem Krieg kehrte er nach Wien zurück und versuchte, sich ein neues Leben aufzubauen – in einem Land, das die Verfolgung der Roma lange verdrängte. Erst Jahrzehnte später begann Stojka, über seine Erfahrungen zu sprechen. Er wurde zu einer wichtigen Stimme der Erinnerung: als Zeitzeuge, als Aktivist und als Künstler. In seinen Bildern verarbeitete er das Erlebte – eindringlich und farbgewaltig, oft schmerzhaft direkt. Gleichzeitig engagierte er sich für die Anerkennung der Roma und Sinti als Opfer des Nationalsozialismus in Österreich. Karl Stojka wurde so zu einer zentralen Figur der österreichischen Erinnerungskultur. Zitat: Nicht Hitler, Göring, Goebbels, Himmler und wie sie alle heißen, haben mich verschleppt und geschlagen. Nein, es war der Schuster, der Nachbar, der Milchmann. Sie haben eine Uniform bekommen, eine Binde und eine Haube - und dann waren sie die Herrenrasse. Karl Stojka

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