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Mehr Ausbildungsplätze, moderne Lehre, bessere Bezahlung – Wien bildet 16.000 Pflegekräfte aus!

pflegeheim

Kontrast Redaktion Kontrast Redaktion
in Gesundheit, Wien
Lesezeit:3 Minuten
7. November 2024
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Tausende Arbeitskräfte werden benötigt, um sicherzustellen, dass in Österreich alle Menschen, die gewünschte Pflege bekommen. Während das Problem auf Bundesebene von den letzten Bundesregierungen weitgehend ignoriert wurde, investiert die Stadt Wien Millionen, um genügend Pflegekräfte auszubilden.

Österreich braucht bis 2030 51.000 zusätzliche Pflegekräfte, bis 2050 sind es sogar fast 200.000. So viele Pflegekräfte werden gebraucht, um das Pflegesystem in Österreich mit all seinen aktuellen Mängeln vor dem Zusammenbruch zu schützen. Um das Angebot auszubauen und die Situation von Pflegenden und Pflegekräften zu verbessern, werden noch viele tausende zusätzliche Arbeitskräfte benötigt.

So viele Pflegekräfte fehlen in Österreich
Österreich braucht bis 2050 fast 200.000 zusätzliche Pflegekräfte.

Das liegt vor allem daran, dass die Bevölkerung in Österreich immer älter wird und deshalb immer mehr Menschen Pflege benötigen. Gleichzeitig gehen in den nächsten Jahren aber auch viele Pflegekräfte in Pension.

Pflegeoffensive: Wien bildet bis 2030 16.000 Pflegekräfte aus

Es steigen aber zu wenig Menschen neu in den Pflegeberuf ein, um den Bedarf an Personal zu decken und zumindest den Status quo aufrechtzuerhalten. Wien will dem entgegenwirken und mehr Menschen beim Einstieg in den Pflegeberuf unterstützen und so den Pflegenotstand entschärfen.

So will die Bundeshauptstadt allein ein Drittel der Pflegekräfte ausbilden, die ganz Österreich bis 2030 braucht, um den Zusammenbruch der Pflege zu verhindern. Gelingen soll das durch eine Modernisierung der Ausbildung, mehr Ausbildungsplätze und bessere Bezahlung.

Unterstützung während der Ausbildung

Viele Menschen würden gerne in die Pflege einsteigen, die Ausbildung ist jedoch zeitaufwändig. Die Zeit, die in die Ausbildung investiert wird, fehlt dann beim Geldverdienen. Das kann Menschen, die in der Pflege arbeiten wollen, vor finanzielle Probleme stellen. Damit die Ausbildung nicht zum Stolperstein für den Einstieg in die Pflege wird, unterstützt die Stadt Wien Menschen in der Pflegeausbildung mit 600 Euro monatlich. Viele andere Bundesländer sind dem Wiener Vorbild gefolgt und haben auch Unterstützungen für Menschen in der Pflegeausbildung geschaffen. Der Wiener Bürgermeister Dr. Michael Ludwig erklärt dazu:

„In der Diskussion um fehlende Arbeitskräfte geht es meistens um die Arbeitsbedingungen, also Bezahlung und Arbeitszeitmodelle. Auch ich dachte, das sei der Hauptgrund dafür, dass nicht mehr Personen den Pflegeberuf ergreifen. Eine Befragung der Gewerkschaft hat allerdings gezeigt, dass für viele tatsächlich die Finanzierung der Ausbildungszeit eine besonders große Hürde darstellt. Deshalb haben wir als Stadt Wien entsprechende Maßnahmen ergriffen.“

Wien hat sich auch dafür eingesetzt, dass Pflegekräfte in ihrem Beruf mehr verdienen. So wurden die Zuschläge und die Wochenend- und Feiertagsdienste erhöht.

Ausbildungsplätze verdoppelt – Lehre modernisiert

Mehr Menschen für die Pflege zu begeistern, ergibt aber nur Sinn, wenn es genügend Ausbildungsplätze gibt. Wien hat deshalb die Plätze in der Pflegeausbildung auf über 4.000 jährlich verdoppelt.

Zusätzlich wurden Millionen investiert, um die Ausbildung von Pflegekräften zu modernisieren. Erst im Herbst 2024 wurde ein neuer Studienstandort an der FH Campus Wien in Favoriten eröffnet. Allein auf diesem neuen Standort werden 1.400 neue Pflegekräfte ausgebildet.

Aber auch in die zukünftigen Arbeitsplätze der Pflegekräfte investiert die Stadt Wien. Die Kliniken des Wiener Gesundheitsverbands werden modernisiert und ausgebaut. Allein in den Ausbau der Klinik Ottakring werden 1,4 Milliarden Euro gesteckt.

Rendering der neuen Klinik Ottakring
Die Stadt Wien modernisiert ihre Krankenhäuser. Eines der wichtigsten Projekte ist der Ausbau der Klinik Ottakring. Foto: AHA – Austrian Architects/ expressiv

Der Wiener Gesundheits-Stadtrat Peter Hacker erklärt:

„Wir haben die strategischen Weichen für mehr Pflegekräfte in Wien rechtzeitig gestellt und die Ausbildung stark forciert. Wir spüren bereits die ersten positiven Auswirkungen in Wien, dass wir wieder mehr Pflegekräfte beschäftigen als in den Jahren zuvor.“

Interesse am Pflegeberuf?

Wenn du selbst Interesse an einer Ausbildung im Pflegebereich hast, findest du hier die wichtigsten Informationen.

Dies ist der Box-Titel

Wie viele Menschen nehmen Pflege in Anspruch?

Insgesamt werden 269.800 Personen österreichweit gepflegt. Diese Zahl wird in den nächsten Jahren steigen, da die Bevölkerung in Österreich immer älter wird.

Wie viele Pflegekräfte gibt es?

Von insgesamt 139.100 Pflegekräften arbeiten 69.400 in Krankenhäusern, 48.000 in stationären Einrichtungen und 21.700 in der mobilen Pflege.

Wie viele Pflegekräfte fehlen? 

Bis 2030 fehlen ca. 51.000 Pflegekräfte, bis 2040 rund 119.900 und bis 2050 dann 196.400. Das ist laut Studie, das absolute Minimum, um den Status quo aufrechtzuerhalten. Für den notwendigen Ausbau werden weitaus mehr Pflegekräfte benötigt. Bis 2030 bildet Wien 16.000 neue Pflegekräfte aus. Das ist etwa ein Drittel des dringend benötigten Personals für ganz Österreich. 

Parlament Das Thema "Pflege" im Parlament

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Leonard Nimoy war ein vielseitiger Künstler, der vor allem durch seine Rolle als Mr. Spock in der legendären Serie „Star Trek“ bekannt wurde. Als Vulkanier, der zwischen logischer Vernunft und menschlicher Emotion balancierte, prägte Nimoy eine Figur, die zu einem Markenzeichen der Sci-Fi-Kultur wurde. Doch sein Talent ging weit über das Schauspiel hinaus: Er war auch Regisseur, Musiker und Fotograf. Neben seiner Arbeit in der Unterhaltungsindustrie setzte er sich für soziale Themen ein und hinterließ einen bleibenden Eindruck sowohl auf als auch neben der Leinwand. Zitat: Das ist ja das Wunder. Je mehr wir teilen, desto mehr haben wir. Leonard Nimoy

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