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Österreich ist jetzt offiziell das ungleichste Land der Euro-Zone

Österreich hat die höchste Ungleichheit der Euro-Zone// Bild: unsplash+/Getty Images

Österreich hat die höchste Ungleichheit der Euro-Zone// Bild: unsplash+/Getty Images

Victor Strauch Victor Strauch
in Verteilungsgerechtigkeit
Lesezeit:2 Minuten
8. August 2025
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Nirgends in der Euro-Zone ist die Ungleichheit bei Vermögen so groß wie in Österreich. Das zeigt eine Analyse des Momentum Instituts. Die reichsten 5 Prozent der Bevölkerung besitzen hierzulande mehr als die Hälfte des gesamten Netto-Vermögens. Die ärmere Hälfte der Bevölkerung besitzt dagegen nur 4 Prozent des gesamten Vermögens. Bisher war Österreich nach Lettland das zweit-ungleichste Land im Euro-Raum. Jetzt haben wir den bisherigen Spitzenreiter überholt.

Österreich ist das ungleichste Land der Euro-Zone – nirgends ist Vermögen so ungleich verteilt. Die obersten 5 Prozent besitzen 55 Prozent des Nettovermögens, das ist der höchste Wert im Euroraum. Die untere Hälfte der Haushalte kommt auf nicht einmal 4 Prozent. Auch beim Betriebsvermögen liegt fast alles bei den Reichsten: 95 Prozent gehören dem obersten Zehntel. Die neuen Zahlen der Europäischen Zentralbank, ausgewertet vom Momentum Institut, zeigen, wie weit die Schere zwischen Arm und Reich hierzulande auseinandergeht.

Österreich ist seit 2025 das ungleichste Land der Euro-Zone// Quelle: Momentum Magazin
Österreich ist seit 2025 das ungleichste Land der Euro-Zone// Quelle: Momentum Magazin

Besonders alarmierend: Die Ungleichheit nimmt nach oben hin weiter zu. Zwar liefert die EZB keine Daten zum obersten 1 Prozent, doch Studien zeigen, dass dort ein noch größerer Teil des Vermögens konzentriert ist.

Österreich hat höchste Ungleichheit der Euro-Zone – das gefährdet die Demokratie

Diese Vermögenskonzentration gefährdet nicht nur den sozialen Zusammenhalt, sondern auch die Demokratie. Wer viel besitzt, hat mehr Einfluss – auch auf die Politik. Wenn Superreiche große Summen an Parteien spenden, kann man davon ausgehen, dass diese Parteien Politik in ihrem Sinne machen. Indem Superreiche Geld an Medien spenden, können sie außerdem die öffentliche Meinung beeinflussen.

Ein Beispiel: Vermögenssteuern werden in Journalist:innen-Kommentaren in österreichischen Tageszeitungen überwiegend negativ beurteilt. Und das, obwohl sich eine deutliche Mehrheit der Bevölkerung seit Jahren für Vermögenssteuern ausspricht. Laut Momentum Institut wären aber genau solche Steuern notwendig, um die Vermögensungleichheit zu verringern.

Drei Viertel sind Erben: Das sind die 20 reichsten Österreicher

Parlament Das Thema "Vermögensungleichheit" im Parlament

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Frauen werden für bewiesene Leistung befördert, Männer für das, von dem wir glauben, dass sie es vielleicht einmal leisten werden. In ihrem neuen Buch Funkenschwestern beschreibt Barbara Blaha, warum Männer im Gegensatz zu Frauen von Geburt an unter einem „Kompetenzverdacht“ stehen – und welche Folgen das in Schule, Beruf und Gesellschaft hat. Im Podcast-Interview mit Kontrast spricht Blaha über die vielen „Lücken“, die das Leben von Frauen mühsamer machen: Die Einkommenslücke, die ungleiche Verteilung von Hausarbeit und Freizeit, schlechter wirkende Medikamente und die Gewalt, die wir als Gesellschaft schlicht in Kauf nehmen, solange sie „nur“ gegen Frauen gerichtet ist. Gleichzeitig richtet Blaha den Blick nach vorne. Feminismus, sagt sie, kann nicht heißen, Männer auszuschließen. Wir müssen sie zu Verbündeten machen. Denn nur so machen wir unsere Gesellschaft gerechter und für alle besser. Zitat: Wir müssen in der Erziehung von Buben darauf achten, dass sie ihre Herzenswärme und den Zugang zu ihren Gefühlen behalten. Buben sollen nicht ihre Empathie verdrängen, weil die angeblich "unmännlich" ist. Barbara Blaha

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