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Kontrast
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Dänemark impft alle bis Juni – und jeder weiß, wann er geimpft wird

Dänemark zahlt keine Corona-Hilfen an Firmen in Steueroasen

Kontrast Redaktion Kontrast Redaktion
in Gesundheit
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13. Januar 2021
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Von Österreich blickt man staunend nach Dänemark: Jeder Däne und jede Dänin hat seit 12. Jänner einen Corona-Impftermin: Bis 27. Juni sollen alle geimpft sein, die sich impfen lassen wollen. Dänemark ist aktuell das Land mit den meisten Impfungen im Verhältnis zu den Bewohnern in Europa.

Dänemark begann wie Österreich am 27. Dezember mit der ersten Corona-Impfung, aber seither ging es dort rasant voran. Am 9. Jänner waren bereits alle Bewohner der Pflege- und Altenheimen geimpft. In Österreichs Heimen wollen 120.000 Menschen geimpft werden, bis 13. Jänner bekamen noch nicht einmal die Hälfte von ihnen eine erste Dosis.

Bis 27. Juni sollen alle Menschen in Dänemark an der Reihe sein, verspricht die dänische Regierung und liefert dazu einen genauen Impfplan. Wer in Dänemark lebt, hat ein Schreiben bekommen, wann man im Impfplan dran kommt und aus welchen Gründen. Insgesamt hat Dänemark bis Juni genug Impfdosen, um 5,25 Millionen Menschen zu impfen. Das Land hat 5,8 Mio. Einwohner, inklusive Kinder, die nicht geimpft werden.

Der E-Impfpass ist bereits seit längerem Ziel des Gesundheitsministeriums, doch trotz Corona-Krise ist er bis heute nicht flächendeckend umgesetzt. Das macht es auch schwer festzustellen, wie viele Menschen im Land tatsächlich geimpft wurden.

corona impfungen dänemark
Die sozialdemokratische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen

Dänemarks Premierministerin Mette Frederiksen scheint die Krise auch nicht primär zur eigenen Inszenierung zu nutzen – im Gegensatz zu Österreichs Bundeskanzler: Während Kurz bei den ersten Impfungen medienwirksam zum Fototermin erschienen war, schaute sich Frederiksen die erste Impfung in einem Altenheim nur online an – und kümmerte sich weiter um einen funktionierenden Impfplan.

„Was sich in Österreich bei der Impfstrategie abspielt, ist komplett unverständlich – ein großes Missmanagement und ein Skandal“, sagt der SPÖ-Europaabgeordnete Andreas Schieder, der sich mit dänischen Kollegen über die dänsiche Impfstrategie ausgetauscht hat. Dort verstehe niemand, warum wir in Österreich gelieferte Impfstoffe im Kühlschrank bunkern und nicht verimpfen. Schieder meint, die Beschaffung der EU würde ermöglichen, rasch alle zu impfen, die das wollen. Dass das möglich sei, sehe man auch an dem guten Management in Dänemark: „In Österreich hat man aber den Impfstart verschlafen und immer noch keine funktionierende Impfstrategie“.

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Rainer Haselberger
Rainer Haselberger
13. Januar 2021 17:55

Es erhebt sich die Frage, wieso in Österreich der e-Impfpass nicht schon längst implementiert ist, hat doch Frau Dr. Rendi-Wagner in verantwortlicher Position im Gesundheitsressort gearbeitet.

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Karl Stojka wurde 1931 in Wampersdorf in Niederösterreich geboren – als Sohn einer Lovara-Roma-Familie. Er wuchs reisend auf, lebte mit seiner Familie in Zelten und Wagen, bis das NS-Regime diese Lebensweise brutal beendete. 1943 wurde Stojka mit seiner Familie deportiert. Er überlebte mehrere Konzentrationslager, darunter Auschwitz, Buchenwald und Flossenbürg. Viele seiner Angehörigen wurden ermordet. Nach dem Krieg kehrte er nach Wien zurück und versuchte, sich ein neues Leben aufzubauen – in einem Land, das die Verfolgung der Roma lange verdrängte. Erst Jahrzehnte später begann Stojka, über seine Erfahrungen zu sprechen. Er wurde zu einer wichtigen Stimme der Erinnerung: als Zeitzeuge, als Aktivist und als Künstler. In seinen Bildern verarbeitete er das Erlebte – eindringlich und farbgewaltig, oft schmerzhaft direkt. Gleichzeitig engagierte er sich für die Anerkennung der Roma und Sinti als Opfer des Nationalsozialismus in Österreich. Karl Stojka wurde so zu einer zentralen Figur der österreichischen Erinnerungskultur. Zitat: Nicht Hitler, Göring, Goebbels, Himmler und wie sie alle heißen, haben mich verschleppt und geschlagen. Nein, es war der Schuster, der Nachbar, der Milchmann. Sie haben eine Uniform bekommen, eine Binde und eine Haube - und dann waren sie die Herrenrasse. Karl Stojka

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Karl Stojka wurde 1931 in Wampersdorf in Niederösterreich geboren – als Sohn einer Lovara-Roma-Familie. Er wuchs reisend auf, lebte mit seiner Familie in Zelten und Wagen, bis das NS-Regime diese Lebensweise brutal beendete. 1943 wurde Stojka mit seiner Familie deportiert. Er überlebte mehrere Konzentrationslager, darunter Auschwitz, Buchenwald und Flossenbürg. Viele seiner Angehörigen wurden ermordet. Nach dem Krieg kehrte er nach Wien zurück und versuchte, sich ein neues Leben aufzubauen – in einem Land, das die Verfolgung der Roma lange verdrängte. Erst Jahrzehnte später begann Stojka, über seine Erfahrungen zu sprechen. Er wurde zu einer wichtigen Stimme der Erinnerung: als Zeitzeuge, als Aktivist und als Künstler. In seinen Bildern verarbeitete er das Erlebte – eindringlich und farbgewaltig, oft schmerzhaft direkt. Gleichzeitig engagierte er sich für die Anerkennung der Roma und Sinti als Opfer des Nationalsozialismus in Österreich. Karl Stojka wurde so zu einer zentralen Figur der österreichischen Erinnerungskultur. Zitat: Nicht Hitler, Göring, Goebbels, Himmler und wie sie alle heißen, haben mich verschleppt und geschlagen. Nein, es war der Schuster, der Nachbar, der Milchmann. Sie haben eine Uniform bekommen, eine Binde und eine Haube - und dann waren sie die Herrenrasse. Karl Stojka
Karl Stojka wurde 1931 in Wampersdorf in Niederösterreich geboren – als Sohn einer Lovara-Roma-Familie. Er wuchs reisend auf, lebte mit seiner Familie in Zelten und Wagen, bis das NS-Regime diese Lebensweise brutal beendete. 1943 wurde Stojka mit seiner Familie deportiert. Er überlebte mehrere Konzentrationslager, darunter Auschwitz, Buchenwald und Flossenbürg. Viele seiner Angehörigen wurden ermordet. Nach dem Krieg kehrte er nach Wien zurück und versuchte, sich ein neues Leben aufzubauen – in einem Land, das die Verfolgung der Roma lange verdrängte. Erst Jahrzehnte später begann Stojka, über seine Erfahrungen zu sprechen. Er wurde zu einer wichtigen Stimme der Erinnerung: als Zeitzeuge, als Aktivist und als Künstler. In seinen Bildern verarbeitete er das Erlebte – eindringlich und farbgewaltig, oft schmerzhaft direkt. Gleichzeitig engagierte er sich für die Anerkennung der Roma und Sinti als Opfer des Nationalsozialismus in Österreich. Karl Stojka wurde so zu einer zentralen Figur der österreichischen Erinnerungskultur. Zitat: Nicht Hitler, Göring, Goebbels, Himmler und wie sie alle heißen, haben mich verschleppt und geschlagen. Nein, es war der Schuster, der Nachbar, der Milchmann. Sie haben eine Uniform bekommen, eine Binde und eine Haube - und dann waren sie die Herrenrasse. Karl Stojka

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