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EU-Aktionsplan gegen Cybermobbing soll Social-Media sicherer machen

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Cybermobbing ist ein Problem in ganz Europa. (Foto: Unsplash)

Cybermobbing ist ein Problem in ganz Europa. (Foto: Unsplash)

Kontrast Redaktion Kontrast Redaktion
in Europa
Lesezeit:4 Minuten
19. März 2026
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Cybermobbing ist kein Randphänomen mehr. Digitales Mobbing auf Social-Media-Plattformen gehört zum Alltag vieler Kinder und Jugendlichen. Laut Studien wurde jedes sechste Kind im Alter von 11 bis 15 Jahren schon einmal Opfer von Cybermobbing. Jedes 8. Kind gibt zu, selbst schon einmal online jemanden gemobbt zu haben: Beleidigungen, Bloßstellungen, Gerüchte oder manipulierte Bilder verbreiten sich über soziale Netzwerke, Messenger-Dienste und Videoplattformen und können kaum wieder eingefangen werden. Mit einem Aktionsplan möchte die EU-Kommission Kinder und Jugendliche in Zukunft besser schützen.

Was ist Cybermobbing?

Cybermobbing umfasst Beleidigungen und Bloßstellungen sowie das Verbreiten von Gerüchten oder manipulierten Bildern. Diese Form digitaler Gewalt üben User:innen über soziale Netzwerke, Messenger-Dienste und Videoplattformen aus. Wer schon als Jugendliche:r Ausgrenzung und Demütigung ausgesetzt ist, trägt die seelischen Verletzungen oft bis ins Erwachsenenalter. Langfristige Folgen können Angststörungen, Depressionen, sozialer Rückzug und ein vermindertes Selbstwertgefühl sein.

youtube placeholder image

EU will Kinder und Jugendliche vor digitaler Gewalt schützen – „Cybermobbing ist keine private Angelegenheit“

Um Kinder und Jugendliche besser vor digitaler Gewalt zu schützen, hat die Europäische Kommission jetzt einen Aktionsplan zur Bekämpfung von Cybermobbing vorgestellt.

„Cybermobbing ist kein individuelles Problem, das in den Händen einzelner Familien liegt, sondern eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung“, sagt der sozialdemokratische Europaabgeordnete Hannes Heide.

Vor allem das politisch rechte Lager wittert im Schutz gegen Cybermobbing einen Angriff auf die Meinungsfreiheit. Eine klare rechtliche Definition, nationale Strategien und eine höhere Sensibilität für Cybermobbing sollen digitale Gewalt klar von freier Meinungsäußerung abgrenzen.

Neue App bietet bei Cybermobbing-Fällen unkompliziert Hilfe an

Ein Kernstück des EU-Aktionsplans ist das Entwickeln einer EU-weiten App. Über diese sollen Opfer künftig unkompliziert Hilfe erhalten und Fälle von Cybermobbing an eine nationale Hotline melden. Zusätzlich kann man dort auch Beweise sichern und weiterleiten.

Obwohl das EU-Gesetz über digitale Dienste Social-Media-Plattformen bereits jetzt verpflichtet, Jugendliche und Kinder online zu schützen, soll nun ein Update des Gesetzes die Plattformen stärker in die Pflicht nehmen. Die Plattformen sollen leicht zugängliche Meldefunktionen und einen wirksamen Schutz vor schädlichen Inhalten entwickeln.

Außerdem ist auch eine EU-weite Lösung zur Altersverifikation ein wichtiger nächster Schritt, der bereits mit der Forderung nach einem Social- Media- Verbot für unter 16-Jährige angekündigt wurde.

Social Media Verbot Karte (Grafik: Kontrast.at)
Diese EU-Länder planen, Kinder vor den schädlichen Social-Media-Folgen zu schützen. (Grafik: Kontrast.at)

Ziel: Mehr digitale Kompetenzen an Schulen unterrichten

Prävention und das Vermitteln digitaler Kompetenz sind neben der Regulierung das zweite Standbein des Aktionsplans gegen Cybermobbing.

„Kinder müssen lernen, respektvoll und verantwortungsbewusst im digitalen Raum zu handeln,“ fordert Hannes Heide (SPÖ).

Dazu will die EU das Unterstützungsangebot für Schulen ausbauen. Über das Netzwerk der Safer-Internet-Zentren sowie die Plattform „Better Internet for Kids“ erhalten Schulen, Eltern und Fachkräfte Zugang zu Schulungen, Informationsmaterial und Beratung. Allein im Vorjahr nutzten rund 48 Millionen europäische Bürger:innen die Safer-Internet-Zentren.

youtube placeholder image

EU will Jugendliche in den politischen Prozess einbinden

Der Aktionsplan gegen Cybermobbing ist eine der ersten Initiativen, bei der ein „Youth Check“ (Einführung 2024) angewendet wurde. Auch in Zukunft will die Kommission ihre wichtigsten politischen Vorschläge einem sogenannten „Jugendtest“ unterziehen, um Auswirkungen auf junge Menschen zu prüfen. Daher sind auch Jugendorganisationen, nationale Jugendräte und Forschende an diesen Tests beteiligt.

Die Initiative wurde als Reaktion auf die Pandemie ins Leben gerufen und zielt darauf ab, die Perspektive der Jugend dauerhaft in die europäische Politik einzubringen.

Diese EU-Gesetze erhalten ein Update zum besseren Schutz vor Cybermobbing

  • DSA (Digital Services Act): Das Gesetz über digitale Dienste verpflichtet große Online-Plattformen, wie Social-Media oder Streamingdienste, deren Nutzung für Kinder und Jugendliche sicher zu gestalten. Die Richtlinie wird nun überarbeitet, um Verstöße leichter melden zu können. Außerdem will man sogenannte Hinweisgeber besser schützen, um ihre Rolle im Kampf gegen illegale Inhalte zu stärken.

  • AVMD-Richtlinie: Diese Richtlinie reguliert Plattformen wie YouTube. Sie wird, ähnlich wie der DSA, überarbeitet.

  • KI-Gesetz: Das weltweit erste staatsübergreifende Gesetz zur Regulierung von Künstlicher Intelligenz trat 2024 in Kraft. Es verbietet manipulative KI-Systeme, die Menschen, insbesondere Kinder, schädigen oder täuschen könnten. Die Transparenz- und Kennzeichnungspflicht für KI-generierte Inhalte, wie etwa Deepfakes – die für Mobbing verwendet werden können – wird derzeit im EU-Verfahren gegen Elon Musk durchgesetzt. Der KI-Bot Grok, den Musk auf X/Twitter einsetzt, verstößt laut EU gegen das europäische KI-Gesetz. Zudem lassen sich mit Grok sexualisierte Bilder, oft ohne Wissen der Betroffenen, erstellen – die auch nicht als KI-Bilder gekennzeichnet sind.

Sexuelle Übergriffe im Netz: Fast alle Jugendlichen kennen Betroffene

Parlament Das Thema "Europäische Union" im Parlament

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Die Country- und Pop-Ikone Dolly Parton ist im Alter von 80 Jahren gestorben. Neben ihrer Karriere als Sängerin ist sie auch für ihr soziales Engagement bekannt: Mit der Imagination Library hat sie ein weltweites Leseprojekt gegründet, das Kindern kostenlos Bücher zur Verfügung stellt. Außerdem unterstützte sie Bildungs- und Hilfsprojekte über die Dollywood Foundation und spendete Millionenbeträge in die medizinische Forschung. Ihrem 1980 verfassten Song „9 to 5“ – einem sozialkritischen Kommentar auf Arbeitswelt und Ungleichheit - entstammt dieses Zitat: “It’s a rich man’s game no matter what they call it, and you spend your life putting money in his wallet.” Zitat: Es ist ein Spiel der Reichen und egal wie sie es nennen, du verbringst dein Leben damit, Geld in ihre Taschen zu stecken. Dolly Parton

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Die Country- und Pop-Ikone Dolly Parton ist im Alter von 80 Jahren gestorben. Neben ihrer Karriere als Sängerin ist sie auch für ihr soziales Engagement bekannt: Mit der Imagination Library hat sie ein weltweites Leseprojekt gegründet, das Kindern kostenlos Bücher zur Verfügung stellt. Außerdem unterstützte sie Bildungs- und Hilfsprojekte über die Dollywood Foundation und spendete Millionenbeträge in die medizinische Forschung. Ihrem 1980 verfassten Song „9 to 5“ – einem sozialkritischen Kommentar auf Arbeitswelt und Ungleichheit - entstammt dieses Zitat: “It’s a rich man’s game no matter what they call it, and you spend your life putting money in his wallet.” Zitat: Es ist ein Spiel der Reichen und egal wie sie es nennen, du verbringst dein Leben damit, Geld in ihre Taschen zu stecken. Dolly Parton

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Die Europäische Kommission

Auf einen Blick Aufgabe: Vorschläge für neue europäische Rechtsvorschriften und deren Durchsetzung. Setzt Strategien um und verwaltet das Budget. Mitglieder: Ein Team, „Kollegium“ genannt, bestehend aus je einem Kommissar je EU-Mitgliedsstaat Präsidentin: Ursula von der Leyen Gegründet: 1958 Standort: Brüssel (Belgien) Das Logo der Europäischen Kommission Die Europäische Kommission ist das unabhängige Leitungsorgan der EU. Ihre 27 Mitglieder, die Präsidentin und 26 Kommissarinnen und Kommissare, werden jeweils von den Regierungen der Mitgliedsstaaten ernannt. Das heißt also, dass jedes EU-Land einen Kommissar bzw. eine Kommissarin entsenden darf. Diese Kommissare schwören aber bei ihrer Angelobung, unabhängig und nur im Sinne der gesamten EU zu handeln. Die Europäische Kommission. Quelle: Bundeszentrale für Politische Bildung Derzeitige Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen Den Kommissaren steht

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Pressefreiheit

Unter Pressefreiheit versteht man das Recht aller Journalist:innen und Medienbetreiber, frei von Zwang, Einschränkung und Zensur ihrer journalistischen Arbeit nachzugehen. Das gilt für alle medialen Erzeugnisse, egal ob Internet, Fernsehen, Radio, Printprodukte oder auch Nachrichtenagenturen. Der Staat kann für diese Pressefreiheit als Garant dienen oder selbst zur Zensur greifen. Aber auch Medienbesitzer und finanzielle Zwänge können die Freiheit der Berichterstattung beschränken.

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EU-Länder

Momentan gibt es in der EU 27 Mitgliedstaaten. EU-Länder sind: Belgien, Bulgarien, Rumänien, Tschechische Republik, Dänemark, Deutschland, Estland, Griechenland, Spanien, Frankreich, Irland, Italien, Zypern, Lettland, Litauen, Luxemburg, Ungarn, Malta, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Slowenien, Slowakei, Finnland, Kroatien und Schweden. Großbritannien trat mit 31. Januar 2020 offiziell aus der EU aus. Das Thema "EU-Mitgliedsstaaten" im Parlament

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