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Nestlé, Coca-Cola & Co: Diese 5 Konzerne beherrschen den globalen Lebensmittelmarkt

Nestle, Coca Cola & Co./Größte Lebensmittelkonzerne der Welt// Bild: unsplash+

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Dennis Zhukowski Dennis Zhukowski
in erklärt, Geschichte, Wirtschaft und Finanzen
Lesezeit:6 Minuten
22. August 2025
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Hinter den meisten Markenprodukten im Lebensmittelhandel stecken dieselben großen Konzerne. Das führt dazu, dass sich die Marktmacht auf wenige Unternehmen konzentriert. Dabei setzen die größten Lebensmittelkonzerne der Welt oft illegale Methoden ein, um ihre Profite zu steigern. Fairer Wettbewerb? Kaum möglich. Umso dringlicher ist die Frage: Wer steckt eigentlich hinter den Produkten, die wir täglich kaufen?

Im Supermarkt stehen wir vor endlos langen Regalreihen – scheinbar unbegrenzte Auswahl. Doch diese Vielfalt täuscht. Tatsächlich bestimmen eine Handvoll globaler Konzerne, was in unserem Einkaufswagen landet. Wir stellen die fünf globalen Lebensmittel-Giganten vor: Nestle, PepsiCo, Coca Cola, Unilever & Mondelez. Sie beeinflussen maßgeblich, was in unseren Supermarktregalen ist. Wenn nur wenige Unternehmen den Hauptteil eines Marktes, in diesem Fall Lebensmittel, kontrollieren, nennt man das ein Oligopol. 

Inhalt
1) Nestlé – Ausbeutung, Babynahrungs-Skandal & mit Fäkalien verunreinigtes Wasser
2) PepsiCo – Kinderarbeit & Regenwaldrodungen für Palmöl
3) Coca Cola – Gezielte Verfolgung und Ermordung von Gewerkschaftern
4) Unilever – Wettbewerbsverzerrung & sexueller Missbrauch
5) Mondelez – Preis erhöht, Inhalt verkleinert

Nestlé – Ausbeutung, Babynahrungs-Skandal & mit Fäkalien verunreinigtes Wasser

Der größte Lebensmittelkonzern der Welt ist eines der unbeliebtesten Unternehmen und mittlerweile ein Symbol für übergroße Konzernmacht. Das Produktspektrum ist so breit, dass kaum ein Einkauf ohne Nestlé-Beteiligung auskommt. Bekannte Marken sind Nestcafé, Nesquik, KitKat, Lion, Thomy, Maggi, Vittel, Smarties und Felix.

Nestlé wird beschuldigt, Wasserreserven auszubeuten. Eine Abfüllanlage in Kalifornien etwa füllte über 136 Millionen Liter Grundwasser in Kalifornien in einem Dürrejahr ab. Währenddessen wurden die Bewohner:innen aufgerufen, Wasser zu sparen. 

2024 wurde noch dazu bekannt, dass Nestle offenbar schon seit den 1990er Jahren verunreinigtes Wasser mit illegalen Methoden gefiltert und als „natürliches Mineralwasser“ verkauft hat. Die Verbraucher:innen hat man darüber nicht informiert. Der Betrug soll sich in den vergangenen 15 Jahren auf über 3 Milliarden Euro belaufen. Mineralwasserquellen in Frankreich sollen außerdem mit Fäkalien, Escherichia Coli-Bakterien, PFAS und Pestiziden verunreinigt gewesen sein.

Eine der bekanntesten Vorfälle ist jedoch der Baby-Nahrungs-Skandal in den 1970er Jahren. Nestlé bewarb seine Ersatznahrung für Babys vor allem im globalen Süden mit als Krankenschwestern verkleideten Frauen. Der Konzern behauptete, der Muttermilch-Ersatz von Nestlé sei gesünder als Babys zu säugen. Mütter rührten im guten Glauben die Ersatzmilch mit schmutzigem oder gar kontaminiertem Wasser an. Daraufhin starben tausende Säuglinge.

PepsiCo – Kinderarbeit & Regenwaldrodungen für Palmöl

Man sollte meinen, bei PepsiCo sei klar, was das Geschäft ist: Erfrischung, vor allem in der heißen Jahreszeit. Das Geschäft geht aber über die bekannten Softdrinks Pepsi, 7Up oder Miranda hinaus. Neben den bereits erwähnten Lipton-Tees gibt es auch sehr viele Snack-Marken, die sich unter dem Pepsi-Dach befinden. Lay’s, Doritos, Cheetos, Gatorade, Mountain-Dew oder auch die Rockstar-Energydrinks sind Teil des zweitgrößten Lebensmittelkonzerns. 

Was wir dann als Sommerdrink oder als Snack beim Filmabend verköstigen, kommt bei PepsiCo teilweise aus problematischen Quellen. Untersuchungen zeigen, dass Produkte von PepsiCo in Indonesien mit Kinderarbeit, niedrigen Löhnen und Ausbeutung im Zusammenhang standen.

Die Lieferketten des Konzerns können außerdem mit diversen illegalen Regenwaldrodungen in Peru und Indonesien in Verbindung gebracht werden. Vor allem für Palmöl werden viele Regenwaldflächen illegal gerodet. Auch Nestlé und Unilever wird die Rodung für Palmöl vorgeworfen. Es kommt in nahezu jedem zweiten Supermarktprodukt vor und bei Pepsi vor allem in seinen Chips-Marken. 

Auch nach dem Essen oder Trinken machen Pepsi-Produkte Probleme. Greenpeace bezeichnet PepsiCo als einen der größten Verursacher von Plastikmüll. Der US-Bundesstaat New York machte PepsiCo für über 15 Prozent des Mülls im Hudson River verantwortlich. 

Coca Cola – Gezielte Verfolgung und Ermordung von Gewerkschaftern

Kaum ein Produkt ist weltweit bekannter als Coca-Cola.  Zum Konzern gehören außerdem noch die Marken Fanta, Sprite und Mezzomix aber auch die Innocent-Smoothies und die Wassermarke Smartwater. 

Mit der Spezialisierung auf abgefüllte Getränke kommt ein großer Bedarf an Wasser. So groß, dass Konflikte nicht weit sind. In den 2000ern verursachte eine Coca-Cola-Abfüllanlage im indischen Kerala durch seinen hohen Wasserverbrauch eine massive Wasserknappheit im angrenzenden Dorf. Erst nach Jahren des Rechtsstreits wurde die Anlage geschlossen. Ähnliche Vorwürfe gibt es aus Mexiko und Kolumbien. Vor allem in Dürrezeiten verschärft der Konzern die Versorgungslage für die Menschen, die rund um die Abfüllanlagen leben.

Ähnlich skrupellos geht Coca Cola vor, wenn es um die Niederschlagung von Gewerkschaften geht. In Kolumbien soll der Konzern seit den frühen 2000er Jahren mit Paramilitärs kollaboriert haben, um Mitglieder der Gewerkschaft der Lebensmittelindustrie (Sinaltrainal) zu verfolgen und zu ermorden. Diese „mörderische Gewalt“ habe es Coca-Cola ermöglicht, „die Löhne in ihren kolumbianischen Betrieben auf ein Drittel zu senken und die Arbeitsverhältnisse insgesamt zu prekarisieren“, so die Freie Arbeiter Union Deutschlands in einer Solidaritätskampagne für Sinaltrainal.

Neben all diesen Skandalen gilt Coca Cola als der größte Verursacher von Plastikmüll weltweit. Laut Greenpeace verschärft der Konzern damit nicht nur die Meereskrise, sondern lobbyiert hinter den Kulissen auch noch gegen Umweltschutz. Das hindert Coca Cola freilich nicht daran sich durch Greenwashing ein nachhaltiges Image zu geben.

Unilever – Wettbewerbsverzerrung & sexueller Missbrauch

Unilever, der weltweit viertgrößte Lebensmittel- und Konsumgüterkonzern, ist in Supermärkten und Drogerien omnipräsent. Knorr-Produkte gehören zum Konzern, ebenso Eismarken wie Ben&Jerry’s, Cornetto oder Magnum. Wenn am Strand Eis von Eskimo/Langnese verkauft wird, steckt Unilever dahinter. In der Drogerie gehört AXE, DOVE und Rexona dazu. Auch die Reiniger von Cif oder Comfort sind Teil des Konzerns. 

Die BBC deckte vor zwei Jahren sexuellen Missbrauch auf von Unilever mitbetriebenen Teefarmen in Kenia auf. Die Farmen waren Zulieferer für Lipton-Tees, ein Joint-Venture zwischen Unilever und PepsiCo. Frauen wurden von Vorgesetzten zu sexuellen Handlungen gezwungen und bekamen bei Verweigerung keine Arbeit. Und das, obwohl Unilever nach ähnlichen Vorfällen eine Null-Toleranz-Politik in Bezug auf Missbrauch versprochen hatte.

Auch in Italien landete der Konzern vor Gericht. Dort hatte Unilever Händlern untersagt, Konkurrenzprodukte neben den eigenen Eismarken zu verkaufen. Die italienische Wettbewerbsbehörde verhängte eine Strafe von 60 Millionen Euro. Ein anschließender Prozess vor dem Europäischen Gerichtshof führte zu einem Präzedenzfall – am Ende musste Unilever die ganze Strafe von 60 Millionen Euro bezahlen.

Kritik gab es zudem an der Entlassung des Ben-&-Jerry’s-CEOs. Beobachter vermuten, dass sein soziales Engagement dem Mutterkonzern zu unbequem wurde.

Mondelez – Preis erhöht, Inhalt verkleinert

Der Name ist weniger geläufig, als die üblichen Verdächtigen. Als siebtgrößter Lebensmittelkonzern weltweit wirkt er vergleichsweise unscheinbar. Doch dieser Eindruck täuscht. Die Snackregale sind prall gefüllt mit Mondelez-Produkten: Oreo, Milka, Daim und Toblerone gehören neben vielen anderen Marken zum Konzern, der in über 150 Ländern aktiv ist. 

Die Lieferketten von Mondelez stehen immer wieder in der Kritik: Menschenrechtsverletzungen, insbesondere Kinderarbeit, werden dem Unternehmen vorgeworfen – etwa beim Kakaoanbau in Westafrika. Die Verbraucherorganisation foodwatch hat Milka außerdem jüngst mit dem „Goldenen Windbeutel“ ausgezeichnet – für die dreisteste Werbelüge des Jahres. Die Tafel wurde verkleinert, der Preis dennoch erhöht.

Auch beim Vertrieb verstößt Mondelez offenbar gegen geltendes Recht. Die Europäische Union verhängte letztes Jahr eine Strafe von über 300 Millionen Euro gegen den Schokoladenhersteller.  Der Vorwurf: Der Konzern habe Händlern untersagt, Produkte aus günstigeren Nachbarländern zu importieren – ein klarer Verstoß gegen EU-Recht.

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Karl Stojka wurde 1931 in Wampersdorf in Niederösterreich geboren – als Sohn einer Lovara-Roma-Familie. Er wuchs reisend auf, lebte mit seiner Familie in Zelten und Wagen, bis das NS-Regime diese Lebensweise brutal beendete. 1943 wurde Stojka mit seiner Familie deportiert. Er überlebte mehrere Konzentrationslager, darunter Auschwitz, Buchenwald und Flossenbürg. Viele seiner Angehörigen wurden ermordet. Nach dem Krieg kehrte er nach Wien zurück und versuchte, sich ein neues Leben aufzubauen – in einem Land, das die Verfolgung der Roma lange verdrängte. Erst Jahrzehnte später begann Stojka, über seine Erfahrungen zu sprechen. Er wurde zu einer wichtigen Stimme der Erinnerung: als Zeitzeuge, als Aktivist und als Künstler. In seinen Bildern verarbeitete er das Erlebte – eindringlich und farbgewaltig, oft schmerzhaft direkt. Gleichzeitig engagierte er sich für die Anerkennung der Roma und Sinti als Opfer des Nationalsozialismus in Österreich. Karl Stojka wurde so zu einer zentralen Figur der österreichischen Erinnerungskultur. Zitat: Nicht Hitler, Göring, Goebbels, Himmler und wie sie alle heißen, haben mich verschleppt und geschlagen. Nein, es war der Schuster, der Nachbar, der Milchmann. Sie haben eine Uniform bekommen, eine Binde und eine Haube - und dann waren sie die Herrenrasse. Karl Stojka
Karl Stojka wurde 1931 in Wampersdorf in Niederösterreich geboren – als Sohn einer Lovara-Roma-Familie. Er wuchs reisend auf, lebte mit seiner Familie in Zelten und Wagen, bis das NS-Regime diese Lebensweise brutal beendete. 1943 wurde Stojka mit seiner Familie deportiert. Er überlebte mehrere Konzentrationslager, darunter Auschwitz, Buchenwald und Flossenbürg. Viele seiner Angehörigen wurden ermordet. Nach dem Krieg kehrte er nach Wien zurück und versuchte, sich ein neues Leben aufzubauen – in einem Land, das die Verfolgung der Roma lange verdrängte. Erst Jahrzehnte später begann Stojka, über seine Erfahrungen zu sprechen. Er wurde zu einer wichtigen Stimme der Erinnerung: als Zeitzeuge, als Aktivist und als Künstler. In seinen Bildern verarbeitete er das Erlebte – eindringlich und farbgewaltig, oft schmerzhaft direkt. Gleichzeitig engagierte er sich für die Anerkennung der Roma und Sinti als Opfer des Nationalsozialismus in Österreich. Karl Stojka wurde so zu einer zentralen Figur der österreichischen Erinnerungskultur. Zitat: Nicht Hitler, Göring, Goebbels, Himmler und wie sie alle heißen, haben mich verschleppt und geschlagen. Nein, es war der Schuster, der Nachbar, der Milchmann. Sie haben eine Uniform bekommen, eine Binde und eine Haube - und dann waren sie die Herrenrasse. Karl Stojka

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Karl Stojka wurde 1931 in Wampersdorf in Niederösterreich geboren – als Sohn einer Lovara-Roma-Familie. Er wuchs reisend auf, lebte mit seiner Familie in Zelten und Wagen, bis das NS-Regime diese Lebensweise brutal beendete. 1943 wurde Stojka mit seiner Familie deportiert. Er überlebte mehrere Konzentrationslager, darunter Auschwitz, Buchenwald und Flossenbürg. Viele seiner Angehörigen wurden ermordet. Nach dem Krieg kehrte er nach Wien zurück und versuchte, sich ein neues Leben aufzubauen – in einem Land, das die Verfolgung der Roma lange verdrängte. Erst Jahrzehnte später begann Stojka, über seine Erfahrungen zu sprechen. Er wurde zu einer wichtigen Stimme der Erinnerung: als Zeitzeuge, als Aktivist und als Künstler. In seinen Bildern verarbeitete er das Erlebte – eindringlich und farbgewaltig, oft schmerzhaft direkt. Gleichzeitig engagierte er sich für die Anerkennung der Roma und Sinti als Opfer des Nationalsozialismus in Österreich. Karl Stojka wurde so zu einer zentralen Figur der österreichischen Erinnerungskultur. Zitat: Nicht Hitler, Göring, Goebbels, Himmler und wie sie alle heißen, haben mich verschleppt und geschlagen. Nein, es war der Schuster, der Nachbar, der Milchmann. Sie haben eine Uniform bekommen, eine Binde und eine Haube - und dann waren sie die Herrenrasse. Karl Stojka
Karl Stojka wurde 1931 in Wampersdorf in Niederösterreich geboren – als Sohn einer Lovara-Roma-Familie. Er wuchs reisend auf, lebte mit seiner Familie in Zelten und Wagen, bis das NS-Regime diese Lebensweise brutal beendete. 1943 wurde Stojka mit seiner Familie deportiert. Er überlebte mehrere Konzentrationslager, darunter Auschwitz, Buchenwald und Flossenbürg. Viele seiner Angehörigen wurden ermordet. Nach dem Krieg kehrte er nach Wien zurück und versuchte, sich ein neues Leben aufzubauen – in einem Land, das die Verfolgung der Roma lange verdrängte. Erst Jahrzehnte später begann Stojka, über seine Erfahrungen zu sprechen. Er wurde zu einer wichtigen Stimme der Erinnerung: als Zeitzeuge, als Aktivist und als Künstler. In seinen Bildern verarbeitete er das Erlebte – eindringlich und farbgewaltig, oft schmerzhaft direkt. Gleichzeitig engagierte er sich für die Anerkennung der Roma und Sinti als Opfer des Nationalsozialismus in Österreich. Karl Stojka wurde so zu einer zentralen Figur der österreichischen Erinnerungskultur. Zitat: Nicht Hitler, Göring, Goebbels, Himmler und wie sie alle heißen, haben mich verschleppt und geschlagen. Nein, es war der Schuster, der Nachbar, der Milchmann. Sie haben eine Uniform bekommen, eine Binde und eine Haube - und dann waren sie die Herrenrasse. Karl Stojka

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